Live - Ergebnisse Wahlen 2019 Namibia

71 Antworten · 6’785 Aufrufe · gestartet 28. Nov. 2019 von Renzo
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1’757 Beiträge · seit 200704. Dez. 2024 ·
Focus: Alles gut, keine Probleme 🤩
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
135 Beiträge · seit 202404. Dez. 2024 ·
gelöscht, weil durch Forumsstörung doppelt
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2024
135 Beiträge · seit 202404. Dez. 2024 ·
pollux schrieb:Und die SWAPO nur 51 Sitze trotz offensichtlicher Unregelmäßigkeiten zulasten der Opposition. Ohne die vom Präsidenten ernannten 8 Sitze keine Mehrheit (51+8) von 104.
Also Sorry. Du kannst nicht die 8 Sitze dazu rechnen oder rausnehmen, wie Du willst und dann behaupten, dass die SWAPO nicht mal mehr eine Mehrheit hat. Die Argumentation ist dann mathematisch kaputt. Ohne die 8 Sitze, die vom Präsidenten ernannt werden, hat das Parlament 96 Sitze. 51 Sitze sind mehr als die Hälfte (48) von 96. Und mit den 8 Sitzen kommt die SWAPO auf 59 Sitze, was auch deutlich mehr als die Hälfte (52) von 104 ist. Nach jeder validen Rechnung hat die SWAPO eine Mehrheit. Wenn ich es richtig im Kopf haben, dann haben die 8 vom Präsidenten ernannten Abgeordneten auch kein Stimmrecht, sondern sind vor allem dafür da, Minderheiten Gehör zu verschaffen.

Ansonsten war doch lange klar, dass die SWAPO gewinnt. Anders als Botswana hat Namibia kein Mehrheitswahlrecht, bei dem relativ geringe Änderungen der Wählergunst starke Änderungen beim Wahlergebnis auslösen können. Ich bin aber auch kein Fan von Mehrheitswahlrecht, weil das Entscheidungen ermöglicht, die hochgradig undemokratisch sind. Im Worst-Case kann Kandidat A mit etwas mehr als 25% der legitime Gewinner sein und Kandidat B mit knapp 75% der rechtmäßige Verlierer. Das ist fundamental kaputt und das Wahlrecht in Namibia im Grundsatz besser.

Daneben ist die Opposition in Namibia schlechter organisiert als in Botswana und sie ist weniger geeint. Solange die Spitzenpolitiker der Opposition in Namibia aus Egoismus primär für sich selbst kämpfen und sich nicht einigen, so lange wird die Opposition in Namibia der SWAPO Wahlsiege schenken. Damit will ich gar nicht die SWAPO glorifizieren. Die ist überwiegend inkompetent. Aber ob es jemand von der Opposition besser machen würde, da habe ich erhebliche Zweifel. In Zimbabwe ähnlich: Es läuft unter Zanu-PF und Mnangagwa seit Jahren richtig schlecht. Die Opposition hat sich unter Nelson Chamisa in den letzten 6 Jahren als noch inkompetenter erwiesen und dreht sich nur um sich selbst und nicht um die Probleme des Landes.

Viele Grüße
1’170 Beiträge · seit 202204. Dez. 2024 ·
Der “allgemeine Teil” ist zwar schon eingeläutet, ich habe aber trotzdem noch eine „Systemfrage“:

Namibia hat ja ein parteienbasiertes Verhältniswahlrecht, ähnlich unserem, mit Zuteilung der Mandate/Sitze im Parlament nach Stimmenzahl and „Stimmengewicht“ dafür in Wahlkreisen/Bezirken. Deren Ermittlungsformel kenne ich nicht, das ist aber für meine/folgende Frage egal.

Wenn nun, unabhängig vom Wohn- und Meldeort, überall im Land gewählt werden konnte, also generell auch außerhalb des persönlichen Wahlbezirks, ist (in einer geheimen Wahl) eine Zuordnung der Stimme zum Wahlbezirk nicht mehr möglich. Oder doch und wie, E-Voting oder was?

Bei einer Präsidentenwahl ist das egal, bei der Zusammensetzung eines Parlaments aber nicht.

