Reisebericht: Im Osten geht die Sonne auf

72 Antworten · 27,2k Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2011 von Topobär
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Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200908. Apr. 2011 ·
Hallo Lilytrotter,

was gibt es schöneres, als solch ein Feedback. Da macht das Schreiben gleich doppelt soviel Spaß.

Wenn man dann noch etwas hinzulernt, wie bei den Schweinen und Löwen, kann es besser nicht sein.

Man merkt immer wieder, Du bist ein(e) sehr aufmerksame(r) Leser(in).
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Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200912. Apr. 2011 ·
13.Tag
12.01.2011
Masai Mara (Musiara Area)

121km

Ich träume von Afrika...
Ich träume von Löwen...
Ich träume, dass ein Löwe brüllt...
Ich träume... ...gar nicht mehr.
Da steht tatsächlich ein Löwe direkt neben dem Wagen und brüllt in ohrenbetäubender Lautstärke. Er zieht weiter, wie wir aus seinem sich immer weiter entfernenden Brüllen entnehmen können.

Es ist schon interessant, wie man die Geräusche der Umgebung in seine Träume integriert. Auch Kathrin, die zeitgleich mit mir aufwachte, hatte das Brüllen zunächst für einen Teil Ihres Traums gehalten.

Es ist noch tiefe Nacht und so drehen wir uns noch mal um. Ein paar Stunden Schlaf bleiben uns noch.

Der Sonnenaufgang übertrifft noch den gestrigen. Es ist erheblich klarer und zieht auch nicht gleich zu. Ballonfahrten scheinen derzeit der große Hit hier im Park zu sein. Wir zählen 4 Ballons, während wir frühstücken.

[foto: 30057][foto: 30058][foto: 30056]

Das Gebiet, welches wir an diesem Tag erkunden wollen ist die Musiara Area. Dabei handelt es sich um das auf dem Kopf stehende Dreieck zwischen Mara River und Talek River, welches im Norden durch die Nationalpark-Grenze markiert wird.

Nach dem Frühstück ist schnell gepackt und wir machen uns auf den Weg. Zunächst verlassen wir die Masai Mara für ein kurzes Stück und fahren über die North Mara Bridge zum Musiara Gate, wo wir den Eintritt für die kommenden drei Tage zahlen.

Von hier aus geht es auf kürzestem Weg zum Mara River, welchen wir auch heute kurz südlich des Governors Camp erreichen. Die Sonne ist uns heute gewogen und wir fahren bei schönsten Wetter entlang des Ostufers durch die Paradise Plain in Richtung Süden.

Heute Vormittag ist Hippotag. Das Erste treffen wir schon eine ganze Ecke vor dem Fluss in einem Schlammloch, welches es bei unserer Ankunft jedoch hektisch verlässt.

[foto: 30055]

Im Fluss selbst tummeln sich dann Massen an Hippos. Etwas ganz besonderes für uns war eine Mutter mit noch ganz kleinem Jungtier an Land. Was sind die niedlich, wenn sie noch so klein sind.

[foto: 30049][foto: 30050]

Etwas weiter südlich sehen wir auch viele Giraffen in der Nähe des Flusses.

[foto: 30047]

Ganz bis an den Zusammenfluss von Mara und Talek kommen wir nicht. Wir fahren bereits einige Kilometer früher nach Osten in Richtung Talek, welchen wir in der Nähe des Rekero Camps erreichen - da werden Erinnerungen an unseren letzten Besuch in der Masai Mara wach. Auf der Strecke nicht nur viele Antilopen, sondern auch reichlich Vögel.

[foto: 30052]

Kurz bevor wir den Olare Orok River erreichen, biegen wir nach Norden ab um auf die Rhino Ridge, den zentralen Bereich der Musiara Area, zu fahren. Wir hoffen hier die drei Gepardenbrüder wieder zu finden. Sie haben hier Ihr Revier und vor drei Jahren hatten wir leider sehr schlechtes Fotolicht, als wir sie sahen. Heute ist das Licht besser, dafür ist unsere Suche leider nicht von Erfolg gekrönt.

Was wir sehen ist eine einzelne Elefantenkuh mit ihrem Jungtier. Eine sehr merkwürdige Konstellation, solch ein Paar ohne Herde anzutreffen.

