Sicherheit Windhoek / Swakopmund abends

37 Antworten · 11,4k Aufrufe · gestartet 02. Nov. 2015 von Mustang05
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33,2k Beiträge · seit 200602. Aug. 2025 ·
Waleke schrieb:Ist es unbedenklich Abends um ca. 21:00 nach dem Essen in Windhoek zu Fuß ca. 30 Minuten vom Restaurant ins Hotel zu laufen?
Vom Stellenbosch in Schwerinsburg Haus?
In 99 Prozent der Fälle wahrscheinlich schon, aber ich würde dennoch ein Lefa nehmen (namibisches "Uber") um ganz sicher zu sein. Lefa kostet bei der Strecke 70 Dollar, also etwa €3,25. Ich hätte aber auch tagsüber keine Lust vom Stellenbosch bergauf zum Haus Schweinsburg zu laufen....

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 02. Aug. 2025
50 Beiträge · seit 202502. Aug. 2025 ·
Danke an alle
210 Beiträge · seit 201602. Aug. 2025 ·
In Swakopmund heißt das UBER Yango!
LG Sunerf
33,2k Beiträge · seit 200602. Aug. 2025 ·
In Swakopmund heißt das UBER Yango!
Gibt es auch in Windhoek, ist aber semi-legal, weshalb auch Klagen bereits (u.a. von Lefa) gegen die vorliegen.

Viele Grüße
Christian
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210 Beiträge · seit 201602. Aug. 2025 ·
Lefa gibt es in Swakopmund nicht
53 Beiträge · seit 200902. Aug. 2025 ·
travelNAMIBIA schrieb:
In Swakopmund heißt das UBER Yango!
Gibt es auch in Windhoek, ist aber semi-legal, weshalb auch Klagen bereits (u.a. von Lefa) gegen die vorliegen.

Viele Grüße
Christian
Hmmm, das wusste ich nicht. Habe es (Yango) im Mai auch genutzt, war supergünstig und hat perfekt funktioniert.

LG
chaosgirl
Aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!" Und ich lächelte und war froh.... und es kam schlimmer....
16,9k Beiträge · seit 201201. Feb. 2026 ·
travelNAMIBIA schrieb:
In Swakopmund heißt das UBER Yango!
Gibt es auch in Windhoek, ist aber semi-legal, weshalb auch Klagen bereits (u.a. von Lefa) gegen die vorliegen.
Yango Vehicle Linked to Karibib Robbery

Yango-Fahrzeug mit Raubüberfall in Karibib in Verbindung gebracht
Die namibische Polizei (Nampol) berichtet, dass am Freitag gegen 8:30 Uhr in Karibib bei einem Raubüberfall mit erschwerenden Umständen ein mutmaßliches Yango-Fahrzeug in einem Haus im Stadtteil Kneumeyer benutzt wurde.
...
Das Fluchtfahrzeug wurde für weitere Ermittlungen sichergestellt. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug in Windhoek als Kleinbus (Yango) genutzt wird und der Besitzer in der Region Kunene lebt. Der Besitzer gab an, dass der Fahrer ein 30-jähriger Mann sei. Dieser ist jedoch spurlos verschwunden, und sein Handy ist ausgeschaltet, berichtet Nampol. Im Fahrzeug wurden lediglich einige Steine ​​und Kleidungsstücke gefunden. Die Suche nach den Verdächtigen dauert an. Die Polizei von Karibib ermittelt wegen Einbruchs mit Raubabsicht und schweren Raubes.


LG
Logi
19 Beiträge · seit 202612. Apr. 2026 ·
Wir waren uns bei Swakopmund auch unsicher - unser Host meinte, wir können in der Dunkelheit an der Promenade laufen - sie wurde in 30 Jahren nicht überfallen. So haben wir es auch gemacht und uns halbwegs (!) sicher gefühlt. Es waren aber auch leichtsinnige ältere Touristen unterwegs mit Schmuck und Kleidung die nach Tourist aussieht - davon würde ich dringend abraten. Das Township mit großer Armut ist 2-3 km entfernt, die Leute kommen auch an die Promenade...
Für Windhoek haben uns absolut alle dringlich abgeraten zu laufen. An der Rezeption im Mövenpick wurde uns erzählt, das Tage vorher erst wieder ein Gast überfallen wurde.

