Sambia/Malawi im November

8 Antworten · 3’954 Aufrufe · gestartet 22. Sept. 2009 von Streifenkarl
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Themenstarter97 Beiträge · seit 200822. Sept. 2009 ·
Hallo an alle Sambia & Maliwi -Erfahrenen!
Wir sind an der Detailplanung für November und haben noch einige Fragen mit den Reiseführern oder dem Forum nicht beantworten können, vielleicht kann jemand weiterhelfen:
Kann jemand aktuelle Infos zur Escarpement-Road und zur Leopard-Route geben. Wir werden mit einem 4x4Pickup mit einer kleinen Offroadkabine unterwegs sein. Wie sind Eure Erfahrungen?
Gibt es auch Mitnahmebeschränkungen von Namibia nach Sambia für Lebensmittel oder gilt die Einfuhrbeschränkung für tierische Frischprodukte nur in Richtung Sambia-Namibia. Und noch eine Frage zum Malawi-See: ist der Campingplatz am Sandstrand der Ngala Beach-Logde empfehlenswert (Anfragen in der Lodge per mail werden leider ignoriert). Die letzte Frage wie ist es mit den Devisen - werden auch Euros akzeptiert in Sambia und Maliwi oder nur US$?
Vielen Dank schon mal im Voraus!
Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
70 Beiträge · seit 200923. Sept. 2009 ·
Hallo,

der Campingplatz an der Ngala Beach Lodge ist ok. Eine große Wiese mit ausreichend Schatten direkt am Strand, die Chalets und das Hauptgebäude stehen weiter hinten. Ablutions sind auch in Ordnung.

Ich würde aber als Alternative Makuzi Beach rund 50km weiter nördlich in Erwägung ziehen. Der Strand ist nicht so lang, aber die Bucht ist wunderschön und die Lodge (inkl. Camping) ist klasse.

Euro werden in Malawi von den Banken und Forexbüros sowieso und soviel ich weiß auch von einigen Lodges etc. genommen.

Mkango
1’667 Beiträge · seit 200924. Sept. 2009 ·
Hallo,Martina
die Escarpement Road ist verbreitert und neu asphaltiert worden.Es gibt also keine Probleme mehr mit den LKW,s.
Die Leopard Hill Road stellt mit 4x4 kein Problem dar, sie führt durch wunderschöne Landschaft.
LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
2’732 Beiträge · seit 200624. Sept. 2009 ·
Alles ist in US$ ausgezeichnet. Euros sind kaum bekannt.

Aus dem Hause Hupe:
11/2008 Straßenzustand Straßenzustand: Die Leopard Hill Road zwischen Lusaka und dem Lower Zambezi NP ist auch 2008 mit Allradfahrzeugen gut befahrbar gewesen und wird regelmäßig befahren.

Sieh dir doch mal die Seiten an:

