Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200928. Aug. 2010 · Hallo,
nach wie vor planen wir im nächsten Jahr Okt/Nov eine Reise nach Botswana und würden gerne noch den Kgalagadi mit einbeziehen.
Wer von euch kann mir helfen und sagen, wie die Straße via Kaa Gate von Nossob bis Kang ist? Das letzte Stück ist wohl Teerstraße, aber wie ist die dazwischen? Wir haben leider so gut wie keine Sandpistenerfahrung.
Ist die Straße mit einem 4x4 Nissan X-Trail zu befahren?
Wie lange benötigt man für diese Strecke?
Tja, das sind mal wieder viele Fragen. Aber ich bin ständig noch am Planen, wie die Strecke aussehen könnte und wie wir die Reise gestalten.
Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Hilfe!
Viele Grüße
Sabine
Edit: Betreff geändert
Reinhard728 Beiträge · seit 200628. Aug. 2010 · Hallo Sabine,
wir werden diese Strecke im Oktober 2010 vom Nossobtal bis Kang erstmalig fahren und zwar mit einem Toyota Hilux. Ob es mit einem Nissan X-Trail 4x4 geht, weiß ich nicht, vermute es aber.
Bei Fragen zu den Fahrtzeiten verweise ich gern auf die T4A-Karte, die links unter "Karten" einsehbar ist. Dort sind die Entfernungen in km und in Stunden Fahrtzeit angegeben. Die Fahrtzeit ist der Durchschnitt aus vielen gemeldeten vom GPS aufgezeichneten Tracks.
Von Kannaguass bis Kaa werden 81,6 km/2:02 Std. angegeben.
Kaa bis Tshotswa Pan 72,2 km/2:37 Std.
Tshotswa bis Hunkuntsi 59,1 km/1:14 Std.
Hukuntsi bis Kang 108 km/1:44 Std.
Zusammen, wenn ich richtig addiere, 7:37 Std.
Individuelle Abweichungen sind natürlich möglich.
Gruß
Reinhard
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200928. Aug. 2010 · Hallo Reinhard,
super, schon einmal herzlich Dank für deine Antwort. Ich würde mich freuen, wenn du kurz deine Erfahrungen zu dieser Strecke mitteilen könntest, wenn du sie gefahren bist. Würde dann ja auch von der Reisezeit in etwa passen.
Vielleicht kommen ja noch ein paar weitere Tipps/Beschreibungen zur Strecke; ich habe nämlich schon überlegt, wenn die Straße zu schwierig ist für uns, ob wir nicht wieder zurück und via Windhoek/Ghanzi fahren.
Viele Grüße
Sabine
jaw2'048 Beiträge · seit 200728. Aug. 2010 · Hallo Reinhard,
deine Fahrtzeiten sind teilweise optimistisch
vom Abdreh hinter Polentswa Richtung KaaGate ist es sandig. Streckenweise auch tiefsandig. Ich denke schon dass das auch mit dem x-trail geht - du brauchst halt schaufeln und Geduld.
Nach dem Kaa-Gate geht es genauso weiter, aber weniger tiefsandig dafür mehr Wellen. Hier dürfte der X-Trail mit seiner Bodenfreiheit und den Federwegen an der absoluten Grenze sein. Wenn es geht dann wohl Durchschnitt unter 20 km/h. Nach der Pfanne wird es wieder besser aber auch stellenweise wieder tiefsandig. Realistisch würde ich bis Hukuntsi schon mal mit 8 Stunden rechnen. Dann nochmal 2 Stunden bis Kang. Wir sind mit Landcruiser zeitig in Polentswa los und trotzdem erst deutlich nach Einbrechen der Dunkelheit in Kang gewesen. Und das war dann mit dem ganzen Viehzeug auf der Pad gar nicht lustig. Ich habe starke Zusatzscheinwerfer am Auto aber trotzdem war höchste Konzentration nötig.
