Von zweien die in Namibia heiraten wollten…2
Nachdem es mit dem ersten Thread nicht geklappt hat, versuch ich es noch mal ganz neu.
Dies ist ein Reisebericht, der nur sehr wenig mit Namibia zu tun hat. Daher auch im Off-Topic Bereich. Wie wir wissen, interessieren sich einige Fomis dennoch sehr dafür, die anderen mögens uns verzeihen oder an dieser Stelle einfach aufhören zu lesen.
Wie manche ja bereits wissen, wollten wir am 11. Juli 09 nach Namibia fliegen und dort auf der Farm Eileen heiraten. Leider ist wegen einem Krankheitsfall in der Familie daraus nichts geworden. Zum Glück besserte sich der gesundheitliche Zustand des Familienmitgliedes sehr schnell, doch für Namibia war es bereits zu spät.
Und nun? Die ersten Hochzeitsgeschenke waren bereits eingetrudelt, in meiner und Rolf’s Firma war bekannt, dass wir während des Urlaubs heiraten wollten – und nur deshalb war es möglich, dass wir beide zur selben Zeit 3 Wochen Urlaub nehmen durften. Einfach nur peinlich, wenn wir nun unverheiratet zurück zur Arbeit kommen. Einfach zum Standesamt an meinem Wohnort gehen und uns dort trauen lassen? Nee, war nicht so wirklich unser Ding, es sollte doch etwas ganz Besonderes sein!
Also machten wir uns schon mal schlau, wo und wie man in Deutschland auf außergewöhnliche Art heiraten kann. Leider weder an meinem noch an seinem Wohnort. Vielleicht in Schwindel erregender Höhe auf dem Stuttgarter Fernsehturm, oder gar in einem Rosinenbomber in Berlin? Nee, das passt irgendwie auch nicht zu uns. Aber das hier http://www.trauschmiede.de/index.html hört sich gut an! Eine Zeremonie bei der die 4 Elemente eine wichtige Rolle spielen und bei der wir im wahrsten Sinn des Wortes zusammen geschmiedet werden. Doch das liegt in Mecklenburg-Vorpommern, ein ganz schön weiter Weg für uns und daher nur möglich, falls wir für ein paar Tage wegfahren können.
Das Schicksal meinte es dann doch noch gnädig mit uns. Dienstag Vormittag versicherten uns Patient und Ärztin, dass der erstgenannte für 1 Woche ganz gut ohne uns auskommen kann und wir diese Tage gerne für einen Kurzurlaub nutzen können. Nun glühten die Telefone. Das Standesamt in Anklam sowie die Trauschmiede könnten es für Samstag einrichten, sofern alle notwendigen Papiere bis Donnerstag 10 Uhr im Standesamt Anklam vorliegen. Nun, wir hatten ja bereits für Namibia unsere Papiere vollständig vorliegen, also kein Problem – dachten wir. Denkste, für eine Heirat in Deutschland die nicht am Wohnort eines der Ehepartner stattfinden soll, ist noch einiges mehr nötig. Nun begann ein Marathonlauf, den wir letztendlich durch die unbürokratische Hilfe aller beteiligten Amtspersonen erfolgreich beenden konnten.
Zuerst holte ich am Nachmittag (obwohl da eigentlich geschlossen war) im Heilbronner Rathaus eine beglaubigte Geburtsurkunde ab. Noch am selben abend fuhren wir nach Marburg, um dort am nächsten Tag Rolf’s Geburtsurkunde sowie weitere Papiere für die Trauung in Anklam zu besorgen. Auch das hat wie am Schnürchen geklappt.
Jetzt konnten wir die eigentliche Reise wohlgelaunt antreten. Es soll ja Leute geben, die nach Namibia fliegen um dort nach deutschen Spuren zu suchen. Wir wollten es jetzt mal genau umgekehrt machen. Anstatt mit dem Flieger in ca. 10 Stunden zu der ehemaligen Kolonie in Südwest zu fliegen, fuhren wir mit dem Landy in ebenfalls etwa 10 Stunden in das neue Bundesland ganz in Nordost, um zu schaun ob es dort vielleicht Spuren von Namibia gibt.
Gemeinsamkeiten gibt es ja schon. Während im November 1989 in Namibia die ersten freien Wahlen stattfanden, ist just zur selben Zeit die Berliner Mauer gefallen und die bis dahin von einer fremden Macht unterdrückten Bürger der Ex-DDR erhielten ihre Freiheit zurück.