Danke für eine Erklärung, wenn ich einen Denkfehler mache, genügt ein kurzer Hinweis auf diesen.
33,4k Beiträge · seit 200604. Dez. 2024 ·
eine Zuordnung der Stimme zum Wahlbezirk nicht mehr möglich
wie meinst du das? Es ist ja registriert wo jemand seine Stimme abgegeben hat. Nur ist natürlich nicht nachvollziehbar für wen er gestimmt hat.
Aber das ist ja eh unerheblich wo gewählt wurde.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’170 Beiträge · seit 202204. Dez. 2024 ·
Ewbabmiz hat mE völlig recht bez. der Fragmentierung der „Opposition“. In nationalen Dimensionen gedacht, ist das politische Verzwergung bis Selbstverstümmelung. Wenn das aber eh alle wissen und trotzdem so handeln, manifestiert sich mE darin, wie weit Namibia noch von einem Nationalbewusstsein und -denken entfernt ist. Muss man auch zur Kenntnis nehmen und sowieso gutes Recht der Namibier.

Aber, warum in die Ferne schweifen, bei System- und Praxisfragen....

Für Sympathisanten „illiberaler Demokratie“, in Namibia und im NF 😎 , empfiehlt sich ein Blick nach Ungarn (der Bezug zum Thema hier ist die Zersplitterung von Opposition). Das Wahlsystem dort wurde durch eine Mischung von Mehrheits- und Verhältniswahlrecht so getrimmt, dass auch mit weniger als 50% an der Wahlurne im Parlament eine 2/3 Mehrheit für die dominierende Partei möglich ist. Da hilft, als letzte Neuerung, dass man sich an einem Ort melden (und damit wählen kann) kann, ohne dort zu leben.

Und da soll noch jemand sagen, SWAPO denke nicht international 😎

Und noch @ die „saubere Wahlen“, die es in Afrika sowieso nicht gibt, auch objektiv nicht geben kann, weil die Infrastruktur schwach ist:
Erinnert sich wirklich niemand mehr an die nahe 100 % Erfolge von Berlusconi bei Regionalwahlen in Kalabrien u. ä. Regionen der großen Familie, anfangs der 2000er.

PS @Zimbabwe, weil oben angesprochen. Das Zweikammersystem aus gewählten und ernannten Abgeordneten ist derart kompliziert und manipulierbar, für Hobbyafrikainteressierte undurchschaubar und hat nur eine Zweck und Effekt. ZANU ... ist nicht abwählbar, egal wie kompetent oder inkompetent die Opposition ist
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2024
135 Beiträge · seit 202404. Dez. 2024 ·
tacitus schrieb:Wenn nun, unabhängig vom Wohn- und Meldeort, überall im Land gewählt werden konnte, also generell auch außerhalb des persönlichen Wahlbezirks, ist (in einer geheimen Wahl) eine Zuordnung der Stimme zum Wahlbezirk nicht mehr möglich. Oder doch und wie, E-Voting oder was?
Wenn sich was geändert hat, dann erzähle ich möglicherweise großen Quatsch und man korrigiere mich bitte, aber ansonsten wählt man in Namibia für die Nationalversammlung keine Direktkandidaten und die Parteien stellen keine einzelnen Listen für die 14 Regionen auf, sondern die Parteien stellen landesweite Listen auf. Dann gibt es je nach Wahlerfolg eine Quota an Sitzen und die Kandidaten ziehen gemäß Listenplatz in die Nationalversammlung ein oder nicht. Deshalb spielt es keine Rolle, wer wo im Land wählen geht.

Die regionale Vertretung in der Legislative gibt es nur über den Nationalrat, was so ungefähr das Äquivalent zu unserem Bundesrat ist und wo jede der 14 Regionen 3 Vertreter entsendet.

Bezüglich das Wahlssystems in Zimbabwe bin ich kompetenzfrei. Ich nehme nur das ständige Hickhack wahr von MDC zu MDC-T, MDC-N, MDC-A, CCC. Letztere ist nun auch wieder geschrottet. Wie gesagt, die Opposition ist keine, dreht sich ständig nur um eigene Probleme. Laufend meint einer, er sei persönlich zu kurz gekommen und muss deshalb die führende Oppositionspartei schreddern. Gern wird gelästert, wie doof die Leute sind, wenn sie immer noch SWAPO oder Zanu-PF wählen. Ich weiß nicht, vielleicht sind die Leute nicht so doof und haben durchschaut, dass die Opposition weitgehend eine Kopie der Regierung ist - minus deren Erfahrung, wie man ein Land regiert?

