Toyota Hilux 2.5 D zu schlapp?

28 Antworten · 11,9k Aufrufe · gestartet 26. Okt. 2010 von Armin
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Themenstarter2'346 Beiträge · seit 200626. Okt. 2010 · #1
Liebe "Erfahrene",

zuletzt hatten wir auf unseren Reisen in Namibia immer einen Nissan hardbody 2.4i. Der hatte 110 kw und brachte uns zu zweit eigentlich mit akzeptablem Temperament überall hin.

Nun hat unser bisheriger Vermieter seine Flotte komplett auf Toyota Hilux 2.5 D umgerüstet. Der hat ganze 75 kw! Nun kommt im wahrsten Sinne des Wortes erschwerend hinzu, dass wir diesmal mit vier Erwachsenen und natürlich deren Gepäck reisen. Sowohl mein mitfahrender Sohn (Kfz-Meister) als auch ich haben nun Bedenken, dass uns dieser Wagen rein von der Motorleistung her nicht allzu viel Freude bereiten wird, auch wenn wir keine Extremtouren geplant haben. Hat jemand Erfahrung mit dem "Motörchen" bei etwas stärkerer Gewichtsbelastung?

Gruß
Armin
Gast26. Okt. 2010 · #2
Ja Armin
Habe dieses "Teil" ca 10.000 Km, davon 50% Busch gefahren.
Er bringt Dich zwar überall hin, ist aber in der Tat zu schwach auf der Brust, meint, im schwierigem Gelände ist viel Schaltarbeit angesagt, bei Steigungen 10% und mehr runter bis auf den Ersten, das war mit anderen 4x4 nicht erfordelich. na und der Dieselverbrauch ist überraschend hoch, eben bei diesem Gelände.
Gruss Piet
7'294 Beiträge · seit 200626. Okt. 2010 · #3
Hallo Armin

Wir waren mit so einem Ding im April zu Dritt im Kgalagadi (auch auf dem Polentswa-Trail). Auf den normalen Pisten im KTP war es absolut kein Problem. Er war sehr schön zu fahren. Im Gelände (hauptsächlich Sand und ein paar richtige Dünen) hatte er dann etwas mehr Mühe, obschon er auch überall durch kam. Luft ablassen hat schon sehr viel gebracht. Wir hatten übrigens noch ein Dachzelt drauf. Falls Ihr nicht campt, dürfte das schon wieder einiges an Gewichtsersparniss und Aerodynamik bringen.

Ich persönlich finde die Hilux mit dem 3 Liter D4D sehr schön oder auch der 4 Liter V6. Ich denke aber, dass Ihr eine normale Route auch mit dem 2.5 Liter fahren könnt.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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630 Beiträge · seit 200826. Okt. 2010 · #4
Hallo Armin,

wir sind mit vier Personen (davon zwei Kindern), 2 Dachzelten und zum Teil (vor einem längerem Campingabschnitt) mit sehr viel Gepäck (mehr Wasser und Proviant ging gar nicht hinein) drei Wochen lang mit einem 2.5 D durch Namibia und Botswana gefahren. Bei unseren Freunden waren sogar 3 Kinder an Bord.

Ma merkt bei dieser Gewichtsbelastung schon, dass das Fz. an seiner Grenze ist. Große Beschleunigungsleistungen kannst Du dann vergessen. Aber es geht doch ganz gut und langsam kommt man auch an´s Ziel.

Viele Grüße

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
1'003 Beiträge · seit 200826. Okt. 2010 · #5
also ich bin schon beides dort gefahren
der D-4d Toyota fährt um Längen besser (und ökonomischer) als der 2.4 Nissan Benziner - mehr Drehmoment und das sind Diesel PS !
Da wo der Hardbody hinkommt, kommt auch der Hilux hin - Punkt.
Viel besser war da der 2.8 Diesel Mitsubishi - da geht richtig die Post ab.
Gruss
Christian

PS: mit 3t Kampfgewicht sind beide Fahrzeuge am Limit.
82 Beiträge · seit 200826. Okt. 2010 · #6
Hallo Armin
Wir waren diesen Sommer mit dem 2.5 Liter Diesel (Hilux 2010) 3 Wochen in Botswana und Namibia unterwegs inkl. Dachzelt. Der Motor ist eher zu schwach für das Gewicht des Fahrzeuges jedoch kommt man auch in schwierigem Gelände bei angemessenem Tempo sehr gut durch. Auf der Schnellstrasse bei leichter Steigung merkt man den schwachen Motor am meisten.
Gruss
Flo
0
579 Beiträge · seit 201026. Okt. 2010 · #7
Hallo,

kann mich Piet anschließen. Schon bei leichten Steigungen selbst auf ansonsten besten Schotterpisten darfst Du in den zweiten oder dritten Gang zurück schalten, weil das insgesamt 2,5 Tonnen schwere Campingfahrzeug das Hügelchen sonst nicht hoch kommt.

