Hallo ihr Lieben!
Heute fange ich mal an meinen Bericht von unserer 4wöchigen Reise zu verfassen.
Die Bilder hierzu könnt ihr in meinen Fotoalben auf http://picasaweb.google.de/Otjikoko ansehen.
Der Verlauf der Reise war wie folgt:
- Windhoek
- Kalahari bei Mariental
- Köcherbaumwald und Giants' Playground
- Fish River Canyon und Ai Ais National Park
- Sossussvlei und Sesriem Canyon (Hinweg: Besichtigung: Schloß Duwisib)
- die versteinerte Dünen der Ur-Namib (Weiterfahrt über Spreeghoogte Pass)
- Erongo Gebirge (inkl. Tagesausflug ins Erindi Private Game Reserve)
- Traditional Bushman Village bei Grashoek (nordöstlich von Grootfontein)
- Caprivi (Mahango Park, Bwawata Park)
- Chobe National Park (Botswana)
- Victoria Falls (Zimbabwe)
- Rundu
- Erongo Gebirge
- Windhoek
Gefahren Strecke insgesamt: über 5100km.
Also los geht's:
Kalahari
Am 03.08.2009 landeten meine Mutter und ich ihn Windhoek wo uns mein Onkel bereits mit einem VW Bus Syncro erwartete. Er ist im Ruhestand und war schon stolze 2 Monate dort auf einer Gästefarm und nun hieß es für ihn die Rundreise mit uns anzutreten.
Dies war - trotz VIELER Aufenthalte in Namibia zuvor - unsere erste Reise, die auch bis in den äußersten Süden des Landes gehen sollte. Wir waren zuvor noch nie südlicher als Walvis Bay gewesen und wir waren auf den uns unbekannten Teil des Landes sehr gespannt.
Wir brachen direkt vom Flughafen auf und fuhren zur Anib Kalahari Lodge bei Mariental wo wir 2 Nächte verbringen sollten. Die Zimmer gefielen uns sehr gut und das Essen war köstlich. Besonders die Croissants zum Frühstück! 🙂 Wir liefen am ersten Tag noch den kurzen Walking Trail (ca. 5-6km) dort und sahen dabei viele Springböcke, die ganz nah an uns vorbei rannten bzw. besser gesagt sprangen und Oryxe, die einfach stehen blieben und uns argwöhnisch betrachteten. Auch Strauße kreuzten unseren Weg. Der Sonnenuntergang war super und 10min nach dem es dunkel war, waren wir wieder an der Lodge und hatten leckeres Oryx-Fleisch zum Abendessen. Am nächsten Tag liefen wir nochmals den großen Walking Trail (ca. 11km) und sahen auch hier alle oben genannten Tiere und auch viele Hartebeester und Streifengnus. Diesmal stießen wir auch auf einige sehr große urige Bäume die riesige Webervögelnester beherbergten. Nach der Hälfte des Weges kamen wir von der flachen Kalahari an den roten Dünen an. Hier schien das Flachland in die von den Postkarten bekannte rote Dünenlandschaft überzugehen. Ein sehr schöner Anblick. Am Nachmittag folgte ein Game Drive zusammen mit einem netten italienischen Paar mit zwei Kindern und einer älteren Dame, die mit einer reinen Frauen-Reisegruppe reiste. Der Game Drive war sehr schön. Die Weite der Kalahari mit ihrem sperrlichen Bewuchs und der freien Sicht gefiel uns sehr. Auch hier sahen wir wieder alle oben genannten Tiere und auch Zebras, Warzenschweine und Eland. Unser Guide erklärte uns vieles über die Tiere und die Pflanzen der Kalahari. Z.B. das Falken sich in den Webervögelnester einnisten und diese vor anderen Räubern verteidigen, auch wenn sie selbst Webervögel aus anderen Nestern fressen und dass Webervögelnester von 4 Generationen von Vögeln bewohnt werden, die jeweils bestimmte Aufgaben erfüllen. Antilopen kommen gerne zu den den Nestern und fressen den Kot der Vögel unter den Bäumen, da dieser sehr reich an Kalk bzw. Calcium ist. Oder, dass die gelbe Manguste symbiotisch mit den Erdhörnchen zusammen lebt. Die Erdmännchen graben den Bau, die Mangusten töten Schlangen, die in den Bau kommen. Außerdem erfuhren wir, das die roten dünen der Kalahari nur in Namibia und Südafrika vorkommen und das die Kalahari in Botswana zwar auch rot aber flach sei. Über 9 afrikanische Länder ertreckt sich diese riesige Halbwüste! Wobei Botswana "the heart of the Kalahari" genannt wird, da weit über zwei Drittel der Fäche Botswanas von der Kalahari bedeckt wird.