Generell haben wir uns wie einheimische gekleidet, braune Hose, grünes Hemd, keine Markenlogos - schon fällt man deutlich weniger auf. Goldketten und Uhren wären für mich ein nogo - wir haben jemanden mit einer Breitling am Handgelenk spazieren gesehen - so fordert man das Glück heraus!
16,9k Beiträge · seit 201212. Apr. 2026 ·
Globetrotter84 schrieb: ... so fordert man das Glück heraus!
Unsere Vorstellung von "Wertgegenstände" unterscheidet sich signifikant von denen anderer Menschen in anderen Lebensumständen.
"Wertgegenstände" können schon ein paar intakte Schuhe, ein Handy usw. sein.

Und jeder von uns, der sich so eine Reise leisten kann, um dort Urlaub zu machen, wird per se bereits als unfassbar reich eingeschätzt. Abgesehen davon, dass das Konzept "Urlaub machen" in Lebensumständen, in denen es ums nackte Überleben geht, gar nicht existent ist.

LG
Logi
19 Beiträge · seit 202612. Apr. 2026 ·
Du sagst es. Daher ist die Devise, als Tourist erst auf den 2. oder 3. Blick aufzufallen. Ich fand auch die großflächig mit Werbung beklebten Mietwagen einiger Anbieter als no-go. Unser Hilux von Europcar war neutral - eben dann vielleicht auf den 2. Blick als Touristenwagen zu erkennen, statt auf den 1. Wir wurde im Utlaub mehrmals auf Afrikaans angesprochen - es scheint zumindest manchmal geklappt zu haben mit der "Tarnung".
2’462 Beiträge · seit 200613. Apr. 2026 ·
Naja, da bei uns immer ein Dachzelt auf dem Fahrzeug montiert ist, ist es auch wurscht, ob da noch Werbung den Mietwagen ziert.

Ich hingegen rate dringend davon ab, zu vermitteln, Menschen wären leichtsinnig und würden ihr Glück herausfordern, nur weil sie nicht in brauner Hose und grünem Oberteil rumlaufen. Allein eine Kamera zu tragen oder interessiert die Gegend zu betrachten, weist einen ja schon als Touri aus. Auch in Deutschland erkennt man Touristen nicht erst an ihrer Kleidung und an der Art des Schmucks, den sie tragen.
Logi hat völlig recht: Alles, das wir am Körper tragen, ist meist mehr wert als viele Menschen in diesen Ländern in Monaten nicht verdienen. Opfer eines Überfalls werden auch Menschen, bei denen die Beute wenige Hundert Euro betragen. Da braucht es keinen Schmuck. Ausgewählt wird man meiner Erfahrung nach eher aufgrund Geschlecht, Alter, Unaufmerksamkeit und vor allem Gelegenheit sowie wenig "Betrieb" auf den Straßen.

Im Übrigen haben wir uns am sichersten in Städten in Simbabwe gefühlt, obwohl wir da zumeist die einzigen Weißen waren, mit Kameras rumliefen usw.