Viele Touristen fragen wohl bei den Autovermietern ausdrücklich Diesel nach. Kennt man aus der Heimat als sparsam und durchzugsstark. Die Autovermieter passen ihre Flotten an. Aber ein aufgeladener 2.5-Liter-Diesel in der Heimat hat heutzutage ca. 200 PS und 400-500 Nm Drehmoment. Der 2.5D-Hilux hat 102 Ps und 260 Nm. Dafür ist er doppelt so schwer wie das Auto in der Heimat. Und weil man den Hilux am Ende häufig hochtourig fährt, ist er noch nicht mal sparsam.

Sonnige Grüße
7'294 Beiträge · seit 200626. Okt. 2010 · #8
Ich gebe es ja zu. Als Schweizer bin ich eher langsam unterwegs. So habe ich dann mit dem 2.5 Diesel auch nur 9 Liter auf 100km verbraucht. Das fand ich nicht schlecht.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Gast26. Okt. 2010 · #9
chrigu schrieb:
Ich gebe es ja zu. Als Schweizer bin ich eher langsam unterwegs. So habe ich dann mit dem 2.5 Diesel auch nur 9 Liter auf 100km verbraucht. Das fand ich nicht schlecht.

Herzliche Grüsse
Chrigu
Na ja, Chrigu Ich musste mal innerhalb 7 Tagen Victoria Falls hin und zurück (creasy german) hin B´s un C´s über Karibib, Grootfontain, Rundu, zurück über Botswana Kasane, Maun, Ghanzi, Mamuno, Windhoek Swakop.
Dann liegt der Verbrauch nicht mehr bei 9ltr.
Gruss von Piet1
1'003 Beiträge · seit 200826. Okt. 2010 · #10
also um mal zum Thema zurück zu kommen -
der 2.4i Hardbody hat zwar 143 Ps aber nur 208 NM Drehmoment und das auch erst Bezintypisch bei viel Drehzahl
beim d-4d liegt das viel eher an - bei Rennen auf der Landstrasse spielt das ja keine Rolle - im Gelände schon und der Beziner braucht wenigstens 14-16 Liter - im Gelände noch mehr - das ist mit der gleichen Tankgröße wie ein Diesel nicht unerheblich - mit dem Mitsubishi bin ich mit 150 Litern 1500 km (inkl KTP und CKGR) gekommen - mit dem Nissan Benziner mit der gleichen Menge nicht mal 950 ... .
Gruss
Christian
Gast26. Okt. 2010 · #11
Hallo,

ja das sind die Probleme, die einen Europäer vor einem Afrikaurlaub beschäftigen...

Ich würde empfehlen: Rennen auf dt. Autobahnen auszutragen und im Urlaub einen Gang runter zu schalten und nicht auf 0,0765 Sekunden Beschleunigungsvorteil zu schauen.

Hab da aber einen Tipp: Porsche mieten oder mal einen Minibusfahrer fragen, wieviel PS er in seiner Kiste hat, wenn er mit 20 Passagieren und voll geladenen Anhänger die 130 km/h schafft....

Gruß
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2010
Gast26. Okt. 2010 · #12
grandma schrieb:
chrigu schrieb:
Ich gebe es ja zu. Als Schweizer bin ich eher langsam unterwegs. So habe ich dann mit dem 2.5 Diesel auch nur 9 Liter auf 100km verbraucht. Das fand ich nicht schlecht.