[foto: 30044]

In der Ferne sehen wir eine riesige Herde Elands und immer wieder treffen wir auf Gruppen von Topis. Auffällig dabei ist, das immer ein Mitglied der Gruppe erhöht auf einem Hügel steht um die Umgebung zu überwachen. Solch ein Verhalten kannte ich von Geparden und Erdmännchen, bei Antilopen war es mir neu.

[foto: 30059]

So langsam bilden sich ringsum mächtige Gewitterwolken und es zieht zu. Wir beschließen,uns schon mal so langsam in Richtung Talek Gate zu bewegen, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen wollen.

[foto: 30046]

Unser Vorhaben, möglichst noch vor dem Gewitter im Camp zu sein, wird von einer Löwenfamilie durchkreuzt, die wir westlich der Airstrip-Furt durch den Olare Orok River entdecken. Drei Löwinnen und 4 Löwenbabys machen hier auf perfekte Familie.

[foto: 30053][foto: 30054][foto: 30043][foto: 30042]

Erst als die ersten Tropfen fallen, können wir uns losreißen - müssen wir uns losreißen, denn die Furt durch den Olare Orok River hat es in sich und wir wollen sie passieren, ehe der Fluss durch das Gewitter anschwillt. Man muss unbedingt auf den Felsplatten bleiben. Gleich daneben ist das Wasser ca. 2m tief. Woher ich das weiß? Wegen der Hippos, von denen gleich neben der Felsplatte nur Nase, Ohren und Augen aus dem Wasser schauen.

[foto: 30045]

Hinter der Furt fahren wir entlang des kleinen Flusses nach Norden zur Hauptpiste vom Musiara Gate zum Talek Gate. Der Himmel hat inzwischen alle Schleusen geöffnet und es herrscht Weltuntergangsstimmung. Wir sind ordentlich am rutschen, obwohl das hier nicht der berüchtigte black cotton soil ist.

Kurz vor der Hauptpiste sehen wir ein größeres Rudel Löwen. Die Tiere versuchen vergeblich unter den Büschen Schutz vor dem Regen zu finden und schauen recht bedröppelt aus der Wäsche. Katzen mögen ganz entschieden keinen Regen.

Auf der Hauptpiste geht es zunächst recht gut voran, bis wir plötzlich vor einem über 30m breiten Fluss stehen. Den gibt es hier normalerweise nicht. Hier trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen. Während wir und die mit Geländewagen ausgestatteten Safari-Unternehmen weiterfahren können, heißt es für die Safari-Unternehmen mit 4x4 Kleinbussen warten, bis der Wasserstand sinkt.

[foto: 30048]

Bald darauf erreichen wir das Aruba Camp, unser Quartier für die nächsten beiden Nächte. Es gibt saubere Sanitäreinrichtungen. Die Dusche hat sogar warmes Wasser, tröpfelt aber leider eher, als dass man von fließendem Wasser sprechen könnte.

Das Areal ist umzäunt und mit dichter Vegetation bestanden, so dass man leider keine Aussicht hat.

Zum Abendessen gehen wir ins Restaurant des Camps. Sehr gemütlich und lecker; für mich könnten aber die Portionen ein bisschen größer sein.
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zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2011
1’249 Beiträge · seit 200912. Apr. 2011 ·
Hallo Topobär,

schade, dass ich für Deine Beiträge jeweils nur einmal auf
den "Danke" Knopf klicken darf.
Die Bilder von den kleinen Löwen sind Klasse!

Der Vogel mit der Coolen Frisur im QE Nationalpark ist
ein Schopfadler.
Ich habe dort auch einen "erwischt".

Viele Grüsse
Bernd
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Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200913. Apr. 2011 ·
Hallo Bernd,

über das Lob eines solch versierten Fotografens freut man sich als Amateur immer ganz besonders.

Danke auch für die Bestimmung des Schopfadlers. In der Tierwelt kenne ich mich mit Vögeln nicht so aus.B) 😗
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Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200910. Mai 2011 ·
Nach einer urlaubsbedingten Unterbrechung geht es jetzt weiter.

14.Tag
13.01.2011
Masai Mara (Central Plains)

130km

Am heutigen Tag wollen wir die Central Plains erkunden. Dieser Bereich wird im Westen von Talek und Mara River begrenzt und im Osten von der Straße vom Talek Gate zur Keekorok Lodge.