Wir laufen nachts allerdings auch nicht rum. Nicht weil wir glauben, dass dann nur noch potentielle Räuber unterwegs sind, sondern weil uns bewusst ist, dass wir dann noch unsicherer auftreten. Wir würden ja auch niemandem empfehlen, nachts am Kottbusser Tor rumzulaufen, wenngleich wir selbst das machen. Wir laufen dann aber zielstrebig und nicht suchend von A nach B, die Klamottenfrage ist da zweitrangig. Gleiches gilt sicher für die Einheimischen in Namibia.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
19 Beiträge · seit 202613. Apr. 2026 ·
Wer mit einer Kamera in Namibia herumläuft, ist bereits leichtsinnig. Ich würde das niemanden raten. Ein unsichtbar in der Hosentasche getragenes Handy macht auch tolle Fotos. Wie geschrieben, man sollte erst auf den 2. Blick als Tourist auffallen, nicht bereits auf den 1.
Man hat es selbst in der Hand, die Chance eines Überfalls um ein paar Prozentpunkte zu senken.
391 Beiträge · seit 202113. Apr. 2026 ·
Mach Dir keine Hoffnung, dass ein zweiter Blick notwendig ist. Wenn Du einen zweiten Blick brauchst um jemanden als Touri zu identifizieren, dann haben das Einheimische mit bösen Absichten schon längst abgecheckt. Das fängt beim weissen Auto an, geht über das Verhalten auf dem Gehweg insb. als Familie und hört nicht beim Rucksack oder der Tragetasche auf. Keine Chance, sich als Einheimischer verkleiden zu können, es sei denn Du bleibst für 2 Monate an einem Ort, dann kleidest und verhältst Du Dich anders weil Du andere Bedürfnisse hast und der Sonnenbrand ist einem gleichmässigen dunkleren Teint gewichen.

Es bleibt nur, seine Wertsachen nicht zu offensichtlich anzubieten, denn natürlich gibt es reiche Beute die sich lohnt und schmale Beute, die sich weniger lohnt - lohnen tut sich beides aus Sicht armer Verhältnisse. Es gibt reiche Touristen und die Normalo-Touristen. Versuche als reicher Tourist wie ein Normalo-Tourist auszusehen.

Breitling-Uhr kann man zuhause lassen, die Fotoausrüstung eher nicht, denn für dieses Hobby ist man ja grade hingeflogen. Schwierig.

Ich vermute sogar, dass die blosse Anwesenheit eines unbekannten Weissen einen schwarzen Einheimischen zumindest in Namibia zuallererst an Touristen denken lässt, denn weisse Einheimische gehen tagsüber ihren Geschäften nach oder sind auf ihrer Farm und kommen fast nur zum Einkaufen in die Stadt.
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2026
2’462 Beiträge · seit 200613. Apr. 2026 ·
Globetrotter84 schrieb:Wer mit einer Kamera in Namibia herumläuft, ist bereits leichtsinnig. Ich würde das niemanden raten. Ein unsichtbar in der Hosentasche getragenes Handy macht auch tolle Fotos. Wie geschrieben, man sollte erst auf den 2. Blick als Tourist auffallen, nicht bereits auf den 1.
Man hat es selbst in der Hand, die Chance eines Überfalls um ein paar Prozentpunkte zu senken.
Ein unsichtbar getragenes Handy macht vermutlich erst einmal gar keine Fotos, solange Du es nicht aus der Hosentasche gezogen hast. Dann bist Du aber genauso sehr oder genauso wenig als Tourist exponiert wie Menschen mit Kamera. Denn wenn das Handy so tolle Bilder macht, ist es vermutlich eher hochpreisig.

Ich will Dir Deine Strategie nicht madig machen, aber aus meiner Erfahrung heraus rate ich immer zur Wachsamkeit. Klamotten, Schmuck und Kamera sind sekundär. In Johannesburg wurde uns häufiger erzählt, man erkenne Touristen daran, dass sie keinen Schmuck tragen, aus Angst überfallen zu werden. Es macht für mich auch keinen Unterschied, ob ich ein 1.000 Euro Handy oder eine Kamera vor mich halte. Eine Bekannte von mir trägt im Urlaub immer billigen Silberschmuck, was mich wundert, da es impliziert, dass ein Mensch, der in einem Township aufgewachsen ist, den Unterschied zwischen Silber und Weißgold erkennen kann.

