Impfung

25 Antworten · 8'266 Aufrufe · gestartet 27. Jan. 2011 von SilviM
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Themenstarter35 Beiträge · seit 200827. Jan. 2011 · #1
Hallo Namibia-Fans,

dank eurer Unterstützung steht unsere Reiseroute für April - freuen uns schon total.

Frage: ist eine Malaria-Impfung und Hepatitis-Impfung notwendig?


Schon mal vielen Dank!!!
Viele Grüße aus der Pfalz
Silvia
2'349 Beiträge · seit 200927. Jan. 2011 · #2
Hallo Silvia,

meine persönliche Meinung:

Malaria: Nein. Ich würde nichts mitnehmen bzw. einnehmen.

Impfungen gibt es dafür nicht. Nur Prophylaxe (Tabletten). Es gibt auch Tabletten, die man vorsorglich mitnehmen kann und dann einnimmt, wenn man den Verdacht hat, sich infiziert zu haben. D.h., wenn man die Symtome hat. Die meisten Mücken in Namibia sind harmlos! Also keine Angst vor gewöhnlichen Mückenstichen!

Hepatitis: Nein, wenn du für Europa keine solche Impfung willst, brauchst du diese auch nicht unbedingt in Namibia. Eine solche Impfung wird für alle Kontinente (auch Europa) empfohlen. Das Infektionsrisiko bei einem normalen Urlaub ist meiner Meinung nach in Namibia nicht höher als in Europa.

Bei deiner Reiseroute würde ich persönlich nichts nehmen. Außer evtl. Etosha (ist aber auch dort relativ unwahrscheinlich) sind das alles keine Malaria-Gebiete.

Siehe hierzu auch:

http://www.namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:Gesundheit

ABER: Das muss jeder selbst entscheiden!

Ich bin kein Arzt!

Allerdings raten dir Ärzte und Tropeninstitute in 99,9% der Fälle zu Impfungen/Prophylaxen um sich abzusichern, auch wenn Sie selbst nichts nehmen würden.


Lg, Otji!
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2011
111 Beiträge · seit 200627. Jan. 2011 · #3
Otjikoko schrieb:
Allerdings raten dir Ärzte und Tropeninstitute in 99,9% der Fälle zu Impfungen/Prophylaxen um sich abzusichern, auch wenn Sie selbst nichts nehmen würden.
Lg, Otji!
Das hat nichts mit Absicherung zu tun, sondern damit, dass der Mediziner die Symptome am eigenen Leib gegebenenfalls besser abschätzen und adäquat reagieren kann ...
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2011
235 Beiträge · seit 200927. Jan. 2011 · #4
Hallo Silvia,
Du wirst es nicht glauben, aber es leben 80jährige in Namibia die haben von einer Impfung noch nie etwas gehört.

Gruss Hubert
Nkosi Sikelel iAfrika
2'349 Beiträge · seit 200927. Jan. 2011 · #5
@ squirrel:

Sorry, aber das glaube ich kaum. Wenn Symtome auftreten, sollte man schnellstmöglich einen Mediziner aufsuchen und sich behandeln lassen. "Adäquat reagieren" und "besser einschätzen", weil man Medizin studiert hat, hat damit nichts zu tun.

Die prophylaktische Einnahme von Malaria-Medikamenten kann die Behandlung sogar erschweren, da sich durch die damit verbundenen veränderten Blutwerte der jeweilige Malaria-Typ schwerer feststellen lässt.

@ jeweller:

RICHTIG! Wenn ich ständig diese Tabletten nehmen würde, wenn ich in Namibia bin, wäre ich wohl schon schwer Leberkrank von dem Zeug.
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2011
79 Beiträge · seit 201127. Jan. 2011 · #6
Hallo Silvia,

Malaria-Tabletten nein!
Hepatitis eher Ja. Aber nicht zwingend für Namibia.
Lass dich am besten vom Hausarzt beraten.

L.G. Martin
235 Beiträge · seit 200927. Jan. 2011 · #7
Hallo Otjikoto,
nehme jeden Tag eine Flasche Sauvignon Blanc. Ist die beste Medizin.
Bin aber erst 73 Jahre alt, Malaria und Hepatitis können noch kommen.
But frankly my friend I don't care!

Gruss Hubert
Nkosi Sikelel iAfrika
111 Beiträge · seit 200627. Jan. 2011 · #8
Otjikoko schrieb:
@ squirrel:

Sorry, aber das glaube ich kaum. Wenn Symtome auftreten, sollte man schnellstmöglich einen Mediziner aufsuchen und sich behandeln lassen. "Adäquat reagieren" und "besser einschätzen", weil man Medizin studiert hat, hat damit nichts zu tun.


@ jeweller:

RICHTIG! Wenn ich ständig diese Tabletten nehmen würde, wenn ich in Namibia bin, wäre ich wohl schon schwer Leberkrank von dem Zeug.
Glaubst Du im Ernst, dass ich als Mediziner wegen einer Malaria zum Arzt gehe 😐 Ich meine dass medizinisch Geschulte eben deswegen weil sie die Symptome kennen und richtig einschätzen können nicht prophylaktisch was zu sich nehmen , sondern ein Stand-By Präparat mit sich führen, was für jemanden der das nicht unbedingt richtig einschätzen kann nicht immer der wahre Weg ist !