http://www.hupeverlag.de/Sambia_Malawi/News_Sambia/news_sambia.html
http://www.hupeverlag.de/Sambia_Malawi/News_Malawi/news_malawi.html
Kurz hinter Chipata kommt dann auch schon die Grenze. Der Formalismus in Zambia hält sich in Grenzen. Einen Stempel im Ausweis mehr können wir auch schon passieren. Die Schwarzmarktgeier kreisen schon um uns herum, noch ehe wir den Grenzposten in Malawi erreicht haben. Völlig unbekannt sind hier die Bestimmungen für uns und so hangeln wir uns von einem Schalter zum anderen. Den Einreisestempel haben wir schon einmal erhalten. Mussten dazu nur einen Zettel ausfüllen und diesen zusammen mit dem Ausweis vorlegen. Das Auto ist schon etwas komplizierter. Am Schalter erhalten wir einen Vordruck, welchen wir ausfüllen müssen. Fahrgestell- und Motornummer müssen eingetragen werden, ebenso wer der Besitzer und Fahrer ist. Außerdem müssen wir angeben, was wir an besonders wertvollen Sachen mit uns führen. Brav schreibe ich die Spiegelreflexkameras, Objektive, GPS und Laptop mit dem ungefähren Wert auf. Fast hätte das Formular nicht ausgereicht. Unseren handschriftlich ausgefüllten Zettel geben wir dann Dame 1 and Schalter ab. Die legt ihn Dame 2 vor, welche unsere Daten in den PC eintippt. Dann hat Dame 2 eine Frage und ruft Dame 1. Dame 1 will unseren Ausweis sehen und gibt ihn Dame 2. Dame 2 tippt nun wieder fleißig weiter. Als sie alles übertragen hat, gibt Dame 1 und unseren Ausweis und die Papiere wieder. Später stelle ich erst fest, dass die ganzen besonderen Werte nicht eingetragen wurden – war wohl doch zuviel Arbeit. Bei meinem Vater steht nur das GPS und nicht Kamera drinnen. Dem sei auch egal – mit dem Zettel in der Hand gehe ich nun einen Schalter weiter wo ich das tip (temporary import permit) bekomme. Fast glaube ich meinen Ohren nicht trauen zu dürfen. Das Permit kostet 1200 Malawi Kwacha oder ca. 10 US$. Allerdings muss das Permit in Landeswährung bezahlt werden. Der freundlichen Polizistin hinter dem Schalter will ich gerade klarmachen, dass ich noch keine Landeswährung habe, sondern nur US$ als sie mir erklärt 10 US$ = 1500 Malawi Kwacha und ich solle vor die Türe gehen zum Tauschen. Als Geldtauschen am Schwarzmarkt mit offizieller Anweisung hatte ich bislang auch noch nicht. Ich zahle also den Betrag und habe das Permit nun abgestempelt in meinen Händen. Nun kenne ich die Prozedur und helfe noch schnell meinem Vater ehe wir das Gebäude fluchtartig verlassen. Meiner Mutter geht es immer schlechter und sie hat sich schon seit einiger Zeit ins Auto zurückgezogen um sich zu setzten und etwas zu schlafen. Nun brauchen wir nur mehr die 3rd party insurance. Die Schwarzmarktgeier zeigen uns willig den Weg zum Büro in der Hoffnung noch einmal ein Geschäft mit uns machen zu können. Allerdings zahlen wir hier die 50US$ in Fremdwährung und ziehen uns damit etwas den Unmut der Geier zu. Es wäre nicht Afrika, wenn es nicht gleich wieder abgeflaut wäre als wir sagen, dass wir das Geld zufällig schon parat gehabt hätten und es für uns so einfacher sei.
So ist es uns an der Grenze ergangen
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2009
84 Beiträge · seit 200825. Sept. 2009 ·
Hallo Martina,

in Sambia kannst Du Parks und Campsites/Lodges mit Dollar bezahlen. Wenn man nachfrägt, werden in den Camps manchmal auch Euro akzeptiert. Kwacha werden überall akzeptiert, auch wenn die Preise manchmal nur in Dollar ausgezeichnet sind (gängiger Kurs 1 US$ = 5000 Kwacha). Tanken und Supermarkt nur in Kwacha. Kwacha bekommst Du am besten am ATM (fast ausschließlich mit der VISA Card). Maximalbetrag beim ATM 2.000.000 Kwacha - aber man kann gleich mehrmals hintereinander am gleichen Automaten abheben.

Leopard Hill Road nach Lusaka: Fast die gesamte Strecke ist mit Eurem Fahrzeug unproblematisch. Wir hatten vor Kurzem mit einem Toyota Hilux an genau einer Stelle Probleme: nach einer Kurve mit einem kleinen Bachlauf kommt eine Steile Passage, die felsig war. Davor ca. 1 Meter Sand. Diesen "Felsanstieg" hat er nur gepackt, nachdem wir ein Paar Steine in die Sandkuhle geworfen hatten. Allerdings hatten die Reifen vom Mietfahrzeug auch kein gutes Profil.

Verstehst Du unter der Escarpment Route die Route durch den Lower Zambezi zur Great East Road? Diese Route sei nach Angaben der Park Ranger mit 4x4 gut zu befahren, sie sei aber deutlich schlechter als die Leopard Hill Road. Da ich keine Aussage eines Touristen zur Route finden konnte, sind wir diese nicht gefahren. Ich vermute, dass diese Strecke eine echte Herausforderung ist.

Gruß Sybille
0
Themenstarter97 Beiträge · seit 200804. Okt. 2009 ·
Vielen Dank für Eure tollen Tips und Anworten! Wir freun uns schon ganz sehr!

Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
Gast05. Nov. 2009 ·
Hallo Martina,

wir fuhren die Leopard Hill Road im Juni,
sie ist wunderschön, es hat aber einige tückische Stellen,
die bei Regen das Ganze unbefahrbar machen.

http://meet-the-oceans.de/html/25___26_juni.html

Falls ihr vorhabt, in den Lower Sambesi National Park zu fahren,
muss ich Euch leider abraten, spart das Geld und geht in den North Lunagwa.

Ich würde an Eurer Stelle nicht mit US$ bezahlen,
bis Mpika gibt es überall funktionierende Geldautomaten
und eine gebührenfreie Kreditkarte sollte man eh dabei haben,
manches Mal bekommt man den Gegenwert von 20 €.

Für die Gremze solltet ihr etwas Landeswährung haben,
eventuell kann Euch Andreas aushelfen,
wir haben auch noch einige Kwacha herumliegen.

Die Escarpement Road (auch 05 Route genannt) konnten wir im Juli nicht befahren.
Sie ist in 2008 neu gemacht worden, es gibt da einen Reisebericht von Barbara im Forum,
wurd deutlichst entschärft, aber es gibt einen Fluss, der selbst im Juli noch über einen meter hatte und die Route war nicht zu befahren, wurde auch nicht unterhalten deswegen.

http://meet-the-oceans.de/html/19___20_juli.html

Viele Grüße,

Beate
Themenstarter97 Beiträge · seit 200825. Dez. 2009 ·
Hallo,
wir sind nun schon fast 3 Wo. wieder da und jetzt ist endlich mal Zeit unsere Erfahrungen vom November weiterzugeben. Ich machs mal tabellarisch für alle die es interessiert:

Grenze Katima-Mulilu-Sheshke:
Touristen bevorzugt abgefertigt, folgende Gebühren: 50 US-Dollar für Singel-Entry-Visum, 250 Nam-Dollar für Zoll, 300 Nam-Dollar Haftpflichversicherung für Hillux mit kleiner Wohnkabine, 50 Nam-Dollar Gemeindesteuer, 20 US-Dollar Carbon-Tax
hat nichtmal eine Stunde gedauert.

Benzin:
zw. 5600 und 6400 Kwatcha - war im November in der nord-östlichen Region teilweise tagelang nur auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. Diesel bessere Versorgung aber auch nicht immer verfügbar im November

Devisen:
1 € = 6200 Kwachta
1 US-Dollar = 4500 Kwachta
Geldautomaten mit Visa pro Abhebung 6000000 Kwatcha maximal - aber 2xtäglich möglich mit gleicher Karte

Nationnalparks:
Eintritt nur mit US-Dollar

Lodges/Camps:
immer US-Doller, manchmal Euro, Kwatchas gehen auch, selten Visa (5 % Aufschlag)

Escarpment-Road und "05-Road":
die ersten 42 km super Sandpiste, der Abstieg ins Escarpment sehr steinig, teils ausgewaschen, bei Regen nicht zu empfehlen, Mutinondo-River - neue Brücke, davor ein neues Camp - sah einladend aus, kurz vor dem Gate viele umgworfene Bäume von Elefanten (frisch) - mussten uns neue Wege durch den Busch suchen..., Mupanazi-River: ordentlich Wasser, ca. 60 bis 70 cm , Sandsäcke waren in der Mitte weggespült - das sah man nur nicht und vorheriges Durchlaufen erübrigte sich bei dem Anblick des Krokodil flussaufwärts , deshalb versackten wir, aber zum Glück nur kurz ... , Sandstrecke 150 km gut befahrbar, je weiter man in Richtung Gate in Mfuwe kommt umso größer werden die Schlammlöcher ...
Fazit: die Ranger am Gate in Mfuwe waren über uns erstaunt, von Süden her war die Strecke seit 1 Wo. gesperrt, die Ranger im Norden sahen das offensichtlich nicht so dragisch. Auf jedenfall wurde die Strecke nach uns bis Juni definitiv gesprerrt.

