Kochen oder relaxen??

23 Antworten · 4'386 Aufrufe · gestartet 23. Juni 2009 von Giraffen
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Themenstarter78 Beiträge · seit 200923. Juni 2009 · #1
Liebe Fomis

Ich habe im Reisebericht von australienfan gelesen, dass sie kaum gekocht haben und sogar häufig auf Stuhl und Tisch verzichtet hat.

Schon vorher habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie man den "Alltagskram", also Kochen, Abwaschen, Aufräumen, Körperpflege managt und gleichzeitig früh los geht, oder wenn man am Nachmittag noch eine Tour auf einer Lodge macht oder im Etosha bis zum Einnachten unterwegs ist. Insbesondere da wir mit Kids und Dachzelten unterwegs sind.

Einerseits reizt es uns, möglichst ohne Aufwand zu reisen, andererseits freuen wir uns auch auf ein Feuer, und so.

Wie habt ihr das so gemacht?

Grüsse von den Giraffen
259 Beiträge · seit 200723. Juni 2009 · #2
Hi ihr Giraffen,

also für uns gehört der "Alltagskram" genau so zum Urlaub!
Ich freue mich schon auf das allabendliche Lagerfeuer, auf's Braai, auf das obligatorische Windhoek Lager, auf die Sonnenuntergänge und könnte mir so ein Urlaub wie Australienfan ihn beschreibt nicht vorstellen! (Viele Abende im Auto sitzen , Emails checken, und Wurst/Käsbrot essen) Ebenfalls werde ich versuchen meine Eindrücke zu Papier bringen, aber ein minütliches Logbuch kann es nicht geben, weil ich die Uhr wegräumen werde, es ist schließlich Urlaub! Der Abwasch kann auch unterhalten sein, wenn man ihn z.B. gemeinsam mit den Kindern macht. Auch muß man, vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist, nicht jeden Tag vor Sonnenaufgang aufstehen losfahren, da plant man eine Reise einfach gemütlich.

Grüße aus Ludwigsburg

Jochen Kubik

P.S.: In 6 Wochen geht's los 🤩 🤪 🤩
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zuletzt bearbeitet 24. Juni 2009
39 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #3
Hallo aus Namibia!

Na, auf die Antworten auf diese Frage bin ich auch mal gespannt - wenn ich so manche Tourenplanung oder Routenvorschläge sehe, frage ich mich auch wie die Leute das machen?!

Feuer anmachen und Kartoffel schälen braucht halt so seine Zeit. Genauso wie abwaschen, duschen und rasieren. Habe aber jetzt hier gelesen, das einige bei Sonnenaufgang trotz Urlaub loslegen... (stichel)

Also wir sehen so zu, daß wir bis spätestens 1600 Ortszeit im Camp sind. Das reicht uns für Trailer aufbauen, bei Tageslicht zu duschen und Essen vorbereiten. Evtl. hat man auch noch etwas Tageslicht-Reserve, wenn man umdisponieren muß. Feuer gibt es so bei Sonnenuntergang. Abwasch dann morgens nach dem ersten Kaffee. Ich denke spätestens am dritten Tag habt ihr etwas Routine beim Camp auf- u. abbau. Wir reisen mit Off-Road Campingtrailer und benötigen mit zwei Erwachsen zum kompl. Lagerbau (auf/ab) so zw. 45 u. 50 Min. Ihr solltet ähnlich liegen.

LG, Jens
259 Beiträge · seit 200724. Juni 2009 · #4
Hi Jens,
meinst Du so _richtigen_ Kaffee? Dafür hast Du Zeit???? Du mußt doch auf die Pad, da kann man doch kein Kaffee kochen!


😄
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435 Beiträge · seit 200724. Juni 2009 · #5
Wie wäre es den Thread auf

Kochen & Relaxen

umzubenennen?

Ich verstehe hier immer, das viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, die alltäglichen Dinge zeitlich zu koordinieren.
Warum ist das im Vorfeld einer Reise so?
Etwa, weil ein Teilnehmer schreibt, er überlegt auf der Strecke von da nach dort, auf der Wellblechpiste, ob er nun besser 15km oder besser 17km schnell fährt...
oder der andere Neue, der alles ungewöhnliche mit seiner ebenso neuen Kamera ablichten will/muss, um dann völlig aus dem Zeitfenster zu kommen...
Wie machen es die "Neulinge" denn zuhause?
Alles läuft so nebenbei, nur das Wichtige zählt!
Und das ist nun mal individuell.