Den chronischen Leberschaden haben die Einheimischen auch, nämlich wegen der Malaria (und da hilft auch der Gin Tonic nichts, der verstärkt bloss den Leberschaden) 🤨
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2011
111 Beiträge · seit 200627. Jan. 2011 · #9
sorry ... war doppelt gemoppelt !
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2011
2'349 Beiträge · seit 200928. Jan. 2011 · #10
@ Squirrel:

Ok, gegen Stand-by-Präperate habe ich ja nichts gesagt, ich meinte bloß, dass die wenigsten Leute hier im Forum, die Erfahrung haben Malaria-Prophylaxe schlucken würden bei einer Tour wie sie Silvia macht.

Aber glaubst du im Ernst, dass die Einheimischen (egal ob schwarz oder weiß und ob Mediziner oder nicht) Prophylaxe schlucken? Selbst, wenn sie die finanziellen Mittel dazu hätten? Und, dass die alle oder auch nur dier ein nennenswert großer Prozentsatz von ihnen Malaria hatten oder haben und/oder Leberschäden von dieser Krankheit davon getragen haben???

Was ich damit sagen wollte, war, dass ich persönlich Silvia abraten würde so etwas zu nehmen.

Die Aussage, dass medizinisch ungeschulte es NICHT einschätzen können, NICHT prophylaktisch etwas zu sich zu nehmen ist etwas anmassend.

Dann machen es ca. 70% oder mehr der Forumsteilnehmer hier falsch...

Und übrigens: Ein Mediziner eines Tropeninstitutes sagte mir selbst einmal, dass Prophylaxe in Namibia Unsinn sei und wegen den oben genannten Behandlungsproblemen generel nicht sinnvoll wäre. Allerdings könne er Patienten nicht offiziell davon abraten, da diese in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass sie erkranken ihn zu Verantwortung ziehen würden.

Wobei man sagen muss, dass die Prophylaxe auch keinen 100%igen Schutz bietet.

Siehe übrigens hier...


Aber wie gesagt: Das muss jeder selbst entscheiden.


Die beste Prophylaxe sind übrigens lange Kleidung und ggf. Anti-Mücken-Spray ("Peaceful Sleep" in jedem Supermarkt oder Apotheke in Namibia erhältlich).

Lg, Otji!
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
2'349 Beiträge · seit 200928. Jan. 2011 · #11
@ jeweller:

Prost Hubert! Lass dir den Sauvignon Blanc schmecken!

Ich verbringe wie du sehr viel Zeit im Jahr im südlichen Afrika. Und ehrlich gesagt, wenn ich mich da mit so etwas auseinander setzen würde wie Malaria-Prophylaxe, hätte ich wirklich zu viel zu tun... 🙂
1'086 Beiträge · seit 200928. Jan. 2011 · #12
Hallo Silvia,

und immer wieder das alte Lied...

Jeder soll es so machen wie er es für richtig hält. Tipps betreffend der Gesundheit will ich niemandem geben.
Tatsache ist, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten nicht ganzjährig über Jahre hinaus eine Prophylaxe betreiben können. Das geht zu Lasten der Finanzen und der Gesundheit.
Wenn Du in der Suchfunktion "Malaria" eingibts erhälts Du jede Menge Meinungen dazu.

Gruß Klaus
2'048 Beiträge · seit 200728. Jan. 2011 · #13
Hallo Silvia,
ich bin immer wieder verwundert, wieso vernünftige Menschen eine solche Frage überhaupt in einem Forum stellen. Antworten können bestenfalls auf der Qualität -Wie macht ihr das - erfolgen. Und dafür ist das Thema Gesundheit denkbar ungeeignet weil es wie wir alle wissen viel zu viele unvernünftige gibt, die ihre Unvernunft auch großspurig verbreiten (ist hier keiner persönlich gemeint...)
Informiere dich an den Stellen, an denen sich auch dein Arzt informieren würde. In Deutschland ist das das Robert-Koch-Institut (hier findest du Informationen über alle Infektionskrankheiten)
oder die Informationsseiten des Auswärtigen Amtes. Wenn du dabei noch andere Länderbehörden (USA, Schweiz) prüfst, wirst du jeweils aktuelle Informationen haben.
Danach kannst du dein persönliches Sicherheitsbedürfnis prüfen und mit dem Arzt deines Vertrauens darüber sprechen. Es hängt nicht (nur) davon ab, welche statistischen Risiken allgemein bestehen sondern auch welche eigenen Risiken du bereits mitbringst. Ich denke hier insbesondere an die psychischen Nebenwirkungen einiger Malariamittel.
Bezüglich der Malaria spielt dann die Reisezeit, deine Reiseart (Klimaanlagen schützen bei geschl. Fenstern vor Mücken) und alternativen (lange Kleidung, Repellents etc.) eine wesentlich Rolle. Und wenn du das alles geprüft hast, dann würde ich allenfalls Leute um ihr eigenes Verhalten befragen, von denen ich einschätzen kann, wie sie ansonsten bezüglich ihrer Gesundheit denken und sich verhalten.
Naja - bei Benutzung der Suchfunktion hättest du auch gesehen dass sich trotz meines Nicht-Verstehens sich dieses Thema sehr regelmäßig wiederholt

