Kaudom mit einem Auto

14 Antworten · 4'076 Aufrufe · gestartet 27. Aug. 2010 von Habumi
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Themenstarter46 Beiträge · seit 200927. Aug. 2010 · #1
Hallo liebe Fomis,

wir waren jetzt 2x im Kaudom, einmal mit 2 Autos und letztes Jahr mit einem Auto, man hat uns ohne weitere Fragen rein gelassen. Jedoch sind wir beide Male von Norden rein gefahren, nun meine Frage, ob das von Süden her mit einem Auto auch so problemlos ist (wir fahren mit Satphone)? Hat da jemand Erfahrung?
Liebe Grüße
Andrea
52 Beiträge · seit 200827. Aug. 2010 · #2
Hallo Andrea,

als ich letztes Jahr von Süden her in den Khaudom NP gefahren bin, war erstmal überhaupt kein Ranger da. Wir sind die erste Nacht in Sigereti geblieben, somit hatte der gute Mann am nächsten Tag Glück uns anzutreffen.
Theoretisch gesehen hätten wir ja auch gleich Richtung Norden fahren können.
Neben dem Parkeintritt hat ihn eigentlich nur interessiert, ob wir nicht ein paar Armbänder kaufen wollen, die von den San hergestellt werden. Mit wievielen Fahrzeugen wir durch den Park wollen, war ihm scheinbar egal. Ob das allerdings von der Tagesverfassung/Laune des Rangers abhängt, kann ich nicht beurteilen.

Gruß, Manuel
33,1k Beiträge · seit 200627. Aug. 2010 · #3
Hallo Andrea;
nun meine Frage, ob das von Süden her mit einem Auto auch so problemlos ist (wir fahren mit Satphone)? Hat da jemand Erfahrung?
Es geht weniger um "problemlos" oder "kontrolliert werden"... es ist schlichtweg vorgeschrieben, dass es mind. 2 Autos sind.

Zudem sind die Camps geschlossen (Renovierung!) und die gesamte Parkverwaltung wird neu aufgebaut, stärkerer Kontrollen inklusive.

Vielleicht helfen Dir auch diese Threads zum Thema:
- http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/122335-permit-fuer-den-kaudom.html
- http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/146927-camp-grounds-in-khaudom.html#146962

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter46 Beiträge · seit 200927. Aug. 2010 · #4
Danke Manuel, danke Christian für die Antworten.
Scheinbar wird es auf beiden Seiten gleich gehandhabt.

Die Threads habe ich gelesen und noch einige andere.
Was ich bisher auch nicht wußte, daß man dort gar nicht wild campen darf, aber ich schätze damit war ich nicht allein.

Nun, dann sollten wir wohl bis Oktober noch jemanden finden, der auch dort hin fährt --???

Danke nochmals
Gruß Andrea
56 Beiträge · seit 200731. Aug. 2010 · #5
Hi,

wir wollen nächstes Jahr mit 2 Fahrzeugen durch den Kaudom NP fahren.
Sind die Pisten dort wirklich so gruselig, wie oft zu lesen ist?
Wäre schön, wenn jemand ein paar Bilder zur besseren Illustration posten könnte.
Ich selber bin zwar kein Tiefsandexperte, bin allerdings in Botswana auch noch nicht so richtig fett eingesandet.
Die Strecke von Ilhala nach Savuti, zumindest die letzten Kilometer fand ich ganz beachtlich. Das Stück hatte mich ganz schön zum Schwitzen gebracht.
Vielelicht reicht dieser Vergleich von mir, um meine Frage zu den Pistenverhältnissen besser zu verstehen.
LG
Paul
33,1k Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · #6
Hi Paul,

man kann schlecht von den jetzigen (sehr schlechten) Straßenverhältnissen auf die im nächsten Jahr schließen. Neben den beiden Camps wird auch alle sonstige Infrastruktur renoviert. Ob und inwiefern es innerhalb des nächsten Jahres auch schon die Straßen betrifft weiß man jetzt natürlich noch nicht.