Morgens ist es noch recht bewölkt, was einem prächtigen Sonnenaufgang aber nicht im Wege steht.

[foto: 30475]

Schon kurz nach dem Gate hat der Motor Aussetzer. Wir drehen um, um uns am Talek Gate eine Werkstatt zu suchen, doch als wir wieder am Gate sind, läuft der Wagen wieder einwandfrei. So beschließen wir unseren Gamedrive fortzusetzen.

Durch den Regen des Vortages ist das eine ganz schöne Rutschpartie. Der berüchtigte Black Cotton Soil legt sich komplett um die Reifen, so dass man wie mit Slicks auf Schmierseife fährt. Da hat man schon im völlig ebenen Gelände Schwierigkeiten, um die Kurve zu fahren.

[foto: 30464]

Nach wir etwa eine Stunde unterwegs sind, fängt der Motor wieder mit Aussetzern an und quittiert kurz darauf ganz seinen Dienst. Ich finde schnell heraus, dass der Motor keinen Sprit mehr bekommt, kann die Ursache dafür aber nicht lokalisieren. Auch manuelles pumpen hilft nicht weiter.

Wir rufen unseren Vermieter Sunworld an und dieser verspricht uns, kurzfristig einen Mechaniker zu schicken. Naja, wir kennen das afrikanische Zeitgefühl und machen uns auf eine lange Wartezeit gefasst. Zwischendurch kommen andere Safarifahrzeuge vorbei und warnen uns davor, den Wagen zu verlassen - nur wenige hundert Meter entfernt liegt ein Rudel Löwen in den Büschen.

Eigentlich wollten wir heute wieder ein Frühstücks-Picknick auf den Plains machen. Das lassen wir nun ausfallen und nutzen die Wartezeit um im Auto zu frühstücken.

Es ist gerade mal eine Stunde vorbei, da hält ein Wagen auf uns zu - der Mechaniker. Da habe ich an deutschen Autobahnen schon länger auf den ADAC gewartet. Der Mechaniker geht sehr zielstrebig zur Sache und gleich seine erste Vermutung erweist sich als Volltreffer. Das Kabel von der Batterie zur Dieselpumpe ist gebrochen, so dass diese nicht mehr den Sprit zum Motor pumpt. Schnell ist ein neues Kabel verlegt und nach nur 10min. sind wir wieder startklar.

[foto: 30470]

Die Abrechnung für die Reparatur erfolgte direkt mit Sunworld, so dass ich außer einem freiwilligen Trinkgeld, was bei dem Service absolut gerechtfertigt war, keinen Cent zahlen musste.

Nachdem wir wieder fahrbereit sind, suchen wir als erstes das Löwenrudel, werden aber nicht fündig.

Entlang des Ostufers von Talek und Mara fahren wir Richtung Süden. Immer wieder haben wir Tiersichtungen. Nichts spektakuläres, aber dennoch immer wieder schön.

[foto: 30468][foto: 30463][foto: 30474][foto: 30466]

Wir beobachten über eine halbe Stunde lang den Versuch zweier Giraffen, sich zu paaren. So ungeschickt, wie die sich dabei anstellen grenzt es an ein Wunder, dass diese Tierart noch nicht ausgestorben ist.

Vor uns taucht ein ein markanter Hügel auf, der Ol Doinyo Loldopai. Er überragt die Plains deutlich. Im ersten Gang und Untersetzung kommen wir bis auf den Gipfel und haben einen beeindruckenden Blick auf die Umgebung. Inzwischen sind wieder zahlreiche Gewitterwolken entstanden, die sich jetzt rings umher auf den Plains abregnen.

[foto: 30467]

Direkt neben unserem Auto sitzt ein Kampfadler (oder auch Latzhosen-Adler, wie Kathrin immer sagt) und beobachtet das Naturschauspiel ebenfalls.

[foto: 30469]

Nachdem auch über den Hügel ein kräftiges Gewitter gezogen ist, sieht er allerdings längst nicht mehr so majestätisch aus, sondern ziemlich gerupft.

Nachdem das Gewitter abgezogen ist, machen wir uns auf den Weg direkt durch die Central Plains in Richtung Talek Gate.

