Wild Dogs in Namibia!

41 Antworten · 7'285 Aufrufe · gestartet 27. März 2010 von TanjaH
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Themenstarter956 Beiträge · seit 200927. März 2010 · #1
Hallo zusammen!

Nachdem wir schon fleissig unsere herbstliche (oder besser frühlingshafte) Namibia-Reise planen, hab ich noch ein ganz großes Anliegen:

Ich wollte schon immer Wild Dogs, Wildhunde, sehen. Wir fahren in den Etosha NP und in den KTP. Gibt es die dort? Oder wisst ihr von einem privaten Reservat, dass diese Tiere hat?

Danke für die Hilfe,

lg, Tanja
5'538 Beiträge · seit 200827. März 2010 · #2
Hallo Tanja,

die einzige Stelle, die ich kenne, wo Du mit großer Sicherheit Wild Dogs siehts, ist die Erindi Farm - Old Traders Lodge.

Liebe Grüße
Gerd
33,1k Beiträge · seit 200627. März 2010 · #3
Hallo Tanja,

am einfachsten siehst Du diese in der Tat bei Erindi.
http://www.erindi.com/site/

Ansonsten gibt es diese in freier Wildbahn praktisch nur im Nordosten, d.h. Khaudom, Mangetti und teilweise im Caprivi. Hier gibt es aber jeweils nur wenige Packs und Du musst sehr viel Glück haben diese zu entdecken.

Sonnige Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 27. März 2010
1'095 Beiträge · seit 200927. März 2010 · #4
noch ein Link. Christian hat ansonsten alles gesagt 🙂

Grüße
1'287 Beiträge · seit 200627. März 2010 · #5
Sehr geehrte Tanja,

kontrollierte Wildhunde gibt es in Namibia auf dem Erindi Game Reserve in der Nähe von Omaruru und auf der Harnas Wildlife Foundation bei Gobabis, sowie zwei Tiere in Windhoek Flughafennähe auf Naankuse Lodge & Wildlife Sanctuary.

Vielleicht lässt sich auch Lise Hansen im Caprivizipfel über die Schulter gucken:
For the Caprivi Carnivore Project: lise(ät)predatorconservation.com
Für das Painted Dog Project: info(ät)painteddog.org

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
2'349 Beiträge · seit 200927. März 2010 · #6
Hallo Tanja!

siehe zu Erindi bitte auch unbedingt hier:

http://namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/128510-okonjima-oder-erindi.html?limit=6&start=6

In Etosha und im KTP gibt es leider keine mehr... (früher gab es noch welche in Etosha). Botswana (MOREMI!!!) wäre da die bessere Adresse...

Völlig wild gibt es sie in Namibia leider nur noch im Caprivi und im Kaudom Park. Aber sie da zu sehen ist SEHR große Glückssache.

siehe für Wild Dogs in Namibia auch: Mangetti


Gruß, Otji.
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
Gast27. März 2010 · #7
Hallo Tanja,

im KTNP gibts wunderschöne Bat-eared Foxes,
Cape Foxes, Suricats, Mongoose, viele, viele Löwen,
aber keine Wild Dogs.

Viele Grüße,

Beate
1'457 Beiträge · seit 200628. März 2010 · #8
Ha ! ein erstes Mal kann ich Herrn Möhle ergänzen, dass das noch mal zutrifft ! 😄 Meinen Informationen nach (ich hoffe mal, das stimmt noch) kann man auch im Mangetti Nationalpark Wildhunde sehen. Das wäre mir persönlich allemal lieber als ein Zweifelhaftes Privatunternehmen. WIE WEIT die Sache mit Mangetti allerdings gediegen ist, kann ich leider nicht sagen.

(EDIT: Ach Mist, Christian hatte Mangetti schon erwähnt. Chapeau Carsten, Chapeau)
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
5'538 Beiträge · seit 200828. März 2010 · #9
Hallo Konno,

mich würde mal interessieren, warum Du Erindi als ein zweifelhaftes Privatunternehmen bezeichnest. Was haben die Leute (falsch) gemacht, dass Du sie so diffamierst.

Bin sehr gespannt auf Deine Antwort.

