kann man die Tiere nur im den Nationalparks sehen? Ich möchte im Januar (inzwischen ja erfahren, dass es eine sehr grüne Zeit istB) ) Tiere foto- grafieren, gibt es vielleicht so was wie eine Top-Ten-Liste wo man nach ihnen suchen sollte?
deine Frage erinnert mich an eine Aussage unseres Guide vor zwei Jahren. Er war mit zwei Damen im Hoanib unterwegs und hatte eine größere Gruppe Elefanten gesehen. Die beiden meinten dann, er solle schnell wegfahren. Das wäre doch gefährlich. Und warum denn die Tiere hier frei rumlaufen würden. Die Beiden waren der Meinung man sieht die Tiere nur im eingezäunten Park.
Also man kann Tiere auch ausserhalb der Parks antreffen 🙂 Wir waren dann übrigens zwei Wochen danach mit unserem Guide im Hoanib und haben leider keine Elefanten gesehen 🙁 So ungerecht ist das.......
Das klingt für mich nach dem typischen Abhaken von Tiersichtungen. In der Ruhe liegt die Kraft. Und wenn Du Tiere fotografieren willst, dann sollte man sich in erster Linie mit den Gewohnheiten der Tiere beschäftigen - dann sind die Chancen tatsächlich größer, die gewünschten Tiere zu sehen. Oft erkennt man schon an den kleinsten Bewegungen der Tiere, welches Raubtier sich möglicherweise sonst noch in der Nähe aufhält.
Ansonsten gibt es in NPs auch Tafeln, an denen die letzten Sichtungen vermerkt werden.
Tiere hat es überall in Namibia. Unmittelbar neben dem Windhoeker Flughafen habe ich schon hunderte Kuhantilopen (Red Hardebeest), Springböcke, Oryx etc. gesehen. Auf dem Weg vom Flughafen nach Windhoek wirst Du wahrscheinlich Paviane oder auch Warzenschweine sehen. Daran soll es also nicht liegen.
Zum fotografiern von Tieren bist Du aber mit dem Etosha NP am besten bedient. Die Tiere sind sich an Fahrzeuge gewohnt. Du kannst sie relativ Nah fotografieren. Zudem ist die Artenvielfalt höher als in Windhoek.
Eine ganz ander Fauna und Flora wirst Du in der Caprivi-Region sehen. Da gibt es sehr schöne Möglichkeiten Tiere zu sehen, die Dir in Etosha nicht begegnen. z.B. Flusspferde oder auch Rappenantilopen und natürlich sehr viele Vögel. Da ist der Januar aber die falsche Zeit.
Es gibt noch einige Spezialgebiete z.B. für Wüstenelefanten ausserhalb der NP. Das würde ich Dir aber auf einer ersten Tour und im Januar nicht raten.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Carsten Möhle1’290 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 ·
Sehr geehrter Herr Mäckentosch,
am untersten Ende der Top 100 der Tiersichtungsplätze steht ein Zusammenprall mit einer Kudu Antilope in der Dämmerung oder bei Nachtfahrt. In Namibia sind - fast einzigartig in Afrika - die Tiere außerhalb der Nationalparks nicht weggefressen, so dass es zu diesen Teirbegegnungen recht häufig kommt. Sorgfältige Tourplanung hilft, diese Photos zu verhindern.
Am obersten Ende ist wohl der Mahango Nationalpark oder das gegenüberliegende Buffalo Core Centre bei Divundu am Eingang des Caprivizipfels zu nennen.
Mit sonnigen Grüßen aus Hohenlockstedt Carsten Möhle
ich möchte mich der Meinung Chrigus anschließen und noch ergänzend fragen: Was verstehst Du unter Tiersichtungen? Die Natur unseres Land lebt, blüht und schöpft in dieser Zeit „aus dem Vollen“! Ich empfehle Dir daher, während Deiner Rundreise nicht nur „krampfhaft“ eine „Top Ten Liste“ der „Big Five Sichtungsmöglichkeiten“ abzuhaken. In unserer Regenzeit wirst Du vielmehr von der Vielfalt der unterschiedlichsten Lebensformen beeindruckt sein, wenn Du hierfür ein Auge entwickelst, ängstliche Vorbehalte „davor“ überwindest und Dich mit einer gewissen inneren Ruhe versiehst. Dann kommen die Eindrücke und Sichtungen fast alleine auf Dich zu. Ich meine natürlich solche wie die nachfolgenden: Und trotzdem wirst Du in Etoscha, im Caprivi, im Kaokoveld (wenn Du Dich dorthin in der Regenzeit trauen solltest!)aber auch im Namib Naukluft Park viele Tiere sehen, wenn Du Dir Zeit läßt und die Tiere suchst. Hier unterscheidet sich die Pirsch nach den Wildtieren von der in der Trockenzeit: Im hiesigen Sommer mußt Du fahren. Die Tiere finden dann genügend Wasser im Busch und tränken nicht an den Wasserlöchern, an denen man ansonsten (im Winter) bequem im Fahrzeug auf Wildtiere warten kann. Mein Tipp: Fahre als Namibiaanfänger zunächst in die Etoscha und fahre von Wasserstelle zu Wasserstelle ... zu Wasserstelle ...zu Wasserstelle ... Du wirst so auf diese Weise mehr Tiere und auch vielfältigere Tierarten sehen, als wenn Du (wie sonst im Winter) lange Zeit an einer Wasserstelle stehst.