Momentan sind die Straßen schlecht, in/nach der Regenzeit sehr schlecht!

Sonnige Grüße
Christian
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237 Beiträge · seit 201031. Aug. 2010 · #7
Hallo, wir sind letzten Herbst im Kaudom gewesen.
Von Strassen im landläufigen Sinn kann überhaubt keine Rede sein. Bei uns würde man von Waldwegen reden. Die nördliche Zu- oder Ausfahrt geht durch große Waldgebiete und ist ein Tiefsandweg bei dem immer wieder mit umgefallenen Bäumen, die einfach durchs Gehölz umfahren werden, gerechnet werden muß.
Die südliche Zufahrt ist etwas besser, aber eben auch sehr tiefsandig. Im Kaudom selbst sind die Wege zum größten Teil fester Boden. Das Kaudom Gebiet ist nach meiner Meinung nur interesant, wenn es lange nicht geregnet hat. Dann sind Wildbeobachtungen möglich. Bei uns hatte es kurz vorher etwas geregnet, und wir haben fast nichts gesehen. Guides mit Gästen , die wir im Sikreti trafen, waren auch entäuscht , so wenig Wild zu finden.
Gruß aus Bayern
Dieter
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)
46 Beiträge · seit 200731. Aug. 2010 · #8
Hallo zusammen,

Christian schrieb:
Zudem sind die Camps geschlossen (Renovierung!) und die gesamte Parkverwaltung wird neu aufgebaut, stärkerer Kontrollen inklusive.
Das stimmt ganz einfach nicht. Die Camps sind definitiv NICHT geschlossen.
Wir waren vor zwei Wochen vom 16.8. - 19.8. im Khaudom und haben dort sowohl im Camp Sikeretti als auch im Camp Khaudom übernachtet.
Wir haben in beiden Camps extra nachgefragt, dort weiß niemand etwas über eine Schließung.

@Christian
Vielleicht solltest du mal deine Informationsquelle überprüfen.
Denn auf Grund deiner wiederholten Äußerungen hierzu im Forum, hätten wir den Besuch des Khaudoms fast ausgelassen.
Das wäre sehr schade gewesen, denn wir haben dort drei wunderbare Tage erlebt.

Was das "Unterwegs-sein" mit nur einem Auto anbelangt, kann ich nur so viel berichten.
Wir kamen von Süden, haben uns gleich in Sikeretti gemeldet und den Parkeintritt bezahlt.
Da hat es niemanden interessierte, dass wir mit nur einem Auto unterwegs waren.
In den drei Tagen, die wir unterwegs waren, haben wir noch vier andere, einzelne Autos gesehen.
Das eine Paar hat uns erzählt, dass sie sogar extra in Windhoek beim MET waren, um sich zu erkundigen, wie es denn aussieht, wenn man allein in den Khaudom möchte.
Eine klare Antwort konnte man ihnen dort nicht geben, aber es hieß, sie sollen halt mal hinfahren.

@Andrea
Macht euch keine Gedanken und fahrt einfach hin. Ihr wißt ja was euch erwartet und seit entsprechend ausgerüstet.
Aber denkt dran, wild campen ist verboten und das wird auch kontrolliert.

Christian schrieb:
man kann schlecht von den jetzigen (sehr schlechten) Straßenverhältnissen auf die im nächsten Jahr schließen. Neben den beiden Camps wird auch alle sonstige Infrastruktur renoviert. Ob und inwiefern es innerhalb des nächsten Jahres auch schon die Straßen betrifft weiß man jetzt natürlich noch nicht.

Momentan sind die Straßen schlecht, in/nach der Regenzeit sehr schlecht!
Christian, wann warst du denn zuletzt im Khaudom???
Also vor zwei Wochen waren die Pisten, zumindest die, die wir gefahren sind, eigentlich ganz in Ordnung.
Teilweise schon ganz schön steinig und felsig mit spitzen Steinen, teilweise recht tiefsandig
und auch ziemlich eng, so dass immer wieder Äste am Auto entlang kratzten,
aber alles in allem viel weniger schlimm, als wir es uns vorgestellt hatten.