Viele Grüße
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2024
33,4k Beiträge · seit 200604. Dez. 2024 ·
aber ansonsten wählt man in Namibia für die Nationalversammlung keine Direktkandidaten und die Parteien stellen keine einzelnen Listen für die 14 Regionen auf, sondern die Parteien stellen landesweite Listen auf. Dann gibt es je nach Wahlerfolg eine Quota an Sitzen und die Kandidaten ziehen gemäß Listenplatz in die Nationalversammlung ein oder nicht. Deshalb spielt es keine Rolle, wer wo im Land wählen geht.
genau so ist es. Die Parteien müssen vorher eien Liste mit 32 bis 96 Namen mitteilen. Die Sitze werden dann entsprechend der Reihenfolge an die Personen der Parteienlisten vergeben. In diesem Jahr haben etwa 11.000 Stimmen für einen vollen Sitz gereicht, die Überhangsstimmen haben dann dazu geführt, dass sogar die BCP mit nur etwa der Hälfte der Stimmen dennoch einen Sitz bekam.

Viele Grüße
Christian
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1’170 Beiträge · seit 202204. Dez. 2024 ·
travelNAMIBIA schrieb:
eine Zuordnung der Stimme zum Wahlbezirk nicht mehr möglich
wie meinst du das?......
Danke, dass du meine Frage nicht verstehst, ist auch schon die Antwort und Erklärung.
In Namibia zählt jede Stimme gleich. Es gibt im Verhältniswahlrecht verschiedene Methoden, einen Ausgleich zwischen Regionen über die zu vergebenden Mandatszahlen zu schaffen, nicht nur Parteien sondern auch Personen wählen zu können usw. (siehe ewbabmiz). Dafür muss jede Stimme für die Grundmandate einem Wahlkreis zugeordnet werden können.
Wenn es das in Namibia nicht gibt, ist es egal wo man wählt. Dann sind aber auch "regionale" Wahlergebnisse bedeutungslos beeinträchtigt.

Jetzt verstehe ich auch das. Danke für die Antwort
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2024
33,4k Beiträge · seit 200604. Dez. 2024 ·
Wenn es das in Namibia nicht gibt, ist es egal wo man wählt. Dann sind aber auch "regionale" Wahlergebnisse bedeutungslos beeinträchtigt.
genau. Das hatte ich schon in Bezug auf die Wahlbeteiligung je Wahlkreise angedeutet (einige Posts zurück), dass diese Statistiken absolut nichtssagend sind.

Regionen und Wahlbezirke werden erst bei den Lokal- und Regionalwahlen im kommenden Jahr interessant.

Viele Grüße
Christian
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537 Beiträge · seit 202005. Dez. 2024 ·
ewbabmiz schrieb:Gern wird gelästert, wie doof die Leute sind, wenn sie immer noch SWAPO oder Zanu-PF wählen. Ich weiß nicht, vielleicht sind die Leute nicht so doof und haben durchschaut, dass die Opposition weitgehend eine Kopie der Regierung ist - minus deren Erfahrung, wie man ein Land regiert?
GANZ GENAU mein Gedanke. Ich saß im Oktober beim Finanzamt neben einer jungen Frau, und wir unterhielten uns auch über die Wahlen. Sie war sehr unentschlossen, einfach deshalb, weil sie den starken Verdacht hegte, dass ein Regierungswechsel nicht zwingend eine Verbesserung bedeuten würde - und ob man dann nicht lieber bei den Übel bleibt, das man kennt. Sie sprach auch eben die Erfahrung an, die die Swapo inzwischen hat.
Unsere Angestellte (mit einem sehr gesunden Menschenverstand gesegnet) meinte ganz lapidar, dass es ihr egal wäre, wer Präsident ist, solange die Swapo im Parlament einer starken Opposition ausgesetzt sei, die sie wach hält während der Sitzungen 😄
1’757 Beiträge · seit 200705. Dez. 2024 ·
Zimbabwe: "Die Opposition hat sich unter Nelson Chamisa in den letzten 6 Jahren als noch inkompetenter erwiesen und dreht sich nur um sich selbst und nicht um die Probleme des Landes."

