Fahren auf Farmgelände bzw. in NP

9 Antworten · 1'842 Aufrufe · gestartet 28. Juni 2009 von schawitti
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Themenstarter62 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #1
Hallo, ich habe mal ne blöde Frage:
Kann man mit einem Mietwagen (Standard- B o.ä.) auch Rundfahrten auf Farmgelände oder in NP (z.B. Ethosha, Waterberg oder zu den Felsenmalerein des Twelffontaine) machen ? Wie ist das dann i.d.R. mit dem Versicherungsschutz ? Lt. Beschreibung des Vermieters erlischt der Vers.-schutz wenn man die offiziellen Straßen (welche sind das denn?) verlässt, jedoch sind zu Zufahrten zu den Gästefarmen gestattet. Den Vermieter habe ich angefragt, aber bisher leider keine Antwort erhalten.
Es wäre nett, wenn mir dazu jemand etwas sagen könnte.
Gruß
schawitti
21 Beiträge · seit 200828. Juni 2009 · #2
Hallo Scxhawitti,

im Etosha ist das überall eine normal Pad (Schottepiste). Das sind meines erachtens normale Straßen. Diese haben auf der Straßenkarten ein offiziellle Nummer.

Gleiches gilt für Twyfelfontein.

Auf den Farmen werden die Fahrten in Fahrzeugen der Farm durchgeführt. Zumindest kenne ich das so.

Gruß
Jochen
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461 Beiträge · seit 200828. Juni 2009 · #3
Hallo Schawitti

In Namibia kann man überall hin selber fahren. Die Strassen sind Teil des normalen Strassennetzes - absolut kein Problem.
Bei Besuch von Farmen ist man auf Privatgelände; so zB beim Waterberg. Da hat man Zufahrt zu den Unterkünften. Gamedrives sind Teil des Angebotes der Lodge - d.h. man nicht selber rumfahren. ist meistens so.
Öffentliche Orte: Etosha hat ein gutes Strassennetz auf welchem man selber fährt. Man zahlt eine Eintrittsgebühr. Nach Twyfelfontain kann man gut hinfahren, ist auch ausgeschildert. In diesem Fall zahlt man ebenfalls Eintritt und nimmt einen Führer dazu (ist alles zu Fuss).

Ergo: Öffentlich / staatlich; selber fahren ja
Privat; selber fahren in der Regel nein.
Themenstarter62 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #4
Danke für die Info. Dann können wir ja beim Mietwagen etwas sparen ... also nur ein normalen (kleinen) PKW buchen und evt. bei Bedarf bei den Farmen etc. eine Rundfahrt mit denen.
Sind das dann eher private Touren oder müssen wir uns auf größere "Menschenmassen" bei diesen Farmtouren einstellen ? Feste Abfahrtszeiten, "Gruppenzwang" etc. ?
Ist das bei den Lodges und deren angebotene Touren ähnlich ?
Danke für weitere Infos

schawitti
3'491 Beiträge · seit 200628. Juni 2009 · #5
Hallo Schawitti,
zum Glück fragst Du, ob jemand dazu etwas sagen kann - etwas wirklich VERBINDLICHES dazu zu sagen, ist nämlich gar nicht so einfach. Geh´ einfach mal davon aus, dass Du mit Deinem Mietwagen auf allen klassifizierten Straßen fahren darfst - also Straßen und Pads, die einen Buchstaben und eine Nummer haben. Dazu gehören auch entsprechend gekennzeichnete Farmpads wie z.B. P 1234 oder F 5678. Auf dem Farm- oder Lodgegelände selbst wirst Du Dein Auto - bis auf An- und Abfahrt - vermutlich gar nicht benutzen, weil es dafür die vom Gastgeber geführten Gamedrives,Farmdrives oder Naturedrives gibt. Außerdem wäre es dem Gastgeber bestimmt nicht recht, wenn jeder Gast da durch sein Gelände kurvt. In Etosha gibt es zunächst einmal eine hochoffizielle Pad - die C 38 - und von ihr abgehend die ausgeschilderten und allgemeinzugänglichen Safari-Wege. Auch wenn letztere nicht offiziell klassifiziert sind - zumindest habe ich so etwas noch nicht gehört - darfst Du die ohne Angst um Deinen Versicherungsschutz benutzen. Bei Kollisionen mit Tieren allerdings wird es Probleme geben, weil das Risiko "Tierunfall" m.W. vom Versicherungsschutz generell ausgeschlossen ist - auch auf den o.a. klassifizierten Wegen. Ein Sonderfall sind die in den Straßenkarten ausgewiesenen Allrad-Strecken. Auch wenn die offiziell klassifiziert sind, z.B. die D 3707, so geht deren Benutzung mit einem 2x4-Fahrzeug generell auf eigenes Risiko - mal abgesehen von dem Umstand, dass viele Schäden z.B. am Unterboden, an Verglasung oder Reifen generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Nur der Vollständigkeit halber: schließlich und endlich kommt es dann immer noch darauf an, wo Du Dein Auto gebucht/gemietet hast: bei einem deutschen Veranstalter kann es sein, dass deutsches ( im Regelfall umfassenderes )Versicherungsrecht gilt. Mietest Du Dein Auto in Südafrika, kann sich der Versicherungsschutz mit dem Grenzübertritt verändern - vor allem hinsichtlich der Selbstbeteiligung. Ich rate zu einer gewissen fatalistischen Grundhaltung: eigentlich weiß man nie wirklich genau, was versichert ist - also fahre so, als wäre das Auto unversichert. Dazu ein Trost: die namibischen Autovermieter sind nach unserer Erfahrung längst nicht so kleinlich, wie wir es aus Deutschland kennen.
Gruß Joli
Themenstarter62 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #6
Danke für diese sehr ausführliche Antwort !
Dieses Versicherungskauderwelch ist manchmal wirklich nicht so einfach zu durchschauen.Wir werden unseren Wagen (voraussichtlich) in Deutschland buchen, Reifen-und Glasschäden sind lt. Angebot o. SB mitversichert. Wildschaden weiss ich grad nicht, aber wir werden ja auch nicht in der Dämmerung oder Dunkelheit in den Gameparks fahren wollen.Und natürlich immer schön vorsichtig 😉
Wie gesagt, dann werden wir jetzt doch die kleinere Variante nehmen, reichlich sparen ... und das Geld dann für die ein oder andere geführte Tour ausgeben.
Wie sind eure Erfahrungen mit den geführten Touren der Lodges und Gästefarmen ? Ich weiss, es gehört zwar nicht in diese Rubrik, aber vielleicht antwortet ja doch jemand... Sind es wie oben ausgeführt eher privattouren, bei denen man also z.B. Startzeit (nachmittag oder vormittag), Fotostops etc. sozusagen selber aushandeln kann ?

