Packliste Campingsafari

6 Antworten · 7'779 Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2006 von pernille
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Themenstarter95 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #1
Hi !

Meine erste Namibiareise und gleichzeitig meine erste Campingsafari, die dann wohl scheinbar etwas "basic" ablaufen wird, rückt näher, 🙂

Bin das Traveln ja nun durchaus gewohnt, allerdings zumeist aus Südostasien, wo man zwar als Rucksacktourist auch nicht die Welt mit sich rumschleppt, aber da man sein Gepäck dort ja in den seltensten Fällen wirklich tragen muss, kann man dann ja doch nach Herzenslust in den Rucksack schaufeln, was immer reingeht und da kam in meinem speziellen Fall dann trotz des begrenzten Platzes locker 15 KG zusammen, das Ding wurde eben vollgestopft bis zum gehtnichtmehr. Tja, was man als weibliches Wesen eben immer so zu brauchen glaubt (und dann eigentlich doch nicht wirklich benötigt). So, und jetzt sehe ich mich mit einem Problem konfrontiert, das ich so noch nie hatte: Max. 10 KG erlaubt mir Chameleon Safaris ! Zuzüglich ein daypack und den Schlafsack. 10 KG würde ich ja locker mit klamotten zusammenkriegen, die ich so normalerweise einpacken würde, aber eine ganze Menge Gewicht geht ja vorab dann ja schonmal drauf für Fernglas, Taschenlampe, Feldflasche, Reiseapotheke, Toilettenartikel, Fotoausrüstung usw., da bleibt für Klamotten ja echt nicht viel Spielraum. Deswegen meine vielleicht ja blöde "Mädchen"-Frage: Was würde denn bei Euch erfahrenen Namibia/Botswana/Zambia-Reisenden so auf der Packliste stehen ? Und wie übersteht man eine 12-tägige Campingsafari mit nur einer Waschmöglichkeit zwischendurch mit einem Minimum an Klamotten, ohne zu stinken, wie ein Iltis ? Freue mich sehr auf Eure Antworten ! Danke und Gruss, pernille
129 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #2
Hallo,

schwierige Frage.nur 10 KG 🤩

gut fangen wir mal an. nicht brauchst Du ja irgendwelche Koch Utensilien. Ein Teschenmesser würde ich auch nicht mitnehmen, hat bestimmt einer dabei. Foto Ausrüstung minimieren, soweit möglich. Wenn alle Stricke reißen das Fernglas zu Hause lassen, da Du dir bestimmt von jemanden eins leihen kannst wenn er nicht gearde durch schaut. Zur Not kannst Du ja auch Deine Kamera mit Objektiv als Fernglas benutzen.
Ansonsten halt nicht 10 Pullover sondern zwei. einen kann man abends "waschen" und bis zum nächsten Morgen/am nächsten Tag trocknen lassen.
Dies gilt generell für die Klamotten. halt lieber abends was "auspülen" anstatt für jeden Tag was frisches mitzunehmen.

der Vorteil bei so einer Safari ist, das wenn alle nur einmal zwischendurch waschen können werdet Ihr alle wie "Iltisse" riechen, und der einzelne fällt nicht auf.
Aber wie gesagt, in Camps wo Ihr seid werden Waschbecken und Wasser sein, eine Tube "Reisewaschmittel" kaufen (glaue ich gibt es von REE) und abends eben "waschen". Beruhigt zumindest das Gewissen.

Wünsche trotzdem viel Spaß,

Gruß
Olaf
3'491 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #3
Hallo Pernille,
was die Klamottenfrage angeht, kann ich Dich beruhigen: man braucht wirklich verdammt wenig davon in Namibia - klassische Safari-Ausrüstung: 2 Hemden (lang) und 2 Hosen (lang - mit Kürzungsreißverschluss), 2 Paar Socken und 1 Paar Kuduschuhe + Unterwäsche nach Bedarf - reicht etwa für 2 Monate, wenn man gelegentlich ein Waschmöglichkeit hat. Sehr gut dann auch eine Wäscheleine - da gibt es inzwischen welche, bei denen man noch nicht einmal Wäscheklammern braucht. Und dann - ja - eine Kopfbedeckung ist sehr wichtig - möglichst mit Schirm, wegen der Sonne. Das Schöne in Namibia ist u.a. auch, dass die Kleidung eigentlich nicht wirklich dreckig wird - sie verstaubt meistens nur. Und es hat etwas sehr Befreiendes, wenn man nach 1 Woche Staub und Hitze in einen vornehmen Schuppen reinplatzt und an der Bar Platz nimmt - die paar dort Sitzender machen sofort Platz: die einen wegen Deines Geruchs, die anderen voller Ehrfurcht vor einer, die gerade aus der Wüste kommt.
Gruß Joli ( der "Iltis")
728 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #4
Hallo Pernille,
manches ist halt Geschmackssache. Ich würde auf manches verzichten (z.B. auf 'ne Feldflasche: du kaufst einfach eine halb oder ein-Liter-PET-Flasche am Anfang, z.B. in Windhoek, die fortan deine Feldflasche sein darf: unkaputtbar), aber nie auf mein Fernglas, schon gar nicht in Namibia, wo du häufig so weit gucken kannst und dahinten, ja da - ist das nicht...? Ohne Fernglas wirst du's nie erfahren. Und 'ne Kamera als Fernglas, na ja (nichts für ungut Olaf) so doll isses nich.
Wichtig ist auf jeden Fall eine Kopfbedeckung. Die Sonne steht eben ziemlich senkrecht und die Luft ist so klar, weil man auch häufig recht hoch ist, so dass die UV- aber auch Wärmestrahlung sehr direkt den Scheitel beleuchtet (ich weiß, beide Strahlungen sind nicht sichtbar und beleuchten natürlich nichts).
Gruß
Reinhard
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730 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #5
Hallo Pernille,
mit den Klamotten, dass sehe ich nicht als Problem an. Ich hoffe nicht, dass auch das mitzählt, was man am Leibe trägt 🙂. Man kann ja schon die "schweren" Sachen anziehen. Da bleibt dann gar nicht mehr so viel. Bei jeder Gelegenheit (ich hoffe, es geht dann doch mehr als 1x), die Sachen kurz durchdrücken. Trocknet im Nu (Leine mit integrierten Klammern). Wir haben einiges ungetragen wieder mitgebracht, da es dann meist die gleichen Sachen waren, die wieder in Umlauf kamen. Hemd unbedingt mind. 1 langärmliges wegen Sonne.