Die alternativen 4x4-Trails im KZP gehen mit dem X-Trail sicher nicht.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Reinhard728 Beiträge · seit 200628. Aug. 2010 · Hallo jaw,
Wie schon gesagt: Die Fahrtzeitenangaben auf der T4A-Karte sind Mittelwerte von mit GPS aufgezeichneten echten Fahrten. Ich will und kann dir aber nicht widersprechen. Möglicherweise sind diese Mittelwerte maßgeblich von südafrikanischen Routiniers geprägt und weniger von mitteleuropäischen newbies. Das könnte ich mit vorstellen. Das T4A-team bekommt vermutlich viel mehr Daten von Südafrikanern geliefert als von Europäern.
Da werden wir bei unserer Tour von Gharagab zum Kalahari Rest Camp bei Kang am 12.10. wohl besser früh aufbrechen. Die elektronische Fassung der T4A-Karte veranschlagt für diese gesamte Strecke 7:56 Std. bei 346 km.
Gruß
Reinhard
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200928. Aug. 2010 · Hallo Jaw,
gut - vielen Dank, dann weiß ich schon mal, würden wir die Strecke fahren, kommt der Nissan X-Trail nicht in Frage, dann wohl eher sowas wie ein Toyota Hilux Allrad.
Aber wie tiefsandig sind die Passagen genau? Als Vergleich ziehe ich gerne Sossuvlei heran.
Etwas für Anfänger, oder wohl eher nicht?
Ich frage deshalb so genau nach, weil es uns mit einem längeren Buddeln/Schaufeln gesundheitlichen Gründen uns schon mal an die Grenzen bringen könnte.
Wieviel Zeit würde man sparen, wenn man in Gharagab statt Nossob (ist wohl auch schöner) übernachten würde? Okay, ich weiß, dann bräuchte man ja wieder einen Camper (Dachzelt kommt für uns nicht in Frage).
Viele Grüße
Sabine
Julie153 Beiträge · seit 200829. Aug. 2010 · In den Wildernesscamps brauchst du keinen Camper oder Dachzelt - siehe
http://www.sanparks.org/parks/kgalagadi/tourism/accommodation.php#wildernesslg u schönes WOchenende! julia
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200829. Aug. 2010 · Hallo Sabine,
das Problem ist nicht die Entfernung - sonder die Tracks an sich und die Reifen des x-trails. Schaufeln musst Du warscheinlich nicht, wenn Du genügend Luft rauslässt. Die Bodenfreiheit in Verbindung mit den Kunststoffstoßstangen wird zum Problem. Wenn Du irgendwo hängenbleibst, zerbrechen die.
Zur Illustration kannst Du
hier und den nächsten Tag schauen.
Es gibt die Bakkies auch ohne Dachzelte ... .
Gruss
Christian
Hippie607 Beiträge · seit 201030. Aug. 2010 · Hallo Sabine,
wir sind die Strecke am 29.5. dieses Jahr in umgekehrter Richtung mit einem Landcruiser gefahren. Und zwar von vom Kalahari Rest nach Grootkolk(hierzu weiter unten). Gesamt KM 354 Gesamte Fahrzeit von 7:30 bis 16:00 Uhr. Behinderungen waren : Teer-Strecke von Kang bis Hukuntsi wird neu gebaut, da es Samstag war, keine Arbeiten, Schnitt von 80 km/h wäre möglich gewesen aber es regnete (kein Scherz) und dann war die Teerstraße voller Kühe, die haben alle aus den Lachen auf der Straße getrunken. Wir filmten das erste Mal Kühe in BOT.
Weiterer langer Aufenthalt war noch am Kaa-Gate, es war keiner da und wir mußten die Leute erst unten in den Häusern suchen. Also reine Fahrzeit kann man es in 7 Stunden ohne zu rasen schaffen.