Die Oryx Antilope kann extrem lange ohne Wasser auskommen und es genügt ihr die Feuchtigkeit in der Nahrung zum überlebern. Sie kann ihre Körpertemperatur durch ein nasales Kühlungssystem regulieren und bis auf über 46 Grad steigen lassen ohne Schaden zu nehmen, da das Gehirn gekühlt wird. Dabei spielen auch die Farben im Gesicht eine Rolle. Unter den weißen Streifen in ihren Gesichtern liegen Venen, die zum Gehirn führen und dieses mit Blut versorgen. Unter den Schwarzen Streifen, die die Wärme aufnehmen, heiß werden und die Hitze praktisch von den Weißen "ableiten" nicht.
Springböcke können bis zu 7m weit aus dem Stand springen! Im schnellen Laufen angeblich bis zu 14m. Zu letzterer Auskunft fügte unser Guide aber dazu: It is said 14 metres but I haven't seen it yet. And seeing is believing...!" 🙂
Die Termitenhaufen schauen nur zu einem Drittel aus dem Boden heraus. D.h. also unter der Erde geht das "Nest" nochmal um zwei Drittel der überirrdischen Größe nach unten weiter. Die Königin lebt 12 Jahre, ist ca. 13cm groß und legt jeden Tag ca. 20.000 Eier. Alle 4 Jahre (also 3 mal im Leben) legt sie ein Königinenei aus dem eine weitere Königin schlüpft. Die einzige Aufgabe des Königs ist - außer zu befruchten - die Königin mit einem vorgekauten brei aus Holz zu füttern. Ansonsten gibt es Arbeiter und Soldaten in einem Termitenvolk.
Der Sundowner auf einer der roten Kalaharidünen war fantastisch. Das Windhoek Lager schmeckte und die Sonne ging blutrot vor uns unter. Genau so hatten wir uns das vorgestellt. Zurück auf der Lodge hatten wir dann noch einige Biere an der Bar und unterhielten uns gut mit den beiden burischen Angestellten und erfuhren einiges über das Leben dort und den Lodge-Betrieb. Der junge Manager aus Südafrika meinte, dass er es dort in Namibia viel schöner und besser fände als in Südafrika, da die Leute nicht so "snobbish" seien und es besser und schöner sei in Namibia zu arbeiten. In SA würden viele Leute Lodgen eröffnen um das schnelle Geld zu machen ohne Rücksicht auf Qualität. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie in SA war.
An dem kleinen Wasserloch nahe der Lodge konnten wir am nächsten Morgen auch zwei Duiker und zahlreiche Erdhörnchen, die dort ihren Bau zu haben schienen, beobachten bevor es weiter zum Köcherbaumwald ging.
Köcherbaumwald und Giants' Playground
Gegen Mittag erreichten wir den Köcherbaumwald etwas nördlich von Keetmanshop. Wir zahlten pro Person 50 N$ Eintritt und durften ins Quivertree Forest Camp hinein. Wir besichtigten die schönen Köcherbäume, die eigentlich keine Bäume sondern eine sehr große Aloe-Art sind und sahen dabei auch viele Klippschliefer auf den schwarzen Felsen herum tollen und sogar auf die Bäume klettern. Die Bäume wachsen auch auf diesen Felsen, da sie Halt geben und sich mit Wärme aufheizen. Köcherbäume wachsen nur im Süden von Namibia und in der nördlichen Kapregion von Südafrika. Wir sollten noch viele auf unserer Reise sehen. Sie stehen im Süden fast überall. Der Köcherbaumwald ist nur so bekannt, weil dort so viele an einem Platz stehen.
Jedenfalls schürten wir dann zum mittagessen den Grill mit unserem mitgebrachten Holz an und grillten Kartoffeln und T-Bone-Steaks, die wir in unserer Kühltruhe (sie funktionierte über die Autobaterie!!! War echt Klasse für unseren Trip!!!) hatten und am Ankunftstag im Supermarkt in Rehoboth erworben haben. LECKER!!! Allerdings war es hier sehr, sehr heiß. Es war mittagszeit und der Schweiß stand uns auch ohne die Glut des Grills schon im Gesicht.
