Hallo Ihr, wir werden in knapp einem Monat eine 3 wöchige Mietwagen-Rundreise durch Namibia unternehmen und würden gerne eine Tagestour zu einem Himba Dorf im Kaokoland machen. Wir haben jedoch überall gelesen, dass davon abgeraten wird, dieses Gebiet aufgrund der Strassen / Wege mit dem eigenen Wagen zu befahren...Hat jemand Erfahrungen mit geführten Touren in diese Region? Nach dem Verlassen des Etosha N.P. fahren wir ins Damaraland und übernachten dort in der Twyvelfontein Lodge. Von dort aus müsste es doch eigentlich die Möglichkeit zu einer solchen, geführten Tour geben, oder??? Es wäre toll, wenn Ihr mir einige Empfehlungen geben könntet, von wo aus, mit welchem Anbieter und zu welchem Preis man eine solche Tour buchen kann. Auch eine Kurzbeschreibung des Verlaufes der Tour wäre toll... VG! Torsten
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200825. Okt. 2009 · #2
also von Fort Sesfontein Lodge aus werden solche Touren angeboten. Nach Sesfontein kommt ihr ohne Probleme, sogar mit einem PKW.
Ich glaube die Twyfelfontein Country Lodge bietet selber so etwas nicht an.
Sonnige Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo Christian, vielen Dank für die schnelle Antwort! Weisst Du denn auch, ob eine solche Tour "von hier aus" gebucht werden kann? Hast Du eine Internet-Adresse für mich?? VG! Torsten
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
mit was für einem Auto seid ihr denn unterwegs ????
Hier wird viel **abgeraten** und **empfohlen**, aber jeder denkt und empfindest anders als die Anderen
Ich für mich halte das gerne so, dass ich mir **anhöre** was die Anderen zu sagen haben, ich aber gerne meine eigene Entscheidung treffe aufgrund meiner **eigenen Einschätzung** Ich denke, es sind weniger die Strassen und die Wege, sondern die Sprachbarriere was das ganze ein wenig schwieriger gestalten lässt..
Es gibt einige **VERDÄCHTIGE** die geführte Himbatouren anbieten 😉
Da wäre z.B Marius Steiner, der hier schon mehrfach empfohlen wurde
Des anderen gäbe es da noch die Möglichkeit über **Himba Uwe** sowas in der Art zu machen.Haben wir letztes Jahr auch gemacht, als wir an den Epupa Fällen waren
Und da gibt es noch den **FESTUS** der hier auch schon empfohlen wurde.Unabhängig vom Forum habe ich auch schon mitbekommen,dass **FESTUS** auch von einigen Tourenveranstalter gebucht wird
An den Epupa Fällen, oder in der Opuwo Country Lodge werden auch geführte Himba Touren angeboten
Hallo Torsten, wir waren mit einem 4x4 im juni im kaokofeld bis hinauf nach Omao unterwegs. mit einem normalen pkw hätten wir nicht fahren wollen - ist aber geschmackssache und geht sicher auch. himba touren - wir waren mit marius steiner - er ist ein schrulliger typ, was bloke mit verdächtiger meint kann ich nicht nachvollziehen. uns hat es sehr gut gefallen, und ich würde auf es auf jedenfall wiedermachen. es kommt auch an wie man sich als tourist verhält. l.g. beimo
Hallo Torsten, wir waren mit marius steiner - er ist ein schrulliger typ, was bloke mit verdächtiger meint kann ich nicht nachvollziehen. uns hat es sehr gut gefallen, und ich würde auf es auf jedenfall wiedermachen. l.g. beimo
Hi Beimo
**Verdächtiger* bedeutet soviel wie ** Tourenanbieter** 😉 War nicht abwertend gemeint...:)
hallo bloke, da habe ich scheinbar zuviel hineininterpretiert - frauenkrankheit. 😉 grüße aus österreich beimo
0
Bloke1'920 Beiträge · seit 200825. Okt. 2009 · #11
beimo schrieb:
hallo bloke, da habe ich scheinbar zuviel hineininterpretiert - frauenkrankheit. 😉 grüße aus österreich beimo
Hi Beimo
kein Problem.. 😉 aber schön dass wir drüber geredet haben 😄
Grüsse nach Österreich Bloke
mirabilis85 Beiträge · seit 200825. Okt. 2009 · #12
Hallo, Torsten, wir waren auch in diesem Jahr im Nordwesten unterwegs. Übernachtet haben wir mitten in Opuwo in der Ohakane-Lodge. http://www.natron.net/tour/ohakane/lodged.html Die Fahrt zu einem Himba-Dorf hatten wir dort vorab per E-Mail angefragt und gebucht. Ein Auto wurde für die Fahrt vor Ort gestellt. Für die 1/2 Tages-Tour zahlten wir 350 N$ / Person incl. Fahrzeuggestellung. Unser Führer heißt Petrus und ist selber ein Himba, was uns die Komunikation mit den Menschen dort sehr erleichtet hat. Siehe auch unsern Reisebericht: http://www.tsdaten.de/kaktusforum/viewtopic.php?f=54&t=4533
Liebe Grüsse von mirabilis
alias Hans Joachim Wallek
Die Europaeer haben die Uhr;
die Afrikaner haben die Zeit.
