Derzeitiges Wetter und Routentips

13 Antworten · 14,6k Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2006 von nikolausa
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ThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #1
Hallo,

wir sind ab dem 27. Januar für zweieinhalb Wochen in Namibia. Jetzt lese ich, es regnet und regnet, Staudämme voll... Hat das Auswirkungen auf unsere Reiseroute:

Windhuek - Swakopmund - Cape Cross - Etosha - Soussusvlei?

Wir haben bisher nur in Windhuek (27.1) und Swakopmund (28. u.
29.1 im Hansa Hotel) sowie Camps in der Etosha-Pfanne (2.2. bis 5. 2)gebucht.

Da wir mit sechsjährigem Kind reisen, wäre ich für spezielle Tipps für weitere Übernachtungen sehr dankbar.

Mein mitreisender Bruder möchte von Namutoni einen Abstecher an den Caprivi machen. Gibt es zu dieser Zeit spezielles zu beachten und wie viele Tage sollte man mindestens veranschlagen? Ich möchte, da ich dort noch nie war, halt unglaublich gerne nach Soussusvlei! Beides wird wohl aber nicht gehen.

Apropos: dieses Forum ist genial! Mein Reiseführer ist vollgekritzelt mit Infos von hier... Und einige Ängste bzgl. Schlangen und Skorpionen haben sich auch relativiert! Habe in 89/90 in Botswana gelebt und nur einmal einen toten Skorpion und seltenst Schlangen gesehen...

Danke schon mal im voraus für eure Infos

Bettina


🙄
ThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #2
Ich persönlich würde mir zu dieser Jahreszeit den Caprivi sparen und lieber in die Wüste fahren. Meiner Meinung nach ist ein Besuch des Soussusvlei die bessere Wahl.

Gruss,
Christian
ThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #3
Also: Erstmal ist sicherlich die Frage, mit was für einem Mietwagen Ihr unterwegs seid. Nach den starken Regenfälle vor allem im Norden und Nordosten ist ein "höheres" Fahrzeug (also ein Condor oder ein Hilux oder Nissan Hardbody oder VW BUS T3) vor Vorteil, da die Pads sicherlich teilweise durch das Wasser ausgespült und/oder sandig sein können, auch haben wir schon durch Baumstämme und Geröll versperrte Strassen zu dieser Zeit erlebt. Es könnte also mit einem "normalen" PKW Probleme ausserhalb asphaltierter Strassen geben, die noch nicht "gegraded" wurden. Ich gehöre- wie Joli wohl auch- zu denjenigen, die morgens gerne wissen, wo sie abends ihr Haupt betten, auch wenn momentan keine High Season ist. Die Unterkünfte in NAM liegen aber teilweise mehrere KM auseinander, so dass Ihr bei einem AUSGEBUCHT schon mal locker noch 30 oder 50 km bis zur nächsten Unterkunft fahren müsst.

Schlangen/Skorpione: Schlangen habe ich bisher nur aus dem Auto gesehen und von ein Skorpion war einmal in einem Nachbarzelt im Okavango Delta. Also-kein Anlass zur Panik. Eher sind Spinnen zu sehen, aber das ist eben die Natur ! 😱

Auf jeden Fall Euch viel Spass in NAM !
ThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #4
Hallo Bettina

Da du ja in Botswana gelebt hast kennst du die Regenzeit. Ich kenne es von Orapa. Also Malaria gefährdet.

Windhuek - Swakopmund - Cape Cross - Etosha - Soussusvlei?

Grundsätzlich ist deine Route zu machen auch in der Regenzeit. Vorsicht ist nur auf den Sandstrassen. DH. Bis Cape Cross und nach Sossusvlei was aber machbar ist mit normalem PKW. AC ist ein Vorteil ! Caprivi ist in der Zeit eher problematisch, 4x4 sowieso angebracht.

Für Etosha ist die Zeit sehr ungünstig da kaum TIERE ZU SEHEN SIND.
Leider... Mit grösserem Auto sieht man , da höher besser.

Da scheinbar schon alles gebucht ist, kannst du die Route schwer ändern.
Ich hätte gesagt WHK-Sossusvlei-Swakop-Cape Cross-Etosha-Whk wäre einfacher.

Namib ist sehr heiss in der Zeit !

