Namibia Ersttäter - Routenplanung mit 3 Kindern

7 Antworten · 288 Aufrufe · gestartet 17. Aug. 2026 von EvaMare
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Themenstarter2 Beiträge · seit 202617. Aug. 2026 · #1
Liebe Forumsgemeinde,

Mein Mann und ich haben den Entschluss gefasst im August 2027 mit unseren 3 Kindern (dann 7/7/10) Namibia zu bereisen.
Wir sind reiseerfahren, auch die Kinder waren bereits mehrfach auf Rundreisen dabei. In Afrika waren wir als Familie bisher nur in Südafrika unterwegs und ich selbst vor den Kindern im Rahmen von organisierten Reisen in Kenya und Botswana (incl. Caprivi Strip). 

Nun ist die Wahl erneut auf Afrika, genauer gesagt Namibia, gefallen, uns begeistern die Leere, Landschaft und natürlich auch Tiere. Die Kinder vor allem Tiere, Baden und Erkunden. Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit Namibia auseinander gesetzt, und mich an einer Route versucht. Als Planungshilfe habe ich die Einsteigertour hier aus dem Forum genommen, sowie diverse Reiseberichte. 
Wir wollen in Lodges/Hotels/Farmhouses übernachten, u.a. mit Selbstverpflegung.

Mietwagen hab ich hier im Forum eindeutig die Empfehlung hin zu einer lokalen Vermietung vernommen. Primär wegen der besseren Ausstattung für die Strassen Namibias. (2. Reifen, generell Offroad Reifen, größerer Tank, Wagenheber etc.). Da wir jedoch keinerlei wirklichen Offroad Fahrten planen hadern wir doch noch etwas mit den 1300€ Aufpreis. 
Check24 liegt bei ca. 2000€ mit Premium Schutz  (Toyota Fortuner 4x4), zu 3300€ bei Namibia2Go. Der Hilux Double Cab liegt jeweils bei einigen hundert Euro mehr. Savannah und Asos liegen preislich etwas unter Namibia2Go.

Von der Dauer sollen die 21 Tage nicht überschritten werden. Wenn möglich incl. Abflug und Ankunftstag in Deutschland.

Unterkünfte habe ich viele hier aus den Reiseberichten übernommen, bin aber noch offen für Vorschläge. Wichtig ist uns, dass wir i.d.R. eine Unterkunft/Zimmer/Zelt/Bungalow für alle 5 haben, was leider nicht überall möglich ist. Einige hatte ich bereits angeschrieben, die das teilweise auch für das 4 Bett Zimmer in Aussicht gestellt haben.

Die Route soll grob folgendermaßen verlaufen:

Windhoek - Sesriem - Swakopmund - Damaraland - Etosha - Windhoek

Windhoek (1 Nacht) - Mietwagenübernahme; Übernachtung offen jedoch maximal 1h Fahrt (evtl. Krumhuk oder Arrebusch)
Zwischenübernachtung (z.B.: Namiobgrens oder Alternativ 2N Kalahari??; Gondwana Anib / Bagatelle)
Sesriem/Sossusvlei (2 Nächte) -  Übernachtung Desert Quiver Camp
Swakopmund (3 Nächte) - Übernachtung Stiltz oder Meikes Guesthouse - little 5 Tour, sowie irgendwas auf dem Wasser
Damaraland (2-3 Nächte) - Übernachtungsoptionen: Ai Aiba / Madisa / Spitzkoppe Tented Camp / Twyfelfontein Adventure Camp (5P) / Omandumba)
Zwischenübernachtung auf dem Weg zum Etosha Süd Gate?
Etosha (5 Nächte) - 1x Okaukuejo; 2xHalali, 2x Mushara
Okonjima (1 Nacht)
Nähe Windhoek (1 Nacht)


Speziell zwischen Windhoek und Sesriem und zwischen Swakopmund und Etosha tue ich mich sehr schwer. 
Wir sind unschlüssig ob die Fahrt ohne Zwischenübernachtung an einem Tag empfehlenswert ist. Und wenn man ohnehin ne Übernachtung braucht, dann besser doch gleich die Kalahari mit in die Route aufnehmen? Über die Kalahari hat man denke ich auch einen höheren Stundenschnitt aufgrund der besser ausgebauten Strassen auf einem Großteil der Route.

