Neuer Internationaler Flughafen für Sambia

8 Antworten · 2’565 Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2017 von travelNAMIBIA
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381 Beiträge · seit 200931. Dez. 2017 ·
und wie immer die chinesen?
spirit-of-zambia.com
4’132 Beiträge · seit 200819. März 2025 ·
es steht übrigens schon bei Wikipedia: 2025 Sino-Metals Leach Zambia dam disaster

...es war nur eine Frage der Zeit...

Die Chinese Companies, das gierige Pack, sind so nachlässig, so risikobereit, - Landschaften sind im Copperbelt erbarmungslos ausgebeutet und "Straßen" komplett kaputt, die Monster-Kupferlaster fahren rücksichtslos, der Verkehr ist lebensgefährlich.

Und nun das Desaster!
Es ist schrecklich, Kitwe hat die Zentrale Wasserversorgung für die Bevölkerung aus Sicherheitsgründen gekappt, das Gift fließt über den Mwambashi River in den Kafue River und verseucht viele viele Kilometer vom schönen Fluss... 🙁
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. März 2025
614 Beiträge · seit 202220. März 2025 ·
Das stand vor 4 Tagen im Spiegel (online)
134 Beiträge · seit 202420. März 2025 ·
utaeleonore schrieb:Das stand vor 4 Tagen im Spiegel (online)
Und es zeigt, wie sehr uns im Westen Afrika am A**** vorbei geht. Der Vorfall ist über einen Monat her. Am Wochenende hatte die amerikanische Nachrichtenagentur AP einen Bericht dazu und mit einem Monat Verspätung haben deshalb nun ein paar deutsche Medien Artikel dazu. In Kitwe, einer Stadt mit um die 600.000 Einwohnern wurde 2 Tage nach dem Desaster die Trinkwasser-Versorgung abgestellt. Die toxische Suppe hatte sich in das Flüsschen Mwambashi ergossen, dass nach etwa 30 km unmittelbar vor Kitwe in den Kafue mündet und das Trinkwasser für Kitwe wird anscheinend primär aus dem Kafue gewonnen. Wäre so was in Europa passiert, dann wäre es tagelang die Top-News. Aber es sind ja nur ein paar Millionen Menschen in Afrika betroffen. Keine Berichterstattung wert.

Es wurde vor 2 Wochen ganz in der Nähe bei einer weiteren chinesischen Firma "Rong Xing Mineral" festgestellt, dass es auch dort massiv aus Rückhaltebecken leckt und die ebenfalls mit toxischer Brühe einen weiteren Zufluss des Kafue vergiftet haben. Denen wurde erstmal der Weiterbetrieb untersagt. Aber letztlich fehlen Sambia Strukturen, um die Firmen zu überwachen und die Macht, chinesischen Firmen wirklich die Daumenschrauben anzulegen.
zuletzt bearbeitet 20. März 2025
4’132 Beiträge · seit 200820. März 2025 ·
ewbabmiez schrieb: „Und es zeigt, wie sehr uns im Westen Afrika am A**** vorbei geht.“
Nein. So pauschal das Desinteresse nur einer Seite zuzuschreiben, trifft es sehr unzureichend!
… im Vertuschen eigener Fehler sind die Chinesen schon immer sehr gut gewesen.
Leider ist es den meisten von uns nicht möglich, die Chinesische Presse nach derartigen Meldungen durchzuflöhen...
Ich vermute mal, man wird nichts finden. Denen geht es nämlich mindestens am Arsch vorbei.

Und wären die Chinesen nicht derart desinteressiert an den Menschen in Afrika und überall dort, wo sie sich in kolonialer Manier der Bodenschätze und der Landrechte (Landgrabbing) bemächtigen, wäre dieses Unglück garnicht passiert.

Wie schon gesagt: es war nur eine Frage der Zeit, dass ein großes Desaster kommt.