Wir traffen dort auch das nette italienische Paar wieder, das wir schon in der Anib Lodge getroffen hatten. Es stellte sich heraus, dass auch sie - genau wie wir - auf dem Weg zum Fish River Canyon waren. Und genau wie wir auch einen Bungalow im Canyon Village gebucht hatten.
Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Giants' Playground. Als wir aus dem Quivertree Forest Camp heraus fuhren, sahen wir links zwei Geparde auf der anderen Seite des Zaunes entlang streifen. Nur ca. 20m von der Straße entfernt am Zaun entlang. Wahrscheinlich wurden sie hier in einem sehr großen Gehege gehalten, da sie nicht scheu waren. Ob es sich um ein geschlossenes Gehege handelte, konnte man bei der Größe des Terrains allerdings nicht erkennen. Da hielten wir noch mal kurz zum fotografieren an. Eigentlich wollten wir einen Köcherbaum käuflich im Camp erwerben, doch der Preis von 1000 N$ für einen 1m großen Baum schreckte uns ab. Es gab sie auch in 10cm größe für 50N$. Doch auf solche Winzlinge verzichteten wir dann doch. Davon abgesehen hätten wir diese geschützen Bäume sowieso nur mit einem speziellen Permit erwerben dürfen, welches wir nicht hatten.
Der Giants Playground liegt ca. 3-4km vom Quivertree Forest Camp entfernt. Auf dem Weg dorthin sahen wir rechts und links des Weges zahlreiche Köcherbäume auf den für die Gegend typischen scharzen Felsen. Auch oft mehrere Bäume dicht beieinander. "Mensch," meinten wir , "wenn wir das gewusst hätten, wären wir gleich hierher! Da hätten wir uns die 50 N$ Eintritt sparen können!" Der einzige Vorteil im Camp war, dass dort ein Grill und ein WC war und wir eine Info-Brochure über die Bäume erhielten. Allerdings stellten wir kurz darauf fest, dass es auch beim Giants' Playground ein WC-Häuschen gab.
Der Giants Playground ist ein relativ großes Gebiet in dem riesige quaderförmige Felsen aufeinander liegen als hätte sie ein Riese als Bauklötze benutzt um ganz abstrackte und unnatürliche Gebilde zu schaffen. Wie diese Steine auf natürlichen Weg in diesen Formationen da hinkamen ist absolut schleierhaft! Witzig war auch, dass einige dieser Gebilde von riesigen Steinen nur von kleinen Steinen gehalten wurde und ohne diese wohl einstürtzen würden. Klippschliefer waren dort jedenfalls in ganzen Herrscharen vertreten!
Nach einem ausgiebigen Sparziergang dort und einem kurzen Supermarkteinkauf in Keetmanshop fuhren wir weiter zum Fish River Canyon ins Canyon Village. Wir benutzen dazu die D 608, die uns hier im Forum empfohlen wurde. Ein kleiner Umweg, der sich lohnte! Eine fantastische Strecke links und rechts Berge, die wenn man von Norden nach Süden fährt immer mehr, höher und schöner wurden. Danke für diesen tollen Tip! Allerdings ging es sehr oft sehr steil auf und ab und einigen Schlaglöchern galt es auszuweichen. Trotzdem war alles ohne Allrad gut machbar. Wir waren schon sehr langsam unterwegs und richtig bequem war es auch nicht. Aber für uns ok und auszuhalten. Lediglich den Italienern mit ihren zwei kleinen Kindern rieten wir die Teerstraße zu fahren. Für die Kleinen wäre das wohl etwas zu stressig und anstrengend gewesen.
Der Sonnenuntergang auf der Strecke war sehr schön und wir konnten den Mond schon sehr früh bei relativ hellen Tageslicht fotografieren.
Wir kamen allerdings ziemlich erschöpft von der langen Fahrt im Canyon Village an als es schon seit ca. 1,5 Stunden dunkel war. Wir freuten uns sehr auf unser Abendessen dort und die schönen Zimmer und die gesamte Anlage. Die Lodge bzw. die ganze Anlage, das Essen, der Service und die Zimmer waren super! Es gefiel uns sehr dort! Sogar noch besser als auf der Anib Lodge, wobei man die beiden allerdings nicht miteinander vergleichen kann.
Fish River Canyon und Ai Ais National Park
Nach der Ankunft hieß es sich beim Dinner zu überlegen, was ihr am nächsten Tag machen wollen, da wir am übernächsten Tag ganz früh Richtung Sossusvlei aufbrechen mussten. Wir erfuhren, dass es einen langen Hiking Trail in die Berge gab mit grandioser Aussicht über die weite endlose karge Landschaft und dem so genannten "whole in the wall" (ein 2m mal 2m großes Loch in der Felswand durch das man an einer Stelle durch den Berg durch laufen kann) und, dass nachmittags Game Drives im privatem Gebiet der Lodge, dem sogenannten "Gondwana Canyon Park", möglich seien. Auch geführte Ausflüge zum Canyon seien möglich und die Guides erklären viel und laufen mit einem ein ganzes Stück am Canyon entlang. Im Gondwana Park gibt es Oryx, Springbock, Zebras, Kudus, Strauße und seit neusten auch 4 Spitzmaulnaßhörner. Diese hielten sich aber im nördlichen Teil des Parks auf und uns wurde gesagt, dass der Game Drive leider nicht bis dort hinauf ginge.
Da wir auf unserer Reise noch genug Tiere sehen würden, entschieden wir uns dafür, früh den Hiking Trail (ca. 12km insgesamt) durch die Berge und nachmittags den geführten Ausflug zum Canyon zu machen.
Am nächsten Tag beim Frühstück gab es ein leckeres Buffet, dass keine Wünsche offen lies und zahlreiche Vögel (Spatzen und Glanzstarre) flogen in dem großen aber sehr schönen Speisesaal herum. Das ganze Gebäude war redgedeckt, wie auch unsere Bungalows, und in die große Felsformation nebenan integriert. D.h. die riesigen Felsbrocken gingen durch die Wand in den Speisesaal und schuffen eine urige Atmosphäre. Trotz der Größe des Saals waren relativ wenig Gäste da, was uns sehr gelegen kam.
Nach dem Frühstück ging es gleich los mit Foto- und Videokamera, Fernglas und Trinkwasser zum Hiking Trail.
Heute fange ich mal an meinen Bericht von unserer 4wöchigen Reise zu verfassen.
Die Bilder hierzu könnt ihr in meinen Fotoalben auf http://picasaweb.google.de/Otjikoko ansehen.
Der Verlauf der Reise war wie folgt:
- Windhoek
- Kalahari bei Mariental
- Köcherbaumwald und Giants' Playground
- Fish River Canyon und Ai Ais National Park
- Sossussvlei und Sesriem Canyon (Hinweg: Besichtigung: Schloß Duwisib)
- die versteinerte Dünen der Ur-Namib (Weiterfahrt über Spreeghoogte Pass)
- Erongo Gebirge (inkl. Tagesausflug ins Erindi Private Game Reserve)
- Traditional Bushman Village bei Grashoek (nordöstlich von Grootfontein)
- Caprivi (Mahango Park, Bwawata Park)
- Chobe National Park (Botswana)
- Victoria Falls (Zimbabwe)
- Rundu
- Erongo Gebirge
- Windhoek
Gefahren Strecke insgesamt: über 5100km.
Also los geht's:
Kalahari
Am 03.08.2009 landeten meine Mutter und ich ihn Windhoek wo uns mein Onkel bereits mit einem VW Bus Syncro erwartete. Er ist im Ruhestand und war schon stolze 2 Monate dort auf einer Gästefarm und nun hieß es für ihn die Rundreise mit uns anzutreten.
Dies war - trotz VIELER Aufenthalte in Namibia zuvor - unsere erste Reise, die auch bis in den äußersten Süden des Landes gehen sollte. Wir waren zuvor noch nie südlicher als Walvis Bay gewesen und wir waren auf den uns unbekannten Teil des Landes sehr gespannt.
Wir brachen direkt vom Flughafen auf und fuhren zur Anib Kalahari Lodge bei Mariental wo wir 2 Nächte verbringen sollten. Die Zimmer gefielen uns sehr gut und das Essen war köstlich. Besonders die Croissants zum Frühstück! 🙂 Wir liefen am ersten Tag noch den kurzen Walking Trail (ca. 5-6km) dort und sahen dabei viele Springböcke, die ganz nah an uns vorbei rannten bzw. besser gesagt sprangen und Oryxe, die einfach stehen blieben und uns argwöhnisch betrachteten. Auch Strauße kreuzten unseren Weg. Der Sonnenuntergang war super und 10min nach dem es dunkel war, waren wir wieder an der Lodge und hatten leckeres Oryx-Fleisch zum Abendessen. Am nächsten Tag liefen wir nochmals den großen Walking Trail (ca. 11km) und sahen auch hier alle oben genannten Tiere und auch viele Hartebeester und Streifengnus. Diesmal stießen wir auch auf einige sehr große urige Bäume die riesige Webervögelnester beherbergten. Nach der Hälfte des Weges kamen wir von der flachen Kalahari an den roten Dünen an. Hier schien das Flachland in die von den Postkarten bekannte rote Dünenlandschaft überzugehen. Ein sehr schöner Anblick. Am Nachmittag folgte ein Game Drive zusammen mit einem netten italienischen Paar mit zwei Kindern und einer älteren Dame, die mit einer reinen Frauen-Reisegruppe reiste. Der Game Drive war sehr schön. Die Weite der Kalahari mit ihrem sperrlichen Bewuchs und der freien Sicht gefiel uns sehr. Auch hier sahen wir wieder alle oben genannten Tiere und auch Zebras, Warzenschweine und Eland. Unser Guide erklärte uns vieles über die Tiere und die Pflanzen der Kalahari. Z.B. das Falken sich in den Webervögelnester einnisten und diese vor anderen Räubern verteidigen, auch wenn sie selbst Webervögel aus anderen Nestern fressen und dass Webervögelnester von 4 Generationen von Vögeln bewohnt werden, die jeweils bestimmte Aufgaben erfüllen. Antilopen kommen gerne zu den den Nestern und fressen den Kot der Vögel unter den Bäumen, da dieser sehr reich an Kalk bzw. Calcium ist. Oder, dass die gelbe Manguste symbiotisch mit den Erdhörnchen zusammen lebt. Die Erdmännchen graben den Bau, die Mangusten töten Schlangen, die in den Bau kommen. Außerdem erfuhren wir, das die roten dünen der Kalahari nur in Namibia und Südafrika vorkommen und das die Kalahari in Botswana zwar auch rot aber flach sei. Über 9 afrikanische Länder ertreckt sich diese riesige Halbwüste! Wobei Botswana "the heart of the Kalahari" genannt wird, da weit über zwei Drittel der Fäche Botswanas von der Kalahari bedeckt wird.
Die Oryx Antilope kann extrem lange ohne Wasser auskommen und es genügt ihr die Feuchtigkeit in der Nahrung zum überlebern. Sie kann ihre Körpertemperatur durch ein nasales Kühlungssystem regulieren und bis auf über 46 Grad steigen lassen ohne Schaden zu nehmen, da das Gehirn gekühlt wird. Dabei spielen auch die Farben im Gesicht eine Rolle. Unter den weißen Streifen in ihren Gesichtern liegen Venen, die zum Gehirn führen und dieses mit Blut versorgen. Unter den Schwarzen Streifen, die die Wärme aufnehmen, heiß werden und die Hitze praktisch von den Weißen "ableiten" nicht.
Springböcke können bis zu 7m weit aus dem Stand springen! Im schnellen Laufen angeblich bis zu 14m. Zu letzterer Auskunft fügte unser Guide aber dazu: It is said 14 metres but I haven't seen it yet. And seeing is believing...!" 🙂
Die Termitenhaufen schauen nur zu einem Drittel aus dem Boden heraus. D.h. also unter der Erde geht das "Nest" nochmal um zwei Drittel der überirrdischen Größe nach unten weiter. Die Königin lebt 12 Jahre, ist ca. 13cm groß und legt jeden Tag ca. 20.000 Eier. Alle 4 Jahre (also 3 mal im Leben) legt sie ein Königinenei aus dem eine weitere Königin schlüpft. Die einzige Aufgabe des Königs ist - außer zu befruchten - die Königin mit einem vorgekauten brei aus Holz zu füttern. Ansonsten gibt es Arbeiter und Soldaten in einem Termitenvolk.
