petramrsThemenstarter106 Beiträge · seit 200603. Sept. 2009 · #1
Hallo
wir möchten von Noordoewer aus über die Grenze und dann in den Richtersveld Park. Ich habe schon viel gelesen über die Möglichkeiten, so z.B. über Kotzeshoop und den Helskloof Pass nach Eksteenfontein - Tierhoek - Sendelingsdrif, da soll aber die erste Passage sehr schwierig bzw. arges Wellblech sein. Ist es empfehlenswerter den längeren Weg über Steinkopf nach Eksteenfontein zu wählen, evtl. über Lekkersing? Oder sogar ganz aussen herum über Port Nolloth und Alexander Bay? Wir haben viel zu wenig Zeit für diesen Park eingeplant, wie wir jetzt merken, deshalb unsere Überlegung, schon die Anreise durch die Richtersveld Conservancy zum eigentlichen Ziel zu machen und den Park selbst nur streifen. Kann man unterwegs problemlos sein Dachzelt aufschlagen, und wo besteht Möglichkeit für Verpflegung/Versorgung (Eksteenfontein, Tierhoek, Kuboes)? Danke für Tips, auch betreffend den aktuellen Zustand der Wege.
Was heißt denn zeitlich gesehen "streifen"? 1 Tag, 1 Woche?
Wir haben in der Gegenrichtung vom Richtersveld NP bis Ai Ais fast 11-12 reine Fahrstunden gebraucht. Das Gelände ist "rough" und von Ai Ais kommen ist sicher eine Übernachtung auf einer Farm direkt am Oranje zu empfehlen, denn mit jedem Kilometer weiter ins Richtersveld wird die Straße mieser und anstrengender. Außerdem muss man über Sendelingdrif in den Park einfahren; über den anspruchsvollen Hellskloof Pass gehts nur (zusätzlich) raus.
Versorgung? Es wird schon was geben, denn die Leute dort müssen ja auch mal ein bisschen was kaufen, aber mehr als ein staubiger Verschlag mit Corned Beef o. ä. wirst Du nicht finden.
rebecca935 Beiträge · seit 200603. Sept. 2009 · #3
Hallo petramrs, wir haben 12 Stunden vom Camp De Hoop nach Noordoewer benötigt. Wie schon oribi schreibt, war es auch bei uns sehr "rough" nach reichlich Regen. Landschaftlich ist die Strecke sehr schön.
Wir konnten im Shop von Eksteenfontein ein wenig Proviant kaufen. Hier ein Eindruck: Einen Bottlestore gab es auch aber den großen Einkauf würde ich vorher machen. Ich meine, in Noordoewer gibt es einen Supermarkt. Gruß Rebecca📎 php3tumAu
petramrsThemenstarter106 Beiträge · seit 200603. Sept. 2009 · #4
Hallo Rebecca und Oribi vielen Dank für die Tips. Der Laden ist ja richtig gut bestückt!
Wir verlassen am 12.10. den Kgalagadi NP bei Twee Rivieren und haben die nächste Nacht im Augrabies gebucht, die lassen wir aber sausen, um direkt über Rietfontein bis Noordoewer zu kommen und einen Tag für den Richtersveld zu gewinnen (oder sind die Augrabies im Oktober so schön, dass wir hin MÜSSEN?)
Am 13.10. können wir also theoretisch den Richtersveld NP ansteuern. Die nächste Übernachtung haben wir dann am 17.10. im Canyon Roadhouse gebucht. Deshalb meinte ich, dass wir nur den Rochtersveld streifen. Einen ganzen Tag vor dem Roadhouse möchten wir gern am Fish River Canyon verbringen, also sollte die Übernachtung am 16.10. schon in der Gegend von Ai-Ais sein. Da bleibt nicht mehr viel. Was ratet Ihr mir?
Der Laden sieht wirklich gut aus - hätte ich nicht erwartet. Die haben ja sogar Obst und Brot. Respekt!
3 Nächte im Richtersveld zu verbringen ist schon okay, 2 Nächte im Park würde ich nur bei kurzen Tagesetappen empfehlen, aber auf keinen Fall von der Kalahari kommend.
Die Augrabies Falls sind m. E. immer einen Besuch wert; beim 1. Mal ein Muss, beim 2. Mal ein schöner, erholsamer Zwischenstopp.