Und jetzt die schönen Unterbrechungen: die Strecke von Hukuntsi bis zum Kaa-Gate fanden wir sehr schön (teilweise Safari) sehr große Antilopenherden (Springböcke Kuhantilopen und Kudus). Wir würden Dir von der der Umfahrung über Windhoek abraten. Hast Du Grootkolk noch nicht ins Auge gefaßt, wir finden es viel schöner wie Nossob. Es ist auch viel leichter anzufahren als Garagab. Die Außenküche ist abends auch ganz angenehm, morgens nicht wirklich, aber im Oktober ist es nicht so kalt. Falls Du es noch nicht in anderen Beiträgen gelesen hast: wenn Du früh morgens startest, 6:00 Uhr, dann ist der Sand noch relativ fest(bis so gegen 8:00) und es fährt sich leichter.
Allerdings kommt man auch nicht schneller voran, da sind ja soviele Tiere...
Die Bodenfreiheit könnte ein Problem sein, muss aber nicht.
Wenn Du es zeitlich so legen kannst, dass Du am Wochenende die Straße fährst, dann ist die Baustelle (50Km) auch kein Problem.
Viele Grüße
Wolfgang
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200930. Aug. 2010 · Danke euch allen für die Tipps. Ganz besonders dir, Wolfgang, für die detaillierte Beschreibung.
Eine Frage an die erfahrenen Sandstrecken-Fahrer: Auf wieviel muss man den Reifendruck verringern und was mache ich, wenn ich die Teerstraße erreicht habe, kann ich dann erst mal so weiterfahren bis zur nächsten Tanke (sprich hier wahrscheinlich dann bis Kang?).
Gibt es dort dann wieder eine Stelle/Tankstelle mit "Luftpumpe/Kompressor"?
@ Wolfgang: Habt ihr im Kalahari Rest übernachtet? Ist das empfehlenswert oder wäre dann der Kang Ultra Stop besser?
Viele Grüße
Sabine
Reinhard728 Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · Hallo Sabine,
Crazy Zebra schrieb mal:
"Im Tiefsand solltet ihr den Reifendruck um 1 bis 1 1/2 Bar absenken, (Vorsicht bei Schlauchreifen max 1 Bar sonst ist das Ventil plötzlich futsch - weil Schlauch und Decke gegeneinander "wandern") deshalb braucht ihr einen Luftdruckmesser so wie einen Kompressor der über den Zigarettenanzünder betrieben wird."
Man kann auch vorsichtig mit einer Absenkung von 0,5 bis 1 bar anfangen.
Ein Kompressor mit angebautem Luftdruckmesser ist normalerweise bei einen Hilux dabei. Wird entweder über den Zigarettenanzünder betrieben oder (wohl besser) über zwei Klemmen direkt am Akku. Du brauchst also nicht bis zur Tankstelle zu fahren, womöglich viele km über Teerstraße mit niedrigem Luftdruck. Das mögen die Reifen nicht so gern.
Gruß
Reinhard
Hippie607 Beiträge · seit 201031. Aug. 2010 · Hallo Sabine,
vorab: ich gebe nicht gerne Empfehlungen für eine Unterkunft, da dieses Thema doch sehr individuell ist.
Unser Motto ist, einfach darf es sein, aber es muss sauber sein. Bei Kalahari Rest trifft das zu. Was ich als Vorteil empfinde: Kalahari Rest liegt etwas abseits der Straße, man fühlt sich in der Natur und man kann abends noch schön draußen sitzen alleine oder mit Leuten. Essen war ok. In Kang ist es so Stadt(Dorf) mäßig gleich an der Straße bzw. an der Tankstelle.
Zum Reifendruck wollte ich noch sagen: Reifendruck auf Teerstraße halbiert führt entweder zu Reifenschäden oder sogar zum Unfall an der ersten Kurve. Der Reifen überhitzt sehr schnell, da die Reibung auf dem heißen Teer viel zu hoch ist.
Viele Grüße,
Wolfgang