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Themenstarter35 Beiträge · seit 200828. Jan. 2011 · #14
@All,

danke für eure Infos!!!!!!
499 Beiträge · seit 200628. Jan. 2011 · #15
zu schnell
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
499 Beiträge · seit 200628. Jan. 2011 · #16
Hallo zusammen,

dieses Thema haben wir hier doch schon einige Male durchgekaut...

Silvia, Deine Frage zur Impfung bezieht sich auf Hepatitis A, oder? Die Impfung würde ich (als Arzt, der ich bin --> Anästhesie und Intensivmedizin) empfehlen, bin selbst auch geimpft. Man kann sich nämlich eine Hep A auch in der italienischen Eisdiele um die Ecke holen... Die Impfung hält 10 Jahre und kosten nicht allzuviel. Hep B sollte man sich nur bei Exposition mit Körperflüssigkeiten impfen (bin ich auch, da Kontakt mit Blut). Da Namibia kein Sex-Touri-Land ist (hoffe ich), kommt also diese Exposition eher nicht in Frage bzw. fällt in die Eigenverantwortung.

Ubrigens lassen sich Malariaerreger trotz Prophylaxe nachweisen. Einzig die Früherkennung durch klare Symptome kann gestört sein.
Das muss aber ebenfalls jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls nehme Malarone, wenn ich in Risikogebiete fahre, meine Frau und meine Töchter ebenfalls.

Und zu dem Thema "die Schwarzen kriegen ja auch keine Malaria" Folgendes: Malaria ist eine der häufigsten Todesursachen bei Schwarzafrikanern und DIE häufigste bei afrikanischen Kindern. Da eine Erbkrankheit, die Sichelzellanämie, bei Schwarzafrikanern überproportional häufig vorkommt und diese gegen Malaria immun sind, tritt die Erkrankung im Verhältnis zur Bevölkerungszahl einfach nicht so häufig auf.
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
781 Beiträge · seit 200728. Jan. 2011 · #17
Folgendes möchte ich den Frauen unter uns mal als Denkansatz mitgeben: Würdet Ihr etwa die Antibabypille nehmen, wenn sie nur einen Wirkungsgrad von etwa 60-70% hätte???

Hepatitis B kann man sich übrigens nicht nur als Sextourist, sondern auch sehr leicht im Krankenhaus (passiert auch im Urlaub schon mal!) oder auch beim Umgang mit infizierten Kindern holen.
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
Gast28. Jan. 2011 · #18
Tobias schrieb:
Malaria ist eine der häufigsten Todesursachen bei Schwarzafrikanern und DIE häufigste bei afrikanischen Kindern. Da eine Erbkrankheit, die Sichelzellanämie, bei Schwarzafrikanern überproportional häufig vorkommt und diese gegen Malaria immun sind, tritt die Erkrankung im Verhältnis zur Bevölkerungszahl einfach nicht so häufig auf.
Hallo Tobias,

das ist ja mal interessant. Nochmal für mich persönlich und meinem Verständnis...
Bedeutet das, dass die Erreger bei Infektion bereits in der Blutbahn absterben??? Sich nicht einnisten können und somit sich auch nicht teilen können??? Zwar infiziert sind, die Erkrankung nicht ausbricht und gleich sterben???

Die letzte Frage deshalb, da ich so oft gehört habe, das Schwarzafrikaner keine paar Stunden Transport zum Hspital nicht überlebt haben oder war die Infektion "nur" schon zu weit fortgeschritten - also viele Fragen und danke für Deine Antwort. Ich könnte es jetzt sicher auch googeln - aber von jemanden erklärt zu bekommen ist einfach besser.

Gruß
Gast28. Jan. 2011 · #19
paulimann schrieb:
Folgendes möchte ich den Frauen unter uns mal als Denkansatz mitgeben: Würdet Ihr etwa die Antibabypille nehmen, wenn sie nur einen Wirkungsgrad von etwa 60-70% hätte???
Hallo Paulimann,

ich könnte ja jetzt sagen - besser als nix....
781 Beiträge · seit 200728. Jan. 2011 · #20
Sambezi schrieb:
paulimann schrieb:
Folgendes möchte ich den Frauen unter uns mal als Denkansatz mitgeben: Würdet Ihr etwa die Antibabypille nehmen, wenn sie nur einen Wirkungsgrad von etwa 60-70% hätte???
Hallo Paulimann,

ich könnte ja jetzt sagen - besser als nix....
Dann bist Du eindutig ein KERL! 😛
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011