Elefantenangriff

27 Antworten · 16,4k Aufrufe · gestartet 24. März 2011 von lowflyer
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Themenstarter579 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #1
Hallo,

meine Eltern haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass am Wochenende ein bisschen Namibia im Fernsehen kam. Man sieht u.a. einen Angriff eines Wüstenelefanten auf Andreas Kieling.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1287542/Die-Letzten-ihrer-Art---Teil-2
Mit Namibia geht es los ab Minute 20.
Der Angriff ist ab Minute 25 zu sehen.

Sonnige Grüße
306 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #2
Hallo lowflyer,
ich habe das auch gesehen. Da wir das ähnlich in Xakanaka erlebt haben (wir sind bloß schneller weg gewesen), ist mir fast das Herz beim Zusehen stehen geblieben.
Liebe Grüße Andrea
4'451 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #3
lowflyer schrieb:
Hallo,

meine Eltern haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass am Wochenende ein bisschen Namibia im Fernsehen kam. Man sieht u.a. einen Angriff eines Wüstenelefanten auf Andreas Kieling.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1287542/Die-Letzten-ihrer-Art---Teil-2
Mit Namibia geht es los ab Minute 20.
Der Angriff ist ab Minute 25 zu sehen.

Sonnige Grüße
Hallo Lowflyer,
wir haben das auch gesehen. Dennoch bin ich der Meinung, das Herr Kieling schon sehr nah an den Elefanten drann gegangen ist 😉 ich weiß nicht, ob das unbedingt sein muss 😉 Dieses Verhalten hat der Australier mit seinem Leben bezahlt und wurde von einen Rochen erstochen 🙁
Ich mag seine Filme schon sehr gerne aber da wurde m.M nach zu nah an den Elefant ran gegangen.
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 24. März 2011
4'129 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #4
Ja, der Selbstdarsteller war eine Nacht im Hoanib…

Alles auch eine Frage der Brennweite und des Schnitts
So dicht wie es erscheint, war der garnicht – aber er hat eindeutig die Distanz unterschritten – mit Absicht.

Und ansonsten alles eher ärgerliche Aussagen
-„hat es seit 10 Jahren nicht geregnet“ – aha…
-„eine Blindschleiche oder Skink“ – falsch, eben kein Skink
-„Wasserlöcher im Hoanib sind sehr weit entfernt“ – im Bereich zwischen Dubis und Mudorib gibt es mehrere Stellen, da ist nicht weit – und dann wird mal eben Etosha, Okaukuejo Wasserloch, dazwischen geschnitten
-Das Elefantendropping ist noch nicht von den Vöglen entdeckt - ja, der Baum auf dem sie zu vor gezeigten sitzen steht ja auch 500 km weit weg
- das "frische" Elefantendropping ist außen feuchter, als innen…
-und besonders ärgerlich ist der trinkende Elefant an der Wasserstelle Mudorib, nur sieht man die Betoneinfassung nicht, weil die Kamera auf dem Boden ist…
-…
Ja, wie schon oben angedeutet, glaubt nicht allen Bildern...

Eins ist jedoch klar –insgesamt ist es eine unzulässige Darstellung und er unterschreitet dreist die notwendigen Sicherheitsabstände

Der arme nächste Tourist, der da langfährt und sich wundert, warum denn diese Eles soo nervös und aggressiv auf ihn reagieren

Schade, möchte nicht wissen, was bei seinen anderen Filmen auch rumgesponnen ist, nur kann ich es da nicht beurteilen, denn ich war noch nicht bei den Eisbären...

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. März 2011
250 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #5
... diese Weichbecher Typen mit ihren Tarzan Shows sind irgendwie daneben.

In dieser Gegend gibt es einige sehr aggressive Bullen und es hat schon mehrmals tödliche Angriffe auf Touristen gegeben…

Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
4'129 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #6
Ja,
und es gibt dort auch PH's, wie Keith Wright, die nicht nur Löwen sondern auch Elefanten jagen

und bekloppte Touristen, die im Hoanib ihr Sylvesterfeuerwerk abfeuern und es dann hier im Forum berichten...

warum die Eles wohl so aggressiv sind...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter579 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #7
Hallo,

In einem anderen ZDF-Video bekommt man die Info, das Kieling da wochenlang unterwegs war. Laut Kieling haben sie im Nachhinein erfahren, dass die Elefantendame vor ein paar Tagen beschossen wurde und deshalb so aggressiv war. Ob das stimmt, kann man natürlich nicht prüfen.

Auf der Website des Desert-Lion-Projekts gibt es von Phil Stander auch gelegentlich Hinweise, dass die Wüstenelefanten in der Gegend immer aggressiver werden, z.B.