Grüße
Gerd
1'457 Beiträge · seit 200628. März 2010 · #10
persönliche Einschätzung Gerd, persönliche Einschätzung. Ich war noch nie dort, das gebe ich zu. Aber ich habe eine natürliche Abneigung gegenüber
1) Kompromisslosen Mammutprojekten
2) Rein profitorientiertem, privatwirtschaftlichen Massen- und/oder Exklusivtourismus
3) Große Projekte, die massenhaft produktives Farmland verschlingen, dass in Namibia, wie wir alle wissen nicht unendlich zur Verfügung steht
4)Investoren aus dem Ausland den großen Gewinn abschöpfen


Wenn diese 4 Punkte auch noch kommuliert auftreten, dann . . . . 😗

(Erindi wurde ja meines Wissens hier auch schon öfters diskutiert)
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
563 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #11
Hallo Tanja,

ich kenne nicht Eure Detailplanung und weiß nicht wie flexibel Ihr bei der Routenplanung noch seid.
Der Wunsch Wildhunde in freier Natur zu sehen, ist m.E. im Chobe National Park und im Moremi-Wildreservat (Botswana) relativ hoch. Liegt allerdings im Norden von Botswana. (Aber der von Dir angesprochene Kgalagadi Transfrontier National Park (KTNP ) liegt auch nicht in Namibia.)
Erindi kann ich auch nicht empfehlen siehe 😐

http://namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/128510-okonjima-oder-erindi.html?limit=6&start=6

Gruß Mike
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
33,1k Beiträge · seit 200628. März 2010 · #12
Hi Tanja,

also ich persönlich finde Erindi sehr schön und es ist einfach beeindruckend was Privatleute auf die Beine gestellt haben. Massentourismus ist Etosha etc. auch. Wenn Du besondere Tierarten zentral in Namibia sehen willst, wäre Erindi für mich in jedem Fall eine gute Wahl.

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Es sieht wohl nun auch doch so aus, als würde Erindi die 250 Elefanten vom Staat zugeteilt bekommen, nachdem dieses erst abgelehnt wurde.
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563 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #13
Hallo Christian,

dann muss man befürchten, dass demnächst mehr Elefanten so rumlaufen, wie das Bild es zeigt.

Erindi Okt 2009

Gruß Mike
5'538 Beiträge · seit 200828. März 2010 · #14
Hallo Mike, hallo Konno,

wenn Ihr mal im Chobe ward, da werdet Ihr gesehen haben, dass auch die Tiere "in freier Natur" mit Halsbändern rumlaufen. Das ist in erster Linie eine Hegemaßnahme und natürlich auch eine Maßnahme, damit man die Tiere findet, wenn man sie mal zeigen will.

Im Übrigen habe ich zu dem Erindi Projekt ganz andere Ansichten. Da haben - sicherlich reiche - Afrikaner ihr Farmland in ein privates Naturschutzgebiet umgebaut, weil sie erkannt haben, dass damit

1. die Natur (Flora und Fauna) besser
geschützt werden kann,
2. mehr Arbeitsplätze geschaffen werden,
als es auf einer Farm möglich ist,
3. mehr Menschen die Möglichkeit haben, die
im Lande lebenden Tiere in fast freier Natur
zu erleben.

Und Gewinn müssen wir alle machen, wenn wir überleben wollen und so massenhaft kann der bei Erindi gar nicht sein bei dem
Aufwand, der hier betrieben werden muss. Aber das ist sicherlich mal wieder Ansichtssache.

Viele liebe Grüße
Gerd

PS: Für alle Zweifler - auch an Erindi bin ich nicht beteiligt, bekomme keine Provision oder sonst irgendwelche Vergütungen. Mir imponiert und gefällt nur, was hier geschaffen worden ist.
563 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #15
Hallo Gerd,

ich habe im Etosha ein Zebra mit Halsband gesehen und fotografiert. Im Chobe habe ich über 3 GB Bilder von Tieren gemacht. Auf keinem Bild kann ich ein Tier mit Halsband entdecken. Ich schließe nicht aus, dass es auch hier Tiere mit Halsband gibt. Auf Erindi war es eine Vielzahl von Tieren die mit so einem Utensil ausgestattet waren und dies vorwiegend um den Touristen diese Tiere vorzuführen.
Der wesentliche Unterschied liegt aber in der Tatsache, dass in den Nationalparks nicht jeder Tourguide mit Hilfe von Telemetrik versucht die Tiere aufzuspüren. Auch die Häufigkeit und der Zweck der Halsbänder unterscheiden sich m. E. grundsätzlich. Auf Erindi präsentierte man uns eine hochschwangere Löwin, die eigentlich in Ruhe ihre Jungen werfen wollte. (Aussage der „Wildhüter“ von Erindi)!

