Von zweien die in Namibia heiraten wollten 2

8 Antworten · 3'116 Aufrufe · gestartet 27. Juli 2009 von AfricanDreams
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Themenstarter594 Beiträge · seit 200627. Juli 2009 · #1
Von zweien die in Namibia heiraten wollten…2

Nachdem es mit dem ersten Thread nicht geklappt hat, versuch ich es noch mal ganz neu.


Dies ist ein Reisebericht, der nur sehr wenig mit Namibia zu tun hat. Daher auch im Off-Topic Bereich. Wie wir wissen, interessieren sich einige Fomis dennoch sehr dafür, die anderen mögens uns verzeihen oder an dieser Stelle einfach aufhören zu lesen.

Wie manche ja bereits wissen, wollten wir am 11. Juli 09 nach Namibia fliegen und dort auf der Farm Eileen heiraten. Leider ist wegen einem Krankheitsfall in der Familie daraus nichts geworden. Zum Glück besserte sich der gesundheitliche Zustand des Familienmitgliedes sehr schnell, doch für Namibia war es bereits zu spät.

Und nun? Die ersten Hochzeitsgeschenke waren bereits eingetrudelt, in meiner und Rolf’s Firma war bekannt, dass wir während des Urlaubs heiraten wollten – und nur deshalb war es möglich, dass wir beide zur selben Zeit 3 Wochen Urlaub nehmen durften. Einfach nur peinlich, wenn wir nun unverheiratet zurück zur Arbeit kommen. Einfach zum Standesamt an meinem Wohnort gehen und uns dort trauen lassen? Nee, war nicht so wirklich unser Ding, es sollte doch etwas ganz Besonderes sein!

Also machten wir uns schon mal schlau, wo und wie man in Deutschland auf außergewöhnliche Art heiraten kann. Leider weder an meinem noch an seinem Wohnort. Vielleicht in Schwindel erregender Höhe auf dem Stuttgarter Fernsehturm, oder gar in einem Rosinenbomber in Berlin? Nee, das passt irgendwie auch nicht zu uns. Aber das hier http://www.trauschmiede.de/index.html hört sich gut an! Eine Zeremonie bei der die 4 Elemente eine wichtige Rolle spielen und bei der wir im wahrsten Sinn des Wortes zusammen geschmiedet werden. Doch das liegt in Mecklenburg-Vorpommern, ein ganz schön weiter Weg für uns und daher nur möglich, falls wir für ein paar Tage wegfahren können.

Das Schicksal meinte es dann doch noch gnädig mit uns. Dienstag Vormittag versicherten uns Patient und Ärztin, dass der erstgenannte für 1 Woche ganz gut ohne uns auskommen kann und wir diese Tage gerne für einen Kurzurlaub nutzen können. Nun glühten die Telefone. Das Standesamt in Anklam sowie die Trauschmiede könnten es für Samstag einrichten, sofern alle notwendigen Papiere bis Donnerstag 10 Uhr im Standesamt Anklam vorliegen. Nun, wir hatten ja bereits für Namibia unsere Papiere vollständig vorliegen, also kein Problem – dachten wir. Denkste, für eine Heirat in Deutschland die nicht am Wohnort eines der Ehepartner stattfinden soll, ist noch einiges mehr nötig. Nun begann ein Marathonlauf, den wir letztendlich durch die unbürokratische Hilfe aller beteiligten Amtspersonen erfolgreich beenden konnten.

Zuerst holte ich am Nachmittag (obwohl da eigentlich geschlossen war) im Heilbronner Rathaus eine beglaubigte Geburtsurkunde ab. Noch am selben abend fuhren wir nach Marburg, um dort am nächsten Tag Rolf’s Geburtsurkunde sowie weitere Papiere für die Trauung in Anklam zu besorgen. Auch das hat wie am Schnürchen geklappt.

