Selbstfahrer im Makgadikgadi Nationalpark

5 Antworten · 555 Aufrufe · gestartet 12. Jan. 2026 von Juju30
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Themenstarter31 Beiträge · seit 202512. Jan. 2026 ·
Hallo liebe FoMis.

Was sind eure Erfahrungen mit Selbstfahrten im Makgadikgadi Nationalpark (Ende Mai)? Geht das gut - auch ohne großartige 4x4/Offroad/Tiefsand-Erfahrung? Wir haben einen Toyota Hilux. Ich bin mir aber unsicher, ob wir selbst durchfahren oder lieber einen geführten Game Drive buchen sollten.

Falls es aufs Selbstfahren hinausläuft: Habt ihr Tipps für Routen/Orte, die wir im NP anfahren sollten?

Danke euch und viele Grüße
Julia
569 Beiträge · seit 201312. Jan. 2026 ·
Hallo Julia,

soweit ich das aus Deinen anderen Beiträgen sehe, würdet ihr in den Park via Khumaga reinfahren. Dazu müsstet ihr als erstes den Fluss überqueren, was je nach Wasserstand mit der Fähre zu machen ist. Bei der Einfahrt dort in den Park ist im Grunde das sinnvollste die Route am Boteti zu nehmen und nicht in die Tiefe des Parks zu fahren. Am Boteti dürfte sich - auch im Mai - der ergiebigste Gamedrive ergeben.

Wichtig dabei ist, dass die kurze Anfahrt runter zum Fluss durchaus sehr tiefsandig sein kann, dabei auch im Mai. Das kann ggf. auch dann etwas tricky werden, wenn ihr vom Fluss zurück auf die Hauptpiste fahrt, denn dabei geht es dann die Böschung aufwärts. Da kann es an einigen Stellen bei tiefem Sand etwas fuchsig werde. Machbar ist es aber in jedem Fall.

Wenn Du Dir wirklich Gedanken um die Tiefsandfahrten im Park machst, dann wäre nicht zwingend die Fahrt am Boteti schwierig, sondern die Anreise. Wenn ihr aus Nxai kommend über das Phuduhudu Gate reinfahrt, dann habt ihr gut 40 km teilweise sehr tiefen Sand. Den halte ich in Teilen für schwieriger zu befahren, als die sonst immer als sehr tiefsandig zu befahren genannte Strecke zum Nxai South Camp. Wenn ihr das vermeiden wollt, dann bliebe nur um den Park herumzufahren. Geht auch, ist aber die deutlich längere Strecke.

LG Mogambo 🙂
134 Beiträge · seit 202413. Jan. 2026 ·
Der Boteti ist schon seit Jahren wieder trocken und es braucht keine Fähre. Du querst einfach das trockene Flussbett. Die Sentinel-Satelliten der EU fliegen alle paar Tage darüber und Du kannst die Fotos noch am selben Tag im Internet abrufen. Da kannst Du vorab sehen, ob der Boteti doch wieder Wasser führt.
Boteti mit Wasser
Boteti ohne Wasser

Wenn man keine Sand-Erfahrung hat, muss man irgendwo mal anfangen, erste Erfahrungen zu machen, sonst limitiert man sich dauerhaft selbst. Wir haben alle mal angefangen und haben alle mal jede Menge dumme Fehler dabei gemacht (die die selbst ernannten Offroad-Helden natürlich nicht zugeben). Und wir leben alle noch.

Der Makgadikgadi Nationalpark ist nicht der allerbeste Ort, um erste Sand-Erfahrungen zu sammeln, aber auch nicht der Schlechteste. Es ist keine total abgelegene Gegend, in der das nächste Auto dann erst in 2 Monaten kommt. Und es gibt in Teilen der primär touristisch befahrenen Strecken Mobilfunkabdeckung. Informiert Euch, was beim Fahren auf Sand zu beachten ist. Informiert Euch, was man macht, wenn man sich doch mal im Sand festfährt. Aus Tiefsand kann man sich immer allein befreien. Wenn es denn mangels Erfahrung doch nicht klappt, kostet es nur etwas Zeit, bis irgendwann Hilfe kommt. In dem Moment, wo Missgeschicke passieren, sind sie etwas nervig, aber am Ende sind das häufig die besten Reiseanekdoten.

Also, traut Euch. Es macht Spaß. Es lohnt sich.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2026
7’348 Beiträge · seit 200613. Jan. 2026 ·
ewbabmiz schrieb:
Wenn man keine Sand-Erfahrung hat, muss man irgendwo mal anfangen, erste Erfahrungen zu machen, sonst limitiert man sich dauerhaft selbst. Wir haben alle mal angefangen und haben alle mal jede Menge dumme Fehler dabei gemacht (die die selbst ernannten Offroad-Helden natürlich nicht zugeben). Und wir leben alle noch.
Das kann ich bestätigen. Auch ich bin einige Male stecken geblieben. Das gehört zu so einer Reise auch ein Stück weit mit dazu. Besonders gut ist es, wenn man sich darauf vorbereiten kann. Deshalb planen wir immer gerne das Fahrtraining auf Ababis mit ein, wenn es sich von der Route her einbauen lässt.

Das Fahren am Boteti entlang kann ich sehr empfehlen. Das ist jeweils eine super schöne Gegend mit guten Sichtungen. In der Gegend seht ihr super viele Zebras aber auch Elefanten, Giraffen, Kudus etc. Am Hippo Pool gibt es einige Flusspfgerde. Wir hatten auch schon Löwen.
Wenn ihr vom Fluss wegfahrt, habt ihr kaum noch Tiere und sehr viel Tiefsand.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2026
134 Beiträge · seit 202415. Jan. 2026 ·
chrigu schrieb:
Das Fahren am Boteti entlang kann ich sehr empfehlen. Das ist jeweils eine super schöne Gegend mit guten Sichtungen. In der Gegend seht ihr super viele Zebras aber auch Elefanten, Giraffen, Kudus etc. Am Hippo Pool gibt es einige Flusspfgerde. Wir hatten auch schon Löwen.
Grundsätzlich Zustimmung: ich halte den Makgadikgadi Nationalpark auch für unterschätzt. Er bietet zu vielen Zeiten wunderbare Tiersichtungen. Sowie es allerdings einmal ordentlich geregnet hat, sind schätzungsweise 95% der Tiere schlagartig weg, die man sonst im Flussbett des Boteti finden. Es bleiben nur die "Residents": Hippos und Crocs und vereinzelte Elefanten.

Es gibt am Boteti mittlerweile 3 Live-Webcams (Youtube), die sich über 35km verteilen. Insofern kann man vorab immer gucken, wie gerade die Gegebenheiten sind und ob es lohnt.
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2026
Themenstarter31 Beiträge · seit 202515. Jan. 2026 ·
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten! Es stimmt wohl, dass das Risiko des Steckenbleibens zu so einer Reise dazu gehört. Vielleicht probieren wir es einfach mal aus - und halten uns dann an die Strecke entlang des Botetis.