SATIRE AN:
1. Tag
Als wir schließlich das Land der tausend Seen erreichten, fürchteten wir bereits, dass dort eine Dürre ausgebrochen sei. Wohin das Auge reichte, sahen wir fast nur vertrocknete Halme – ähnlich wie in Namibia, nur dass diese hier viel dichter standen. Wie kann das nur sein?

Ein Stückchen weiter, sah alles ganz anders aus. Eine riesige Fläche voller Sonnenblumen.

So viele hatten wir noch nie gesehen. Ob die vielleicht für den Wahlkampf der Grünen bestimmt waren? Das erinnerte uns schon wieder an Namibia, denn dort finden in diesem Jahr ja auch Wahlen statt.
Danach fuhren wir durch eine sehr waldreiche Gegend im Müritz Nationalpark. Ständig sahen wir Schilder, die versprachen, daß nun gleich Rehe auf die Fahrbahn kämen – ganz so wie wir das ja bereits von den Springböcken kennen. Doch so sehr wir auch Ausschau hielten, wir konnten kein einziges Reh entdecken. Wir fühlten uns schon wie die Australienfans damals im KTP – außer ein paar Vögel gab es nichts zu sehen.
Gefährliche Tiere gibt es hier ja wohl keine, aber ganz gefährliche Bäume. An einer Stelle waren nämlich Schilder angebracht, die eindringlich davor warnten, dass diese Bäume manchmal plötzlich frontal vor ein vorbeifahrendes Autos springen. Leider konnte ich davon kein Foto mitbringen, weil Rolf hier keinesfalls anhalten wollte, sondern so schnell wie möglich die Gefahrenzone hinter uns bringen wollte.
Nun war es nicht mehr weit bis zu unserer Campsite. Plötzlich war die Teerstraße zu Ende. Vor uns lag ein Stück Schotterstraße von übelstem Wellblech. Das erinnerte uns doch glatt an die Zufahrt nach Twee Revieren, bevor die Pad dorthin geteert wurde. Ach wie gut, dass wir mit einem robusten 4x4 unterwegs waren! So ein zartes PKWchen hätte sich da bestimmt etwas gebrochen. Auch ohne Voranmeldung bekamen wir noch ein richtig nettes Plätzchen am Waldrand, vor uns eine große Wasserstelle. Leider ließ sich auch hier kein Tier sehen. Entschädigt wurden wir allerdings mit einem prächtigen Sonnenuntergang.
Fortsetzung folgt…..
Nachdem es mit dem ersten Thread nicht geklappt hat, versuch ich es noch mal ganz neu.
Dies ist ein Reisebericht, der nur sehr wenig mit Namibia zu tun hat. Daher auch im Off-Topic Bereich. Wie wir wissen, interessieren sich einige Fomis dennoch sehr dafür, die anderen mögens uns verzeihen oder an dieser Stelle einfach aufhören zu lesen.
Wie manche ja bereits wissen, wollten wir am 11. Juli 09 nach Namibia fliegen und dort auf der Farm Eileen heiraten. Leider ist wegen einem Krankheitsfall in der Familie daraus nichts geworden. Zum Glück besserte sich der gesundheitliche Zustand des Familienmitgliedes sehr schnell, doch für Namibia war es bereits zu spät.
Und nun? Die ersten Hochzeitsgeschenke waren bereits eingetrudelt, in meiner und Rolf’s Firma war bekannt, dass wir während des Urlaubs heiraten wollten – und nur deshalb war es möglich, dass wir beide zur selben Zeit 3 Wochen Urlaub nehmen durften. Einfach nur peinlich, wenn wir nun unverheiratet zurück zur Arbeit kommen. Einfach zum Standesamt an meinem Wohnort gehen und uns dort trauen lassen? Nee, war nicht so wirklich unser Ding, es sollte doch etwas ganz Besonderes sein!
Also machten wir uns schon mal schlau, wo und wie man in Deutschland auf außergewöhnliche Art heiraten kann. Leider weder an meinem noch an seinem Wohnort. Vielleicht in Schwindel erregender Höhe auf dem Stuttgarter Fernsehturm, oder gar in einem Rosinenbomber in Berlin? Nee, das passt irgendwie auch nicht zu uns. Aber das hier http://www.trauschmiede.de/index.html hört sich gut an! Eine Zeremonie bei der die 4 Elemente eine wichtige Rolle spielen und bei der wir im wahrsten Sinn des Wortes zusammen geschmiedet werden. Doch das liegt in Mecklenburg-Vorpommern, ein ganz schön weiter Weg für uns und daher nur möglich, falls wir für ein paar Tage wegfahren können.