A small breeding herd of elephants moved down the narrow Hoaruseb canyon and were extremely agitated by the presence of the vehicle. To avoid unnecessary disturbance to the elephants, the observations on the Hoaruseb lionesses were abandoned. It is possible that excessive and uncontrolled tourism in the Hoaruseb River might be the cause of the aggressive behaviour of the elephants.
http://www.desertlion.info/news11jan.html

Gibt es dafür eine logische Erklärung? Sicher nimmt der Tourismus und damit der Verkehr dort stark zu, aber in anderen Gegenden Afrikas gewöhnen sich die Elefanten auch daran. Die Riviere dort sind bis auf wenige Stellen auch nicht so eng, als das es keine Flucht-/Ausweichmöglichkeiten gibt. Verhalten sich so viele Fahrzeuglenker dämlich, werden da Elefanten gejagt oder was ist die Ursache?

Sonnige Grüße

Nachtrag:
und es gibt dort auch PH's, wie Keith Wright, die nicht nur Löwen sondern auch Elefanten jagen

und bekloppte Touristen, die im Hoanib ihr Sylvesterfeuerwerk abfeuern und es dann hier im Forum berichten...
Da haben sich unsere Postings überschnitten. Das erklärt Einiges.
zuletzt bearbeitet 24. März 2011
306 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #8
Ich gebe Euch da Recht. Der Bericht ist schon in erster Linie Selbstdarstellung.
Mir sind auch einige Sachen aufgefallen, die so nicht sein können.
Nur um das klarzustellen. Wir haben auf Xakanaka den Elefanten nicht gereizt, als er uns angegriffen hat.
Er kam schon ziemlich aggressiv auf der Campsite an. Wir haben auch nach 4 Jahren Afrika großen Respekt vor diesen wundervollen Tieren.
Liebe Grüße Andrea
5'479 Beiträge · seit 200924. März 2011 · #9
Ich glaube nicht, dass es an der Anzahl der Touristen liegt, dass die Wüstenelefanten aggressiver sind als Elefanten in anderen Gebieten. Gerade in Gebieten mit sehr vielen Touristen (z.B. Chobe River Front und Etosha) sind die Elefanten sehr entspannt.

Ich halte 2 Punkte für ursächlich für das Verhalten der Elefanten im Kaokoveld. Zum einen der dort (wenn auch im geringen Maße) vorhandene Jagddruck, vor allem aber die deutlich härteren Lebensbedingungen, die für die Elefanten eine permanenten Stress bedeuten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
4'129 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #10
Hallo, Andrea1961!
Nördlich von Xaxanaxa sind 2 Jagdkonzessionen,NG43 und NG34…
Südwestlich des Moremi NP liegen …

Ja, man kann eben auch dort, wie auch an der Strecke Nata-Kasane auf aggressive Elefanten treffen, wie die jüngsten Angriffe von Elefant Sands und das Drama im Senyanti Camp gezeigt haben, die liegen halt westlich des „berühmten“ Jagdgebietes Sibuyu Forest.

Elefantenjagd ist die wahre Jagd, sagte uns einer, der schon mehrere xx-Pfünder geschossen hat.
Das sind andere Welten!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
4'129 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #11
Nochmal zum Verhalten von Elefanten:

Wir denken, wie ihr, dass es eine Mischung aus mehreren negativen Faktoren ist, die zu aggressiven Elefanten führt: Jagd, falsches Touristenverhalten, Nahrungsknappheit, aber auch „Zahnschmerzen“ o.ä. können einen Ele aggressiv machen. Wenn dumme Touristen „Breeding Elefants“ drangsalieren, ist das fatal; Einem Elefanten mit starkem Durst sollte man ausweichen – und in der „Must“ ist er allemal mit Vorsicht zu genießen. - Und da man nie genau weiß, was der Ele empfindet, sollte man Abstand halten und sich nicht aus dem Auto bewegen.


Wir glauben nicht, dass dieser Elefant bei Kieling, aggressiv war. Es war ein Scheinangriff, ausgelöst durch den Kameramann oder seine Mitarbeiter.
„Laut Kieling haben sie im Nachhinein erfahren, dass die Elefantendame vor ein paar Tagen beschossen wurde und deshalb so aggressiv war.“
Das halten wir für eine ganz platte Schutzbehauptung, um sich der Kritik zu entziehen. Und dummes Zeug. Kein Trophäenjäger schießt da oben im Hoanib mal eben auf Elefanten, die noch nicht einmal Elfenbein haben – geschweige denn, er schießt und trifft nicht.
Abgesehen davon, glauben wir (wissen es aber nicht genau), wird direkt im Hoanib-Tal sowieso nicht gejagt (dort wurden die Aufnahmen gemacht). Die Tiere sind ziemlich „standorttreu“, gemäß dem Futter- und Wasserangebot wandern sie das Flusstal auf und ab. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass auch mal Tiere weiter wandern und anderswo einen Abschuss miterlebt haben könnten. Was wir in diesem Fall nicht glauben.