Wir haben im Juli 09 mit Marius Steiner ein Himbadorf besucht und fanden es absolut klasse! Mit ihm besucht man ein authentisches Dorf, kein Showdorf. Und das merkt man!
Wir waren nach dem Vormittag total begeistert. Er spricht natürlich die Sprache und kann übersetzen, alle Fragen sind zulässig, und man kann nach Herzenslust fotografieren und filmen.
Marius selbst ist ein ungewöhnlicher Mann, mit dem wir Stunden diskutiert haben. Sehr spannend! Er hat Meinungen, die zur Diskussion anregen, aber er disputiert nicht und will auch nicht auf Deufel komm raus überzeugen. Es geht tatsächlich um Austausch!
Die Himbatour mit ihm ist absolut empfehlenswert, auch wenn er den Preis dafür ganz schön angehoben hat. Das war es aber wert.
Marius Steiner bietet ja einen Campingsplatz und Zimmer an. Camp Aussicht ist wunderschön gelegen (die Aussicht!!). Man kommt dort prima hin, liegt nicht zu weit im Norden.
macht euch nichts vor. Es gibt nur noch wenige echte Himbadörfer im Norden. Wenn ihr zufällig vorbei kommt und die Himbas euch in ihr Dorf lassen ist das OK, aber wenn ihr schon einen Guide in Anspruch nehmen müsst kommt ihr niemals in ein echtes Himbadorf. Spätestens wenn es um den Tourpreis geht merkt ihr wo es lang geht und die Show beginnt.
Von der Twyfelfontein-Loge wurde im Juni 2009 keine Himbatour angeboten. In der Vingerklip-Lodge sollte der Ausflug satte 1.500 N$ kosten. Fragt sich nur: Was bekommen die Himbas davon ab?
Ramona
LUluckydaisy159 Beiträge · seit 200625. Okt. 2009 · #15
Hallo Torsten,
wenn man einfach auf der Straße bleiben will und nicht zu weit in den Norden fährt, es gibt auch ab Kamanjab eine Tour zu den in der Nähe lebenden Himbas. Das hat nichts mit Gelbingen zu tun, diese Gemeinschaft lebt noch südlicher. Wir haben das Dorf vor einigen Jahren besucht. Jetzt stellten wir im Guesthouse OASE in Kamanjab fest, dass von dort eine Führung organisiert wird, die sehr gut vorbereitet schien. Diesmal (Sep. 09) hatten wir jedoch keine Zeit zum selbst ausprobieren.