Gruß Mike
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
33,1k Beiträge · seit 200628. März 2010 · #16
Hi Mike,
...und dies vorwiegend um den Touristen diese Tiere vorzuführen.
Du musst es ja wissen...
Im Ernst: Erindi führt zahlreiche Forschungsprojekte auch mit dem MET zusammen zu verschiedenen Tierarten durch. Hierfür sind die Halsbänder primär gedacht. Im Gegensatz werden dazu in 90% (Schätzung) der privaten Schutzgebiete in Südafrika die Tiere nur zum Aufspüren für touristische Zwecke mit Halsbänder versehen.

Es spricht meiner Meinung nach wenig gegen und vieles für Erindi. Aber das muss jeder selber entscheiden. Jedoch gibt es was Wildhunde angeht eben wenig Alternativen.

Sonnige Grüße
Christian
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563 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #17
Hallo Christian,

warum wird von den vielen Gamedrives fast alle auschließlich mit Hilfe von Telmetrik durchgeführt? Da stellt sich schon die Frage wozu die Halsbänder vorwiegend dienen. Warum sind Tierarten mit Halsbänder ausgerüstet, die nicht zum Forschungsprojekt gehören, wie die gezeigten Elefanten?

Was die Wildhunde betrifft, dies war die Frage in diesem Thread, gibt es in der Tat nur wenig Alternativen. Leider habe ich die Wildhunde auf Erindi nur in einem erbärmlichen Zustand erlebt. Gott sei Dank betrifft das nicht alle Tierarten. Ich treffe kein Urteil über Erindi, ich schildere was ich erlebt habe.

Gruß Mike
zuletzt bearbeitet 28. März 2010
33,1k Beiträge · seit 200628. März 2010 · #18
Hi Mike,

Danke für Deine Schilderung des Game Drives! Wow, so habe ich Erindi nämlich bisher nie erlebt. Aber es ist gut zu wissen, das es anscheinend auch anders dort ablaufen kann.

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Wobei man sich auch wieder fragen könnte wie viele Gäste dort reagieren würden, wenn sie viel Geld bezahlen und keinen z.B. Elefanten sehen. Ich fürchte, dann wäre bei vielen das Gejammer groß... vielleicht größer als bei denen, die sich über den Einsatz der Technik "aufregen"?
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Themenstarter956 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #19
Hallo zusammen!

Erstmal ein großes DANKE für die vielen Antworten. Ich denke, wir werden auf die Wildhunde verzichten und uns lieber noch ein oder zwei Tage länger in den Nationalparks gönnen. Immerhin haben Kgalagadi und Etosha sicher jede Menge zu bieten.

Grundsätzlich hab aber ich weder was gegen private Reservate noch gegen mit Halsbändern versehene Tiere - immerhin dient das gerade in NPs tatsächlich der Forschung. Und in Südafrika haben wir mit privaten Reservaten durchaus positive Erfahrungen gemacht (nicht in allen, aber so ist das eben).

Liebe Grüße aus Österreich,

Tanja
563 Beiträge · seit 200928. März 2010 · #20
Hallo Christian,



Christian schrieb:
"... Wobei man sich auch wieder fragen könnte wie viele Gäste dort reagieren würden, wenn sie viel Geld bezahlen und keinen z.B. Elefanten sehen. Ich fürchte, dann wäre bei vielen das Gejammer groß... vielleicht größer als bei denen, die sich über den Einsatz der Technik "aufregen"? "


damit bestätigst Du indirekt, dass diese Maßnahme vorwiegend wegen der Touristen gedacht ist und nicht dem Forschungsprojekt. Du magst Recht haben, dass es Touristen gibt, die sich beschweren würden, wenn sie wie bei Erindi so viel Geld für ein Gamedrive zahlen und bestimmte Tiere nicht sehen. Solche Gäste besuchen m.E. besser den Zoo. Keine weite Anreise, weitaus billiger und die Garantie auch das Tier zu sehen!

Der Reiz im südlichen Afrika liegt doch unter anderem darin, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und beim natürlichen Verhalten zu beobachten und auch zu fotografieren. Das schließt auch mit ein, ein Tier mal nicht zu sehen. (Das Jagen möchte ich hier mal ausklammern). Elefant oder Löwe grunsätzlich mit Halsband erfüllt diese Vorausetzungen nicht.

Gruß Mike
zuletzt bearbeitet 28. März 2010