Grüße
schawitti
147 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #7
Hallo,

die Gamedrives im Etosha sind zu bestimmen Zeiten Morningdrive-Afternoondrive und Nightdrive. Auf die Fahrzeuge passen schon so an die 15 Personen.
Leider sind die Fahrten für meinen Geschmack ziemlich teuer ich glaube um die 50€.
Im Etosha kannst du von Sonnenaufgang bis kurz nach Sonnenutergang die frei im Park bewegen. Vorher und nachher eben nur mit den Gamedrives. Die dauern aber an die drei Stunden.
Für den Etosha ist kein Geländewagen nötig.

mike
1'455 Beiträge · seit 200628. Juni 2009 · #8
Hallo Schawitti,
das mit den Farmtouren hab ich meistens als sehr gut empfunden. Kommt aber natürlich auch auf den Einzelfall an. In der Hochsaison sind es meistens feste Zeiten udn mehr Mitfahrer. Wenn weniger los ist, kannst Du aber oft was organisieren.
Nett fragen, da erlebt man auch Wunder.

Ich habe mal in der Kalahari Samstag nachmittag einen Gamedrive/Farmrundfahrt mit Sundowner gemacht udn beim Abendessen gefragt, ob wir am nächsten Morgen für den Sonnenaufgang zu Fuß in die Dünen können. Aufgrund aggressiver Strauße (!) wurde uns abgeraten, aber gleichzeitig eien fahrt ageboten. Also Sonntag früh um 5 Uhr (Sonntags: daran hab ich gar nicht gedacht!) los, angehalten, wo immer ich wollte, nach 3 Stundne zurück. Und die haben sich noh gewehrt, sich die Extratour bezahlen zu lassen!!!

LG Jens
Themenstarter62 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #9
wow, da hast Du aber Glück gehabt... genauso wünsche ich mir das. Leider sind wir (größtenteils) in den Ferien unterwegs, da wird´s vermutlich voller und damit unflexibler (und vermutlich auch teurer).
Trotzdem - die Vorfreude ist groß und nach den Einträgen der Vorredner sind wir entschlossen, die Reise mit dem "Kleinwagen" zu machen und überwiegend die Angebote der Lodges usw. zu nutzen.
gruß
schawitti
40 Beiträge · seit 200728. Juni 2009 · #10
Ein Kleinwagen reicht völlig aus, wenn Ihr auf den "normalen" touristischen Strecken unterwegs seid.
Der Kleinwagen, bzw. die normale Limousine, ist in kritischen Momenten auf den Schotterpisten sogar noch sicherer als die 4x4-Fahrzeuge mit ihren hohen Schwerpunkten.

Je kleiner die Lodge, bzw. Farm, desto flexibler die Farmdrive-Zeiten.
Allerdings sollte man auf die Zeiten, in denen die Tiere unterwegs sind, achten.
Nach dem zigsten Farmdrive würde ich auch mal nach den Tieren fragen, die auf der Farm rumlungern, sonst wird es irgendwann mal langweilig.
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