Camping-Empfehlungen:
Mutinondo Wilderness
Flat-Dogs am South Luangwa
Kasanka: Pontoon-Camp
Lake Kariba: in Singazongwe Boathouse-Company Camp

Telefonieren:
mit o2-Sim-Karte im Grenzgebiet zu Namibia und Simbabwe
Fonic ging nicht
einheimische Sim-Karte prepaid: nur Inlandsgespräche möglich, keine SMS oder Auslandsgespräche
wir hatten unser Thuraya dabei das ging problemlos mit der neuen Abdeckung im südlichen Afrika

Mehr Fakten fallen mir erstmal nicht ein - für weitere Infos einfach nachfragen -

Auf jedenfall wieder ! Sambia war bis auf das Benzinproblem ein wunderbares Reiseland - wir haben es fest in der Planung für 2010 ...

Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
zuletzt bearbeitet 25. Dez. 2009
Themenstarter97 Beiträge · seit 200801. Jan. 2010 ·
Hallo,
wir sind nun schon fast 3 Wo. wieder da und jetzt ist endlich mal Zeit unsere Erfahrungen vom November weiterzugeben. Ich machs mal tabellarisch für alle die es interessiert:

Grenze Katima-Mulilu-Sheshke:
Touristen bevorzugt abgefertigt, folgende Gebühren: 50 US-Dollar für Singel-Entry-Visum, 250 Nam-Dollar für Zoll, 300 Nam-Dollar Haftpflichversicherung für Hillux mit kleiner Wohnkabine, 50 Nam-Dollar Gemeindesteuer, 20 US-Dollar Carbon-Tax
hat nichtmal eine Stunde gedauert.

Benzin:
zw. 5600 und 6400 Kwatcha - war im November in der nord-östlichen Region teilweise tagelang nur auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. Diesel bessere Versorgung aber auch nicht immer verfügbar im November

Devisen:
1 € = 6200 Kwachta
1 US-Dollar = 4500 Kwachta
Geldautomaten mit Visa pro Abhebung 6000000 Kwatcha maximal - aber 2xtäglich möglich mit gleicher Karte

Nationnalparks:
Eintritt nur mit US-Dollar

Lodges/Camps:
immer US-Doller, manchmal Euro, Kwatchas gehen auch, selten Visa (5 % Aufschlag)

Escarpment-Road und "05-Road":
die ersten 42 km super Sandpiste, der Abstieg ins Escarpment sehr steinig, teils ausgewaschen, bei Regen nicht zu empfehlen, Mutinondo-River - neue Brücke, davor ein neues Camp - sah einladend aus, kurz vor dem Gate viele umgworfene Bäume von Elefanten (frisch) - mussten uns neue Wege durch den Busch suchen..., Mupanazi-River: ordentlich Wasser, ca. 60 bis 70 cm , Sandsäcke waren in der Mitte weggespült - das sah man nur nicht und vorheriges Durchlaufen erübrigte sich bei dem Anblick des Krokodil flussaufwärts , deshalb versackten wir, aber zum Glück nur kurz ... , Sandstrecke 150 km gut befahrbar, je weiter man in Richtung Gate in Mfuwe kommt umso größer werden die Schlammlöcher ...
Fazit: die Ranger am Gate in Mfuwe waren über uns erstaunt, von Süden her war die Strecke seit 1 Wo. gesperrt, die Ranger im Norden sahen das offensichtlich nicht so dragisch. Auf jedenfall wurde die Strecke nach uns bis Juni definitiv gesprerrt.

Camping-Empfehlungen:
Mutinondo Wilderness
Flat-Dogs am South Luangwa
Kasanka: Pontoon-Camp
Lake Kariba: in Singazongwe Boathouse-Company Camp

Telefonieren:
mit o2-Sim-Karte im Grenzgebiet zu Namibia und Simbabwe
Fonic ging nicht
einheimische Sim-Karte prepaid: nur Inlandsgespräche möglich, keine SMS oder Auslandsgespräche
wir hatten unser Thuraya dabei das ging problemlos mit der neuen Abdeckung im südlichen Afrika

Mehr Fakten fallen mir erstmal nicht ein - für weitere Infos einfach nachfragen -

Auf jedenfall wieder ! Sambia war bis auf das Benzinproblem ein wunderbares Reiseland - wir haben es fest in der Planung für 2010 ...

Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu