Wasser mit den Löwen teilen - Bots/Zim 2024

Reisebericht 53 Antworten · 5’735 Aufrufe · gestartet 14. Aug. 2025 von ElenaHanak
Themenstarter170 Beiträge · seit 202023. Aug. 2025 ·
Episode 8 – Botswana für Vogel-Liebhaber

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06.10.2024-07.10.2024 - 🏡 Muchenje Cottage 2N 🛜, 🚙 80km, 2 std.

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In der letzten Episode besuchten wir Nogatsaa, verließen den Platz aber recht schnell und fuhren weiter zu den Muchenje Cottages – obwohl wir keine Buchung hatten. Zum Glück war noch etwas frei, allerdings zunächst in zwei verschiedenen Cottages. Doch die Rezeptionistin setzte wirklich alles daran, uns zu helfen – und tatsächlich konnten wir beide Nächte im selben Cottage verbringen. Wir hatten großes Glück!

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Unser Cottage war wunderschön – komplett ausgestattet mit Küche, Klimaanlage und einer gemütlichen Terrasse, umgeben von grünem Busch. Von dort aus konnten wir einem ständigen Vogelkonzert lauschen – ein wahres Paradies für Vogel-Fans!

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Es gab auch einen kleinen Shop, der überraschenderweise besser sortiert war als der Supermarkt in Kasane. WLAN war im Bereich der Rezeption verfügbar, und es konnten verschiedene Aktivitäten gebucht werden – darunter auch geführte Vogelbeobachtungstouren. Wir hörten von einem exzellenten lokalen Vogelguide und buchten eine Vogelwanderung mit ihm für unseren letzten Morgen.

Am nächsten Tag starteten wir früh zu einer Pirschfahrt im Chobe Riverfront, doch als wir am Ngoma Gate ankamen, war es noch geschlossen. Glücklicherweise kam ein Mitarbeiter vom Haupttor an der Teerstraße und öffnete es für uns.

Wir erreichten den Chobe-Fluss kurz nach Sonnenaufgang, doch Raubtiere waren nicht in Sicht – nur ein Savannenadler, der aufmerksam die Landschaft beobachtete. Andere Vögel waren bereits mit ihrem Frühstück beschäftigt, und obwohl die Landschaft atemberaubend war, war der Wasserstand recht niedrig.

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Die Paviane wachten gerade erst auf – einige lagen noch eng aneinander gekuschelt.

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Es gab keine besonders spektakulären Sichtungen, aber eine tolle Überraschung: Wir trafen Rob von Moving Pictures Africa – ein YouTube-Kanal, den ich mit großem Interesse verfolge!

Als wir schließlich das Gebiet erreichten, in dem sich Löwen befinden sollten, stand die Sonne schon zu hoch für gute Fotos. Also beschlossen wir, den Park zu verlassen und in Kasane nach frischem Brot zu suchen.

Muchenje vs. Kasane – Der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt

Obwohl die Muchenje Cottages tolle Unterkünfte und großartiges Personal bieten, ist der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt im Chobe Nationalpark eigentlich Kasane, mit Einfahrt über das Sedudu Gate:
  • Löwen findet man meist rund um den Serondela Picnic Site und die Chobe Game Lodge.
  • Aktivitäten wie Bootstouren starten nur von Kasane aus.
  • Ein Nachteil von Muchenje: Die Zufahrtsstraße führt durch den Nationalpark, der zwischen 19:00 und 6:00 Uhr geschlossen ist. Wer zu spät zurückkommt, kann nicht mehr zur Unterkunft gelangen.
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Auf dem Rückweg nach Muchenje sahen wir … ja, unglaublich, ein Rudel Wildhunde!

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Und nicht irgendwo – direkt an der Hauptstraße, in der Nähe der Abzweigung nach Nogatsaa! Es war bereits das zweite Mal, dass wir Wildhunde im Chobe Riverfront entdeckten. Wir hatten stundenlang am Fluss nach ihnen gesucht – und dann fanden wir sie so nah an der Straße, dass man sie sogar vom Reisebus aus hätte sehen können!
Auf der Strecke nach Muchenje sieht man häufig Giraffen.

Am nächsten Morgen nahmen wir an einer Vogelwanderung mit Guide Stone teil – direkt auf dem Gelände der Muchenje Cottages!
Viele Vogelarten entdeckten wir direkt auf dem Campingplatz, darunter ein Perlzwergkauz und ein Sperber. Auch die Campsites selbst waren wunderschön – mit viel Schatten und ruhiger Atmosphäre.

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In nur 1,5 Stunden konnten wir 34 verschiedene Vogelarten beobachten! Die Muchenje Cottages sind wirklich ein Paradies für Vogelbeobachter, und ich kann sie jedem Vogel-Liebhaber, der Botswana besucht, wärmstens empfehlen.

👉 In der nächsten Episode stelle ich euch unsere unerwarteten Mitbewohner auf dem Savuti Campsite vor. Bleibt dran! 🐾
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zuletzt bearbeitet 23. Aug. 2025
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Episode 9 – Savuti Campsite

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08.10.204-10.10.2024 - ⛺Savute Campsite RSV4, 3N, 🚙 60km, 3 Std.

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Die Fahrt von Muchenje nach Savuti dauerte etwa drei Stunden. Die ersten 40 Kilometer bis zum Ghoha Gate waren die langsamsten – rund zwei Stunden – aber erwarte keine Asphaltstraße! Mit der Sandpiste beginnt das Abenteuer.
Zunächst war die Strecke schmal, mit wenigen Ausweichmöglichkeiten für den Gegenverkehr. Dann wurde sie zu einem zweispurigen Sandweg – und ja, sehr sandig!

Kaum am Savuti Campsite angekommen, inspizierten zwei Automechaniker (Yelow-billed Hornbills - siehe video) vorsorglich unser Fahrzeug – sicher ist sicher nach dieser Rumpelpiste.

Der Campingplatz selbst war großzügig und schattig, ein perfekter Ort zum Aufbauen. Unser Stellplatz RSV4 lag direkt gegenüber der Sanitäranlagen – praktisch, aber nicht gerade privat.
Es gab auch einen Wasserhahn, versteckt in einem großen Betonblock. Um an das Wasser zu kommen, musste man fast bis zur Schulter hineingreifen! Diese Bauweise soll verhindern, dass Elefanten ihn zerstören – ein häufiges Problem in Savuti.
Natürlich freute ich mich schon auf die ersten wilden Besucher auf dem Platz!

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Gelbschnabeltoko (Yellow-billed Hornbill) waren völlig unerschrocken – einer setzte sich sogar in unsere Küche, auf den Kühlschrank!
Pfeifbülbüls (Arrow-marked Babblers) kamen regelmäßig vorbei.
Helmperlhuhn (Red-billed Spurfowl) kann man überall treffen. Aber Vorsicht – er ist dein Wecker am Morgen!
Auch Eichhörnchen waren großartige kleine Camping-Gefährten.

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Wir merkten schnell: Wir wohnten nicht einfach auf einem Campingplatz – wir waren zu Gast im Zuhause anderer!
Der Baum neben unserem Zelt war in Wahrheit das Zuhause der Zwergmangusten.
Wahrscheinlich lebten dort auch Eichhörnchen und Vögel.
Um unsere pelzigen Nachbarn besser beobachten zu können, stellte ich mein Handy auf einen Gimbal und steuerte es aus der Ferne – in der Hoffnung, einen Blick in ihren Alltag zu erhaschen.
Die Mangusten waren neugierig und untersuchten sogar unser Zelt – auf der Suche nach einem Weg hinein!
Auch ein Go-away-Bird kam vorbei und begrüßte uns mit seinem typischen Ruf.

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In der Nacht kam dann noch ein ganz besonderer Besucher – jemand inspizierte unser Zelt! 🤩 🦨

👉 In der nächsten Episode nehme ich euch mit auf eine Pirschfahrt rund um Savuti – bleibt dran! 🚙 🦁 🦒 🦓 🐘 🚙
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Episode 10 – Savute, Drei Tage mit einer Löwenfamilie

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Wie in Hwange, in der Robins-Region bei Big Toms, wacht auch hier eine Savute-Löwin über einen toten Elefanten. In der Nähe nähern sich Mitglieder der Elefantenherde dem Wasserloch – als wollten sie sich ein letztes Mal verabschieden.
Man sagt, Elefanten trauern um ihre gefallenen Verwandten und Herdenmitglieder.

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Doch sie wittern die Löwin in der Nähe und zögern, sich weiter zu nähern. In dieser Region sind Löwen in der Lage, einen Elefanten zu töten.
Was für die einen Trauer bedeutet, ist für andere ein Festmahl.

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Wie in Robins, trafen wir hier, in Savute, auf einer Löwin mit drei Jungen, etwa drei Monate alt. Anders als in Robins, wo alle drei größeren Jungen weiblich waren, entdeckten wir hier ein junges Männchen – vielleicht ein zukünftiger Löwenkönig.

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Als die Sonne unterging, färbte sie die Landschaft in warme Orangetöne.

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Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenaufgang, kehrten wir zum Elefantenkadaver zurück. Die Dämmerung tauchte das Land in tiefes Violett. Auch der Löwen-Vater war da. Marabus wachten gerade auf und stellten sich rund um die Überreste auf. Die Löwen-Jungen spielten, während die Vögel über uns langsam zur Ruhe kamen. Für einen Moment wirkte alles wie eine idyllische Familienszene.

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Episode 10 Fortsetzung

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Der Vater genoss die kühle Morgenluft.
Aber er war nicht allein – sein Bruder, ebenfalls Teil des Rudels, hielt Wache. Als die Sonne höher stieg, zogen sich Mutter und Junge ins Buschwerk zurück, während der Onkel am Kadaver blieb und sich in der Mittagshitze dösend niederließ.

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Wir beschlossen, andere Teile des Parks zu erkunden. Das Marsh-Rudel hält sich oft bei Rhino Vlei und Marabou Pan auf.
Bei Rhino Vlei entdeckten wir Löwenspuren, aber keine Löwen.
Wir haben auch Vögel und andere Tiere fotografiert.

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Am Nachmittag kehrten wir zu unserer Löwenfamilie am Wasserloch zurück.
Es war immer noch heiß, und die meisten Löwen lagen faul herum – nur die verspielten Jungen waren aktiv.
Später versammelte sich das gesamte Rudel. Die energiegeladenen Jungen ärgerten ihre Eltern.
Ein besonders selbstbewusstes Löwenmädchen trug ein Stück Fleisch herum und ignorierte die Rufe seiner Mutter.
Sie wird einmal eine großartige Jägerin sein.

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Jungen großzuziehen ist harte Arbeit für eine Löwin – doch sie wird belohnt mit Zuneigung von ihren Kindern. Papa behält die Kleinen im Auge, während er versucht, ein wohlverdientes Nickerchen zu machen.
Als der Abend in tiefes Violett überging, wirkten die drei felligen Energiebälle, als ob sie sich für die Nacht aufladen würden.
Ein unvergesslicher Abend mit dieser Löwenfamilie.

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Episode 10 Fortsetzung

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Die folgende Nacht wurde in warmes Orange getaucht.
Schakale lauerten in der Nähe, ungeduldig wartend auf ihre Chance. Als die Löwen endlich abzogen, stürzten sich die Schakale auf die Reste.
Doch selbst beim Festmahl erinnerte das ferne Brüllen des Löwen daran, wer hier wirklich das Sagen hat.

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Am nächsten Morgen erlebten wir eine Überraschung:
Ein Marabu-Storch spülte jedes Stück Fleisch sorgfältig im Wasser, bevor er es hinunter schluckte – und wiederholte das mit jedem Bissen!
Währenddessen beanspruchten die Schakale den Kadaver für sich – und wälzten sich in Elefantenkot, um sich von Insekten und fremden Gerüchen zu befreien.
Vielleicht sollte ich das auch mal probieren – aber ich bezweifle, dass es bei mir so gut funktioniert!
Die Schakale jedenfalls wirkten sehr zufrieden mit sich selbst.

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Unsere drei Nächte in Savuti waren vorbei. Nun waren wir gespannt, was uns in Khwai erwarten würde.

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🎥 Bleib dran für die nächste Episode!
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128 Beiträge · seit 202429. Aug. 2025 ·
WOW!!! Deine Bilder sind einfach immer wieder der Hammer! Danke fürs Zeigen. Ich bin jedes Mal sehr beeindruckt, welche Momente du da einfängst.
Themenstarter170 Beiträge · seit 202029. Aug. 2025 ·
Phili schrieb:WOW!!! Deine Bilder sind einfach immer wieder der Hammer! Danke fürs Zeigen. Ich bin jedes Mal sehr beeindruckt, welche Momente du da einfängst.
Danke dir, freut mich total, dass dir die Bilder gefallen!
Ich schreibe zwar nicht so viel Text, aber ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte 😉 In meinen Videos erzähle ich dafür umso mehr, und ich denke, die sind auch ganz informativ. Am Ende geht’s uns ja vor allem um die Eindrücke von den Orten und die Sightings.
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Themenstarter170 Beiträge · seit 202030. Aug. 2025 ·
Episode 11 – Khwai

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11.10.204-14.10.2024 - 🏡 Khwai Guest House 4N 🛜, 🚙 100km, 3.5 Std.

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In Hwange wurden wir auf unserer Sunset-Fahrt von einer Löwin begleitet – und in Khwai war es ein Leopard.

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Und ja, es gibt wirklich nichts mehr Besonderes als das.

Wir übernachteten im Khwai Guesthouse, das sechs Chalets und zwei Familienzimmer bietet. Es gibt eine Lounge mit Bar und WLAN sowie ein Restaurant. Neu für mich war der Swimmingpool, den ich an den heißen Oktobertagen dankbar nutzte. Wir haben vier Nächte hier gebucht, und ich war gespannt, was die Mutter Natur in Khwai für uns bereithält.

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Der Khwai-Fluss ist einer der Hauptwasserläufe des Okavango-Deltas und liegt im äußersten Osten des Gebiets. Er bildet die natürliche Grenze zwischen der Khwai Concession und dem Moremi Game Reserve, verbunden durch die North Bridge.
Das in Khwai Village gelegene Khwai Guesthouse war ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für beide Gebiete – Khwai und Moremi.

Unsere erste Pirschfahrt mit unserem Guide Shadow führte uns in die Khwai Concession und schließlich zum Fluss – ein besonders angenehmer Ort an heißen Nachmittagen.

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Schon bald entdeckten wir zwei Löwinnen – was für ein Start! Doch das war nur der Anfang: Wir begegneten Seronga, einem weiblichen Leoparden, der Tochter der berühmten und legendären Mma Tsebe.

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Seronga:
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Mma Tsebe fotografiert in 2015:

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Mma Tsebe war bei allen Khwai-Guides und Besuchern wohlbekannt und beliebt. Sie war ein Liebling unter Wildtierfotograf*innen, posierte oft für Kameras und brachte vielen Menschen Freude. Ein neues Safari-Camp wurde sogar nach ihr benannt. Sie hatte ein unverwechselbares Aussehen: zerfetzte Ohren, eines etwas höher angesetzt als das andere, und halbgeschlossene Augen – man konnte sie nie mit einem anderen Leoparden verwechseln.

Hier ist Mma Tsebe:

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Und hier war nun ihre Tochter, Seronga. Ihre Augen, Bewegungen und ihr Gang erinnerten stark an ihre legendäre Mutter. Sie wurde nach der Straße nach Seronga benannt, an der sie oft gesichtet wird. Man kann sie mit etwas Glück im Wald rund um das Machaba Camp oder beim Leopard Lagoon sehen.

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Wir entdeckten auch einen männlichen Leoparden auf der anderen Seite des Mbudi-Flusses – doch ein Überqueren war zu riskant. Stattdessen machten wir eine Pause und genossen die Umgebung.

Big Boy:
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Mbudi Fluss:
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Später fanden wir beim Leopard Lagoon zwei weitere Löwinnen.

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Die Pfoten 🤣 🤣 🤣
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In den folgenden Tagen pendelten wir zwischen Sichtungen von Seronga und den Löwen hin und her – oft vor der atemberaubenden Kulisse des afrikanischen Sonnenuntergangs. Am letzten Tag lagen die Löwen unter dem Baum, auf dem Seronga mit ihrer Beute war.

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zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2025
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Episode 11 Fortsetzung

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Der Khwai-Fluss bietet beeindruckende Tierbegegnungen und eine besondere Ruhe und Gelassenheit.
Hier ein paar Fotos von Khwai:

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Auf einer morgendlichen Fahrt in Moremi trafen wir bald auf Löwen mit einem frischen Kill. In einem Löwenrudel jagen meist die Weibchen – doch die dominanten Männchen beanspruchten die Beute schnell für sich. Die Sichtung war kaum einen Kilometer vom Khwai Village entfernt, wo sich unser Guest House befand. Ich fragte mich: Besuchen sie nachts manchmal das Dorf? In Khwai leben Menschen wirklich Seite an Seite mit der Wildnis.

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Die Löwen waren noch recht jung und in sehr guter Verfassung. An unserem letzten Morgen, auf dem Weg zurück nach Maun, sahen wir nochmals einen männlichen Löwen – dieses Mal ganz ohne Guide.

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Nach den Löwenbesuchen fuhren wir weiter zu einem bekannten Ruheplatz der Wildhunde, etwa einen Kilometer hinter dem North Camp in Moremi. Die Hunde dösten im Schatten der Bäume, um Energie zu sparen.

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Und hier ist er – unser männlicher Löwe – auf dem Rückweg nach Maun.
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👉 In der nächsten Episode geht es um eines der am meisten missverstandenen Tiere der Welt – die Hyäne! Bleibt dran, um mehr zu erfahren!
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zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2025
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Episode 12 – Ist das Hyänenjunges ein Weibchen? ♀️♂

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Wir hatten in den vergangenen Jahren schon einmal einen Hyänen Den besucht und freuten uns auf ein Wiedersehen. Zwar gibt es in dieser Gegend einige Baue, doch sie werden gelegentlich verlegt (Siehe Video). Meistens kann man die Tiere am Bau früh morgens oder am späten Abend beobachten.

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Wir wurden Zeugen einer Begrüßungszeremonie: Zwei Hyänen standen parallel zueinander, mit entgegengesetzter Blickrichtung, hoben die Hinterbeine und schnüffelten bzw. leckten sich gegenseitig im Genitalbereich.

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Auch dieses Jungtier begrüßt eine erwachsene Hyäne – mit erigiertem Penis als Zeichen der Unterwerfung. Moment mal – haben denn alle Jungtiere einen Penis? Sind das etwa alle Männchen?

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Nein. Bei Fleckenhyänen haben sowohl Männchen als auch Weibchen ein Phallus-artiges Organ. Weibliche Tiere besitzen einen sogenannten Pseudopenis – eine verlängerte Klitoris, die ebenfalls erigiert werden kann. Außerdem haben sie keine äußere Vagina. Sie urinieren, paaren sich und bringen sogar ihre Jungen durch dieses Organ zur Welt.

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Beim Paaren zieht das Weibchen den Pseudopenis ein – „so wie man einen Hemdsärmel zurückschiebt“ – um eine Öffnung für das Männchen zu schaffen.

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Das Geschlecht eines Jungtieres lässt sich vor dem Erwachsenenalter nur schwer bestimmen – und nur am Spitzenende des Organs: Weibchen haben eine abgerundete Spitze, Männchen eine Spitze. Also – welches der Jungtiere ist ein Weibchen? (Siehe Video)

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Fleckenhyänen sind hoch soziale Tiere und leben in Clans mit einer strikten Dominanzhierarchie. Anders als bei vielen anderen Arten herrschen bei den Hyänen die Weibchen – selbst ein rangniedriges Weibchen ist höher gestellt als jedes Männchen.

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Der Nachwuchs erbt den Rang der Mutter. Stirbt die Matriarchin, übernimmt ihr jüngstes Weibchen die Führung. Die Kinder hochrangiger Weibchen sind automatisch höher gestellt als erwachsene Tiere niederen Ranges. Allerdings hängt das stark von der Anwesenheit der Mutter ab – fehlt sie, kann es zu aggressivem Verhalten gegenüber ihren Jungen kommen.

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Hyänen sind äußerst intelligent – in Aufgaben zur Zusammenarbeit schneiden sie besser ab als Schimpansen. Sie helfen unerfahrenen Clanmitgliedern und können zwischen zuverlässigen und unzuverlässigen Artgenossen unterscheiden.

Es heißt, die Hyäne ohne erigierten Phallus ist die wahre Anführerin, während eine Erektion ein Zeichen der Unterwerfung ist. Was meinst du – gibt es da Parallelen zur menschlichen Welt? 😈

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Hyänen Mütter sind beschützend gegenüber ihrem Nachwuchs und dulden nur selten, dass sich andere Erwachsene – besonders Männchen – ihren Jungen nähern. Ihre Milch ist die eiweißreichste unter allen Karnivoren, und anders als bei Löwen kommt es nicht zu gegenseitigem Stillen – jede Mutter stillt nur ihr eigenes Junges.

Trotz ihres schlechten Rufs sind Fleckenhyänen geschickte Jäger und keineswegs nur Aasfresser. Sie können Knochen und sogar Haut verdauen und gehören zu den erfolgreichsten Raubtieren Afrikas – dank ihrer Anpassungsfähigkeit, Intelligenz und Opportunismus.

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Hyänenjunge entwickeln sich schnell und zeigen schon früh erwachsenes Verhalten. Bereits mit zehn Tagen können sie sich erstaunlich schnell fortbewegen. Mit etwa einem Monat beginnen sie mit Duft Markierungen und sozialen Interaktionen. Die typischen Flecken erscheinen im Alter von drei bis vier Monaten; bei der Jagd machen sie nach etwa einem Jahr mit. Die Geschlechtsreife erreichen sie mit drei Jahren.

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Aber wie paaren sie sich, wenn beide Geschlechter einen Phallus haben? Wie gesagt, das Weibchen zieht den Pseudopenis ein, wodurch die Kopulation möglich wird. Tatsächlich sind weibliche Hyänen die einzigen weiblichen Säugetiere ohne äußere Vaginalöffnung!

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Bringt ihnen diese einzigartige Anpassung Vorteile?
✅ Volle Kontrolle über die Paarung – Das Weibchen entscheidet, mit wem sie sich paart. Zwangspaarung ist nicht möglich.
✅ Tarnung und Schutz – Da Weibchen sich oft aggressiver gegenüber anderen Weibchen als gegenüber Männchen verhalten, könnte der Pseudopenis als Tarnung dienen und Angriffe reduzieren.

Stell dir vor, menschliche Frauen hätten ein solches Organ! 🤩 😂 😂 😂

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Hyänen sind auch Meister der Täuschung. Man hat beobachtet, wie sie beim Fressen falsche Alarmrufe ausstoßen, um andere Hyänen zu vertreiben – und dann in Ruhe weiter zu fressen. Ebenso nutzen Hyänenmütter falsche Alarme, um Kämpfe ihrer Jungen zu beenden.

Obwohl sie oft mit Hunden oder Großkatzen verwechselt werden, gehören Hyänen zu einer ganz eigenen Familie – den Hyaenidae – und sind näher mit Mangusten und Zibetkatzen verwandt als mit Hunden oder Katzen.

Apropos Verwechslung: Verwechsle afrikanische Wildhunde nicht mit Hyänen!
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• Wildhunde haben einen schlanken Körperbau, lange Beine, große runde Ohren und eine charakteristische weiße Schwanzspitze.
• Hyänen sind massiger, mit kräftigen Vorderläufen, kürzeren Hinterbeinen und kleineren Ohren.
Beide sind wunderschöne Tiere, auf ihre ganz eigene Art perfekt angepasst.

Unsere Zeit in Khwai ist vorbei. Als Nächstes geht es nach Mabuasehube – ein atemberaubender Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2025
1’656 Beiträge · seit 201401. Sept. 2025 ·
ElenaHanak schrieb:
Apropos Verwechslung: Verwechsle afrikanische Wildhunde nicht mit Hyänen!

• Wildhunde haben einen schlanken Körperbau, lange Beine, große runde Ohren und eine charakteristische weiße Schwanzspitze.
• Hyänen sind massiger, mit kräftigen Vorderläufen, kürzeren Hinterbeinen und kleineren Ohren.
Beide sind wunderschöne Tiere, auf ihre ganz eigene Art perfekt angepasst.


Vielen lieben Dank für diese super Erklärung !
Viele hier im Namibia Forum sind sicher froh darüber, dass ihnen endlich der Unterschied zwischen Wildhund und Hyäne einmal verständlich und in Bildern gezeigt wird. 😄
Danke!

Lieben Gruß
Die Tinochikas
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
770 Beiträge · seit 201701. Sept. 2025 ·
Hallo Elena, eure Videos und Fotos sind ganz grosses Kino! Kompliment! Und ganz nebenbei kann ich viel Interessantes lernen. Richtig spannend! Herzlichen Dank dafür und liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter170 Beiträge · seit 202001. Sept. 2025 ·
Danke euch, Tinochikas!
Klar, die meisten hier wissen eh, wie man Hyänen und Wild Dogs auseinanderhält. Der Text kommt eigentlich aus meinem englischen Video, deshalb bleib ich nah dran. Im Video sieht man die Tiere auch direkt, da wirkt es noch deutlicher. Ist halt eher für ein größeres Publikum gedacht – hier im Forum kennen sich ja fast alle bestens mit Wildlife aus.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2025
Themenstarter170 Beiträge · seit 202001. Sept. 2025 ·
Enilorac65 schrieb:Hallo Elena, eure Videos und Fotos sind ganz grosses Kino! Kompliment! Und ganz nebenbei kann ich viel Interessantes lernen. Richtig spannend! Herzlichen Dank dafür und liebe Grüsse Caroline
Freut mich, wenn man aus meinem Video noch etwas mitnehmen kann 🙂 Normalerweise bin ja ich derjenige, der von den Foris lernt! Danke, Caroline!
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
98 Beiträge · seit 202001. Sept. 2025 ·
Ich möchte mich gerne anschließen...die Bilder sind wirklich sensationell! Die hast du aber nicht alle aus dem Auto gemacht oder hast du ein 600ter? Wir wollen in zwei Jahren mit dem Camper Chobe, Moremi und Savuti machen von Namibia aus über den Caprivi...dein Reisebericht gibt mir das Gefühl, dass es dort ein wenig wie im Zoo ist :)) und damit natürlich einen weiteren Grund direkt mit der Reiseplanung zu starten ...
Themenstarter170 Beiträge · seit 202002. Sept. 2025 ·
ultraulla schrieb:Ich möchte mich gerne anschließen...die Bilder sind wirklich sensationell! Die hast du aber nicht alle aus dem Auto gemacht oder hast du ein 600ter? Wir wollen in zwei Jahren mit dem Camper Chobe, Moremi und Savuti machen von Namibia aus über den Caprivi...dein Reisebericht gibt mir das Gefühl, dass es dort ein wenig wie im Zoo ist :)) und damit natürlich einen weiteren Grund direkt mit der Reiseplanung zu starten ...
Liebe Ultraulla,

vielen Dank für deine Bewertung!
Die Bilder sind entweder vom Auto aus oder direkt vom Campingplatz aufgenommen.

Ich nutze tatsächlich ein 600 mm (Nikon Z 180–600mm/5.6–6.3). Es gibt sogar einen professionellen Wildlife-Fotografen aus Südafrika – Mark Dumbleton –, der ausschließlich mit diesem Objektiv arbeitet und damit fantastische Ergebnisse erzielt: https://www.youtube.com/@MarkDumbleton/videos
Das Objektiv ist zudem leistbar. Ich kenne auch einige Hobbyfotografen, die nur dieses Objektiv nutzen und sehr zufrieden damit sind.

Zusätzlich habe ich noch ein 100–400/5.6, das ich vor allem zum Filmen einsetze. Mein Partner fotografiert mit einem 800/6.3 – manchmal verwende ich auch seine Bilder im Bericht, da ich beim Filmen nicht gleichzeitig fotografieren kann und dadurch manches verpassen würde.

Wir sind Selbstfahrer, haben aber im Khwai Guesthouse auch ein paar Game Drives gebucht und sind mit dem Guide Shadow gefahren. Es mag auf den Fotos manchmal wirken, als wäre alles „Zoo-mäßig“, aber 2024 war ein extrem trockenes Jahr. Raubtiere – vor allem Löwen – waren dadurch leicht zu finden, da sie fast immer an den wenigen funktionierenden Wasserstellen anzutreffen waren.

In der Trockenzeit wirst du mit Sicherheit viele spannende Sightings haben. 2025 waren wir im Mai dort – da sah es schon wieder etwas anders aus.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
125 Beiträge · seit 201902. Sept. 2025 ·
Hallo Elena,

vielen Dank für den tollen Bericht und die wirklich fantastischen Bilder! Die Bilder sind wirklich einsame spitze 🤩
Du hast die Belichtung echt gut getroffen. Welche Einstellungen hast du -vorallem bei den Löwencups beim Elefanten- im Gegenlicht benutzt?

Kannst du noch was zu euren Sichtungen und den Fotoverhältnissen im Mai berichten? Wir waren 2023 im Oktober in Botswana und sind bei regelmäßig über 40 Grad fast eingegangen.
Im Mai 2026 fliegen wir wieder nach Botswana und mich interessiert, wie zu der Jahreszeit die Sichtungen sind (bzw. bei dir waren) 🙂

Vielen Dank und liebe Grüße
Marcel
Themenstarter170 Beiträge · seit 202003. Sept. 2025 ·
Skotch schrieb:Hallo Elena,

vielen Dank für den tollen Bericht und die wirklich fantastischen Bilder! Die Bilder sind wirklich einsame spitze 🤩
Du hast die Belichtung echt gut getroffen. Welche Einstellungen hast du -vorallem bei den Löwencups beim Elefanten- im Gegenlicht benutzt?

Kannst du noch was zu euren Sichtungen und den Fotoverhältnissen im Mai berichten? Wir waren 2023 im Oktober in Botswana und sind bei regelmäßig über 40 Grad fast eingegangen.
Im Mai 2026 fliegen wir wieder nach Botswana und mich interessiert, wie zu der Jahreszeit die Sichtungen sind (bzw. bei dir waren) 🙂

Vielen Dank und liebe Grüße
Marcel
Lieber Marcel,

vielen Dank für deine tolle Bewertung!

Die Löwenkinder habe ich mit der Nikon Z9 und dem 100–400/4.5–5.6 fotografiert. Diese Kombination nutze ich meistens zum Filmen. Das Foto entstand mit 400 mm, f/5.6, 1/1000 s und ISO 3200.

Ich arbeite fast immer mit Auto-ISO, während ich Blende und Zeit manuell einstelle. Die Blende ist bei mir fast immer offen (in dem Fall f/5.6). Oft gebe ich noch eine Belichtungskompensation von +0.3 bis +0.7 EV, da man sagt, dass der Autofokus etwas zuverlässiger arbeitet, wenn mehr Licht vorhanden ist.

Wichtig: Bilder werden unscharf, wenn entweder der Fotograf oder das Motiv sich bewegt.

➡️Es gibt die 2×-Brennweiten-Regel: bei 400 mm → 1/800s als minimale Verschlusszeit.
➡️Durch die gute Stabilisierung moderner Kameras kann man aber auch mit 1×-Brennweite (1/400s) arbeiten oder sogar noch langsamer bis 1/200s oder 1/80s, wenn man sauber auflegt (Beanbag, Motor aus).

Ich fotografiere immer in Serien. Moderne Kameras schaffen im RAW-Format bis zu 20 Bilder pro Sekunde – diese schnelle Serie kann kleine Verwacklungen des Fotografen „ausgleichen“. Ein paar Bilder sind dann trotz leichter Bewegung scharf.
Zur Orientierung: menschliche Reaktions- und Bewegungszeit liegt bei etwa 140–180 ms (schnellste 10–80 ms). Das entspricht ungefähr 1/7–1/6s (schnellste 1/50 s). Theoretisch kann man also mit Verschlusszeiten bis 1/50s noch scharfe Bilder bekommen, wenn man sehr ruhig hält und in Serie fotografiert. Aber: das braucht viel Übung – und funktioniert nur, wenn das Tier selbst still sitzt.

Denn die Bewegung des Tieres ist die zweite, oft viel wichtigere Variable! Meistens entsteht die Unschärfe nicht durch die eigene Hand, sondern durch die Bewegung des Motivs.

Darum habe ich eine kleine Tabelle mit empfohlenen Verschlusszeiten zusammengestellt:
Situation / TierbewegungEmpfohlene minimale Shutter-SpeedSicherer Bereich (wenn möglich)Bemerkungen
Großkatzen (Löwe, Leopard, Hyäne) – langsamer Schritt1/500 s1/640–1/800 sKopf & Beine bewegen sich schneller als man denkt.
Großkatzen – normales Gehen / Trab1/800 s1/1000–1/1250 sBei 600–800 mm lieber kürzere Zeiten wählen.
Großkatzen – Sprint / Jagd1/1600 s1/2000–1/2500 sAction-Szenen – hier keine Kompromisse.
Elefant, Nashorn, Giraffe – Gehen1/320 s1/400–1/500 sGroße Tiere bewegen sich relativ langsam.
Antilopen, Zebras – Gehen1/500 s1/640–1/800 sKopfbewegungen beachten.
Antilopen, Zebras – Rennen / Flucht1/1600 s1/2000–1/2500 sSehr schnelle, unregelmäßige Bewegungen.
Vögel – sitzend / ruhig1/250 s1/320–1/400 sNur bei absolut stillen Vögeln und stabiler Haltung.
Vögel – Gehen / pickend1/800 s1/1000–1/1250 sKopfbewegungen sind extrem schnell.
Vögel – Abflug / langsamer Flug (Adler, Geier)1/1250 s1/1600–1/2000 sGroße Flügel schlagen relativ langsam.
Vögel – schneller Flug (Enten, kleine Vögel, Greif stoßt)1/2000 s1/2500–1/3200 sSehr kurze Zeiten nötig, um Flügelbewegung einzufrieren.
Wild Dogs / Hyänen – Rennen1/1600 s1/2000 sWild Dogs sind sehr schnell und unruhig.
🐾 Merke dir 3 Stufen:
• Ruhig / langsam → 1/500s
(z. B. stehender Elefant, gehender Löwe, Vogel auf Ast)
• In Bewegung → 1/1000s
(z. B. Löwe oder Zebra im Schritt/Trab, Vogel pickend, Antilope gehend)
• Action / schnell → 1/2000s
(z. B. Jagd, rennende Wild Dogs, Vogel im Flug)

💡 Tipps zur Praxis:
• Lieber Auto-ISO aktivieren und die gewünschte Mindestzeit fixieren (z. B. 1/800 s bei Löwen im Schritt).
• Falls Licht knapp: zuerst ISO hoch, dann Blende öffnen – Shutter sollte als letztes verlängert werden.
• Mit modernen Vollformatkameras kannst du ISO 3200–6400 problemlos nutzen, um bei 1/800–1/1600 s zu bleiben.