Der Sundowner auf einer der roten Kalaharidünen war fantastisch. Das Windhoek Lager schmeckte und die Sonne ging blutrot vor uns unter. Genau so hatten wir uns das vorgestellt. Zurück auf der Lodge hatten wir dann noch einige Biere an der Bar und unterhielten uns gut mit den beiden burischen Angestellten und erfuhren einiges über das Leben dort und den Lodge-Betrieb. Der junge Manager aus Südafrika meinte, dass er es dort in Namibia viel schöner und besser fände als in Südafrika, da die Leute nicht so "snobbish" seien und es besser und schöner sei in Namibia zu arbeiten. In SA würden viele Leute Lodgen eröffnen um das schnelle Geld zu machen ohne Rücksicht auf Qualität. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie in SA war.
An dem kleinen Wasserloch nahe der Lodge konnten wir am nächsten Morgen auch zwei Duiker und zahlreiche Erdhörnchen, die dort ihren Bau zu haben schienen, beobachten bevor es weiter zum Köcherbaumwald ging.
Köcherbaumwald und Giants' Playground
Gegen Mittag erreichten wir den Köcherbaumwald etwas nördlich von Keetmanshop. Wir zahlten pro Person 50 N$ Eintritt und durften ins Quivertree Forest Camp hinein. Wir besichtigten die schönen Köcherbäume, die eigentlich keine Bäume sondern eine sehr große Aloe-Art sind und sahen dabei auch viele Klippschliefer auf den schwarzen Felsen herum tollen und sogar auf die Bäume klettern. Die Bäume wachsen auch auf diesen Felsen, da sie Halt geben und sich mit Wärme aufheizen. Köcherbäume wachsen nur im Süden von Namibia und in der nördlichen Kapregion von Südafrika. Wir sollten noch viele auf unserer Reise sehen. Sie stehen im Süden fast überall. Der Köcherbaumwald ist nur so bekannt, weil dort so viele an einem Platz stehen.
Jedenfalls schürten wir dann zum mittagessen den Grill mit unserem mitgebrachten Holz an und grillten Kartoffeln und T-Bone-Steaks, die wir in unserer Kühltruhe (sie funktionierte über die Autobaterie!!! War echt Klasse für unseren Trip!!!) hatten und am Ankunftstag im Supermarkt in Rehoboth erworben haben. LECKER!!! Allerdings war es hier sehr, sehr heiß. Es war mittagszeit und der Schweiß stand uns auch ohne die Glut des Grills schon im Gesicht.
Wir traffen dort auch das nette italienische Paar wieder, das wir schon in der Anib Lodge getroffen hatten. Es stellte sich heraus, dass auch sie - genau wie wir - auf dem Weg zum Fish River Canyon waren. Und genau wie wir auch einen Bungalow im Canyon Village gebucht hatten.
Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Giants' Playground. Als wir aus dem Quivertree Forest Camp heraus fuhren, sahen wir links zwei Geparde auf der anderen Seite des Zaunes entlang streifen. Nur ca. 20m von der Straße entfernt am Zaun entlang. Wahrscheinlich wurden sie hier in einem sehr großen Gehege gehalten, da sie nicht scheu waren. Ob es sich um ein geschlossenes Gehege handelte, konnte man bei der Größe des Terrains allerdings nicht erkennen. Da hielten wir noch mal kurz zum fotografieren an. Eigentlich wollten wir einen Köcherbaum käuflich im Camp erwerben, doch der Preis von 1000 N$ für einen 1m großen Baum schreckte uns ab. Es gab sie auch in 10cm größe für 50N$. Doch auf solche Winzlinge verzichteten wir dann doch. Davon abgesehen hätten wir diese geschützen Bäume sowieso nur mit einem speziellen Permit erwerben dürfen, welches wir nicht hatten.
Der Giants Playground liegt ca. 3-4km vom Quivertree Forest Camp entfernt. Auf dem Weg dorthin sahen wir rechts und links des Weges zahlreiche Köcherbäume auf den für die Gegend typischen scharzen Felsen. Auch oft mehrere Bäume dicht beieinander. "Mensch," meinten wir , "wenn wir das gewusst hätten, wären wir gleich hierher! Da hätten wir uns die 50 N$ Eintritt sparen können!" Der einzige Vorteil im Camp war, dass dort ein Grill und ein WC war und wir eine Info-Brochure über die Bäume erhielten. Allerdings stellten wir kurz darauf fest, dass es auch beim Giants' Playground ein WC-Häuschen gab.