Aber die liebe Technik. Da würde ich nicht gerne verzichten. Fernglas m.M. unbedingt selbst mitnehmen. Gerade, wenn man etwas Interessantes entdeckt, möchte doch jeder schauen. Vielleicht kann man es beim "Wiegen" ja auch um den Hals tragen 😉. Denk beim Fotozeug an Ersatzakku.

Evtl. kannst Du Dich ja auch mit den anderen abstimmen, und ein paar Utensilien kommen dann nur 1x mit wie z.B. Ladegerät für Akku, falls Du Vielfotografierer bist, oder auch Waschmittel. Evtl. gibts ja auch "zentral" vom Organisator eine Reiseapotheke u. Du brauchst dann nur Deine persönlichen Medikamente. Wir haben etwas für die Nasenschleimhäue schmerzlich vermisst, wegen der trock., staubigen Luft hatten wir z.T. Probleme. Unbedingt Sonnenbrille mitnehmen u. Mütze.

Viel Spaß bei der Planung
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
129 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #6
Reinhard schreibe:
Ohne Fernglas wirst du's nie erfahren. Und 'ne Kamera als Fernglas, na ja (nichts für ungut Olaf) so doll isses nich.
Gruß
Reinhard
Ich nehme Es Dir nicht übel Reinhard, Wir geben hier ja alle "nur" nützliche Tips wie man Gewicht einspart. Ich persölich habe auch immer ein Fernglas dabei, wobei ich natürlich bei meinem eigenem Wagen nicht aufs Gewicht achten muß 😛 (Hauptsache es genug Bier an Bord😈 ) Wobei ich das Fernglas kaum gebrauche. Ich "ergötze" mich lieber an der Landschaft.

Es hängt aber natürlich auch immer davon ab wo ich hinfahre. Also Etoscha ohne Fernglas ist schon blöde. Aber wenn ich 10 Tage unterwegs bin, und davon nur drei in der Etoscha, naja, muß jeder selber wissen.

Gruß
Olaf
19 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #7
Hallo pernille,

also ich kenne Chameleon Safaris nicht, aber bei anderen Touranbietern hab ich die Erfahrung gemacht, dass das mit dem Gewicht absolut nicht genau genommen wird. Zwar haben die meisten eine Gewichtsangabe vor Abreise herausgegeben, aber ich habe noch nie erlebt, dass der Tourguide mich dann ageholt hat samt mobiler Wage o.ä. 😛 .
Diese Gewichtsangaben dienen meiner Erfahrung eher dazu, die Leute dazu zu bewegen, keine riesigen Gepäckstücke ("Mamutkoffer" o.ä.) mitzunehmen. Ob auf dem Wagen jetzt 3kg mehr Gepäck liegen nimmt dort keiner so genau. Ärgerlich wäre es eben nur, wenn da jeder mit riesigen Koffern ankommt, wovon dann 50% nicht mehr in den Wagen passen.
Meiner Erfahrung nach laden die üblichen Campingtouranbieter die Wagen mit Kunden bis auf den letzten Platz voll und da muss eben jeder mit kleinem Gepäck reisen, sonst passt es nicht mehr.
Also lange Rede, kurzer Sinn: Mach dir um 3kg mehr keine Gedanken, würde mich wundern, wenn ihr die am Abfahrtsort zurücklassen müsstest 😉, aber reise nicht mit riesigen Gepäckstücken an, die evtl nicht mehr ins Auto passen.

Viele Grüße

Markus


P.S.: Sollte dir das wirklich schlaflose Nächte bereiten, ruf doch mal bei Chameleon Safaris Safaris an und frag nach, ob 13kg in einem normalen Rucksack auch erlaubt sind. Bin mir recht sicher, dass man dort "JA" sagen wird und du hast dann Sicherheit.