Botswana 2027: Campsites, Pools und optimale Route

25 Antworten · 1’420 Aufrufe · gestartet 07. Juni 2026 von Topper008
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170 Beiträge · seit 202011. Juni 2026 ·
Hallo Tobi,

wir haben bisher immer Land Cruiser mit Schaltgetriebe von Bushlore gemietet (insgesamt 13-mal).
Grundsätzlich sind für uns folgende Kriterien wichtig: Bodenfreiheit, Drehmoment, Verbrauch, Gewicht und Ausstattung.
Wir hatten nie einen Camper oder ein Dachzelt, weil mein Partner lieber näher bei den Tieren sein möchte.
Drehmoment, Verbrauch und Gewicht hängen irgendwie zusammen. Wenn ein Auto sehr schwer ist, kann es auch mit gutem Drehmoment im Sand stecken bleiben (sich eingraben). Der Land Cruiser hat die beste Bodenfreiheit, was sowohl bei Wasserdurchfahrten als auch im Sand von Vorteil ist. Allerdings ist er schwerer und hat einen hohen Verbrauch (ca. 17 l/100 km). Ich glaube, der Verbrauch liegt deutlich höher als beim Hilux. Vor allem bei längeren Transfers ist er nicht besonders sparsam; bei Game Drives ist es etwas besser. Wir haben ihn aber immer wegen der Bodenfreiheit gewählt.
Wenn Du allerdings keine schwierigen Wasserdurchfahrten machen wirst, dann ist der Hilux völlig ausreichend und wird auch im Sand gut zurechtkommen.

Da wurden schon viele gute Ratschläge gegeben. Ich möchte nur noch daran erinnern, dass Planet Baobab einen sehr guten und großen Pool hat. Wenn man dort zwei Nächte bleibt, kann man einen ganzen Tag im Nxai Pan National Park verbringen und zusätzlich einen Morgen bei den Erdmännchen verbringen.

Noch etwas zu den Flügen: Wir fliegen seit mehreren Jahren mit Ethiopian Airlines direkt von Wien nach Maun (Maun als Destination bei Ephiopian - seit 2024) oder nach Victoria Falls und Gaborone und nutzen keine kleineren Fluggesellschaften (wie Airlink).

Die Vorteile sind aus meiner Sicht:
Mitglied der Star Alliance, daher kann man Meilen sammeln und mit Meilen buchen.
Die Flüge finden sehr zuverlässig statt (sie sind sogar während Covid geflogen, und ich denke, weder steigende Treibstoffpreise noch Konflikte im Nahen Osten werden daran viel ändern).
Keine Streiks.
Cloud Nine ist günstiger als die Business Class vieler anderer Airlines und erlaubt viel Gepäck.
Ethiopian fliegt praktisch ganz Afrika an und verbindet viele europäische Städte.
Die Flugzeuge sind modern.
Multi-City-Flüge lassen sich bequem online buchen.

Insgesamt ist Ethiopian aus meiner Sicht ziemlich zuverlässig.
Die Preise liegen derzeit ungefähr bei (Wien-Maun-Wien als Beispiel):
Economy Hin- und Rückflug: ca. 1.100 €
Cloud Nine Hin- und Rückflug: ca. 2.900 €

Viele Grüße,
Elena
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
7’327 Beiträge · seit 200612. Juni 2026 ·
Sebas schrieb:Habe jetzt erfahren, dass er mit ca. 160cm keine Leopardenbeute mehr ist...

Sei Dir da mal nicht so sicher. Leoparden greifen durchaus auch erwachsene Männer an.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter74 Beiträge · seit 201225. Juni 2026 ·
Hallo zusammen,

an der Routenzusammenstellung haben wir weiter gefeilt und wollen diese nun in die Tat (Buchung) umsetzen.

Hier ist unsere aktuelle Routenplanung:

Tag 1: Maun (Island Safari Lodge)
Tag 2: Makgadikgadi Salt Pans (Planet Baobab Ntwetwe Overnight)
Tag 3: Gweta (Planet Baobab)
Tag 4–6: Xhumaga (Boteti River Camp) – 2 Nächte
Tag 6–7: Kubu Island Camp – 1 Nacht
Tag 7–8: Nata (Elephant Sands) – 1 Nacht
Tag 8–10: Kasane (The Old House oder Travel Lodge) – 2 Nächte
Tag 10–12: Chobe River Front (Ihaha Campsite) – 2 Nächte
Tag 12–13: Savuti Campsite – 1 Nacht
Tag 13–15: Khwai (Magotho Camp oder Khwai Guesthouse) – 2 Nächte
Tag 15–17: Moremi (Third Bridge Campsite oder Tented Camp) – 2 Nächte
Tag 17–18: Maun (Sedia Riverside Hotel)

Unsere offenen Fragen:

1. Der Bogen von Planet Baobab → Xhumaga → Kubu Island → Elephant Sands fühlt sich geografisch nach einigem Zick-Zack-Kurs an. Wie schätzt ihr die Fahrstrecke und Machbarkeit von Xhumaga nach Kubu Island im August ein? Sind Alternativen empfehlenswert?

2. Wir haben aktuell nur 1 Nacht in Savuti, bevor es weiter nach Magotho geht. Ist das bei den Sandpisten zu stressig? Würdet ihr eher zwei Nächte planen?

3. Und noch 3x die Bitte um Tipps, welche Unterkünfte ihr favorisiert:
# In Kasane, eher Old House oder Travel Lodge?
# Am Khwai, eher Magotho Campsite oder Khwai Guesthouse?
# Auf Third Bridge, eher Campsite oder Tented Camp?