Gerade zu Anfang ist das mal wieder eine echte Rutschpartie und auch das Durchqueren der zahlreichen vollgelaufenen Gräben ist nicht ohne.

[foto: 30476][foto: 30473]

Bald bricht wieder die Sonne durch die Wolken, so dass wir immer wieder Regenbögen zu sehen bekommen.

[foto: 30472]

An Tieren sehen wir in den Central Plains neben Elefanten vor allem zahlreiche große Büffelherden.

[foto: 30465]

Kurz vor Ende unseres Gamedrives bekommen wir dann unsere täglichen Löwen-Babys zu Gesicht. In diesem Urlaub haben wir schon jetzt mehr kleine Löwen gesehen, als in all unseren anderen Afrika-Reisen zusammen.

[foto: 30471]

Auf's kochen verzichten wir auch heute wieder und gehen wieder im Restaurant des Aruba-Camps essen, wo es leider wieder zu kleine Portionen des sehr leckeren Essens gibt.
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Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200913. Mai 2011 ·
15.Tag
14.01.2011
Masai Mara


An unserem letzten Tag in der Masai Mara wollen wir das Hügelland im Osten des Nationalparks erkunden. Um dorthin zu gelangen, fahren wir zunächst durch die Plains entlang der Nordgrenze des Nationalparks in Richtung Sekenani Gate.

Hier hat es viele Raubtiere. Wir sehen Hyänen, ein Löwenrudel und einen Geparden. Leider hat sich das Löwenrudel sehr unfotogen in den Büschen verkrochen und auch der Gepard liegt im hohen Gras im Schatten unter einem Busch. Dafür sind die Hyänen überhaupt nicht scheu und zeigen sich in Ihrer oft verkannten Schönheit.

[foto: 30839]
Ich finde Hyänen recht niedlich.

Aber auch Vögel gibt es in der Gegend reichlich. Neben Kronenkranichen, die selbst ich erkenne, auch wieder Exemplare, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen.

[foto: 30841][foto: 30840][foto: 30844]

Dann haben wir das Hügelland erreicht. Vorbei an der KWS Mara Research Station fahren wir in die Ngama Hills. Eine schöne Landschaft und von oben geht der Blick weit über die Ebenen. Tiere gibt es allerdings kaum. Erst in den Ebenen weiter südlich treffen wir wieder auf welche. Sehr wildreich präsentiert sich das weite Tal zwischen Ol Opelagonya und Ololotikoshi Hill.

[foto: 30842]

Zunächst gibt es reichlich Weidetiere.

[foto: 30845][foto: 30835]

Aber wo es reichlich Weidetiere gibt, finden sich auch Raubtiere. Wir haben Glück und entdecken eine Gepardin mit Jungtier, die im Schatten eines Busches Siesta halten.

[foto: 30838][foto: 30837]

Nach einiger Zeit kommt sogar noch ein zweites Jungtier hinzu, dass sich bis dahin im Busch versteckt hatte. Wir lassen uns Zeit und machen im Wagen Picknick, während wir die kleine Familie beobachten.

Als wir satt sind (vom Essen - vom Anblick einer Geparden-Familie kann man sich nie satt sehen), fahren wir entlang des Ol Oldugai zum Sandriver und weiter in Richtung Keekorok Lodge.

Auf der Ebene treffen wir eine sehr große Elefantenherde. Ein Halbstarker macht kräftig Alarm. Er attackiert immer wieder andere Elefanten aus der Herde und droht auch wiederholt in unsere Richtung. Wir halten deshalb deutlich mehr Abstand zu dieser Herde, als wir es üblicherweise bei Elefanten tun.

Unser Weiterweg soll uns durch die Swamps westlich Keekorok bis zur Mara South Bridge führen. In den Swamps sind die Wege aufgrund der Regenfälle der letzten Tage noch sehr schlammig, so dass die Fahrt eine ordentliche Rutschpartie wird. Teilweise stehen Gebiete ganz unter Wasser, so dass es nicht leicht ist, den richtigen Track zu finden.

Unsere Fahrt endet an der Furt durch den Kebololet River. Die gegenüber liegende Ausfahrt aus dem Flussbett ist weggespült und nicht mehr befahrbar. Das wäre an sich nicht weiter schlimm, hätten sich nicht in der Zwischenzeit gewaltige Gewitterwolken hinter uns aufgetürmt. In einem Sumpf zwischen einer unpassierbaren Furt und einem Gewitter zu stehen, ist nicht sehr beruhigend.