Grüsse Georg
ThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #5
Hallo Bettina,
im Nachgang zu Georg kann ich nur vor der Pad von Swakopmund nach Cape Cross warnen: die sieht aus wie geteert, ist aber eine Salzstraße und bei Nässe schweineglatt. Deshalb aufpassen !! Wenn Ihr mit einem Kind unterwegs seid, waäre vielleicht ein Zwischenstopp zwischen Swakopmund Und Etosha ganz sinn voll - z.B. in Omarauru, noch besser Omaruru Game Lodge: unproblematisch auch in der Regenzeit zu fahren, da bis dahin alles Teerpad. Die Lodge ist sehr hübsch angelegt und die Tiere kommen, obwohl wild lebend, bis auf Armlänge an Euch heran, da sie angefüttert werden. Auch Nashörner. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Euer Kind sehr begeistern wird, zumal in Etosha während der Regenzeit mit Großtieren eher weniger gerechnet werden kann. Eine weitere Stationsalternative wäre die Vingerkliplodge - wunderschön gelegen und gutes Essen. Aber bis auf die Vingerklippe ist nicht da viel "los", also für Kinder vielleicht eher langweilig. Von Swakopmund nach Sossusvlei zu fahren, ist eine volle Tagesreise, d.h. Ihr müsstet dann dort 2 Nächte bleiben, um am dritten Tag weiterzufahren - aber wohin von dort aus ??? - Wieder Swakop wäre langweilig; es wäre auch Karibib-Omaruru möglich - aber in der Regenzeit doch etwas unsicher, da alles Sandpad und man weiß nicht, ob man das dann auch an einem Tag schafft. Zudem ist Sossusvlei während der Regenzeit längst nicht so schön, wie in der Trockenzeit, weil der Sand zu schwer ist - die Farbwechsel sind daher nicht so häufig. Ich würde es daher nicht machen - so schade es auch ist. Ihr seid ja nur 2 1/2 Wochen da - genießt den Rundkurs Windhoek - Swakopmund - Erongo o.ä. - Etosha - Windhoek und hebt Euch alles andere für ein anderes Mal auf. Insbesondere den Caprivi; ich weiß ja nicht, wo Dein Bruder da hin will, aber rechne mal locker 2 Tage hin, 2 Tage dort, 2 Tage zurück. Viel Fahrerei für wenig Zeit - und dann noch in der Regenzeit. Wenn Ihr Euch noch etwas ganz besonders Gutes antun wollt, dann macht auf der Rückfahrt von Etosha auf der Okonjima Lodge 2 Tage Station - das ist auch wieder bestimmt etwas für Kinder: Geparden und Leoparden recht nah, viele Vögel direkt am Bungalow, sehr schöne Anlage, Nightdrive, Bushman-Walk ( auch etwas für Kinder !!!), prima Essen.Das wäre dann ein Urlaub, nach dem Ihr Euch alle 10 Finger leckt.
Gruß Joli
ThemenstarterGast14. Jan. 2006 · #6
Von Swakopmund nach Sossusvlei zu fahren, ist eine volle Tagesreise, d.h. Ihr müsstet dann dort 2 Nächte bleiben, um am dritten Tag weiterzufahren - aber wohin von dort aus ??? -
Hallo Joli,
diese Logik verstehe ich nicht...
Wenn ich bspw. Montag vormittag in Richtung Sossusvlei losfahre und am Nachmittag dort ankomme, dann schaut man sich wohl ohnehin am nächsten Morgen recht früh das Vlei an und kann doch dann auch weiterfahren...
So haben wir es zumindest gemacht und so fanden wir es auch gut.
Vielleicht habe ich dich auch mißverstanden...Gruß
ThemenstarterGast14. Jan. 2006 · #7
Hallo Gast

Joli und ich sind da anderer Meinung und nicht so sportlich.
Wenn man morgens früh zum Vlei fährt und dann gleich weiter geht das, aber......Für mich wäre das Stress und kein Genuss.

Morgens zum Vlei, Mittags zurück zur Lodge, ein kühles Bier und Pool, ausruhen und nochmals den wunderschönen Abend auf der Terasse, das möchte ich nicht missen.

Aber wie du sagst es geht.....wenn keine Probleme unterwegs sowieso, die kann man aber nicht voraussehen. Ich brauchte, da ich die Gegend geniesse, von der Lodge bis Swakop zirka 6 Stunden, kann man in der hälfte der Zeit durchbrettern ja.