Herzliche Grüsse
Chrigu
Na ja, Chrigu Ich musste mal innerhalb 7 Tagen Victoria Falls hin und zurück (creasy german) hin B´s un C´s über Karibib, Grootfontain, Rundu, zurück über Botswana Kasane, Maun, Ghanzi, Mamuno, Windhoek Swakop.
Dann liegt der Verbrauch nicht mehr bei 9ltr.
Gruss von Piet1
Auch hier schiet von piet muss ich grandma beibringen sich auszuloggen? nein der piet1 hat gepennt!11
273 Beiträge · seit 200626. Okt. 2010 · #13
Hi zusammen,
ich bin seit Freitag wieder zurück. Wir (zu zweit) waren 4 Wochen mit dem Toyo 2.5D unterwegs. Eigentlich habe ich seine Schwächen nur an Steigungen bemerkt. Auf Sand mußte man viel mit der Kupplung spielen um den Motor auf entsprechende kraftvolle Drehzahl zu bringen. Auf den restlichen vielleicht 98% deiner Strecken wirst du damit immer zurechtkommen. Wir sind im Schnitt mit 10 Litern gefahren. Den Vermieter habe ich auch darauf angesprochen. Dieser meinte das das auch gut so ist. Da nämlich die meisten Mieter mit der höheren PS Zahl vor allen auf Sandpassagen nicht zurechtkommen und sich dementsprechend schnell eingraben. Wir waren mit den Fahrzeug sehr zufrieden.

Schöne Grüße

Jürgen
www.born-tobewild.de
Themenstarter2'346 Beiträge · seit 200627. Okt. 2010 · #14
Hallo "Erfahrene",

vielen Dank für die vielen, schnellen Antworten. Weitere Kommentare sind mir nach wie vor willkommen.

Es geht mir nicht darum, irgendwelche Rekorde aufzustellen, für die ich in Namibia einen Porsche brauchen würde, "Sambesi". Ich möchte nur eine Fehlentscheidung vermeiden (deutlich schwächeres Fahrzeug als bisher bei gleichzeitiger Mehrbelastung durch vier statt zwei Erwachsenen).

Hatte bisher meist den Nissan hardbody 2.4i, mit dem ich bei Belastung mit zwei Erwachsenen immer zufrieden war. Einmal bekam ich als upgrade einen Nissan 3.3i V6. Das war doch ein wesentlich entspannteres und komfortableres Fahren - und das bei einem Benzinverbrauch, der letztendlich um einen Liter geringer ausfiel, als beim 2.4i, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte. Der Wagen brauchte halt nur selten am Limit gefahren zu werden, was sich offenbar positiv auf den Verbrauch auswirkte.

Es geht uns übrigens nicht ausschließlich darum, ein Fahrzeug zu wählen, das uns zuverlässig von A nach B bringt. Ein wenig Fahrspaß darf´s durchaus sein, ohne gleich an einen Porsche zu denken. Als Alternative zum 2.5D Hilux liebäugeln wir momentan mit dem Hilux 4.0 V6.

Viele Grüße und nochmals vielen Dank
Armin
Gast27. Okt. 2010 · #15
Hallo,

ich verstehe ja die bedenken - ein bisschen zumindest.

1 Liter weniger auf 100 km bei 80 Cent der liter.....
am Limit des Fahrzeuges...
Mehrgewicht bei 2 Personen....

eher dann nicht.

weil ich dann nicht verstehe, wie LKWs mit 11 Tonnen Gewicht und mehr und keinen 800 PS durchs Gelände kommen, weil viele Fahrzeuge mit wesentlich höheren Eigenlasten bequem die schwierigsten Geländepassagen fahren und der Sinn eines 4y4 ein anderer ist.

Richtig ist, Kraft ersetzt manchmal Kopf.... fehlendes Fahrkönnen kann man schon mit mehr PS ausgleichen - manchmal.

PS DUMA: Spielen mit der Kupplung im Sand ist ein Beispiel für fehlende Erfahrung, da dies das schädlichste ist, was man einem Auto antun kann...
Tipp: man wählt den richtigen Gang mit der richtigen Untersetzung und dem richtigen Reifendruck und der richtigen Geschwindigkeit und "spielt" mit dem Gas, nicht mit der Kupplung...
Der nächste Mieter freut sich, mit einer unverbrannten Kupplung auch seine Geländefahrt genießen zu können....

Gruß
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2010
705 Beiträge · seit 201027. Okt. 2010 · #16
Armin schrieb:
Hallo "Erfahrene",

Es geht uns übrigens nicht ausschließlich darum, ein Fahrzeug zu wählen, das uns zuverlässig von A nach B bringt. Ein wenig Fahrspaß darf´s durchaus sein, ohne gleich an einen Porsche zu denken. Als Alternative zum 2.5D Hilux liebäugeln wir momentan mit dem Hilux 4.0 V6.