Meine ich so.

😉 LG
0
39 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #6
Hallo nochmal,

ich MUSS nicht auf Patt, ich hab Urlaub! Wenn man länger hier im Land lebt stellt man fest, daß die meißten Elefanten den Rüssel auch noch mitten Gesicht tragen, wenn man den Kaffee in Ruhe ausgetrunken hat.
Außerdem brauche ich meinen Morgenkaffee um mich abzuregen, da ich mich vorher über Campnachbarn aufgeregt habe, die um 0530 beginnen herumzukramen!
Ich kann mir nix in Namibia vorstellen, daß nicht um 0930 genauso da ist wie um 0700.
Einzige Ausnahme: Tiefsandpassagen (z.B. Kaudom) gehen früh morgens natürlich besser!

LG, Jens
5'479 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #7
Es gibt diverse Gründe, in Afrika sehr früh den Tag beginnen zu lassen. Zum einen hat man (vor allem in der heißen Jahreszeit) wesentlich bessere Möglichkeiten der Tierbeobachtung und zum anderen ist das Licht viel besser zum fotografieren.

Für mich ist das frühe Aufstehen auch keine Selbstkasteiung. Sowie ich mit dem Zelt unterwegs bin, stellt sich mein persönlicher Lebensrythmus sofort auf den natürlichen Tag-/Nacht Ablauf ein. Ich brauche mir dann keinen Wecker zu stellen um früh aufzustehen. Sowie die erste schwache Dämmerung beginnt bin ich wach. Umgekehrt bin ich auch schon zwei Stunden nach Sonnenuntergang müde und gehe zu Bett. Ich halte es in der Natur für falsch, sich von Uhrzeiten leiten zu lassen, die (nur) in der Zivilisation Bedeutung haben.

Zu den Abläufen:
Bleiben wir am Standort und gehen nur auf Gamedrive, fahren wir nach kurzer Katzenwäsche im ersten Büchsenlicht los. Gegen den kleinen Hunger am Morgen findet sich unterwegs immer etwas im Kühlschrank. Am späten Vormittag gibt's dann das eigentliche Frühstück (Brunch). Abends wird dann nach Sonnenuntergang am/auf dem Feuer gekocht und bald darauf gehts zu Bett.

Gehen wir auf Etappe, wird halt morgens sehr früh ausgiebig gefrühstückt. Tagsüber Versorgung aus dem Kühlschrank und abends wie gehabt.

Die Verrichtungen des Alltags gehören für mich zum Urlaub mit dazu. Sie sind Bestandteil und unter Urlaubsbedingungen oft ganz anders als zuhause. Gerade ein leckeres Abendessen finde ich als krönenden Abschuss des Tages sehr wichtig.

Damit jeder auch ausgiebig Zeit zum relaxen hat, haben meine Frau und ich, die alltäglichen Arbeiten aufgeteilt. So bin ich fürs Kochen, Einkaufen und packen zuständig und sie fürs Zelt und den Abwasch. Dann gibt's auch keine Mißstimmung, wenn der eine liest, während der andere arbeitet.
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3'175 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #8
Der Morgen in der Natur ist fuer mich einfach die TOLLSTE Zeit des Tages, that's IT 😉
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Gast24. Juni 2009 · #9
moin,

bei mir laufen Safari-Tage immer so ab:
Aufstehen beim 1.Licht. Kaffee o.ä. evtl. Biltong etc. dann Game-Drive bis gegen 11h. Dann relaxen bis 15h mit kaltem Essen und Getränken (Savannahj, Bier o.ä.
Bei Einbruch der Dämmerung zurück ins Camp.
Feuermachen, Abendessen: Fleisch, nicht vom Grill(weil zu schade) sondern aus der Pfanne (Gusseisen) dazu Salate aus Konserven-Gemüse.
Gegen 22h Ruhe im Camp.