Herzlichen Dank schon mal vorab & habt einen schönen Tag.

Liebe Grüße, Tobi
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2026
170 Beiträge · seit 202025. Juni 2026 ·
Hallo Tobi,

ja, für mich wirkt die Route ein bisschen wie eine Zickzack-Tour. Ich würde sie wahrscheinlich so planen:

Maun → Xhumaga → Ntwetwe → Planet Baobab → Kubu → Nata → Kasane

Wobei ich Ntwetwe vielleicht sogar auslassen und in Xhumaga nur eine Nacht verbringen würde. Stattdessen würde ich eine oder zwei Nächte im Nxai Pan South Camp einplanen, weil man dort im August oft großartige Sichtungen am Wasserloch hat. In Ntwetwe wird es im August vermutlich nicht so wildreich sein wie im Nxai Pan. Man könnte zwar auch von Planet Baobab aus einen Tagesausflug in den Nxai Pan unternehmen, aber dort gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang am Wasserloch. Deshalb würde ich dort zumindest eine Nacht verbringen.
Das bedeutet aber nicht, dass eure Route nicht machbar ist. Wenn sie euch gefällt und/oder es keine anderen Alternativen gibt (weil alles andere bereits ausgebucht ist), dann ist sie völlig in Ordnung.

Zwischen Old House und Travel Lodge würde ich Old House wählen, weil es einfach viel authentischer ist. Übernachtet habe ich dort zwar noch nie, aber ich war oft zum Essen dort. Gebucht habe ich dagegen häufig im Chobe River Cottages und in der Tlou Safari Lodge. Chobe River Cottages ist eine sehr grüne und schöne Self-Catering-Unterkunft direkt neben Old House. Und die Tlou Safari Lodge hat den Vorteil, dass man direkt neben dem Bungalow parken kann und das Gepäck nicht weit schleppen muss. Außerdem liegen eine Tankstelle, Nando's und Shoprite ganz in der Nähe – sehr praktisch. Trotzdem hat Old House einfach seinen besonderen Charme.

Die Magotho Campsite lässt sich nur schwer mit dem Khwai Guest House (KGH) vergleichen. Ich mag das KGH sehr, weil es dort eine gute Infrastruktur, ausgezeichnetes Essen und viele Informationen gibt. Außerdem kann man Game Drives buchen, und die Guides geben sich wirklich große Mühe. Die Magotho Campsite liegt allerdings mitten in einem sehr tierreichen Gebiet und bietet hervorragende Sichtungen. Die Guides des KGH fahren oft gar nicht dorthin, weil dafür der Mbudi River durchquert werden muss. Umgekehrt kommen auch die Gäste der Magotho Campsite häufig nicht auf die KGH-Seite des Mbudi-Flusses. Für Erstbesucher würde ich deshalb das KGH empfehlen und dort einige Game Drives buchen (und aufzeichnen), um die Gegend zunächst besser kennenzulernen.

In Third Bridge haben wir immer ein Tented Camp gebucht, weil es dort Solarstrom gibt und man die Kameras aufladen kann. Die Zelte gefallen mir sehr, auch wenn gelegentlich einmal etwas nicht funktioniert. Beim letzten Mal gab es zum Beispiel im Lion Tent kein warmes Wasser.

Es gibt dort insgesamt acht Zelte:
Eagle, Hyena und Kudu haben Twin-Betten.
Hippo, Lion, Morula, Mowana und Moporota haben Doppelbetten.

Die letzten drei sind die neueren Zelte. Die Zufahrten dorthin sind allerdings ziemlich sandig.

Wir selbst waren bisher in Eagle, Hyena, Hippo und Lion. Eagle liegt unter einem großen Baum und ist gleich das erste Zelt, allerdings ist dort die Stromversorgung etwas schwächer. Im Lion Tent funktionierte, wie gesagt, das Warmwasser nicht. Hippo und Hyena waren dagegen wirklich hervorragend.

Ich muss aber auch sagen, dass einige der Campsites in Third Bridge wunderschön sind. Sie liegen unter großen Bäumen, bieten viel Schatten, und ständig laufen Wildtiere hindurch. Die Stellplätze in der Nähe des Gates empfangen sogar das WLAN-Signal vom Gate.

LG Elena
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
606 Beiträge · seit 201226. Juni 2026 ·
Servus,
es wirde zwar schon erwähnt, aber ich bin mir nicht sicher, ob's auch ankam: Ihr seid im afrikanischen Winter unterwegs. Die Nächte können lausig kalt werden, Temperaturen um null sind keine Seltenheit, und die Tage sind kurz! Berücksichtigt das bitte bei den Fahrtstrecken, im Dunkeln sollte man nicht mehr in wildreichen Gebieten fahren!
Und die Pools werden höchstwahrscheinlich ausfallen, die sind allesamt nicht beheizt und somit in der Jahreszeit seeehr "erfrischend".
Gruß, HeiVi
Themenstarter74 Beiträge · seit 201228. Juni 2026 ·
Elena, vielen Dank für die konkreten Tipps, die Detailtiefe ist weltklasse. 🙂
Und wir werden die Route ab Maun, wie empfohlen, umstellen. Die Empfehlung mit Ethiopian zu fliegen hatten wir nicht auf dem Radar. Das ist eine super Alternative.

HeiVi, auch dir danke für den Hinweis. Das berücksichtigen wir in der Planung - wir reisen daher bewusst gegen Ende der bayerischen Sommerferien.