Folgend ist kein Reisebericht aber ich stelle es trotzdem hier ein. Denn vielleicht interessiert es die bisherigen und zukünftigen Reisenden in dieses übereinstimmend als „malerisch“ wahrgenommene „ehemalige Fischerdorf“.
Den Anstoß für das Folgende gab, dass einerseits dessen Geschichte nie erwähnt wird und, das ist das eigentliche Thema, dass mir kürzlich beim Stöbern @Paternoster aufgefallen ist, dass diese aus dem www schon fast verschwunden ist.
Wenn man die Geschichte von Paternoster gxxxelt erhält man (auf Homepages von Immobilienagenturen und Touristenherbergen 😎 ) ein paar Stehsätze über ehemaliges Fischerdorf und Verarbeitungsfabriken. Wie es davon zur heutigen, weitgehend künstlichen Tourismusidylle gekommen ist, wird (wenig überraschend) weder erwähnt, noch dass das eine riesige Sauerei und Ungerechtigkeit gegenüber der einheimischen Fischerkommune war.
Südafrikanische Freunde haben mich vor Jahren darauf hingewiesen. Wenn man früher im www dazu recherchierte, ist man bald fündig geworden. Was ich damals erfahren konnte (und leider nicht archiviert habe) ist heute nicht mehr ausführlich auffindbar, weil die Suchmaschinenlogik und -klientel das eben so machen und das fehlende Interesse der Besucher es ermöglicht. Also ist Paternoster nur ein Beispiel für etwas, was sich ständig abspielt. Was sich heute noch finden lässt ist nur ein kleiner Teil dessen von früher und in ein paar Jahren wird auch das für Normalverbraucher weg sein.
Für Interessierte hänge ich daher ein paar Artikel an und folgend die/meine Kurzfassung:
Für die touristische Entwicklung der „beach front“ musste man zuerst die lokale Fischergemeinschaft vertreiben. Zuerst wurden die Leute faktisch enteignet, durch den Group Areas Act dann auch de jure, in der resultierenden Abhängigkeit und Notlage dann von der kommerziellen Fischerei in Quasi-Leibeigenschaft ausgebeutet, und als "crayfish" u. a. kommerzielle Fischerei und Verarbeitung nicht mehr genug abwarf, von den Unternehmern an die Immobilienhaie ausgeliefert und aus ihren Häusern hinausgeworfen, die bald als „picturesque cottages“ am Markt waren. Diese, oft selbst errichtet, waren aber Teil ihres Lohnes für ein lebenslanges Schuften als Fischer auf See und in der Verarbeitung, wofür sie kaum bezahlt wurden.
Die Betroffenen und ihre Nachkommen haben sich aber nicht in Luft aufgelöst und so "stören" sie folglich das heutige Straßenbild der vormals „idyllic fishermen community“, mit illegalen crayfish-Angeboten, Drogenkonsum udgl., was hier auch schon moniert wurde. Hier gibt es eine Milieubeschreibung zu alldem, und n. b., wie lange das schon so geht.
https://hakaimagazine.com/features/real-estate-apartheid/
über den o.a. miesen Umgang mit der ehemaligen Fischergemeinschaft steht auch was drin und mehr hier:
https://mg.co.za/article/1996-09-13-paternoster-fisherfolk-left-high-and-dry/
Seite 14, https://www.sahistory.org.za/sites/default/files/archive-files4/groct80.pdf
Den Anstoß für das Folgende gab, dass einerseits dessen Geschichte nie erwähnt wird und, das ist das eigentliche Thema, dass mir kürzlich beim Stöbern @Paternoster aufgefallen ist, dass diese aus dem www schon fast verschwunden ist.
Wenn man die Geschichte von Paternoster gxxxelt erhält man (auf Homepages von Immobilienagenturen und Touristenherbergen 😎 ) ein paar Stehsätze über ehemaliges Fischerdorf und Verarbeitungsfabriken. Wie es davon zur heutigen, weitgehend künstlichen Tourismusidylle gekommen ist, wird (wenig überraschend) weder erwähnt, noch dass das eine riesige Sauerei und Ungerechtigkeit gegenüber der einheimischen Fischerkommune war.
Südafrikanische Freunde haben mich vor Jahren darauf hingewiesen. Wenn man früher im www dazu recherchierte, ist man bald fündig geworden. Was ich damals erfahren konnte (und leider nicht archiviert habe) ist heute nicht mehr ausführlich auffindbar, weil die Suchmaschinenlogik und -klientel das eben so machen und das fehlende Interesse der Besucher es ermöglicht. Also ist Paternoster nur ein Beispiel für etwas, was sich ständig abspielt. Was sich heute noch finden lässt ist nur ein kleiner Teil dessen von früher und in ein paar Jahren wird auch das für Normalverbraucher weg sein.
Für Interessierte hänge ich daher ein paar Artikel an und folgend die/meine Kurzfassung:
Für die touristische Entwicklung der „beach front“ musste man zuerst die lokale Fischergemeinschaft vertreiben. Zuerst wurden die Leute faktisch enteignet, durch den Group Areas Act dann auch de jure, in der resultierenden Abhängigkeit und Notlage dann von der kommerziellen Fischerei in Quasi-Leibeigenschaft ausgebeutet, und als "crayfish" u. a. kommerzielle Fischerei und Verarbeitung nicht mehr genug abwarf, von den Unternehmern an die Immobilienhaie ausgeliefert und aus ihren Häusern hinausgeworfen, die bald als „picturesque cottages“ am Markt waren. Diese, oft selbst errichtet, waren aber Teil ihres Lohnes für ein lebenslanges Schuften als Fischer auf See und in der Verarbeitung, wofür sie kaum bezahlt wurden.
Die Betroffenen und ihre Nachkommen haben sich aber nicht in Luft aufgelöst und so "stören" sie folglich das heutige Straßenbild der vormals „idyllic fishermen community“, mit illegalen crayfish-Angeboten, Drogenkonsum udgl., was hier auch schon moniert wurde. Hier gibt es eine Milieubeschreibung zu alldem, und n. b., wie lange das schon so geht.
https://hakaimagazine.com/features/real-estate-apartheid/
über den o.a. miesen Umgang mit der ehemaligen Fischergemeinschaft steht auch was drin und mehr hier:
https://mg.co.za/article/1996-09-13-paternoster-fisherfolk-left-high-and-dry/
Seite 14, https://www.sahistory.org.za/sites/default/files/archive-files4/groct80.pdf