Jetzt konnten wir die eigentliche Reise wohlgelaunt antreten. Es soll ja Leute geben, die nach Namibia fliegen um dort nach deutschen Spuren zu suchen. Wir wollten es jetzt mal genau umgekehrt machen. Anstatt mit dem Flieger in ca. 10 Stunden zu der ehemaligen Kolonie in Südwest zu fliegen, fuhren wir mit dem Landy in ebenfalls etwa 10 Stunden in das neue Bundesland ganz in Nordost, um zu schaun ob es dort vielleicht Spuren von Namibia gibt.

Gemeinsamkeiten gibt es ja schon. Während im November 1989 in Namibia die ersten freien Wahlen stattfanden, ist just zur selben Zeit die Berliner Mauer gefallen und die bis dahin von einer fremden Macht unterdrückten Bürger der Ex-DDR erhielten ihre Freiheit zurück.

SATIRE AN:

1. Tag

Als wir schließlich das Land der tausend Seen erreichten, fürchteten wir bereits, dass dort eine Dürre ausgebrochen sei. Wohin das Auge reichte, sahen wir fast nur vertrocknete Halme – ähnlich wie in Namibia, nur dass diese hier viel dichter standen. Wie kann das nur sein?



Ein Stückchen weiter, sah alles ganz anders aus. Eine riesige Fläche voller Sonnenblumen.



So viele hatten wir noch nie gesehen. Ob die vielleicht für den Wahlkampf der Grünen bestimmt waren? Das erinnerte uns schon wieder an Namibia, denn dort finden in diesem Jahr ja auch Wahlen statt.

Danach fuhren wir durch eine sehr waldreiche Gegend im Müritz Nationalpark. Ständig sahen wir Schilder, die versprachen, daß nun gleich Rehe auf die Fahrbahn kämen – ganz so wie wir das ja bereits von den Springböcken kennen. Doch so sehr wir auch Ausschau hielten, wir konnten kein einziges Reh entdecken. Wir fühlten uns schon wie die Australienfans damals im KTP – außer ein paar Vögel gab es nichts zu sehen.

Gefährliche Tiere gibt es hier ja wohl keine, aber ganz gefährliche Bäume. An einer Stelle waren nämlich Schilder angebracht, die eindringlich davor warnten, dass diese Bäume manchmal plötzlich frontal vor ein vorbeifahrendes Autos springen. Leider konnte ich davon kein Foto mitbringen, weil Rolf hier keinesfalls anhalten wollte, sondern so schnell wie möglich die Gefahrenzone hinter uns bringen wollte.

Nun war es nicht mehr weit bis zu unserer Campsite. Plötzlich war die Teerstraße zu Ende. Vor uns lag ein Stück Schotterstraße von übelstem Wellblech. Das erinnerte uns doch glatt an die Zufahrt nach Twee Revieren, bevor die Pad dorthin geteert wurde. Ach wie gut, dass wir mit einem robusten 4x4 unterwegs waren! So ein zartes PKWchen hätte sich da bestimmt etwas gebrochen. Auch ohne Voranmeldung bekamen wir noch ein richtig nettes Plätzchen am Waldrand, vor uns eine große Wasserstelle. Leider ließ sich auch hier kein Tier sehen. Entschädigt wurden wir allerdings mit einem prächtigen Sonnenuntergang.

Fortsetzung folgt…..
Reisebericht April 2008
159 Beiträge · seit 200627. Juli 2009 · #2
Hallo Lisa,

endlich kann man Alles lesen. 😉

Ist das schööööön !!! 🤪

Bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.

Liebe Grüße
Inge
Meine Namibia Fotos
1'495 Beiträge · seit 200627. Juli 2009 · #3
Hallo Lisa und Rolf,
ich bin auch sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Lasst uns nicht zu lange warten 🙂
Herzliche Grüße
helen
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Themenstarter594 Beiträge · seit 200628. Juli 2009 · #4
Gleich gehts weiter.
Erst aber mal vielen Dank an alle Fomis die beim Pfingst-Braii die Glückwunschkarte unterschrieben haben und an Elli und Pit die sie für uns mit nach Namibia gebracht hatten und dann wieder mit zurück nach Deutschland nehmen mußten.
Eure Karte ist die weitgereiste, die wir jemals erhalten haben!
😄
Reisebericht April 2008
Themenstarter594 Beiträge · seit 200628. Juli 2009 · #5
Tag 2

Wir sind zeitig aufgestanden und haben kurz nach 08:00 Uhr die Campsite verlassen. Wir hatten noch gut 100 km auf Landstraßen bis zum Standesamt in Anklam zu fahren. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, fuhren wir zum Stettiner Haff.