Es ist so bitter, für das Land, die Bevölkerung, - besonders hart trifft es natürlich die Ärmsten, die nämlich ernähren sich vom täglichen Fisch aus dem Fluss (Fleisch können sie sich nicht leisten). Sie haben nichts sonst, außer subventionierten Mais und das, was ihnen der Fluss gibt incl. dem was sie dank des Flusswassers auf ihren kleinen Feldern für den Eigenbedarf anbauen…
Sie sehen dem Hunger entgegen.
Schreckliche Vorstellung. Welch ein Elend für die Menschen dort.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 20. März 2025
134 Beiträge · seit 202420. März 2025 ·
lilytrotter schrieb:
ewbabmiez schrieb: „Und es zeigt, wie sehr uns im Westen Afrika am A**** vorbei geht.“
Nein. So pauschal das Desinteresse nur einer Seite zuzuschreiben, trifft es sehr unzureichend!
Ich bekomme deine Verneinung logisch nicht eingeordnet. Das war nicht geheim oder vertuscht. So ziemlich alle Medien in Sambia haben da vor 4 Wochen drüber berichtet. Vor 4 Wochen wurde in Kitwe die Wasserversorgung abgeschaltet, was hunderttausende Menschen betraf. Hat u.a. auch der größte TV- und Radio-Anbieter in Sambia, ZNBC, berichtet.
https://znbc.co.zm/news/water-supply-shut-down-in-kitwe-due-to-pollution-from-sino-metals/

Wenn das 4 Wochen später westlichen Medien erstmals eine Randmeldung wert ist, welche Erklärung hast Du dafür als völliges Desinteresse des Westens? Das es den chinesischen Firmen ziemlich egal ist, das scheint klar, aber das war nicht mein Punkt.

Bitte nicht persönlich angegriffen fühlen. Ich gehe davon aus, dass es Dir wie mir nicht egal ist. Der breiten Masse im Westen aber schon. Weil es eben nicht in Europa sondern in Afrika passiert ist.
1’144 Beiträge · seit 202220. März 2025 ·
Danke für den Hinweis auf den Chambishi-Dammbruch. Ich habe es erst dadurch erfahren.
Deswegen ein OT zum angesprochenen „Afrika in europäischen Medien“.

Meine langjährige Wahrnehmung ist, dass auch in unseren sogenannten Qualitätsmedien die Berichterstattung über „Afrikanisches“ höchstens rudimentär ist, freundlich ausgedrückt. Das trifft auch für vieles hier Verlinktes zu (nur mpersönlicheM, also keine Polemik!). Und wenn etwas gebracht wird, fragt man sich: Warum gerade DAS, wo doch DAS und DAS war?
Wenn ich mir die Blogs Postings dazu durchlese, verstehe ich es ein bisschen, weil sie totale Unkenntnis zu Ländern und dortigem Geschehen offenbaren; was aber gleichzeitig auch den kleinen „Markt“ für so was offenbart. Fazit: Es ist halt ein medialer Mini-Nischenmarkt, in welchem vermutlich „die Algorithmen“ (wie?) entscheiden, was irgendwann und irgendwo als Lückenbüßer gebracht wird.

Außerdem nützen/missbrauchen 95 % der Blogs Postings dazu, diese Meldungen sowieso nur für ihre heimisch-politische und weltanschauliche Agenda und gehen am Inhalt des Berichts total vorbei. Trump liefert gerade einige Steilvorlagen. Auch das ist nichts Neues, davor waren es XX oder YY.

Wenn Interesse und Kenntnisstand kaum vorhanden sind, ist folglich die Berichterstattung für derart „Exotisches“ eben so selten und qualitativ so, wie sie ist.

Bevor man das kritisiert oder sich darüber empört, sollte man sich die „afrikanische“ Berichterstattung über „unsere“ Welt anschauen. Sie ist nach meiner Wahrnehmung wie obig, nur andersrum. Man findet dort auch nicht viel über das was uns gerade stark bewegt… Ukraine, Trump und Zölle …. Schuldenbremse und Sondervermögen 😎 …. lokale Ableger internationaler Nachrichtenkonzerne mal ausgenommen.

Es sind halt zwei sehr unterschiedliche Welten. Für JederFrauMann sind eben die eigenen Sorgen und Nöte wichtiger als die Anderer und das reflektieren die jeweiligen Medien. Und deswegen hat es der Rotschlammdammbruch in Ajka/Ungarn in 2010 wahrscheinlich auch nicht in ein afrikanisches Medium geschafft (das habe ich jetzt PS: nicht gooxxxverifiziert 😊 )
zuletzt bearbeitet 21. März 2025