ThedyThemenstarter151 Beiträge · seit 200723. Apr. 2010 · #1Liebe FOMIS,
nehmt es mir nicht übel, aber ich kann nicht anders. Scheinbar war ich ein Wahnsinniger oder überaus tapferes Greenhorn als ich vor mehr als 50 Jahren mit meinem Motorrad ganz alleine im Süden Afrikas, mit einer ganz einfachen Karte (siehe Anhang als Beispiel) von Automobile Assosiation of SA alle Landesteile dort erkundete.
Warum braucht man also heute unbedingt GPS ???
Ich bin damals immer an mein Ziel gekommen. Klar etwas Kartenlesen sollte man schon können. Wenn ich nun sehe was es heute für tolle karten gibt, scheint mir die obige Frage berechtigt.
Ich wünsche allen einen erholsamen Urlaub und bedenkt das Spiel:
"Eile mit Weile", dann hasst Du mehr von Deinem Urlaub
Thedy

carl1'287 Beiträge · seit 200823. Apr. 2010 · #2Hi Thedy,
na da zettelst Du ja einen kleinen "Glaubenskrieg" an. Sicher braucht man kein GPS um im südlichen Afrika oder sonst wo von A nach B zu kommen.
Wenn ich mich auf Straßen bewege, die auf meinen Karten eingezeichnet sind, benutze ich auch nie ein GPS.
In einigen National Parks (Chobe, Lower Zambesi) fand ich hingegen ein GPS schon recht sinnvoll, weil es entweder keine Karte aber GPS Koordinaten (Lower Zambesi) oder aber eine Menge verwirrende Weggabelungen ohne Beschilderung (Chobe) gab.
Sicher wären wir auch ohne GPS von A nach B gekommen es ist schlicht und ergreifend viel einfacher und entspannter mit GPS. Koordinaten des nächsten bekannten Punkt ins Gerät gehämmert und schön dem Pfeil nach fahren. Da hat man viel Zeit Tiere zu gucken.
Nichstdestotrotz bewundere ich die "frühen" Afrikafahrer mit den 1:10.000.000 Michelin Karten sehr. Das waren mit Sicherheit andere Reise als heute. Respekt!
Gruß
Carl
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Rajang1'115 Beiträge · seit 201023. Apr. 2010 · #3Hallo Thedy,
Grundsätzlich gleicher Meinung wie Du. Wir haben im südlichen Afrika bisher über 50000 km gefahren - ohne GPS.
Jetzt sind wir das erstemal mit einem GPS durch CKGR, Nxai etc. gefahren. Ohne GPS würde ich einen 'Feldweg' wie beiliegendes Bild zeigt nicht fahren - da weder Wegweiser noch innerhalb der nächsten 5-6 Std. andere vorbeikommen würden um zu fragen, noch Einheimische in der Nähe lokalisierbar sind.

Aber basierend auf T4A mit GPS - ja, und mit voller Wonne, ohne das Ungewisse nach Stunden abzubrechen und zurück auf Ausgangsposition.......
Gruss Rajang
holger982 Beiträge · seit 200623. Apr. 2010 · #4Einen "Glaubenskrieg" wird es bestimmt nicht geben. Dafür wurde das Thema schon zu oft aufgetischt.
Ich persönlich nehme mein GPS mit weil:
a. ich die Tracks später gerne in Google Earth anschaue und die Reise nachvollziehe
b. die Tracks mit den Bildern verbinde und jedes Bild mit Geokoordinaten versehe
c. ich mich lieber auf die Umwelt als auf Wege konzentriere
Wenn du kein GPS brauchst und eine alte Karte dein Ding ist: viel Spaß!
Grüße,
Holger
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Armin2'346 Beiträge · seit 200624. Apr. 2010 · #5Hallo "Thedy",
ich würde nicht unbedingt von "brauchen" sprechen. Wirklich brauchen tut man ein GPS im südlichen Afrika nur in relativ wenigen Fällen. Darüber hinaus sage ich einfach "Es macht Spaß, ist von Fall zu Fall hilfreich und gibt einem einfach ein besseres Gefühl".
Ich finde es interessant, zu wissen, wann man voraussichtlich am Ziel ankommen wird, wann die Sonne untergeht, auf welcher Höhe man sich gerade bewegt und wo genau ich die nächste Bank finde. Solche Informationen liefert ein GPS quasi als Abfallprodukte.