Bei Bedarf liefere ich noch die OASE Adresse nach, ist aber sicher auch in jedem Reiseführer vermerkt, da die Auswahl an Unterkünften in Kamanjab sehr überschaubar ist. 😄
Liebe Grüsse und viel Spaß,
Anke
Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt. (aus China)
ich will dir nicht die Illusion nehmen, dass du über das Guesthouse OASE in Kamanjab noch ein ursprüngliches Dorf erleben kannst. Hier meine Erfahrung mit OASE: Wir haben den Tip unterwges von einem Guide bekommen. Fahrt nach Kamanjab - geht zur OASE - bucht eine Tour zu den Himbas - kostet nur 100N$ pro Person. Wir wollten eigentlich uns keine Himbas ansehen, haben uns dann aber doch noch anderst entschieden - vielleicht sieht man ja wirklich noch ein echtes Dorf. Im OASE angekommen, kostete es schon 150N$ pro Person. Klar, dachten wir ist der Individual-Touri-Aufschlag. Kein Problem. Im Supermark daneben sollten wir noch Lebensmittel kaufen. Kein Problem, auch das haben wir getan. Ist ja ein guter Zweck. Dachten wir. Wir sollten dann nach einer halben Stunde losfahren. Das Dorf ist nur 10 oder 20km östlich von Kamanjab. Dort angekommen hat uns ein Guide in Jeans und T-Shirt empfangen der uns erst mal nach dem Geld und dann nach den Lebensmitteln gefragt hat. Der Preis ist nun aber nochmals pro Person so hoch gestiegen, dass wir uns doch über den Tisch gezogen gefühlt haben. Er lies auch nicht mit sich reden, denn es sei ja schließlich für die Kinder. Er wollte den ausgemachten Preis nicht akzeptieren. Wir haben dankend abgelehnt. Zwei Himbafrauen, die gerade angekommen sind hat er wieder zurückgeschickt. Sie waren richtig sauer und haben geschimpft.
Die Lebensmittel haben wir unterwegs an eine Familie mit einem Eselskarren gegeben. Die haben sich riesig gefreut und wussten garnicht wie ihnen geschieht. Für uns ist es nun gelaufen. Wir werden uns mit Sicherheit kein Himbadorf mehr ansehen und lassen die Leute in Ruhe. Ein bisschen kann ich sie ja verstehen, aber auch für uns Touristen ist irgendwo eine Grenze. Aber das ist Afrika.
@ Torsten, wenn du unbedingt hin willst: Das Guesthouse OASE in Kamanjab ist direkt hinter dem Supermarkt. Du kannst es nicht verfehlen.
Ramona
LUluckydaisy159 Beiträge · seit 200627. Okt. 2009 · #17
Hallo Ramona,
ich habe keine Illusionen, die Himbas leben wirklich dort.
Beim aufmerksamen Lesen meines Beitrages wirst Du feststellen, dass der Begriff „ursprüngliches Dorf“ darin nicht vorkommt, was man auch immer darunter verstehen mag.
Diese Himbas, die Du offensichtlich nicht gesehen hast, leben wesentlich wohlgenährter als ihre Verwandten im Kaokoland, die ich in diesem Jahr vor Ort bewundern konnte, weit entfernt von ihrer ursprünglichen Heimat, von anderen Dörfern mit Ausnahme von Gelbingen, das ich nicht kenne, mit ihren traditionellen Gebräuchen auf dem Gelände einer Farm bei Kamanjab.
Wenn man sie besucht, und 2006 war der Preis bei 250 N$ p.P., und zwar NICHT über das Guesthouse Oase, sieht man sie in ihrer traditionellen Kleidung, mit Schmuck und Haartracht, in den traditionellen Hütten, die aus Ästen und Rinde bestehen und mit Kuhfellen abgedeckt sind, man bekommt die traditionelle Herstellung der Körperfarbe gezeigt ebenso wie die traditionelle anderen Tätigkeiten im täglichen Leben, kann eine Hütte von innen besichtigen und bekommt das ganze noch auf verständliches English übersetzt.
Ja, einige Kinder gehen in Kamanjab untraditionell zur Schule, da in Namibia Schulpflicht besteht und die macht vor Traditionen einfach keinen Halt, solange die Zöglinge logistisch erreichbar sind (im Kaokoland sind sie es so wohl nicht überall). Und ja, wenn diese Himba krank oder verletzt sind, setzen sie ganz untraditionell nicht auf Selbstheilung oder Verrecken, sonder suchen eine Ambulanz in Kamanjab auf, die dann auch ganz ursprünglich Geld dafür verlangt. (Übrigens ist der Besuch der Schule auch nicht gratis.) Für uns war es damals ein eindrückliches und interessantes Erlebnis, es war uns ursprünglich und doch verständlich genug.