Unterwegs sahen wir immer wieder Hinweise, dass es unter den Locals hier Buschleute geben muß, die auch heute noch ihr Geld mit dem Sammeln und Verkauf von Veldfrüchten verdienen. Besonders häufig haben sie Blaubeeren und Pfifferlinge am Straßenrand zum Kauf angeboten.



Sogar Feuerholz wurde am Straßenrand angeboten, ganz so wie wir das aus Namibia kennen



Wir kamen an ein hübsches Städtchen ganz oben im Norden. Das lag an einem Fluß, der ganzjährig Wasser führt, so wie auch der Kunene im Norden von Namibia. Dort wollten wir am Nachmittag ein kleines Motorboot mieten.

Doch zunächst fuhren wir weiter nach Osten, bis fast an die Grenze zu dem Nachbarland. Wir traten an das Ufer eines Sees und plötzlich erblickte ich kaum mehr als einen Meter neben mir eine graue Schlange. Hat hier etwa jemand eine schwarze Mamba ausgesetzt? Hätt ich bloß den Schuh-Tread hier im Forum aufmerksamer verfolgt. Dann hätte ich jetzt bestimmt viel festere und vor allem wadenhohe Schuhe an, die vor einem Schlangenbiss besser schützen, als die Latschen, die ich da gerade an den Füßen hatte.
Vor lauter Aufregung konnte ich den Kopf der Schlange gar nicht gleich entdecken. Doch dann sah ich ihn und konnte aufatmen, da es nur eine harmlose Ringelnatter war.


Und so haben wir gelernt, dass nicht nur Namibia, sondern auch das neue Nordost ein Schlangenland ist.

Schließlich gelangten wir wieder an das nette Städchen mit dem wasserführenden Fluß und machten uns mit dem Motorboot auf Erkundungsfahrt.

Die Wasserlandschaft war wunderschön, es gab viele Waterlillys (Mr. Okavango lässt grüßen) und auch einige Fischreiher, Enten und Schwäne zu sehen.




Nach der Bootsfahrt waren wir hungrig wie die Wölfe. Hier gab es auch einen Imbiss und so gönnten wir uns eine lokale Spezialität, nämlich eine hausgeräucherte Bratwurst. Die war so was von lecker, einer Boerewurs absolut ebenbürtig.

Am Abend waren wir mit Matias und Anke von der Trauschmiede verabredet. Sie wollten uns unbedingt vorher kennen lernen, damit die freie Trauung ganz individuell zu uns passend vorbereitet werden kann. Wir saßen sehr lange zusammen und haben uns recht gut unterhalten. Natürlich waren wir nun sehr gespannt, was die beiden mit uns vor hatten. Doch außer, dass sie da eine ganz besondere Idee hätten, wurde uns vorher nichts verraten.

Für heute und die folgende Nacht hatten wir uns in Anklam ein Zimmer in einer Pension genommen. Müde fielen wir in unsere Betten.

Fortsetzung folgt…..
Reisebericht April 2008
Themenstarter594 Beiträge · seit 200604. Aug. 2009 · #6
Tag 3

Für heute hatten wir uns vorgenommen die Insel Usedom zu erkunden. Gegensätzlicher kann so eine kleine Insel kaum sein. Rund um die Binnenseen fast unberührte Natur und nur sehr wenige Touristen, am Ostseestrand dagegen ein Hotel am anderen. Fast hätten wir wegen der vielen Hotels den Strand nicht gefunden und konnten nun auch verstehen, dass manche Leute vor lauter Sand das Dead Vlei nicht finden konnten 🙂 .

