utaeleonore schrieb:Meist gibt es auf Nachfrage den gleichen Tarif, man muss sich nur die Mühe machen, nachzufragen.
Genau das ist dann der Fehler der Hotels. Warum muss man erst noch nachfragen, quasi individuell um einen Rabatt betteln? Das ist nervig, verzögert die Buchung. Und dann buchen die Leute eben über booking.com, Agoda oder Kayak (alles Booking Holding), weil es einfacher, bequemer, schneller geht.
Die Hotels zahlen um die 15% Provision an Booking. Die sparen sie, wenn auf der eigenen Website gebucht wird. Warum gibt man nicht 5 der 15% an den Kunden weiter? Dann bekommen die Hotels die Buchungen direkt und sparen immer noch*. Stattdessen versucht man auf der eigenen Website teils mit höheren Preisen abzuzocken und anschließend jammern die Hotels, dass sie für die Billig-Buchung über Booking noch 15% Provision abdrücken müssen. Kategorie "selbst schuld". Die frühere Regelung in den Booking-Geschäftsbedingungen, dass Hotels auf Booking den günstigsten Preis anbieten müssen, die ist von Gerichten doch auch lange gekillt worden.
Ich kann ansonsten nur empfehlen, nicht direkt booking.com aufzurufen, sondern eine Meta-Suche wie Tripadvisor oder Google Travel zu besuchen. Wenn man direkt auf booking.com sucht, dann nimmt Booking zurecht an, dass der Kunde keinen Vergleich hat und davon ausgeht, auf Booking automatisch den besten Preis zu bekommen. Dann ruft Booking in vielen Fällen höhere Preise auf. Ruft man das selbe Hotel über eine Metasuche wie Tripadvisor oder Google Travel auf, dann weiß Booking, dass der eigene Preis im Vergleich zum Preis auf x anderen Portalen erscheint und man den günstigsten Preis bieten muss, um die Buchung zu bekommen.
* Ich weiß: in der Praxis ist es etwas komplizierter, weil hinter der Buchung auf der eigenen website meist auch ein externes Buchungssystem steht, für das auch Gebühren fällig werden. Im südlichen Afrika z.B. häufig Nightsbridge. Die Gebühren dafür sind aber drastisch niedriger als bei Booking.