Was die Renovierungen betrifft:
Im Camp Khaudom haben wir zwei Männer an einem Dach arbeiten sehen.
Das war's dann aber auch schon. Der supernette Angestellte in Sikeretti meinte nur,
er würde sich freuen, wenn in "seinem" Camp mal etwas geschehen würde, wußte aber
noch nichts von irgendwelchen anstehenden Renovierungsmaßnahmen.

@Paul
Also teilweise war es schon etwas heftiger als die Strecke Ihaha - Savuti.
Vor allem, wenn vor einem ein Fahrzeug mit breiterer Spur durch den Sand gefahren ist,
hat man ganz schön Mühe sich durch zu wühlen.
Wir sind aber auch absolut keine 4x4 Experten und haben es gut geschafft.
Es sind aber nicht alle Pisten so anstrengend und es gibt immer mal wieder Abschnitte, die ganz einfach zu befahren sind.
Die Zufahrt von Süden war gut machbar, wir haben erst kurz vor dem Parkeingang den 4x4 zuschalten müssen.
Du siehst also, meine Beschreibung unterscheidet sich schon ein wenig von der von Dieter,
drum kann dir sicher keiner sagen wie es dort nächstes Jahr aussehen wird.
Aber rechne mal eher nicht damit, dass die Straßen bis dahin "renoviert" wurden. 😎

Liebe Grüsse
Silke
33,1k Beiträge · seit 200631. Aug. 2010 · #9
Hallo Silke,
Das stimmt ganz einfach nicht. Die Camps sind definitiv NICHT geschlossen.
Ich stütze mich auch schriftliche, offizielle Aussagen des Ministry of Environment and Tourism, des neuen Konzessionsinhabers San Karros Lifestyle Safaris und des neuen Unterkunftbetreibers Namibia Country Lodges. Ich gebe in dem Fall nur wieder, was mit gesagt/geschrieben wurde.

Ich habe mal ein Statement von MET rausgekramt, was ich im Juli d.J. - zum aktuellen Stand - angefordert hatte:
"(...) The two camps at Khaudum (Sikereki and Khaudum) are fully closed until further nptice due to renovation. Consequently, as wild camping is prohibited in any of the National Parks in Namibia, there is no overnight possibility at Khaudum.
(...)
The new services will be jointly developed by NCL and San Karros.(...)"

Du kannst es aber auch z.B. bei vielen lokalen Reiseveranstaltern nachlesen, z.B. http://www.namibiareservations.com/khaudum_e.html und http://www.namibweb.com/popa.htm

Aber ich freue mich, dass es bei Euch dennoch geklappt hat und ihr schöne Tage hattet! 🙂

Sonnige Grüße
Christian
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5'479 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #10
Wie so häufig in Afrika scheinen auch in diesem Fall Theorie und Praxis nicht miteinander vereinbar zu sein. Ist halt häufig so, das die gelebte Praxis nicht mit den offiziellen Statements zu tun haben.

Genau aus diesem Grunde ist das Forum von solch unschätzbarem Wert für alle Reisenden im südlichen und östlichen Afrika. Hier erhält man sowohl die offiziellen Infos als auch praktische Erfahrungen der Reisenden und kann dann selbstständig seine Schlüsse daraus ziehen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter46 Beiträge · seit 200931. Aug. 2010 · #11
Hallo Silke,

danke vielmals für Deine Info - ich war schon ganz betrübt, weil ich den Kaudom so schön finde und sehr gerne dort bin. Aber das hat mir Hoffnung gegeben 😄 🤪

Hallo Paul,
ich fand die Strecken nie so schwer zu fahren - hier gilt das Loslassprinzip - nicht mit dem Sand kämpfen. Auf der Zufahrt im Norden braucht man kaum mehr zu lenken (das finde ich wichtig zu wissen, da wir zu Beginn immer versucht haben zu lenken und das völlig anstrengend war). Du kannst halt max 20-30 fahren und brauchst entsprechend lange.