[foto: 30843]

Aber was bleibt uns übrig, als den Weg wieder zurückzufahren. Wir habe Glück und das Gewitter zieht weiter, knapp an den Swamps vorbei.

Wir ändern unseren Plan und fahren noch einmal in Richtung Ololaimutia Gate, in der Hoffnung, die Gepardin mit Ihren Jungen noch einmal zu sehen. Wir werden nicht enttäuscht. Unweit der Stelle vom Vormittag liegt die Gepardin mit Ihren beiden Jungen auf einem Hügel in der Sonne.

[foto: 30836]

Diesmal liegt die Gepardin auf der linken Seite und wir sehen, dass sie eine große Wunde am rechten Hinterlauf hat. Hoffentlich behindert sie das nicht bei der Jagd, denn die beiden Jungtiere sind noch zu klein um selbstständig zu jagen.

Was uns auch auffällt, ist das sehr unterschiedlich Verhalten von kleinen Geparden und kleinen Löwen. Während die Löwen die ganze Zeit miteinander und mit Ihren Müttern raufen, sind die Geparden die ganze Zeit am schmusen. Das ganze Miteinander ist viel behutsamer und zärtlicher.

Entlang der Parkgrenze fahren wir abschließend vom Ololaimutia Gate zum Sekenani Gate. Der Weg verlässt teilweise den Park und so sehen wir Wild- und Nutztiere bunt gemischt. Ich unterschätze einen diagonalen Absatz in einer Linkskurve und lege fast unsere Fuhre auf die Seite; kann das Umkippen aber durch gegenlenken gerade noch verhindern. Da hatten kurzzeitig nur noch die beiden rechten Räder Bodenkontakt.😗

Die letzte Nacht im Dachzelt verbringen wir auf der Spurwing Campsite in der Nähe des Sekenani Gates. Eine einfache, von Masai betriebene Campsite im dichten Busch. Es gibt aber saubere Toiletten und warme Duschen. Was will man mehr für nur 700KSh.
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zuletzt bearbeitet 13. Mai 2011
1’249 Beiträge · seit 200913. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,

der schwarze Vogel mit den langen Schwanzfedern ist eine "Witwe"
(englisch Whydah).
Leider kann ich Dir nicht sagen, was für eine Witwe es ist.
Einge Glanzwitwe kommt dem noch am nächsten, ist aber eher
bläulich und hat einen weißen Schnabel.
Ich bin da aber kein Spezialist.

Folgende Seiten haben mir geholfen:
Tanzania Birds
Kenya Birds

Gruss Bernd
Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
8’057 Beiträge · seit 200813. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,

Mensch, welch ein super Bericht!B)

Jetzt kommt es mir vor ich würde Uganda ein bisschen näher kennen! Deine Schilderungen geben Einem wirklich die Lust so schnell wie möglich dort vorbeizuschauen.
Die Bilder mit den Gorillas finde ich grossartig!:)

Habe ebenfalls den Nakuru und Masai Mara Teil verschlungen. Nächstes Jahr steht es nämlich auf unser Programm!

Mach weiter so, ich bin dabei!😜

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
4’132 Beiträge · seit 200813. Mai 2011 ·
Hi,
der "Whydah" ist ein Magpie Shrike, das ostafrikanische Pendant zum Long Tailed Shrike im südlichen Afrika.
LG lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
557 Beiträge · seit 200913. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,

vielen Dank für Deinen interessanten und ausführlichen Reisebericht über Ostafrika. Besonders erfreut hat mich Deine detailgetreue Schilderung der Masai Mara Erlebnisse. Dank der genauen Geländeangaben, habe ich meine Karte zur Hand genommen und in Erinnerungen an mehrere Besuche über jeweils viele Tage in den 90iger Jahren geschwelgt. Für 2012 plane ich eine Keniareise und natürlich schwerpunktmäßig Masai Mara, die ich nicht vergessen habe, trotz mehrerer Reisen ins südliche Afrika.

Herzliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200920. Mai 2011 ·
16.Tag
15.01.2011
Masai Mara - Nairobi


Unser letzter Urlaubstag bricht an. Das bedeutet wie immer reichlich Arbeit und somit bringt er einen schon mal wieder Richtung Alltag. Noch auf der Campsite machen wir das Auto übergabefertig. Das heißt, erst einmal kräftig umräumen, so dass alles wieder an dem Ort ist, wo wir es übernommen haben. Die übrig gebliebenen Lebensmittel finden mit dem Camp-Warden einen glücklichen Abnehmer.

Die Idee, den Wagen zumindest von innen sauber zu machen, haben wir schon im Vorfeld wieder begraben. Gegen diese Mengen an Staub würden wir nur in stundenlanger Fleissarbeit ankommen.

Um ca. 10:00Uhr brechen wir auf. Die ersten dreißig Kilometer sind Wellblech- und Schlaglochpiste, dann erreichen wir den Asphalt. Wer schon mal in Afrika unterwegs war, weiss aber, dass dies nicht unbedingt eine Verbesserung des Straßenzustandes bedeuten muss. So auch dieses Mal. Es gibt genauso viele Schlaglöcher wie vorher, aber bei Asphalt sind sie noch unangenehmer, aufgrund der scharfen Abbruchkanten.

Erst ein paar Kilometer vor Narok kommen wir auf eine gute Straße, auf der wir dann entspannt bis nach Nairobi gleiten können. Allerdings bedarf es weiterhin voller Konzentration, denn bereits seit zwei Tagen wird die Bremsleistung des Wagens immer schlechter. Inzwischen bringt die Bremse nur noch eine unmerklich größere Verzögerung als die Motorbremse. Ich vermute, dass die großen Schlammmengen der letzten Tage die Bremsbeläge der vorderen Scheibenbremse abgeschliffen haben, so dass jetzt nur noch die hinteren Trommelbremsen funktionieren und zusätzlich der Pedalweg erheblich länger geworden ist. Wenn man aber sieht, was so an Fahrzeugen auf Afrikas Straßen unterwegs ist, war dies kein Problem, das uns aufhalten konnte.

[foto: 31013]

So kamen wir denn auch gegen 15:00Uhr in Nairobi an. Die Fahrzeugrückgabe bei Sunworld war völlig problemlos. Hätte so manch ein Autovermieter noch versucht, aus den kleinen Schäden am Fahrzeug (Bremsen, Trittbrett, Tankanzeige) Kapital zu schlagen, tat man dies mit den Straßenverhältnissen im Land ab und entschuldigte sich vielmehr für die Unannehmlichkeiten, die wir mit dem Wagen hatten. Auch die Massen an Schlamm am Auto und Staub im Auto wurden als selbstverständlich abgetan. Für uns steht 100%ig fest, dass wir auch das nächste Mal wieder bei Sunworld unser Fahrzeug mieten.

Ein Fahrer von Sunworld brachte uns dann zum Fairview Hotel. Dieses Hotel hatte uns ebenfalls Sunworld empfohlen und wir waren sehr zufrieden. Das Preis-/Leistungsverhältnis war absolut in Ordnung und wir brauchten am nächsten Morgen nur 20min. bis zum Flughafen (dieser Transfer war ebenfalls in der Fahrzeugmiete enthalten.

Wir genossen die einzige feste Unterkunft dieser Reise. Den Nachmittag verbrachten wir in den schönen Gartenanlagen des Hotels und im Pool. Abends gönnten wir uns als krönenden Abschluss des Urlaubes ein Festessen im besten Restaurant des Hotels.

[foto: 31015][foto: 31014]
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zuletzt bearbeitet 20. Mai 2011
Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200920. Mai 2011 ·
Das war es dann leider auch von dieser Reise. Für mich besonders bedauerlich, da die nächste Reise zwar schon hinsichtlich Termin und Land feststeht, aber noch so lange hin ist, dass es sich derzeit noch nicht lohnt, mit den Planungen zu beginnen.

Ich hoffe, der Bericht hat Euch gefallen und dem einen oder anderen vielleicht als Anregung gedient, auch mal das östliche Afrika zu bereisen.
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499 Beiträge · seit 200620. Mai 2011 ·
Schöner Reisebericht mit tollen Fotos. Eure Tour macht Lust es nachzumachen!
Viele Grüsse
Tobias
109 Beiträge · seit 201023. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,

wenn auch Spät, so möchte ich mich auch für den Bericht bedanken. Seit ich selbst mal so ein Werk verfasste weiß ich, dass es mehr Arbeit ist als man glaubt.