Gruss Gernot
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2009
781 Beiträge · seit 200724. Juni 2009 · #10
Gottseidank sind die Leute ja unterschiedlich gestrickt, sonst wären ja alle zur selben Zeit am selben Ort... 😉

Jens, ich verstehe Dich! Für uns ist das frühe Aufstehen in der Arbeitswoche jeden Morgen das schiere Grauen - uns beiden fiele es daher nicht im Traum ein, im URLAUB einen WECKER zu stellen (außer mal am Sossusvlei - ich war den ganzen Vormittag nicht zu gebrauchen). 😮 So werden wir auf Namibias Campingplätzen leider auch immer von den unverbesserlichen Frühaufstehern geweckt (leise scheint das nicht zu gehen), schlafen dann aber beruhigt weiter, bis uns unser Biorhythmus (oder die Blase) zum Aufstehen drängt (also je nach Jahreszeit so zwischen 8 und 9). Und da wir sonst nie die Zeit für ein ausgedehntes Frühstück haben, zelebrieren wir das dann auch noch (mit Müsli und Obstsalat, Tee und Saft, Toastbrot und Eiern, Rauchfleich, Käse, Marmelade, Nutella...). Nach dem Abwasch und dem Packen des Campers sind wir dann so gegen 10.30-11.00 startklar für einen wunderbaren Urlaubstag. 🙂

Gruß,
Antje
3'766 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #11
Hallo,

das kochen finde ich persönlich sehr relaxend vor allem Abends, gemütlich 2-3 Gin Tonic trinken bis meine Frau gekocht hat was gibt es entspannenderes 😄

Nein im Ernst, der Koch bin ich und ich geniesse dies auch sehr, im Urlaub mal Zeit zu haben und was schönes zuzubereiten macht mir persönlich spass.

Im Urlaub egal wo auf der Welt resetet sich mein Biorythmus und ich geniese es so ab 06:00 aufzuwachen (geht auch leise) einen Kaffe zu trinken und mich vom Tag überraschen zu lassen.

Die eigentliche Siesta ist dann so zwischen 13:00 und 15:00 mit leichter Nahrung wie Savanna Light o.ä.

Abends wenn die Sonne noch einen Finger breit über dem Horizont steht wird dann gebrutzelt und spät in der Nacht gegen 21:00 fallen mir so wie so die Augen zu.

Ich empfinde gerade auch das verrichten von alltäglichen Dingen wie Kochen und abwaschen im Afrikaurlaub keinesfalls als Stress.

Gruss VA
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982 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #12
Wie Antje es schon geschrieben hat: glücklicherweise sind wir alle unterschiedlich.

So unterschiedlich wie wir sind, sind auch die Urlaubsziele/ansprüche. Wenn Du fotografieren willst, wirst du um ein frühes Aufstehen nicht umhinkommen, denn die meisten Tiere findest du halt Morgens und Abends an den Wasserlöchern. Natürlich sind auch welche da, wenn du tagsüber an den Wasserlöchern Halt machst, aber dann nicht so viele. Es wird schwieriger, ab 10.30h (im September) wirklich gute Fotos zu bekommen, denn die Sonne steht so hoch und es gibt sehr harte Schatten, dass die Kameras oftmals schlicht überfordert sind, die beste Belichtung zu messen. Entweder werden die Schatten zu dunkel oder der Rest zu hell 🙂
Das mag bei einigen Motiven gewollt sein, aber meistens nur bei den wenigsten.

Früh aufstehen ist in der Sossusvlei obligatorisch, wenn du eine Düne besteigen willst. Der Sand und die Luft heizen sich sehr (!) schnell nach dem Sonnenaufgang auf. In der Mittagszeit eine Düne zu besteigen ist schon etwas für Hartgesottene mit einem sehr robusten Kreislauf. Dazu kommt wieder der Fotoaspekt. Die wirklich tolle Plastizität und die geschwungenen Linien der Sossusvlei verschwinden zu einem Einheitsbrei, wenn die Sonne zu hoch steht.



Bei unseren Tierbeobachtungstouren haben wir es so gehalten, dass wir uns einen Wecker gestellt haben und meistens kurz vor Öffnung des Gates das Zelt eingeklappt haben. Dann ging es bis um 10h auf Pirsch und danach gab es im Camp ein Frühstück, Morgentoilette und Siesta oder es ging dann gemütlich wieder los. Auf Pirsch ging es dann wieder ab 16h bis kurz vor dem Sonnenuntergang. Ab 18h/18.30h ist im September Schicht und die Gates werden geschlossen. Dann hast du genug Zeit für eine notwendige Dusche, Feuer und Essen bereiten.