Einheimische werden seltener überfallen, weil sie sich anders im öffentlichen Raum bewegen, sich anders verhalten, Gefahren eher erkennen und damit besser umgehen können. Daher mein Beispiel zu Berlin. Sonst könnten weder in Berlin noch in Namibia Menschen eine Breitling tragen...
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
7’326 Beiträge · seit 200613. Apr. 2026 ·
JP K schrieb:
Breitling-Uhr kann man zuhause lassen, die Fotoausrüstung eher nicht, denn für dieses Hobby ist man ja grade hingeflogen. Schwierig.

Ja, das mit dem Kameraverzicht wäre schwierig.
Mit Breitling wissen wohl nur wenige der Kleinkriminellen in Afrika etwas anzufangen. Die meisten Leute, die eine solche Uhr spazierentragen, haben außerdem sowieso eine Fake-Uhr. Bekommt man in Tschechien für 10 Euro auf dem Flohmarkt ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
91 Beiträge · seit 202313. Apr. 2026 ·
In Windhoek werden nicht nur Touristen, sondern auch "normale" Menschen überfallen, ob schwarz oder weiß, teilweise auch in ihren mit Elektrozaun gesicherten Häusern, ich finde es hier auch nicht anders, als in einer jeder anderen Stadt, außer, daß hier die sozialen Unterschiede schon extrem sind. Ich bin oft in Windhoek unterwegs, habe immer meine Sportuhr am Arm, fotografiere mit dem Handy, wenn mir etwas gefällt und trage nie braune Hosen und grüne Hemden - den namibischen Farmer glaubt mir sowieso keiner. Aber ich habe hier nicht mehr Angst als in bestimmten Gegenden von München, unserer Heimatstadt. Gesunder Menschenverstand hilft meistens.
Viele Grüße
Hans
537 Beiträge · seit 202013. Apr. 2026 ·
JP K schrieb: Das fängt beim weissen Auto an
Nein, so einfach ist es nicht. Hier faehrt gefuehlt jeder ein weisses Auto. Das Dachzelt verraet schon mehr, aber auch das koennten Einheimische sein. Beim Verhalten bin ich ganz bei dir.
JP K schrieb: Ich vermute sogar, dass die blosse Anwesenheit eines unbekannten Weissen einen schwarzen Einheimischen zumindest in Namibia zuallererst an Touristen denken lässt, denn weisse Einheimische gehen tagsüber ihren Geschäften nach oder sind auf ihrer Farm und kommen fast nur zum Einkaufen in die Stadt.
Stimmt. Kein Weisser ausser einem Touristen schlendert tagsueber durch die Innenstadt - wenn man dort tatsaechlich etwas zu tun hat, benimmt man sich ganz anders. Womit wir wieder beim Verhalten waeren.
Sanne schrieb:
Einheimische werden seltener überfallen, weil sie sich anders im öffentlichen Raum bewegen, sich anders verhalten, Gefahren eher erkennen und damit besser umgehen können. Daher mein Beispiel zu Berlin. Sonst könnten weder in Berlin noch in Namibia Menschen eine Breitling tragen...
Genau.
Warthog2023 schrieb:In Windhoek werden nicht nur Touristen, sondern auch "normale" Menschen überfallen, ob schwarz oder weiß, teilweise auch in ihren mit Elektrozaun gesicherten Häusern
Das ist richtig. Hier geht es aber glaube ich hauptsaechlich um Menschen, die in der (Innen)Stadt herumlaufen.
Der gesunde Menschenverstand ist sehr wichtig, nur wenn man keine Erfahrung hat mit solchen Gesellschaften, ist es schwierig zu wissen, wie man sich verhalten muss.
91 Beiträge · seit 202313. Apr. 2026 ·
Da gebe ich dir Recht, wenn man es nicht gewohnt ist, sich hier zu bewegen, ist es es natürlich schwierig, besonders abends/nachts.