Der Angriff des Elefanten war von Kieling eindeutig provoziert. Man kann davon ausgehen, dass er genau wusste, was er tat und warum er es tat. Wenn man spektakuläre Bilder haben will, z.B. einen Scheinangriff eines Elefanten, stellt man eben genau da die Kamera schön niedrig hin, wo man sich die spektakulärsten Aufnahmen erhofft - und es war ihm klar, dass er dann notfalls rennen muss, wenn er so handelt. Alles berechnet. Dass es dann tatsächlich aktionsnah passierte, hat ihn vielleicht etwas überrascht… Er bleibt ja auch nicht „wie angewurzelt“ stehen, sondern er dreht noch an der Brennweite, damit der Ele auch noch ganz ins Bild passt, wenn er nah dran ist! Alles Kalkül.

Eine solche Situation in dieser Weise zu vermarkten und dem unwissenden Zuschauer (woher sollte der es auch wissen) als solche Story zu verkaufen, ist mehr als ärgerlich. Einen Halbstarken ohne Elfenbein als „Leitkuh“ zu bezeichnen ist ja auch irgendwie sehr – naja…
Sein englisches Gerede in die zweite Kamera, gilt eher dem begleitenden Guide… - diese Show, die der Kieling abzieht, ist schon peinlich. Insbesondere auch dieses permanente Getue, als sei er mit Rucksack und Kamera auf der Schulter zu Fuß auf Expedition – so ein Bullshit. Dabei lässt er sich von einem professionellen namibischen Safari-Anbieter für Film und TV durch die Gegend karren und mimt der Explorer in der Wüste - und das auch noch schlecht…
Und wenn er behauptet, für die paar, überwiegend sehr mittelmäßige Einstellungen wochenlang bei den Wüstenelefanten gewesen zu sein, dann sind die beiden Kameramänner, die dort gedreht haben entweder sehr faul oder er ist einfach ein Spinner. (Irgendwie muss er halt seine hohen Kosten dem zahlenden Sender gegenüber vertreten…)- Wenn er tatsächlich mehrere Wochen im Land war, verwurstet er sicher noch in weiteren Folgen ebenso “sensationelle“ Aufnahmen...

Kann einen ja aufregen, sowas.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'287 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #12
Hallo,

leider kann sich die professionelle Tierfilmerei im allgemeinen ja nicht so sehr an die absolute Realität halten. Dazu sei auf diesen Artikel verwiesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,720575,00.html

Ansonsten finde ich Herrn Kiehling auch ausnehmend schlecht, aber er scheint ja sein Publikum zu finden.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Themenstarter579 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #13
Hallo lilitrotter,

ich kann Dir in einigen Punkten folgen. Wenn man schaut, was Kieling schon so alles gemacht hat, ist so ein Totalverriss meines Erachtens aber nicht ganz angebracht, zumal Du in vielen Punkten auch nur spekulierst.

Ich gucke nur 1-2 Stunden Fernsehen pro Monat, aber soweit ich das mitbekomme, ist dieser Reportagestil, bei dem der erklärende Tierfilmer eine Hauptrolle einnimmt, eben gerade populär. Ich bin da auch kein Fan von, aber es scheint Quote zu bringen. Mir ist ein Kieling da wesentlich lieber, als ein Dirk Steffens, der völlig Banales zum Heldenepos aufbauscht.

Es gehört zu Kielings Arbeitsweise, möglichst einige Wochen bei den zu filmenden Tieren zu leben und zu gucken, ob sich einige mit seiner Anwesenheit arrangieren können. Bei den Wüstenelefanten ist ihm das nach eigener Aussage nicht gelungen.

Ein bißchen was über Kieling erfährt man in diesem Interview aus dem Globetrotter-Magazin.
http://4-seasons.de/magazinartikel/auf-den-pelz-gerueckt

Sonnige Grüße
154 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #14
Hallo,

ich hatte schon immer das Gefühl, dass der Kieling mehr Selbstdarsteller ist, als dass er Informationen liefert.

Und natürlich war "ganz zufäälig" die Kamera an, als der Schein-"Angriff" erfolgte.

Gruß
Moochi
461 Beiträge · seit 200824. März 2011 · #15
Hallo

Ich habe den Film gesehen und bin nicht gerade begeistert. Auf der ganzen Welt hin und her gejettet und dann ein paar effekthascherische Beiträge. War an einigen Stellen auf dieser Welt auch schon.
- Überall das selbe Muster der Darstellung
- Selbstdarstellungm so in etwa als Experte, völlig überzogen und absolut nicht glaubhaft
- Verhalten gegenüber den Elefanten einfach dumm.