Ich weiß es nicht, wie es den anderen ging, aber irgendwie bin ich spätestens 21.30h derart müde, dass ich freiwillig ins Dachzelt husche. 🙂


Grüße,

Holger
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zuletzt bearbeitet 24. Juni 2009
39 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #13
Hey, Paulimann,

das nenne ich Urlaub! Solltet Ihr jemals keine Lust haben, in Namibia allein zu reisen...

Wenn ich das mit dem Sossusvlei so höre, dann hatten wir ja richtiges Glück, daß die hier im land so überaus belie(ei)bten NWR-Mitarbeiter uns mit den Hunden im Auto gar nicht reingelassen haben. Da waren wir nämlich erst um 1030 Uhr.

LG, Jens
5'479 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #14
Wenn man erst um 11:00Uhr loskommt hat man ja 40% des nutzbaren Tages verpasst. Dafür ist mir ein Afrikaurlaub zu schade. Wenns mir nur ums Relaxen und das Ausschlafen im Gegensatz zum Arbeitsalltag geht, kann ich dies in Europa besser und kostengünstiger.

Mich stören im Camp nicht die Frühaufsteher, sondern diejenigen die Abends keine Ruhe geben. Mit steigendem Alkoholkonsum wird das mit fortschreitender Stunde sogar immer schlimmer.
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1'455 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #15
Wer mit oder ohne Zelt schläft und sich an den Tag-Nacht-Rythmus angleicht hat am Meisten vom Tag. Ich gehe abends relativ früh ins Bett und wache beim ersten Licht auf, da ich meist nur im Schlafsack liege.
Wie aufwändig die Mahlzeiten ausfallen, hängt vom Tagesplan ab.
- Kaffee und Rusks wenn es schnell gehen soll (lange Etappe/Gamedrive/...)
- Mittags Reste vom Vortag als Salat, Brote,...
- Abends was warmes ganz gemütlich, Glas Wein dazu, Sundowner, den Tag Revue passieren lassen,...

Ich stehe in NAM deutlich lieber früh auf, als wenn ich hier ins Büro muss.

Was mich wirklich nervt, hat Topobär schon angemerkt.
Auf größeren Campsites Horden von Säufern/Störern. Glücklicherweise schlafe ich dort selten...

Da aber hier im Forum viele sind, die meiner Ansicht nach WAHNSINNIGE Tagesetappen fahren, wird die Zeit für Frühstück und Abendessen natürlich eng.
Aber: Jeder soll machen, was er für richtig hält😃

LG Jens
3'766 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #16
Jens_Dietzel schrieb:
Auf größeren Campsites Horden von Säufern/Störern.

LG Jens
Hmmmm...

müsste es nicht Herden von Störern heissen, wird aus denen nicht Kaviar gemacht?

Wusst ich's doch das mir noch ein paar Spezies Rara fehlen 😄

Gruss VA
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1'455 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #17
Virus Africanum schrieb:
Jens_Dietzel schrieb:
Auf größeren Campsites Horden von Säufern/Störern.

LG Jens
Hmmmm...

müsste es nicht Herden von Störern heissen, wird aus denen nicht Kaviar gemacht?

Wusst ich's doch das mir noch ein paar Spezies Rara fehlen 😄

Gruss VA
Lieber Kurt,

Herden sind Vierbeiner auch wenn sich mancher Zweibeiner so verhält😊

Und der Plural von Stör? Muß ich auch passen, wie wäre es mit Stör-Schwarm😐
LG Jens
3'175 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #18
wo gibts denn Stör in Namibia???

ist mir bis jetzt irgendwie entgangen 😉
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
5'479 Beiträge · seit 200924. Juni 2009 · #19
Jens_Dietzel schrieb:
Ich stehe in NAM deutlich lieber früh auf, als wenn ich hier ins Büro muss.

DITO!
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zuletzt bearbeitet 24. Juni 2009
3'766 Beiträge · seit 200624. Juni 2009 · #20
Joerg schrieb:
wo gibts denn Stör in Namibia???

ist mir bis jetzt irgendwie entgangen 😉
Tja das liegt daran das du auch noch nie Kalahariseepferdchen gesehen hast, und wo du campst es vermutlich auch keine Stör(er) hat 😛

Gruss VA
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