Das Schicksal meinte es dann doch noch gnädig mit uns. Dienstag Vormittag versicherten uns Patient und Ärztin, dass der erstgenannte für 1 Woche ganz gut ohne uns auskommen kann und wir diese Tage gerne für einen Kurzurlaub nutzen können. Nun glühten die Telefone. Das Standesamt in Anklam sowie die Trauschmiede könnten es für Samstag einrichten, sofern alle notwendigen Papiere bis Donnerstag 10 Uhr im Standesamt Anklam vorliegen. Nun, wir hatten ja bereits für Namibia unsere Papiere vollständig vorliegen, also kein Problem – dachten wir. Denkste, für eine Heirat in Deutschland die nicht am Wohnort eines der Ehepartner stattfinden soll, ist noch einiges mehr nötig. Nun begann ein Marathonlauf, den wir letztendlich durch die unbürokratische Hilfe aller beteiligten Amtspersonen erfolgreich beenden konnten.
Zuerst holte ich am Nachmittag (obwohl da eigentlich geschlossen war) im Heilbronner Rathaus eine beglaubigte Geburtsurkunde ab. Noch am selben abend fuhren wir nach Marburg, um dort am nächsten Tag Rolf’s Geburtsurkunde sowie weitere Papiere für die Trauung in Anklam zu besorgen. Auch das hat wie am Schnürchen geklappt.
Jetzt konnten wir die eigentliche Reise wohlgelaunt antreten. Es soll ja Leute geben, die nach Namibia fliegen um dort nach deutschen Spuren zu suchen. Wir wollten es jetzt mal genau umgekehrt machen. Anstatt mit dem Flieger in ca. 10 Stunden zu der ehemaligen Kolonie in Südwest zu fliegen, fuhren wir mit dem Landy in ebenfalls etwa 10 Stunden in das neue Bundesland ganz in Nordost, um zu schaun ob es dort vielleicht Spuren von Namibia gibt.
Gemeinsamkeiten gibt es ja schon. Während im November 1989 in Namibia die ersten freien Wahlen stattfanden, ist just zur selben Zeit die Berliner Mauer gefallen und die bis dahin von einer fremden Macht unterdrückten Bürger der Ex-DDR erhielten ihre Freiheit zurück.
SATIRE AN:
1. Tag
Als wir schließlich das Land der tausend Seen erreichten, fürchteten wir bereits, dass dort eine Dürre ausgebrochen sei. Wohin das Auge reichte, sahen wir fast nur vertrocknete Halme – ähnlich wie in Namibia, nur dass diese hier viel dichter standen. Wie kann das nur sein?
Ein Stückchen weiter, sah alles ganz anders aus. Eine riesige Fläche voller Sonnenblumen.
So viele hatten wir noch nie gesehen. Ob die vielleicht für den Wahlkampf der Grünen bestimmt waren? Das erinnerte uns schon wieder an Namibia, denn dort finden in diesem Jahr ja auch Wahlen statt.
Danach fuhren wir durch eine sehr waldreiche Gegend im Müritz Nationalpark. Ständig sahen wir Schilder, die versprachen, daß nun gleich Rehe auf die Fahrbahn kämen – ganz so wie wir das ja bereits von den Springböcken kennen. Doch so sehr wir auch Ausschau hielten, wir konnten kein einziges Reh entdecken. Wir fühlten uns schon wie die Australienfans damals im KTP – außer ein paar Vögel gab es nichts zu sehen.
Gefährliche Tiere gibt es hier ja wohl keine, aber ganz gefährliche Bäume. An einer Stelle waren nämlich Schilder angebracht, die eindringlich davor warnten, dass diese Bäume manchmal plötzlich frontal vor ein vorbeifahrendes Autos springen. Leider konnte ich davon kein Foto mitbringen, weil Rolf hier keinesfalls anhalten wollte, sondern so schnell wie möglich die Gefahrenzone hinter uns bringen wollte.
Nun war es nicht mehr weit bis zu unserer Campsite. Plötzlich war die Teerstraße zu Ende. Vor uns lag ein Stück Schotterstraße von übelstem Wellblech. Das erinnerte uns doch glatt an die Zufahrt nach Twee Revieren, bevor die Pad dorthin geteert wurde. Ach wie gut, dass wir mit einem robusten 4x4 unterwegs waren! So ein zartes PKWchen hätte sich da bestimmt etwas gebrochen. Auch ohne Voranmeldung bekamen wir noch ein richtig nettes Plätzchen am Waldrand, vor uns eine große Wasserstelle. Leider ließ sich auch hier kein Tier sehen. Entschädigt wurden wir allerdings mit einem prächtigen Sonnenuntergang.
Fortsetzung folgt…..