Seit zwei Jahren führen die jetzigen Besitzer, Eben und Marianne Burger, das Guesthouse, über diese Tour kann ich nichts sagen. Wann warst Du denn dort, Ramona?
@ Torsten, am besten machst Du Dir Dein eigenes Bild von der Website: oasegh.yolasite.com
Liebe Grüsse und viel Spaß beim Planen und dann auch beim Reisen,
Anke
Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt. (aus China)
ROron74324 Beiträge · seit 200827. Okt. 2009 · #18
Ich denke, wir dass wir das selbe Himbadorf bei Kamajab meinen. Es liegt wohl auf der Farm der genannten Familie Burger.
Wir können grundsätzlich nur Positives berichten. Wir hatten unseren Aufenthalt damals als Paket bei C. Möhle gebucht. Nur einige Hundert Meter von dem Dorf entfernt liegt ein offenes, in Felsen gebautes Haus. Da wäre locker Platz für 3-4 Familien gewesen. Absolut beeindruckend, besonders abends. Der Preis für das Paket war echt i.O., jedenfalls günstiger als beispielsweise Etosha.
Ein Guide kam uns dann abholen. Dass er ein T-Shirt anhatte, hat uns nicht weiter gestört. Schlielich hat er uns ja auch alles in englisch erklärt und nicht seiner Sprache. Die meisten Männner im Dorf hatten westliche Kleidung an. Kinder und Frauen waren dagegen traditionell gekleidet. Zum Abschluss holten Sie dann noch ihren (selbstgefertigten?) Schmuck raus. Die Sache war aber insgesamt nicht aufdringlich.
Wenn ihr es vorhabt, würde ich es zusammen mit dem Haus buchen.
unter einem ursprünglichem Dorf verstehe ich, dass die Leute dort wirklich leben und sich nicht umziehen müssen wenn Touristen kommen. Das nur zur Definition.
Ich möchte auch nicht diejenigen verurteilen, die sich solche Dörfer ansehen. Wenn das so rübergekommen ist möchte ich mich dafür entschuldigen. Es liegt an mir, dass ich solche Dinge einfach nicht mag. Es ist völlig OK, dass diese Dörfer Geld verlangen, um es z.B. für Schulen und Ärzte zu verwenden. Mein Gefühl war nur, so wie es abgelaufen ist ging es nur ums Geld und das auf eine Art und Weise wie es nun wirklich nicht sein muss. Ich habe immer das Gefühl, dass die Leute das ohne Geld nicht machen würden und es für sie erniedrigend sein muss.
@ Torsten, lass dich nicht von deinem Vorhaben abhalten. Wie du siehst hat es Ronald auch gefallen.
Ramona
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 · #20
Das Himba-Dorf bei Kamanjab ist reiner Kommerz. Da ich eine "All-Inclusive-Tour" gebucht habe, kenne ich den Eintrittspreis nicht.
Da alle Menschen dieser Welt das Recht haben, im "heute" und nicht zwischen Mittelalter und Steinzeit zu leben, kann ich nicht mehr erwarten ursprüngliches Himbadorf zu sehen. Jeder Kontakt mit anderen Menschen, egal ob Touristen, Hereros oder Himbas die aus der grossen weiten Welt heimkehren ändert ein wenig die Kultur.
Ich kann auch den Besuch eines Showdorfes akzeptieren, wenn hier "Preis" und "Leistung" stimmen. Das ist bei uns auch nicht anders, wenn jemand eine Lederhose anzieht und auf einen Heimatabend bei Bier und Schweinshaxe und Sauerkraut deutsches Kulturgut für Japaner, Chinesen und Amis präsentiert.
Leider fehlt den Himbas noch der Blick für das Gesamtbild:
Verkauf von Schmuck, etc. gegen Geld, das in einer Platiktüte angeschleppt wird. Eine Frau sitzt im Kleid am Verkaufsstand Eine blaue Plastewanne hängt im Baum Eine Ziege frisst aus dem Potje ... ... das hat alles wenig mit der puren Himbakultur zu tun.