Der nächste noch sehr fragliche Teil kommt nach Swakopmund. 
Spitzkoppe, Ai Aiba und San Living Museum, oder doch auch noch die Ecke mit Twyfelfontein. Was doppelt sich? Wie viel Zeit sollte man sich nehmen?
Den Abstecher zum Cape Cross machen oder nicht?


Für freuen uns über jeden Hinweis und Tipp für unsere weitere Planung. Bisher ist nichts gebucht und wir sind noch flexibel. Starten wollen Mitte August 2027. Wenn möglich würde ich alles selbst buchen, sobald die Route steht werde ich aber auch nochmal über ein Reisebüro ein Pauschalangebot einholen mit meiner Route plus Unterkünften.

Danke für Eure Hilfe
Eva

zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2026
1'818 Beiträge · seit 200817. Aug. 2026 · #2
Hallo Eva,

erst mal herzlich willkommen!

Man sieht, dass du dir schon etliche Gedanken gemacht hast und die Route sieht nicht schlecht aus.

Dennoch einige Anmerkungen:

Ich habe früher auch immer bei namibischen Vermietern gebucht, buche aber seit Jahren bei billiger Mietwagen und co. Auf deiner Route brauchst du eigentlich keinen 2. Ersatzreifen. Wagenheber ist überall dabei, aber prüfen, ob es der richtige ist. Der hauptsächliche Nachteil bei den Internationalen ist, dass du keinen Kühlschrank erhalten kannst, jedenfalls soweit mir bekannt ist. Vorteil ist dagegen außer dem Preis, dass du umfassende Versicherungen wählen kannst, was zumindest meiner Vollkaskomentalität mehr entgegenkommt. Ich habe bei Dertour dieses Jahr im September für Fortuner, allerdings 2x4 , weniger als 1200€ für 22 Tage bezahlt. 2x4 reicht auch für eure Route. Ihr solltet nur darauf achten, dass die hinteren Klappsitze ausgebaut sind, sonst könnte es mit dem Gepäck knapp werden.

Bezüglich des Kühlschranks nehmen wir immer so ne faltbare Kühltasche mit und lassen in den Lodges  4 halbliterflaschen Wasser einfrieren und nutzen die als Kühlakkus.

Zur Route:

Zwischen WDH und Sossousvlei brauchst du keine Zwischenübernachtung. Ich würde dennoch die Kalahari einbauen. Aber vergiss nicht: in Namibia kommt es nicht auf den stundenschnitt an. Der Weg ist das Ziel.

Mein Vorschlag:

1 N WDH

2 N Kalahari, z.B. Jansen oder Anib

2 N Sossousvlei

3 N Swakop

2 N Erongo, Omandumba o.ä. 

5 N Etosha, wobei ich eher Okaukuejo 2 N und Halali 1 N machen würde. Das Wasserloch in Halali ist einen ordentlichen Fußmarsch von den Bungalows entfernt. Mit 7 jährigen stelle ich mir das eher beschwerlich vor, vor allem, wenn man mehrmals hinläuft, weil nix los ist. Und ich werfe noch mindestens 1 Nacht vor dem  Anderson Gate in den Ring. Die Camps im Park sind wahrlich nicht der Renner.

Dann bleiben noch 4-5 Tage. Okonjima ist halt sehr teuer, wie wäre es mit 2 Tagen Frans Indongo?

Oder nochmal irgendwo  1 Nacht verlängern, um mal durchzuschnaufen.

Viel Spaß beim Planen 

Boris 


33,1k Beiträge · seit 200617. Aug. 2026 · #3
Hi Eva,

nur eine Anregung zum Nachdenken. 5 Nächte Etosha bedeutet 5 Tage im Auto sitzen. Man kann in Etosha mit 3-4 Ausnahmen norgendwo aussteigen. Meine Kinder (jetzt 10 und 13) labgweilen sich nach einem halbten Tag Tiere gucken aus dem Auto in Etosha. Natürlich könnt ihr mal einen halben Tag am Pool verbringen oder so, aber wirklich gemütlich und schön sind die Unterkünfte IN Etosha eben auch nicht.

Mir fehlen in Eurer Unterkunftsplanung vor allem Gästefarmen, für die Namibia bekannt isr und die vor allem auch bei Kindern sehr beliebt sind. Da würde z. B. Vreugde als Alternative zu Okaukuejo für 2 Nächte sinnvoll sein. Aber es gibt natürlich noch mehr Gästefarmen auf Euren Routen.