Und wer hätte das gedacht, es gibt sogar eine Straußenfarm auf Usedom. Die haben wir aber dann doch nicht besucht, obwohl es schon einen gewissen Reiz gehabt hätte, diesen Bericht mit Straußenfotos zu schmücken 😄 . Stattdessen haben wir uns das Wisentgehege angeschaut. Dort waren wir fast die einzigen Besucher, mehr als etwa ein halbes Dutzend Wisente in einer Art Pferdekoppel, die von außen mit einem hohen Bretterzaun abgeschirmt war, gab es da auch nicht zusehen.

Das Highlight war jedoch eine große Schar von Graugänsen die wir in freier Natur entdeckten. Leider flogen sie auf, als wir versuchten uns zu Fuß näher ran zu pirschen.





Für den Abend war eigentlich eine Biberpirschfahrt auf der Penne geplant, die dann leider wegen starkem Regen und Gewitter buchstäblich ins Wasser fiel. Das fanden wir dann doch sehr schade, zumal man uns erzählt hatte, dass man bis auf 3 m an die Biber herankäme. Falls wir wieder mal in die Gegend kommen, wollen wir das unbedingt nachholen.
Stattdessen sind wir dann in Anklam richtig schön Essen gegangen und freuten uns bereits auf den nächsten Tag, unseren Hochzeitstag. 😁

Morgen geht’s weiter…..
Reisebericht April 2008
6'152 Beiträge · seit 200606. Aug. 2009 · #7
Hallo Lisa und Rolf,

warte gespannt auf den Hochzeitstag - den
gabs doch .... oder ?
Gruss Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
766 Beiträge · seit 200706. Aug. 2009 · #8
Ich erlaube mir, unseren Part auch zu erwähnen:

Da wir uns sehr kurzfristig dazu entschlossen haben, mit den Beiden bis zur Hochzeit in Namibia zu reisen und an der Hochzeit teilzunehmen, haben wir uns auf ihren gemachten Plan gerne eingelassen und hatten aber somit keinen eigenen Plan 😉

Wir flogen mit dem Gedanken: das Brautpaar kommt nach ... und ließen uns von dem Bräutigam per GPS-Daten zu der von ihnen ausgesuchten Farm koordinieren.

Es war eine Schatzsuche vom Feinsten. Neue Wege und tolle Geocacheplätze haben wir Dank den Ideen des Brautpaares entdeckt.

Einpaar Tage zuvor war dann klar, sie heiraten in D.
Wir reisten auf den Spuren ihrer geplanten Tour weiter und kamen auch am Tag vor der Hochzeit an dem wunderschönen Plätzchen des Hochzeitzeremoniells an.

Wir wussten, dass es nun der Samstag sein wird und machten uns nach dem Frühstück zum Platz der Hochzeit. Eine Uhrzeit war uns nicht bekannt und wir legten uns auf 11.00Uhr fest.
Mit der von Euch unterschriebenen Glückwunsch-Karte machten wir ein Foto und dachten mit viel Liebe und den allerbesten Wünschen an die Beiden. Heute wird es ja irgendwann sein und sie haben ihre Liebe versiegelt.
Ne halbe Stunde später kam eine SMS:
Wir sind seid 11.00Uhr für immer zusammen geschmiedet.
Wow, welch ein Schauer und glücklichen Moment hatten wir gespürt. Wir waren um die genaue Zeit dabei – auch wenn uns 10000km trennten...

AfrikanDreams: jetzt seid Ihr wieder dran 😉
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Themenstarter594 Beiträge · seit 200608. Aug. 2009 · #9
Tag 4 – der Hochzeitstag

Ein bisschen aufgeregt waren wir heute schon. Mir wurde schon ganz bange, ob wir etwa zur eigenen Hochzeit zu spät kämen 😕 . Schließlich hatten wir heute auch noch zu packen, da es am Nachmittag bereits zum nächsten Ziel in Richtung Müritz Nationalpark gehen sollte. Natürlich wurden wir doch rechtzeitig fertig und konnten sogar noch gemütlich mit unserer Pensionswirtin frühstücken, bevor wir aufbrechen mußten.