Da kann Ai Ais nicht mithalten. Und was man einen Tag am Rand des Fish River Canyons machen soll, ist mir auch ein Rätsel.
Für Euch kann ich die Frage eigentlich nicht abschließend beantworten, weil es einerseits so klingt, als würdet ihr von der Kalahari ins Richtersveld hetzen wollen und andererseits, als würdet ihr euch so viel Zeit auf der Reise nehmen, dass man sogar einen ganzen Tag auf einer staubigen Aussichtsplattform rumhängen oder in einem langsam verfallenden Heiße-Quellen-Bad den heißen Wüstentemperaturen ausweichen kann.
Klingt ein wenig sarkastisch von mir, ist aber nicht so gemeint. 🙂
petramrsThemenstarter106 Beiträge · seit 200603. Sept. 2009 · #6
Hallo Oribi
das mit dem Sarkasmus ist schon okay, tönt ja vielleicht auch komisch, was wir da planen. Ai-Ais ist kein Muss, auch wenn ich mir das Eintauchen im heissen Wasser nach so langen Staubstrecken schön vorstelle, aber okay, überredet, fahren wir zuerst zu den Augrabies. Die Übernachtung dort wurde ja nicht storniert. Was den Fish River angeht, so haben wir den letztes Mal mit richtig viel Wasser (März 2006) nur von weitem gesehen, trotz gebuchter Koolkrans-Übernachtung, aber die waren dann eh weggeschwommen und wir mussten zudem an dem Tag wegen einem Ersatzauto nach Keetmanns, anstatt in Ruhe zum Canyon zu gehen. Davor (2003) waren wir einen ganzen Tag mutterseelenallein auf der 4x4 Strecke oben entlang der Rim, und das wollen wir nochmal machen, die Landschaft mit den Agaven und Zebras usw. war einfach zu schön. Verstehst Du sicher? Also: Twee Rivieren - Augrabies (Übern.) - Steinkopf - Ekksteenfontein (unterwegs übern.) - Send./Park und dann sehen, ob es noch für eine Nacht im Park reicht. Dann auf der namibischen Seite dem Oranje entlang bis zum Gauchab und gen Norden. Müsste irgendwie zu machen sein.
Bei Ekksteenfontein gibts am Ortsrand auch ein "Conservationgebiet", das noch mal verspricht richtig abwechslungsreich zu sein. Man muss sich dazu irgendwo im Ort anmelden, damit das Zauntor geöffnet wird. Dort ist man förmlich allein unterwegs und vor allem offroad. Dort kann ich mir vorstellen auch noch eine wilde Nacht in meinem Leben zu verbringen. Ob sich allerdings schon mal einer die Mühe gemacht hat, darüber ne Webseite für google zu gestalten? Ich hatte es mal vor, habe aber mittlerweile keine Zeit mehr für so was.
Das Highlight ist natürlich die Gebirgswüste im Nationalpark.
Die Fahrt dorthin oder schon allein nach Ekksteenfontein nimmt aber schon Zeit in Anspruch und kostet Kraft. Insoweit ist eine Black-Water-Rafting-Safari über den Oranje von einer der Farmen am Oranje sehr anzuraten. (gibts auch mehrtägig bis in den Nationalpark rein - da könnte man sich die 4x4 Fahrt ersparen, sieht natürlich nur das Oranjeufer)
Für die Nächte im Park würde ich De Hoop, Tatasberg und Kokerboomkloof wählen und dann über den Hellskloofpass den Park wieder Richtung Namibia-Fähre verlassen.
Aber so ist man schnell 5 Nächte im Richtersveld. Und wer so lange das Richtersveld überlebt hat, braucht eine "Erfrischung" in Ai Ais und einen Tag der Entspannung am Abgrund. 😉
petramrsThemenstarter106 Beiträge · seit 200603. Sept. 2009 · #8
Ich wusste, dass Du mich verstehst! Die 5 Nächte im Richtersveld müssen wir wohl oder übel auf die nächste Reise verschieben. 's wird aber auch so wieder super, wie jedes Mal. Ich melde mich dann im Forum zurück Ende Oktober. Kannst ja bis dann schon mal lesen, was ich unter dem neuen thread "Allgemein / Nachkommen von Landespolizei" reinsetze. Mach ich in ein paar Minuten.