Caprivi und Malaria

28 Antworten · 13,6k Aufrufe · gestartet 05. Juli 2010 von Sickinger
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201005. Juli 2010 · #1
Hallo!

Wir fahren in ca. zwei wochen in den caprivistreifen. wie ist denn hier die aktuelle malariasituation, weiss das jemand? klar ist, das es immer malaria gibt, nur gibt es doch sicher jahreszeitlich bedingtes schwächeres auftreten der mücken oder eben epidemien, oder?


lg

Thomas
33,1k Beiträge · seit 200605. Juli 2010 · #2
Hi Thomas,

ganzjährig Malariarisiko - mag in der Regenzeit etwas höher sein, aber Risiko ist Risiko!

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
3'175 Beiträge · seit 200605. Juli 2010 · #3
jetzt ist winter, somit wirst du kaum bzw. gar keine Moskitos antreffen
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Gast05. Juli 2010 · #4
...ich war vor 3 Wochen dort. 3°C, 5°C am Morgen. Reif auf der Windschutzscheibe. Mücke habe ich keine gesehen.
lg
Themenstarter4 Beiträge · seit 201005. Juli 2010 · #5
Danke für die Info.

Also auch im Caprivistreifen an den Flüssen wie zambesi, Okawango und Chobe NP?

lg
562 Beiträge · seit 200905. Juli 2010 · #6
eine Mücke reicht

Lumela
5'538 Beiträge · seit 200805. Juli 2010 · #7
Hallo Thomas,

wenn du den Arzt fragst, empfiehlt der natürlich die Malaria-Prophylaxe, denn auch im Winter besteht ein nicht auszuschließendes Restrisiko. Aber es ist kalt und die Anopheles friert nicht gerne. Ich sehe in allen genannten Gebieten die Gefahr als nicht sooo groß an.

Liebe Grüße von der heute trüben Atlantikküste
Gerd
415 Beiträge · seit 201005. Juli 2010 · #8
Hallo,

eine individuelle Beratung kannst Du hier nicht erwarten. Allgemeingültig kann ich aber folgendes dazu sagen:

Die Malariasaison ist entlang des Kawango und Kuene ganzjährig, im übrigen N und NO des Landes von Nov-Juni ((CRM-Handbuch Reisemedizin). Erreger ist Plasmodium falciparum mit hoher Resistenz gegenüber Chloroquin und Sulfa/Pyrimethamin-Kombination.

Eine Reise- und Tropenmedizinische Beratung kannst Du unter Abwägung Deines individuellen Risikos nur bei Deinem kompetenten Hausarzt bekommen (oder erbitte eine entsprechende Empfehlung durch ihn)

Ich persönlich würde in der Winterzeit meinen Schwerpunkt im äußersten N Namibias auf die Expositionsprophylaxe legen.

Schöne Reise wünscht
Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
4'129 Beiträge · seit 200805. Juli 2010 · #9
Hallo, Sickinger!

Willkommen im Forum!

Ich weiß zwar nicht, wieso es bei manchen Leuten da oben zu dieser Jahreszeit überhaupt keine Mücken gibt, uns haben sie gestochen. Obwohl es nachts z.T. bitterkalt war.
Nun waren wir zwar nicht im Caprivi, aber an der Chobe River Front und im Moremi, vielleicht sind dort ähnliche Bedingungen.
Mücken im Juni 10:
Chobe Riverfront – North Gate + Savuti (trotz Nachtfrost! gabs Mücken. Und Anopheles waren auch dabei, auch wenn es heißt, sie bräuchten wärmere Temperaturen. Vermutlich reicht ihnen die „Übernachtung“ im Ablutionblock der jeweiligen Campsite…) – Xakanaxa – South Gate (und insbesondere Myriaden von Mücken an der Xini Lagoon!!)
Vic Falls – Nata – Kubu Island, überreichlich! (ich weiß, danach wurde nicht gefragt)

Ehrlich gesagt, wir waren selber etwas überrascht, denn eigentlich hatten wir mit fast keinen Mücken gerechnet.
Also, ihr seht, jeder muss da für sich selber entscheiden und vor allem Prophylaxe in Form von entsprechender Kleidung und der chemischen Keule anwenden, insbesondere in den berüchtigten Stunden um den Sonnenuntergang - und unterm Moskitonetz schlafen.

Die Anopheles habens nicht auf dem Rücken stehen, ob sie Erreger tragen oder clean sind …

Unser eigener Entscheidungsweg war dieses Mal folgender: Wir wollten unser Risiko zu erkranken auf das geringste Maß herunterschrauben: Solange wir dort nur kurzzeitig reisen, nehmen wir da oben zur Prophylaxe Malarone (am Vormittag mit viel Milch! - wir haben es bisher zum Glück sehr gut vertragen). Die zugegebenermaßen nicht gerade geringen Kosten für Malarone sind bei den Gesamtreisekosten allemal ein Posten unter Vielem, was eben bei solchen Reisen anfällt.

Lass dich in der Angelegenheit von einem Tropenmediziner deines Vertrauens beraten.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
290 Beiträge · seit 200706. Juli 2010 · #10
Hallo,

auch andere Krankheiten wie Dengue- und Gelbfieber werden von Mücken übertragen. Offiziell ist der Caprivi zwar noch von beidem verschont, aber ob das die Mücke weiß, die mit dem Wind von Angola kommt?