So hat es bestimmt Joli auch gesehen. Das ist der Stil der älteren Herren
😱 8) 😄

Grüsse Georg
ThemenstarterGast14. Jan. 2006 · #8
Hallo Bettina,
ja - der Georg hat völlig recht: wir "älteren Herren" stehen eben mehr auf Qualität 😄 . Aber mal im Ernst: früh morgens zum Vlei rausfahren, die Düne raufkrabbeln, ein bisschen umherlaufen, auch vielleicht mal beim Dead Vlei vorbeischauen - das kostet sowohl Zeit als auch Kraft, denn es wird verdammt warm dort hinten im Vlei. Vom Vlei bis zum Parkausgang sind es zudem rund 70 km - allein dafür braucht man gut eine Stunde. Wenn Ihr also früh morgens um 6.00 aufbrecht, werdet Ihr bestimmt nicht vor 12.00 zurücksein. Wer dann sofort in´s Auto hechtet, um das nächste Ziel anzusteuern, tut sich und seinen Mitfahrern wirklich keinen Gefallen. Wenn Ihr Euch aber ca. 2 Std. Siesta gönnt, dann kommt Ihr an dem Tag nicht mehr weit - auf jeden Fall nicht bis Swakopmund oder gar Omaruru - denn um 18.30 wirds dunkel. Außerdem: ich finde die Sossusvlei Lodge ist zu teuer, um dort nur zu übernachten. Deshalb mein " 3-Tage-Ansatz" für dieses Ziel.
Gruß Joli
ThemenstarterGast15. Jan. 2006 · #9
Hallo Joli,
es handelt sich in der Tat um zwei verschiedene Reisephilosophien bei uns.
Hinzu kommt, daß wir nicht in einer Lodge , sondern im Sesriem Camp übernachtet haben und da wirst du uns sicher zustimmen, daß es sich hier nicht besonders lohnt, noch zwei weitere Stunden Siesta zu machen. Da ist der Aufenthalt auf der Pad entspannender 😉 .
ThemenstarterGast15. Jan. 2006 · #10
Hallo Bettina,
sehe ich auch so - Du musst Dich auch bestimmt nicht für Deine Entscheidungen entschuldigen oder gar rechtfertigen. Du hast eine Frage gestellt und Du hast Antworten bzw. Ratschläge erhalten. Wenn Du Dich anders entscheidest, ist das völlig in Ordnung - es ist Deine Reise. Weder Georg ( so glaube ich zumindest ganz sicher ) noch ich sind da irgenwie "geknickt", dass Du auf unsere Meinung nicht gehört hast. 😄
Gruß Joli
ThemenstarterGast15. Jan. 2006 · #11
Hallo Bettina

Aber Hallo, so sehe ich das auch wie Joli. Ratschläge mehr nicht, geknickt nein. Wo kämen wir hin wenn alle unsere Ratschläge befolgen und wir dann auf einmal alle am selben Ort zur gleichen Zeit sind und alles ausgebucht ist 😄

Es ist auch so, dass jede Reise, an die gleichen Orte, doch irgendwie anders läuft. ZB habe ich in Etosha immer wieder neue Erfahrungen gemacht, jede auf seine Art ein Erlebnis.

Grüsse Georg
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #12
Hallo Joli, hallo Georg,

war durch schwere Erkältung lange nicht im Forum. Danke für die vielen guten Tipps, werde nach Rückkehr berichten. Morgen in einer Woche geht es los.

"Geknickt" war wohl ein Gast, nicht ich 😉 (Nickname meinerseits: Nikolausa)

Caprivi werden wir nach den Tipps streichen, oder meinen Bruder alleine hinschicken....

Stöbere jetzt noch ein bisschen herum...

Bettina
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #13
Nachtreg:

Kam die Frage auf,welchen Wagen wir haben. VW Sharan!

Bettina
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #14
Hallo Bettina

Sitze hier in Windhoek, schaue aus dem Fenster - und es regnet. Wenn Du mitgucken möchtest:

http://www.namibiaonline.net/webcam_windhoek_namibia.html

Bin selber 5 1/2 Jahre lang durch Afrika getourt, die letzten 2 Jahre mit Baby (ok, da hat sich einiges geändert am Reiseverhalten 🙄 ) und kann nur sagen: geniese Land und Leut so wie Du's antriffst, ergo auch das Wetter.
Ich verbrachte einmal mehrere Wochen in der Etosha in der Regenzeit: TRAUMHAFT!!! Alle reden immer von "Etosha am Ende der Trockenperiode" - wegen der vielen Tiere an den Wasserlöchern. Ich genoß damals die grüne Pracht, das Wasser in der Pfanne - und das kleine Stück Elefantenrücken hinter dem dichten Busch. Etosha in grün ist ein Erlebnis - besonders für die, die's in beige kennen 😉

Fahrt vorsichtig!

Viele Grüße aus Windhoek,
Tom
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