Verschwitzte Grüße aus Windhuk,
Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
...oooh mein Gott, ich glaube ich muß mich (dann aber in einem anderen Forum) noch etwas mit dem Einfügen von Fotos in einen Text beschäftigen!
Sorry für diese vielen Insekten!
Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
Sorry, wenn meine Frage so klang als ob ich nur darauf aus bin die Tiere mit meiner Kamera abzuschießen. Ich wollte nur eine kurze sachliche Frage stellen. Ich möchte langsam meine drei Wöchige Reise durch Namibia im Januar zusammenstellen und weiß halt im Moment noch gar nicht so recht wie ich beginnen soll.
Mäckentosch
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2009 ·
Hallo Mäckentosch,
kein Problem vll haben wir die Frage auch nur falsch verstanden 🙂
Wenn ich es recht verstehe ist dies dein erster Aufenthalt in Namibia?
Hierzu ein paar lose Gedanken.
Beim ersten Mal (so erging es mir) wirst du dich ab jedem Springböckchen freuen das die Strasse quert und jeder Warzenschweinnfamilie mit Genuss zusehen was sie so treiben, es ist halt alles noch neu und will auch auf Fotos festgehalten werden.
Ab dem 10'000 Warzenschwein wird man(n) dann etwas wählerischer was die Motive anbelang.
Mein Input wäre folgender, starte in den Süden geniesse die Landschaft die auch wunderbar zu fotografieren ist und so gegen ende der Tour würde ich in den Etosha Nationalpark fahren.
So steigert sich das Fotoerlebnis von Woche zu Woche und du bekommst auch ein Gespür für Situationen, Motive und Licht.
Du wirst staunen was so unterwegs ausserhalb den Nationalparks an Motiven auf dich lauert!
Gut Licht, VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2009 ·
Olli schrieb:
...oooh mein Gott, ich glaube ich muß mich (dann aber in einem anderen Forum) noch etwas mit dem Einfügen von Fotos in einen Text beschäftigen!
Sorry für diese vielen Insekten!
Olli
Wie so SORRY,
kanst ja nichts dafür das gerade eine Heuschreckenplage im Land war 😄
Gruss VA
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Wenn Du gar keinen Plan hast, gerne fotografierst und vielleicht nicht zu den absoluten Vielfahrern gehörst, nutzt Dir vielleicht diese Liste etwas für einen ersten Campingurlaub:
Flug nach Windhoek zum Eingewöhnen: Airportfarm mit Farmrundfahrt
Fahrt Richtung Sossusvlei über den Spreetshoogte Pass. Übernachtung in der Nähe des Passes
Sosussvlei (Sesriem Campsite, morgens sehr früh ins Vlei und nicht nur zur Düne 45)
Namib Naukluft Park (z.B. Mirabib) Namib Naukluft Park (z.B. Blutkuppe) Im Naukluftpark hat es einige Wasserstellen die von Tieren besucht werden
Sakopmund (Camping oder Gästehaus) Unbedingt eine Deserttour machen!
Spitzkoppe (Zum fotografiern einfach nur schön. Unbedingt da übernachten)
Brandberg, Ugab (Brandberg White Lady Lodge): Fast sicher Wüstenelefanten
Gemütliche Weiterfahrt Richtung Etosha (Unterwegs ca 1-2 Übernachtungen)
Etosha (Wenn möglich 4 Tage oder mehr. In dieser Jahreszeit eher Namutoni Region und Richtung Norden)
Rückreise Richtung Windhoek.
Das ist so ein Plan den ich mir zusammenstellen würde. Buchen würde ich eigentlich nichts, ausser der ersten Nacht. Mit dem Risiko, dass ich mal nicht den Campingplatz habe, den ich mir wünsche. Einiges würde ich vom Wetter abhänig machen. Wenn es heisst, dass im Norden viel Regen ist. Evtl. eher den Süden ausdehnen und vielleicht in den Kgalagadi anstelle der Etosha fahren.
Herzliche Grüsse Chrigu
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