Zur Reisezeit:
Ich wollte eigentlich auch ein paar Videos über unsere Reise im Mai 2025 zusammenstellen, aber hier ein kurzes Fazit:
Im Mai ist es in Botswana kühl und sehr grün – ganz anders als im Oktober. Die Nachttemperaturen können bis auf +5 °C fallen, in Hwange hatten wir sogar einmal nur +2,9 °C. Die Tiere sind morgens noch träge, starten später in den Tag – dadurch kann man selbst auch etwas später losfahren und den ganzen Tag auf Pirschfahrt gehen.

Raubtiere sind territorial, sie verlassen ihre Gebiete also nicht. Allerdings sind sie durch die Vegetation schwerer zu finden – oft verstecken sie sich hinter Gras und Blättern. Außerdem gibt es mehr natürliche Wasserstellen, an denen sich die Beutetiere (und damit auch die Räuber) verteilen. Dadurch sind die Tiere weniger konzentriert. Trotzdem hat jede Katze ihre Lieblingsplätze und muss ihr Revier patrouillieren – die Chancen, sie zu sehen, sind also auch im Mai groß.

Das Gras steht hoch, was das Scharfstellen schwieriger macht. Gelingt es, hat man aber fantastische Ergebnisse.

Zu den Gebieten:

👉 Moremi ist im Mai atemberaubend. Die Flut ist noch nicht da, und manche Guides sagen sogar, April–Mai sei die trockenste Zeit in Moremi. Unsere Sightings waren top, kein Unterschied zu September – vielleicht sogar besser. Wenn das Wasser kommt, sammeln sich die Tiere auf dem trockenen Land. Katzen mögen es nicht, nasse Pfoten zu bekommen, außer es ist notwendig. Aquatische Tiere wie Hippos oder Lechwes natürlich ausgenommen. Wenn das Wasser zurückgeht, verstreuen sich die Tiere wieder. Wir als Selbstfahrer haben Löwen, Leoparden und Wild Dogs gesehen. Andere Gäste sogar Geparden.

👉 Khwai war im Mai etwas schwächer als im Oktober. Leoparden haben wir dort leider verpasst. Aber wir hatten Löwen mit sieben Jungen und Wild Dogs – also auch sehr gute Sichtungen, dazu überwältigende Landschaften und Himmel.

👉 Savute war ebenfalls stark. Am Wasserloch nahe des Camps sahen wir Löwen – ganz klassisch auf ihrer Revier-Patrouille. Dazu ein Honeymoon-Pärchen und eine Löwin bei der Jagd, die wir zufällig trafen – pures Glück.

👉 Chobe Riverfront ist immer beeindruckend, allerdings mit sehr vielen Autos.

👉 Hwange National Park würde ich im Mai nicht empfehlen. Es gab überall viel Wasser, sogar Elefanten waren schwer zu finden. Wir hatten zwar Glück mit einem Wild-Dog-Kill und Löwen, aber insgesamt haben wir sehr viel Zeit investieren müssen für nur wenige gute Sichtungen.

Fazit:
Botswana im Mai – absolut empfehlenswert.
Hwange im Mai – eher nicht.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
910 Beiträge · seit 201504. Sept. 2025 ·
Hallo Elena,

ich bin begeistert von deiner Kombi: Filme + Fotos.
Danke auch für die ganzen Einstellungstipps für die Kamera.
Ich schaffe es nur im Urlaub zu fotografieren und habe oft gerade am Anfang so meine Schwierigkeiten.
Wenn dann noch schlechte Lichtverhältnisse und wechselnde Situationen dazu kommen, fallen die Ergebnisse ziemlich schlecht aus.
Ich versuche mir mal deine Tipps auch die der Profis genau anzuschauen.
Auch die Anfahrt durch den Sand bis Savuti kann ich mir nun besser vorstellen und einschätzen.
Ich glaube das wäre mir zu schwierig als Selfdrive.

Super vielen lieben Dank dafür!
yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter170 Beiträge · seit 202005. Sept. 2025 ·
yp-travel-photography schrieb:Hallo Elena,

ich bin begeistert von deiner Kombi: Filme + Fotos.
Danke auch für die ganzen Einstellungstipps für die Kamera.
Ich schaffe es nur im Urlaub zu fotografieren und habe oft gerade am Anfang so meine Schwierigkeiten.
Wenn dann noch schlechte Lichtverhältnisse und wechselnde Situationen dazu kommen, fallen die Ergebnisse ziemlich schlecht aus.
Ich versuche mir mal deine Tipps auch die der Profis genau anzuschauen.
Auch die Anfahrt durch den Sand bis Savuti kann ich mir nun besser vorstellen und einschätzen.
Ich glaube das wäre mir zu schwierig als Selfdrive.

Super vielen lieben Dank dafür!
yvy
Liebe Yvy,
danke dir! Freut mich total, wenn meine Tipps und Videos nützlich sind 😊. Früher habe ich auch nur im Urlaub fotografiert. Zwei Wochen vorher einfach das Wissen ein bisschen auffrischen und vielleicht ein paar kleine Spickzettel ins Handy packen – das hilft schon enorm.
Übrigens, Deine Webseite ist super! 👍 👍 👍
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2025