Ist halt schade, dass sich solche Pseudos so darstellen können.

Aber irgendwie unterhaltsam war es doch.

Gruss
Tom
Themenstarter579 Beiträge · seit 201024. März 2011 · #16
Hallo,
Und natürlich war "ganz zufäälig" die Kamera an, als der Schein-"Angriff" erfolgte.
Die waren da, um Filmmaterial von Wüstenelefanten aufzuzeichnen. Wenn die Kamera nicht laufen würde, während Wüstenelefanten da sind, hätten die wohl ihren Job verfehlt. Machst Du auch einem Notarzt im Einsatz einen Vorwurf, wenn er "ganz zufäälig" seinen Arztkoffer dabei hat?

Siehe oben verlinktes Interview: Kieling arbeitet in der Regel mindestens zu dritt. Eine Kamera führt er. Einer filmt ihn und einer kümmert sich um den Ton. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass das so aufgezeichnet wurde.
Ist halt schade, dass sich solche Pseudos so darstellen können.
Die echten Experten, Könner und Besserwisser, die nach 5 Namibiareisen und 3 Minuten Videoansicht alles beurteilen können, findet man natürlich hier im Forum...

Die Szene erscheint überflüssig, dumm und Kritik völlig gerechtfertigt. Aber was einige sich hier an Urteilen anmaßen, sagt mehr über sie selbst aus, als über Kieling. Genau das gleiche Kritikmuster findet man übrigens auch bei Michael Martin.

Sonnige Grüße
Themenstarter579 Beiträge · seit 201005. Apr. 2011 · #17
Hallo,
lilytrotter schrieb:
„Laut Kieling haben sie im Nachhinein erfahren, dass die Elefantendame vor ein paar Tagen beschossen wurde und deshalb so aggressiv war.“
Das halten wir für eine ganz platte Schutzbehauptung, um sich der Kritik zu entziehen. Und dummes Zeug. Kein Trophäenjäger schießt da oben im Hoanib mal eben auf Elefanten, die noch nicht einmal Elfenbein haben – geschweige denn, er schießt und trifft nicht.
Ich bin heute zufällig über folgende Schilderung des amerikanischen Wildlife-Fotografen Charlie Summers gestolpert: "I might mention that I met the chap who was doing a study on Elephant DNA. Unfortunately he used an explosive charge to drive the dart out of the gun and into the Elephant. This absolutely spooked the lot of Elephants in that herd. One charged him and turned his truck over, then stomped on it so the roof was almost down to the doorline. He was quite shaken up but still in good spirits. He survived and learned a hard lesson, use an airgun, not an explosive charge. I guess those with the project had not given this thought, something easier done after the fact.".

Das bezieht sich auf den Hoanib im Februar diesen Jahres.
http://www.flickr.com/photos/wild_images/5479462169/

Sonnige Grüße
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2011
4'129 Beiträge · seit 200805. Apr. 2011 · #18
Hallo, lowflyer!

Mmm, ehrlich gesagt, ich verstehe deinen Bild- und Texthinweis in dieser Sache nicht.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
728 Beiträge · seit 200605. Apr. 2011 · #19
Ich halte Andreas Kieling für einen eitlen, wichtigtuerischen Filmeproduzenten, der vor allem sich selbst gern vor der Kamera sieht. Von seinen Filmen aus Nordamerika mit Bären habe ich einige gesehen und fand sie nur peinlich und aufdringlich. Seitdem meide ich ansonsten gern gesehene Naturfilme, wenn ich vorher erfahre, dass es Filme des Herrn Kieling sind. Es gibt andere hervorragende Tierfilmer, die mehr hinter der Kamera bleiben und ihre Filme für sich sprechen lassen (Reinhard Radke, Ivo Nörenberg u.a.)
Gruß
Reinhard
0
1'483 Beiträge · seit 200905. Apr. 2011 · #20
Ich glaube, die reißerische Art der Darstellung ist geschuldet der Jagd nach der Quote, vor allem meiner Meinung nach bei dem jungen Publikum, das keinen braven Elefanten-Foto-Star sehen will, sondern das Biest. Ich erinnere auch im Bärenfilm die oft widerholte Frage, ob bei der Gefährlichkeitdes Tieres das Nähergehen möglich sei. Immer wieder--natürlich ging er und auch der Bär startete sein Imponiergehabe. Logische Filsequenz: Flucht des Filmers.

Das ist bei der Qualität der Bildausbeute eigentlich schade.

Dasmeint Reinhard