Viele Grüße und nochmals vielen Dank
Armin
Hallo Armin,
wir sind mit Hilux 2,5 mehrere Jahre durch Australien gefahren und überall durchgekommen. Na Ja, Australien ist sehr flach und viel Tiefsand hatten wir da auch nicht. Für uns war das Fahrzeug aber immer untermotorisiert und ohne Reserven.
Für Namibia, mit den wunderschönen Pässen und den Sanddurchfahrten in der Kalahari habe wir uns dann aber doch für ein stärkeres Fahrzeug entschieden - und das war gut so - mit dem 2,5 hätten wir bei den gefahrenen 7.000km reichlich Probleme bekommen und nur den halben Spass gehabt (es sei denn, mann hat Spass am schieben und schaufeln).

Den Hilux 4,0 oder den Nissan 4,0 halte ich für das bessere Fahrzeug.

PS - bei einer etwas mulmigen Situastion mit Einheimischen waren wir froh, dass unser Fahrzeug genug Leistung hatte um schnell ausser Reichweite zu kommen.

Gruss
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
579 Beiträge · seit 201027. Okt. 2010 · #17
Hallo,
Sambezi schrieb:
weil ich dann nicht verstehe, wie LKWs mit 11 Tonnen Gewicht und mehr und keinen 800 PS durchs Gelände kommen
Das ist eigentlich selbst Laien klar? LKWs haben Getriebe mit üblicherweise 8-16 kurz übersetzten Gängen. Damit bekommt man die Kraft des Motors ganz anders in Vortrieb umgesetzt, als mit den lang übersetzen nur 5 Gängen eines Hilux 2.5D. Daneben haben LKW-Motoren eine völlig andere Auslegung als PKW-Motoren (Drehmomentmaximum bei Minimaldrehzahl, schmalerer Drehzahlbereich, usw.). Weiterhin ist die PS-Zahl bei LKWs ohnehin uninteressant. Drehmoment ist wichtig. Heutige LKWs haben 1000 bis 3000 Nm Drehmoment vs. 260 Nm beim 2.5D-Hilux. Diese 3 Punkte zusammen erklären, warum ein 20 Tonnen schwerer LKW mit "nur" 300 PS vielleicht noch lässig einen Berg mit 50 km/h hochfährt, wo der nur 2 Tonnen schwere Hilux mit 100 PS im zweiten Gang mit 20 hochkriecht.

Es hat übrigens auch niemand behauptet, das man mit dem 2.5D-Hilux nicht durch das Gelände kommt. Es wurden nur gesagt, dass man häufiger zurückschalten und teilweise recht langsam vorankriechen muss, weil der Motor nicht genügend Kraft bereitstellt.

Sonnige Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2010
Gast27. Okt. 2010 · #18
Hi Lowflyer,

bei den "leichten" 4x4 gibts da so einen kleinen Ganghebel neben dem großen... bedeutet: doppeltes Drehmoment bei gleicher Drehzahl und halber Geschwindigkeit....
Bei voller Untersetzung im 5 Gang fahre ich auch den Berg mit 50 km/h hoch - schalten in die tiefere Gruppe muss der LKW Fahrer auch.....

Gleichzeitig Grüße an alle Fahrer von älteren LKW, die von 16 Gängen träumen... z. B. Ural und W 50 Reisemobilisten

Gruß
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2010
1'003 Beiträge · seit 200827. Okt. 2010 · #19
LKW mit 11t und mehr kommen nicht mehr durch ordentliches Gelände- die sind einfach zu schwer - insbesondere im Sand und im Matsch ... außerdem dürfen sie zum Glück nicht in die BW Nationalparks, da sie alles (insbesondere die tracks) kaputt machen.
Gruss
Christian
931 Beiträge · seit 200627. Okt. 2010 · #20
@Sambezi

Ich träume zwar nicht von einem Ural oder W50, aber es würde auch nicht helfen 😉 Beide hatten bzw. haben nämlich nur ein 5-Ganggetriebe plus Vorschaltgruppe.

Ist zwar komplett offtopic, aber der kleine Hinweis an die "Auto-Profis" sei wohl gestatttet...

Gruß

Ulli
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