Und immerhin hast nun ein paar Geparden auf der Reise gesehen. Kann mich an ein Beitrag von Dir erinnern in dem Du schriebst, dass dies bisher nicht oder kaum der Fall war.

Gruss
Bernd
Foto-Alben : Namibia-VicFalls-Botswana Namibia Süd & Nord Reisebericht: Etosha-Caprivi-VicFalls-Botswana 2010
137 Beiträge · seit 201024. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,

Vielen Dank, dass Du eure beneidenswerte Reise für uns so ausführlich aufgeschrieben und mit tollen Bildern versehen hast. Die Auswahl Deiner Fotos ist Dir wirklich sehr gelungen, so wird ein Reisebericht nicht langweilig. Bilder, die ich für sehr wertvoll halte und am Liebsten selber gemacht hätte: Die Gorillas und die Hippos mit den Büffeln beim gemeinsamen Schlammbad.

Nochmals vielen Dank und herzliche Grüsse

Manfred
Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200926. Mai 2011 ·
Hallo Bernd, Hallo Manfred,

vielen Dank für Eure netten Worte.

Ja, es macht einige Arbeit und braucht Zeit, solch einen Reisebericht zu schreiben. Ich würde aber lügen, würde ich behaupten, die Reiseberichte auf reiner Nächstenliebe zu verfassen. Die Reiseberichte geben mir die Möglichkeit, die Reise noch einmal nachzuerleben und über das Geschehene zu reflektieren.

Auch verkürzt sich damit die Wartezeit bis zur nächsten Afrikareise. Jetzt heißt es allerdings für mich, die Durststrecke zu überwinden, bis ich ab Jahresende zumindest mit der Planung unserer nächsten Tour beginnen kann.
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160 Beiträge · seit 200926. Mai 2011 ·
Hallo Topobär,
ich habe erst heute Deinen tollen Reisebericht hier entdeckt und in einem Zug verschlungen. Du (be)schreibst es so wunderbar, dass man/frau förmlich mitzureisen glaubt. Herzlichen Dank dafür. Ostafrika ist ganz bestimmt eine Reise wert.

LG
uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
Themenstarter5’483 Beiträge · seit 200927. Mai 2011 ·
Ostafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert. Uns wird auch die nächste Afrika-Reise wieder dorthin führen, da es dort für uns noch viel mehr zu entdecken gibt, als im südlichen Afrika.
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6’387 Beiträge · seit 201113. Aug. 2011 ·
Hoi Topobär und danke für den tollen Bericht!
Topobär schrieb:Die Reiseberichte geben mir die Möglichkeit, die Reise noch einmal nachzuerleben und über das Geschehene zu reflektieren.
Genau so geht's mir auch!
Ich lese immer wieder den Reisebericht meiner Mitreisenden Steffi (Steffi's Bericht der Safari im Blog und Steffi's Bericht der Wanderung im Blog) sowie meinen eigenen Bericht (Mein Bericht Februar 2011), um mein Afrika-Fieber mit den Erinnerungen wieder etwas zu dämpfen...
Dein Bericht hat mir eine Reise aufgezeigt wie ich sie schon für die Februar 2011-Tour mal geplant, aber aufgrund Steffi's Angebot bei ihnen mitzukommen verworfen habe.
Für Herbst 2011, Frühling 2012 und Frühling 2013 bin ich schon ausgebucht, aber die Reise mach ich auch noch, jedoch nicht als Selbstfahrer und mit Bodenzelt und Dachluke!B)
Danke nochmals, wenn ich auch erst jetzt den Bericht gesehen habe...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2’780 Beiträge · seit 200704. Feb. 2012 ·
hallo Topobär
toller Bericht tolle Fotos
Danke!
und nun zu den Fragen:
hast du eventuell die nirgends im Reiseführer vermerkte Route durch das Forest Reserve Nähe Lake Albert gespeichert?
Hattest du T4A Kartenmaterial und Nuvi dabei?
Welche Papierkarten fandest du am genausten für Uganda?
Wo und wie hast du deine Gorilla Permits beantragt UWA? Kontakt mail? Banktransfer?

hab Dank!
leona
Gruss Leona