Viele Grüße

Christian

Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
26 Beiträge · seit 201717. Aug. 2026 · #4
Hallo Eva, 
wir haben mit einer gemischten Camping/Lodge Tour mit unseren Dreien (11, 13 und 15 ) die schönsten Erlebnisse gehabt. Ein bischen Abenteuer  und Lagerfeuerromantik auf den Campgrounds und dann wieder  Verwöhntage am Pool in einer Lodge sind in der Gesamtrechnung und vom Erlebniswert nicht zu unterschätzen.  In Halali ist der  Campgrund auch  wesentlich dichter am Wasserloch.
Im Budget geht es gut auf und die Action beim Dachzelten ist ein gute Abwechselung zum Autositzen.  

Unser Favorit für den Mietwagen ist immer ein lokaler Anbieter.  Eine kleiner Batterieschaden in Etosha war nach 6 Stunden  behoben. Die Anbieter sind dort super vernetzt. 

Beste Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Planung.

Vosta

  
 
Themenstarter2 Beiträge · seit 202617. Aug. 2026 · #5
Herzlichen Dank für Eure schnellen und informativen Antworten und die neuen Denkanstöße.

@ Boris:
Vielen dank für Deine Einschätzung zum Mietwagen. Wenn Camping (Dachzelt) weiterhin nicht in Frage kommt, dann werden wie hier vielleicht doch auch die Internationalen wieder ins Rennen bringen.
Welche Route schlägst Du von WDH nach Sesriem vor? Also für den Fall ohne Kalahari?

Okonjima ist meiner Faszination für Großkatzen, speziell Leoparden geschuldet. Falls es Alternativen gibt, baue ich das gerne ein bzw. um.

@ Christian:
Danke für diesen Hinweis. Das wäre in der Tat nichts für die Kinder.
Meine Vorstellung (vermutlich der Botswana Erfahrung geschuldet) war immer ein Morgen und ein Abend Game Drive mit gut 2h und dazwischen Essen, Pool, Faulenzen.
Deshalb auch der Wunsch im Park zu übernachten, um den Tagesrand jeweils maximal ausnutzen zu können. 
Oder unterliege ich hier falschen Vorstellungen, was Distanzen und den Park an sich angeht?
Bis auf 1-2 mal ist geplant, die Pirschfahrten selbst zu machen.

Gästefarmen schaue ich mir nochmal detaillierter an. Vreugde ist auf jeden Fall ein guter Tipp.
Einige hatte ich verworfen, weil uns entweder das Zimmer selbst nicht zusagte, oder aber die Farm selbst. 
Ich habe immer gerne etwas freistehendes mit eigener Terrasse und im idealfall mit Ausblick.


@ Vosta:
Zelten bzw. WoMo kennen wir zwar aus USA und Europa, in Namibia hatten wir es jedoch (vielleicht zu vorschnell) verworfen wegen der Jahreszeit, aber vor allem aufgrund des Platzes im Fahrzeug.
Sieht man sich Fotos von Hilux an, ist der Kofferraum eigentlich schon fast mit dem Equipment gefüllt, und das private Gepäck sowie Vorräte würden on top kommen.
Falls wir dies komplett falsch einschätzen freu ich mich über anderslautende Meinungen, da ich mir die Kombi auch sehr reizvoll und abwechslungsreich vorstelle.
Und die Urlaubskasse würde zudem geschont werden.


Falls noch jemand was zu Damaraland, und inwiefern sich die einzelnen Bereiche dort unterscheiden oder doppeln sagen könnte würde ich mich sehr freuen.

Danke
Eva
1'818 Beiträge · seit 200817. Aug. 2026 · #6
Hi,

auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.

Grüßle Boris

33,1k Beiträge · seit 200617. Aug. 2026 · #7
boris schrieb:Hi,

auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.

Grüßle Boris

Beides, zwei e und zwei o :-) Gebaut von Herrn Spreeth, Hoogte ist die Höhe in Afrikaans.

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7'297 Beiträge · seit 200617. Aug. 2026 · #8
boris schrieb:

auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.

Drei "e" und zwei "o".

Ich würde über den Kupferberg-Pass fahren.  Da geht der Asphalt nach ca. 25 km in Piste über und man hat gleich das Gefühl, in Afrika zu sein und es ist kaum Verkehr. Es gibt dann eine Abzweigung nach Süden und man fährt über Namibgrens zum Spreetshoogte.


Gruß

Wolfgang

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