Die standesamtliche Trauung war für 10:30 Uhr vorgesehen. Es wurde dann doch etwas später, da das Paar vor uns ein wenig überzogen hatte. Die Standesbeamtin hatte eine sehr schöne Rede für uns vorbereitet. Wir waren beide sehr gerührt und haben uns so etwa gegen 11:00 Uhr das Ja-Wort gegeben. Noch hatten wir keine Ahnung, dass Elli und Pit gerade an uns dachten, während sie auf Farm Eileen an der Stelle standen, wo wir uns ursprünglich trauen lassen wollten.

Gleich nach der Trauung wurden wir auch schon vor eine gemeinsame Aufgabe gestellt:



wie ihr seht, haben wir das auch geschafft:



Und was glaubt Ihr, welches Tierchen wir als frisch getrautes Ehepaar als erstes sahen? Ein Marienkäferchen besuchte uns im Landy als wir noch dabei waren unseren Freunden und Bekannten zu simseln, dass wir uns gerade „getraut“ hatten. Es war einer mit sieben Punkten, also ein echter Glückskäfer! 🙂

Weiter gings nun zur Trauschmiede. Dort war bei unserer Ankunft bereits alles vorbereitet. Als wir die historische Schmiede betraten erklang afrikanische Musik. Wow, das fing schon mal gut an!

Der Schmied erklärte uns nacheinander die Bedeutung der 4 Elemente. Besonders bei den Worten über das lebenspendende Wasser und das wärmende Feuer musste ich sehr intensiv an Namibia denken. Das viele Grün, das wir letztes Jahr nach dem großen Regen sehen durften und so manches Lagerfeuer unter einem prächtigen Sternenhimmel kam mir dabei in den Sinn.

Wir berührten mit unseren Händen die Erde, das Wasser, fächelten uns mit einer Feder Luft zu und hielten die Hände über das Feuer. Dabei durften wir uns etwas wünschen. Zu jedem der Elemente wurde auch ein sehr schönes Gedicht vorgetragen.

Schließlich wurden wir mit 2 großen Ringen, die nun aneinander geschmiedet wurden, durch ein Band verbunden.



Die Ringe durften wir natürlich mit nach Hause nehmen, sie sind für uns eine wunderbare Erinnerung an diese ganz spezielle Zeremonie.

Auch hier wurden wir am Ende vor eine Aufgabe gestellt. Es galt Hufeisen in einen Eimer zu werfen. Nicht jeder Wurf war ein Treffer, doch einige landeten tatsächlich da wo wir sie haben wollten.

Am Kaffeetisch haben wir uns noch lange und sehr gut mit den Leuten von der Schmiede unterhalten. Es ist unglaublich, was diese Menschen in so kurzer Zeit und ganz individuell für uns inszeniert haben. Für uns war diese Zeremonie wie maßgeschneidert. Jeden einzelnen Moment haben wir sehr genossen und fanden es ganz wunderbar, gerade hier getraut zu werden.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Mirow. Zimmer waren in dieser Gegend wegen irgendwelchen Festspielen nicht mehr zu bekommen. Ein Hotel hatte jedoch auch einen Campingplatz, sogar direkt am See, auf welchem wir für unseren Landy noch ein Plätzchen bekamen. Das war auch okay, wir schlafen ja sehr gerne im Dachzelt – warum also nicht auch in der Hochzeitsnacht 😄 .
Gekocht haben wir an dem Abend jedoch nicht selbst. Stattdessen gingen wir ins Hotelrestaurant und haben uns zur Feier des Tages ein richtig schönes Abendessen gegönnt.

Und wie könnte es auch anders sein – der Tag endete mit einem traumhaften Sonnenuntergang.




Fortsetzung folgt…..

@Elli nochmals vielen lieben Dank, daß Ihr an diesem Tag in Gedanken bei uns wart. Gerne hätten wir Euch direkt an unserer Seite gehabt, doch es sollte wohl nicht sein. Desto mehr freuen wir uns, daß es uns gelang, Euch aus der Ferne zu einigen schönen Plätzen in Namibia zu führen.
Reisebericht April 2008
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2009