Welche Gebiete sind Malaria-verdächtig?

12 Antworten · 6'159 Aufrufe · gestartet 07. März 2006 von beate
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Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200607. März 2006 · #1
Hallo, könnt Ihr mir sagen, ob der Nordosten von Südafrika (Krüger NP, Blyde-River-Canyon) und das anschliessende Botswana (Tuli-Block) Malaria-Gebiet ist?
Gruss Beate
931 Beiträge · seit 200607. März 2006 · #3
Leider ist die Wikipedia Liste genauso wenig hilfreich wie die meisten Malaria bezogenen Postings. Eine vernünftige Übersicht bekommt man dagegen z. B. hier:

http://www.mara.org.za/

Auf der Seite findest du aktuelle Karten - auf Fakten basierend - über die Malariaverbreitung in Afrika.

Gruss

Ulli
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1'130 Beiträge · seit 200607. März 2006 · #4
Stimmt, ist besser und sogar von 2004;)
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
2'732 Beiträge · seit 200607. März 2006 · #5
Generell gilt der Krüger Park (und Teile der Limpoppo Proviz) als malariagefährdet. Momentan ist das Risiko als hoch einzustufen, da die vielen Regenfälle der letzten Wochen doch sehr ergiebig waren. Das Risiko sink wieder mit zunehmender Trockenheit.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200608. März 2006 · #6
Hallo, vielen Dank für Eure Antworten. Vor allem die Maps von Mara.org sind ganz interessant. Wenn ich danach gehe, brauche ich im Oktober nichteinmal im Okavango-Delta eine Malaria-Prophylaxe. Nachdem mich aber alle Mücken "zum Fressen gerne haben", werde ich mir das doch noch überlegen.
Gruss Beate
1'155 Beiträge · seit 200608. März 2006 · #7
Hallo Beate

Das sind Malariagebiete...Malaria kommt bis nach Pretoria ( sorry Mr MBeki..Tshwane) rein...kenne aber keinen Südafrikaner der was nimmt.

schöner Gruss Tom
931 Beiträge · seit 200608. März 2006 · #8
Hallo Beate,

vielleicht solltest du noch mal genauer hinschauen: für die Okavango Region ist Malaria ganzjährig endemisch. Für den Krüger und die Limpopo Region gilt das gleiche. Alles nachzulesen auf der Mara.org. Tom und Andreas haben somit völlig recht.

Auch Toms Hinweis wonach kein Südfrikaner was dagegen einnimmt steht da nicht im Widerspruch. Das liegt einfach daran dass es kein Medikament gibt, das für eine Langzeit - Prophylaxe geeignet wäre. Wer also dauerhaft in einer Malariaregion lebt kann nur versuchen so vorzubeugen dass er gar nicht erst gestochen wird. Das dieser Versuch nicht immer erfolgreich ist merkt man daran, dass in Afrika mehr Leute an Malaria sterben als an Aids...

Gruss

Ulli
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2'732 Beiträge · seit 200609. März 2006 · #9
Ulli,

dass mehr Menschen an Malaria sterben als an Aids glaube ich nicht. Hast du dazu irgendwelche Zahlen - würde mich persönlich interessieren.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
1'155 Beiträge · seit 200609. März 2006 · #10
Hallo Andreas

Da stimmt schon, wobei genaue Zahlen zu bekommen ist nicht möglich, es sind eher Schätzungen von Gesundheitsorganisationen. Oft wird die Todesursache nicht genau ermittelt...gerade bei Aids, weil diese Krankheit in vielen Gegenden noch ein Tabuthema ist.

Malariatote gibt es etwa 1.5 bis 3 Mio pro Jahr in Afrika und im Moment noch etwas weniger Aidstote.

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/tabellen/aids.htm

http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=355532&news_archive=1&CFID=2846624&CFTOKEN=32846895

schöner Gruss Tom
1'457 Beiträge · seit 200609. März 2006 · #11
Man muss bedenken, dass Aids vor allem in den Ländern des südliches Afrikas eine Rolle spielt. Malaria hingegen in fast allen Ländern Schwarzafrikas.
931 Beiträge · seit 200609. März 2006 · #12
Hallo Andreas,

ich will niemanden mit Zahlen langweilen, aber da du gefragt hattest hier ein Auszug aus den WHO Reports für 2003, exemplarisch für das südliche Afrika:

Reported malaria cases (annual) -> Total
(Periodicity: Year, Applied Time Period: Latest available data)
2003 - Source WHO Global Health Atlas

Botswana 22.418
Mozambique 5.087.865
Namibia 444.081
South Africa 13.446

Estimated number of adults and children living with HIV/AIDS, end of 2003 - Source Epidemilogical Fact Sheets UN

Botswana 350.000
Mozambique 1.300.000
Namibia 210.000
South Africa 5.300.000

Um die Zahlen richtig zu interpretieren muss man folgendes berücksichtigen:

- die Durchseuchung mit Malaria ist in Central-Afrika am größten, nimmt aber zum Süden ab

- die Durchseuchung mit HIV ist im Süden am größten und nimmt Richtung Norden ab

Unbehandelte Malaria-Patienten sterben schneller als unbehandelte HIV Patienten (letztere können durchaus 10+ Jahre) mit dem Erreger leben.

Ansonsten hat Tom recht: Statistiken aus den einzelnen Ländern über genaue Todesursachen sind mit Vorsicht zu genießen. Viele Todesfälle werden gar nicht offziell registriert und selbst wenn weiss man oft die Ursache nicht genau. So gesehen sind wahrscheinlich Hochrechnungen der Internationalen Gesundheitsorganisationen gar nicht so schlecht, denn die basieren auf vergleichsweise soliden Erfahrungswerten.

Gruss

Ulli
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387 Beiträge · seit 200603. Aug. 2006 · #13
Vertrauenswürdige Informationen kommen auch vom Tropeninstitut München.

http://www.fit-for-travel.de/

Hier erhaltet ihr auch aktuelle Warnungen zu anderen Krankheiten.

Gruß und weiter viel Spaß<br><br>Post geändert von: Annette, am: 03/08/2006 09:47
Neuerscheinung: "Sieben Monate Afrika - ein Reisebericht". 470 Seiten, 494 Farbbilder http://www.ja-louis-verlag.de Reiseberichte: http://www.afrika-2005.de