Das wichtigste ist deshalb der Mückenschutz. d.h. das Moskitonetz und die Anti-Mücken-Chemie auf der Haut. Jeder Quadratzentimeter muss bedeckt sein. Also nicht nur sprühen, sondern auch verreiben. Am besten gleich morgens und mittags mit der Sonnencreme und abends nach dem Duschen mit der Bodylotion...

Viele Grüße, Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
4'140 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #11
Hallo,
... und vergiss die hier erhältlichen Mückenmittel (Autan etc.), da bekommen die Mücken nur einen Lachkrampf. Kauf ein vernünftiges Mittel vor Ort (z.B. Happy Sleep o.a.).
Zur Malariaprophylaxe sage ich nicht viel. Ich wurde zu dieser Zeit ganz selten gestochen, mache aber trotzdem die Prophylaxe mit Malarone. Vertragen habe ich es gut und die paar Euro sind mir der Schutz vor Malaria schon wert.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #12
Alles was ihr schon immer zu Mücken wissen wolltet!

Hat nicht mit dem Film von Woody Allen zu tun 🙂

Mücken - Mücken - Mücken

Gruss Kurt.

Werde diesen Link noch separat posten, kkönnte auch noch andere Interessieren, denk ich mal 😐
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
461 Beiträge · seit 200806. Juli 2010 · #13
Hallo Zusammen

Hatte weder im Caprivi noch im Moremi noch an der Chobe River Front je einen Mückenstich. Fazit: Glück gehabt, gut aufgepasst.

Aber ich nehme trotzdem immer die Prophylaxe weil dies alle Profis empfehlen und die wissen von was sie sprechen.
Bei eigener Überlegung sind in diesen Feuchtgebieten einfach Mücken mit dem entsprechenden Risiko in grosser Zahl verhanden. Irgendwo verkriecht sich eine in eine warme Ecke und schon hat man die Bescherung

Eine stechfreie Zeit an Alle.

Tom

PS: Habe auch die Feuerversicherung für mein Haus noch nie gebraucht..
3'700 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #14
@Tom Swiss
PS: Habe auch die Feuerversicherung für mein Haus noch nie gebraucht..
ich auch nicht! Gott sei Dank!

LG Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
245 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #15
Die Feuerversicherung hat aber auch keine Nebenwirkungen.

LG
Lio
461 Beiträge · seit 200806. Juli 2010 · #16
Ich geb auf und wünsche allen eine gute Gesundheit.

Gruss
Tom
3'700 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #17
@Lio,

doch hat sie: Die Prämie wird enorm steigen 😉

Nichts für ungut.

LG
Marina
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3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #18
Also wer sich schon von den Nebenwirkungen der Prophylaxe fürchtet (die möglicherweise auftreten können in wenigen Fällen) der sollte sich von den Auwirkungen einer Malaria zu Tode fürchten.

Die meisten kennen diese Auswirkungen doch nur vom Beipackzettel 😄

Auch ist es interessant das einige die Nebenwirkungen bei Malariamedikamenten kennen,
aber was da sonst noch so täglich geschluckt und eingesalbt wird von dem redet keiner, bei gleichem Massstab müssten alle Blutdrucksenker, Blutfettmedis und und und, weggeschmissen werden, ja man müsste es vorziehen ohne Nebenwirkungen zu sterben 😄

Ich reise seit den 1980igern in allen Tropengegenden dieser Welt, manchmal bis zu 3 Monaten, und ich lebe immer noch trotz (oder gerade wegen) der Medikamente 😛

Und vergesst es einfach etwas über Nebenwirkungen zu schreiben wenn ihr noch nie welche hattet.

Hattet ihr welche, müsste man ggf. seine Reisegewohnheiten anpassen 🙂

Habe fertich, Kurt
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
3'700 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #19
Lieber Kurt,

da Du ja öfter erfolgreich überlebt hast 😉 würdest Du mir - gerne auch per PM mitteilen, welche Phyrophylaxe/Medikamente Du wann und wie einsetzt? Wird Region Botswana/Chobe und Caprivi um Juni betreffen.

Herzliche Grüße und Dank
Marina
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3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #20
Butterblume schrieb:
Lieber Kurt,

da Du ja öfter erfolgreich überlebt hast 😉 würdest Du mir - gerne auch per PM mitteilen, welche Phyrophylaxe/Medikamente Du wann und wie einsetzt? Wird Region Botswana/Chobe und Caprivi um Juni betreffen.

Herzliche Grüße und Dank
Marina
Liebe Marina,

nein werd ich nicht, erstens liesse sich für dich keine brauchbaren Rückschlüsse daraus ziehen, und des weiteren werde ich einer mir unbekannten Person keine Auskünfte geben über meine medizinischen Befindlichkeiten.

Solche Dinge bespreche ich vorzugsweise mit meinem Arzt



Tatasache ist das ich für mich persönlich (ich betone, für mich persönlich)
einen Weg gefunden habe mich gegen einige Tropenkrankheiten zu schützen.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010