Viel Spaß - mit oder ohne GPS
Armin
mafrot328 Beiträge · seit 200924. Apr. 2010 · #6Vielleicht ein weiteres Argument
Bei einem Unfall oder in einer kritischen Situation genau sagen zu können, wo man sich aktuell befindet und entsprechend diese genaue Information mitteilen zu können
Ansonsten die gleichen Argumente wie bei Holger
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200624. Apr. 2010 · #7Hallo,
sie es einfach als Zeichen der Zeit
früher fuhr ich per Schiff nach Südamerika und heute mach ich's mit dem Flieger
früher schaute ich TV in S/W und heute in Farbe
früher hörte ich Kassette und heute CD
Früher hatte ich Zeit und heute ein GPS
Technischer Fortschritt ist nicht verkehrt obwohl die alten Zeiten durchwegs spannend waren 😛
Gruss CZ
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Cruiser Commander52 Beiträge · seit 200824. Apr. 2010 · #8Hallo,
genauso sehe ich es auch.
Natürlich geht es auch ohne GPS, sofern man mit Karte und Kompass umgehen kann. Aber die Zeit bleibt eben nicht stehen und warum soll man den Fortschritt nicht auch nutzen.
Gruß, Manuel
Reinhard728 Beiträge · seit 200625. Apr. 2010 · #9Eine müßige Diskussion, lieber Thedy,
früher ging es auch ohne den Computer, vor dem du jetzt gerade sitzt. Ich nehme mal an, dass du die größte Zeit deines Lebens ohne Computer zugebracht hast und es ging auch. Wozu also Computer?
Gruß
Reinhard
SOSoutherndreamsGast25. Apr. 2010 · #10Hallo Thedy, sieh es mal so, früher kam man auch ohne Motorrad, Auto oder Landkarte ans Ziel, nimm grade mal Livingstone, solchen Reisenden verdanken wir ja die ersten genaueren Landkarten!
Viele Grüße von der N 12 nach Nelspruit, wohin ich dank GPS und T4A problemlos über diverse Landstraßen gelangt bin, ohne mich zu verfahren!
Beate 😁
swisschees1'715 Beiträge · seit 200625. Apr. 2010 · #11Southerndreams schrieb:... nimm grade mal Livingstone ...
Und der war sogar ohne Auto unterwegs 😛
Anders'rum gefragt, was spricht dagegen ein GPS zu benutzen?
Gruss
Emanuel
Topobär5'479 Beiträge · seit 200926. Apr. 2010 · #12Ein GPS zu benutzen bedeutet ja nicht, sich von dem Gerät die Strecke vorschreiben zu lassen. Ich nutze das GPS immer als mitlaufende digitale Karte.
gglink5'538 Beiträge · seit 200826. Apr. 2010 · #13Hallo Zusammen,
warum benutze ich ein GPS auf deutschen Straßen, obwohl ich mein Ziel schon mehrfach angefahren habe? Ganz einfach, weil ich es mir leichter machen will. Uns genau so sehe ich das auch auf den Straßen und (Nicht-)Pisten im südlichen Afrika. Das soll das Denken nicht ausschalten, aber es hilft mir doch sehr.
Liebe Grüße
Gerd
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200626. Apr. 2010 · #14Ohne GPS erlebt man so einiges mehr. Unzählige Male haben wir uns „ohne“ schon im Busch verfahren und dadurch geniale Orte gefunden.
Heute kurvt Hinz und Kunz nur noch die Koordinaten ab, wie 100'000 andere davor .Das ist irgendwie auch gut so. Meine „Plätze“ werden nie
als Koordinaten in einem Reiseführer oder Forum erscheinen : -))
swisschees1'715 Beiträge · seit 200626. Apr. 2010 · #15Und wir haben uns dank dem GPS öftermal auf "Abwege" gewagt, da wir wussten dass wir auch wieder raus finden würden. Und so auch einiges interssantes gefunden.
Gruss
Emanuel
Das GPS ist kein Ersatz für Geistigewindstille.
Matou66843 Beiträge · seit 200826. Apr. 2010 · #16Bzgl. spontaner Suche nach Unterkünften hat uns das GPS (= "Grobes Peilungssystem" - manchmal "spinnt" unseres etwas) schon öfter mit Tel.-Nr. etc. geholfen. Auch als "Navi" in WDH war es prima. Von Savute nach North Gate würde ich - je nach Jahreszeit - nicht mehr fahren wollen.
Ist halt eine prima Ergänzung zu Karten und anderen "Hilfsmitteln", wie einem guten Orientierungssinn.