Im Park selber ist es um einiges besser und weniger tiefsandig.
LG
Andrea
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2010
56 Beiträge · seit 200731. Aug. 2010 · #12
Hallo Silke,

danke für Deine aktuellen Informationen.
Somit hat sich das posting doch wieder bewährt.
LG
Paul
10 Beiträge · seit 201001. Sept. 2010 · #13
Hallo Leute,

Als wir letztes Jahr mit 2 Landcruisern von Süden in den Kaudom gefahren sind haben wir keinen Ranger gesehen. Die Fahrt bis Sikereti war unproblematisch,am "Office" angekommen trafen wir auch niemanden an und während wir uns das offene "Office" von innen und außen begutachtet haben,(immerhin,der Waffenschrank war verschlossen ! )entschieden wir noch einige Wasserlöcher zu besuchen.Nach der ausgiebeigen Pirschfahrt (ca.3 Stunden) sind wir noch ´mal zum Office, um festzustellen, das niemand anwesend ist. Nach einer herrlichen Nacht im Camp sind wir am nächsten Morgen wieder an den Office (man muß zwangsläufig daran vorbei) und siehe da ! Es gibt tatsächlich einen Ranger ! oder sowas ähnliches, den Fragen über Strecke,Wild und Wasser konnte oder wollte er nicht beantworten. Nachdem wir unsere Gebühr entrichtet haben, sind wir weiter nach Norden gefahren und allen Berichten die wir vorher gelesen hatten zum Trotze lies es sich recht gut fahren. O.K, es ging mit ca35km/h Durchschnitt nicht wirklich schnell vorwärts, aber wer will das schon im Kaudom ?
Der Sand war manchmal Knöchel- und manchmal Stiefeltief. Eben wie Andrea schrieb ,: ...nicht mit dem Sand kämpfen..."

Hallo Silke !
mit welchen Auto´s seit ihr dort unterwegs gewesen ? Wir waren froh ,das wir von unserem Vermieter ein Upgrade vom Trax auf den Landcruiser erhielten,denn der Abschnitt vom Camp Kaudom bis zum Ausgang Katere war sehr heftig, und wir haben schon einiges erlebt.Wir mußten nicht nur den Luftdruck reduzieren,sondern auch noch die Differenzialsperren des öfteren nutzen um uns freizufahren.

Hallo Dieter !
In welchem Herbst warst du denn im Kaudom ?
Wir waren Ende Oktober 2009 dort und konnten uns vor Wild kaum retten. Bevor wir in den Park hineinfuhren wurden wir noch von Farmern zur Vorsicht ermahnt, denn es gäbe zu Zeit sehr wenig Wasser und die Elefanten hätten viele Baby´s . Und sie hatten Recht !!!! Am Tsau Wasserloch fanden wir uns unvermittelt in einer Herde von Elefanten mit Baby´s und Jungbullen wieder.
Da war Achterbahn ! Einer der Jungbullen hat da den Dicken gemacht und uns unmissverständlich zu verstehen gegeben,das wir stören. Also , wenn du bei einem Elefanten die Wimpern zählen kannst, dann ist er verdammt nah. Nach ca. 20 - 30 Minuten hatte er sich abreagiert und hat uns links liegen lassen. Soviel zum Wild-Aufkommen.

bis demnächst, Stefan
237 Beiträge · seit 201001. Sept. 2010 · #14
Hallo Stefan, wir waren letzten Hebst so zwischen 16.-20.oktober im Kaudum. Nach dem Regen kurz vorher hatten sich überall kleine Wasserlöcher gebildet so das die Tiere nicht mehr auf die großen angewiesen waren. nur im nördlichen Lager hatten wir Nachts Besuch von Hyenen und Elefanten.

Gruß Dieter
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)
10 Beiträge · seit 201001. Sept. 2010 · #15
Hallo Dieter ,

da kann man mal sehen wie schnell sich das ändern kann,ich habe gerade noch ´mal nachgeschaut, wir waren vom 9. bis 12. November im Kaudom, und wir hatten nur die künstlich angelegten Wasserlöcher und sehr viele Elefanten,

Gruß , Stefan