Der Giants Playground ist ein relativ großes Gebiet in dem riesige quaderförmige Felsen aufeinander liegen als hätte sie ein Riese als Bauklötze benutzt um ganz abstrackte und unnatürliche Gebilde zu schaffen. Wie diese Steine auf natürlichen Weg in diesen Formationen da hinkamen ist absolut schleierhaft! Witzig war auch, dass einige dieser Gebilde von riesigen Steinen nur von kleinen Steinen gehalten wurde und ohne diese wohl einstürtzen würden. Klippschliefer waren dort jedenfalls in ganzen Herrscharen vertreten!
Nach einem ausgiebigen Sparziergang dort und einem kurzen Supermarkteinkauf in Keetmanshop fuhren wir weiter zum Fish River Canyon ins Canyon Village. Wir benutzen dazu die D 608, die uns hier im Forum empfohlen wurde. Ein kleiner Umweg, der sich lohnte! Eine fantastische Strecke links und rechts Berge, die wenn man von Norden nach Süden fährt immer mehr, höher und schöner wurden. Danke für diesen tollen Tip! Allerdings ging es sehr oft sehr steil auf und ab und einigen Schlaglöchern galt es auszuweichen. Trotzdem war alles ohne Allrad gut machbar. Wir waren schon sehr langsam unterwegs und richtig bequem war es auch nicht. Aber für uns ok und auszuhalten. Lediglich den Italienern mit ihren zwei kleinen Kindern rieten wir die Teerstraße zu fahren. Für die Kleinen wäre das wohl etwas zu stressig und anstrengend gewesen.
Der Sonnenuntergang auf der Strecke war sehr schön und wir konnten den Mond schon sehr früh bei relativ hellen Tageslicht fotografieren.
Wir kamen allerdings ziemlich erschöpft von der langen Fahrt im Canyon Village an als es schon seit ca. 1,5 Stunden dunkel war. Wir freuten uns sehr auf unser Abendessen dort und die schönen Zimmer und die gesamte Anlage. Die Lodge bzw. die ganze Anlage, das Essen, der Service und die Zimmer waren super! Es gefiel uns sehr dort! Sogar noch besser als auf der Anib Lodge, wobei man die beiden allerdings nicht miteinander vergleichen kann.
Fish River Canyon und Ai Ais National Park
Nach der Ankunft hieß es sich beim Dinner zu überlegen, was ihr am nächsten Tag machen wollen, da wir am übernächsten Tag ganz früh Richtung Sossusvlei aufbrechen mussten. Wir erfuhren, dass es einen langen Hiking Trail in die Berge gab mit grandioser Aussicht über die weite endlose karge Landschaft und dem so genannten "whole in the wall" (ein 2m mal 2m großes Loch in der Felswand durch das man an einer Stelle durch den Berg durch laufen kann) und, dass nachmittags Game Drives im privatem Gebiet der Lodge, dem sogenannten "Gondwana Canyon Park", möglich seien. Auch geführte Ausflüge zum Canyon seien möglich und die Guides erklären viel und laufen mit einem ein ganzes Stück am Canyon entlang. Im Gondwana Park gibt es Oryx, Springbock, Zebras, Kudus, Strauße und seit neusten auch 4 Spitzmaulnaßhörner. Diese hielten sich aber im nördlichen Teil des Parks auf und uns wurde gesagt, dass der Game Drive leider nicht bis dort hinauf ginge.
Da wir auf unserer Reise noch genug Tiere sehen würden, entschieden wir uns dafür, früh den Hiking Trail (ca. 12km insgesamt) durch die Berge und nachmittags den geführten Ausflug zum Canyon zu machen.
Am nächsten Tag beim Frühstück gab es ein leckeres Buffet, dass keine Wünsche offen lies und zahlreiche Vögel (Spatzen und Glanzstarre) flogen in dem großen aber sehr schönen Speisesaal herum. Das ganze Gebäude war redgedeckt, wie auch unsere Bungalows, und in die große Felsformation nebenan integriert. D.h. die riesigen Felsbrocken gingen durch die Wand in den Speisesaal und schuffen eine urige Atmosphäre. Trotz der Größe des Saals waren relativ wenig Gäste da, was uns sehr gelegen kam.
Nach dem Frühstück ging es gleich los mit Foto- und Videokamera, Fernglas und Trinkwasser zum Hiking Trail.