Wer sich etwas bzgl. Zimbabwe auskennt, weiß, dass es der ZANU gelungen ist, alle Inkarnationen der Opposition von MDC bis CCC zu unterwandern und von innen zu zerstören. Das hat wenig mit Inkompetenz zu tun. Zimbabwe ist eine echte Diktatur mit einem demokratischen Mäntelchen. Dagegen ist Namibia tatsächlich eine Demokratie. Ändert aber nichts daran, dass bei der Wahl jetzt zu vieles nicht korrekt war.
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1’757 Beiträge · seit 200705. Dez. 2024 ·
@makis: Das Argument mit dem "Regierungswechsel" und der fehlenden Erfahrung verstehe ich nicht. Darum ging es doch nie, das musste auch der Opposition klar sein, egal was sie im Wahlkampf erzählt hat. Aber was schlecht sein soll, wenn die SWAPO nicht mehr alleine regieren kann, verstehe ich nicht. Eine Kontrolle nur im Parlament ist wenig wirksam. In Südafrika wurde der ANC auch nur durch die GNU-Regierung etwas in die Schranken verwiesen.
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135 Beiträge · seit 202405. Dez. 2024 ·
pollux schrieb:Wer sich etwas bzgl. Zimbabwe auskennt, weiß, dass es der ZANU gelungen ist, alle Inkarnationen der Opposition von MDC bis CCC zu unterwandern und von innen zu zerstören. Das hat wenig mit Inkompetenz zu tun.
Das ist das, was die Opposition behauptet. Ich kann das nicht völlig ausschließen, finde es aber überhaupt nicht plausibel. Nelson Chamisa hat bei CCC selbst aktiv verhindert, dass die eine Satzung, normale Parteistrukturen, Mitgliederlisten usw. bekommt. Alles sollte sich offenbar auf die Person Chamisa konzentrieren. Wenn er dann genau darüber fällt, dass die Partei eben keine Satzung, keine Strukturen und keine Mitgliederlisten hat, dann lag es an der Zanu-PF? Es kann schon sein, dass die Zanu-PF oder andere MDC-Strömungen diese Fehler erkannt und dann ausgenutzt haben. Aber für diese Fehler, für die totale Fehlkonstruktion von CCC, dafür, dass er sich so angreifbar gemacht hat, ist doch trotzdem Chamisa selbst verantwortlich. Wenn man die Logik zu Ende führt, müsste dann Chamisa selbst das U-Boot der Zanu-PF sein. Das glaube ich eher nicht. Chamisa ist nur völlig unfähiger Egozentriker, wie die anderen Oppositionsführer auch.

Zanu-PF spielt häufig nicht fair und missbraucht staatliche Institutionen zum eigenen Vorteil. Da sind wir uns einig. Aber dass die Opposition ein so dermaßen klägliches Bild abgibt, liegt an der Opposition selbst. Wie oft hat sich die MDC aufgespalten? Das lag immer an Zanu-PF? Wenn die Oppositionsführer zuerst an die Sache, an das Land denken würde, dann würden die sich nicht spalten lassen. Es denkt aber jeder nur an sich, an eigene Posten und Vorteile.

Viele Grüße
88 Beiträge · seit 202005. Dez. 2024 ·
makis schrieb:Sie war sehr unentschlossen, einfach deshalb, weil sie den starken Verdacht hegte, dass ein Regierungswechsel nicht zwingend eine Verbesserung bedeuten würde - und ob man dann nicht lieber bei den Übel bleibt, das man kennt.
Ich bin alt genug, mich zu erinnern, dass es in Deutschland dafür mal ein Wort gab: Politikverdrossenheit.

Es ist nicht unbedingt gut für eine Demokratie, wenn sich Menschen machtlos fühlen, weil sie den Eindruck haben, dass sie sowieso nichts ändern können, dass sich sowieso nichts ändert, dass ihre Stimme nichts zählt.
So ging es nach meinem Eindruck den Bürgern bei dieser Wahl, und wer den ganzen Tag in der Schlange stand, nur um dann unverrichteter Dinge spät nachts nach hause geschickt zu werden, weil die Wahlzettel alle, oder die Urne voll sind, der verliert zu Recht den Glauben an die Demokratie.
Das alles in einem Land, in dem das demokratische Fundament in der Bevölkerung ohnehin nicht sonderlich stark ausgeprägt ist.
Vor ein paar Monaten haben die Menschen in den informellen Siedlungen "gedroht", sie gehen nicht wählen, wenn sich an ihrer Situation nichts ändert, anstatt zu drohen, dass man dann die Opposition wählt.

Ich habe mich letztes Wochenende mit einem Wahlbeobachter unterhalten, und der hat auch nur noch abgewunken, das war pure Resignation. Ob das jetzt eine wirklich faire, freie Wahl war, keine Ahnung, das sollen die Gerichte entscheiden.
Förderlich für die Entwicklung demokratischen Selbstbewusstseins bei den Menschen im Land war das jedenfalls sicher nicht.
33,4k Beiträge · seit 200605. Dez. 2024 ·
So ging es nach meinem Eindruck den Bürgern bei dieser Wahl, und wer den ganzen Tag in der Schlange stand, nur um dann unverrichteter Dinge spät nachts nach hause geschickt zu werden, weil die Wahlzettel alle, oder die Urne voll sind, der verliert zu Recht den Glauben an die Demokratie.
Interessant. Mein Eindruck ist genau gegensätzlich. Die Leute standen teilweise 14 Stunden in der Schlange und gaben ihre Stimme ab, weil ihn eben die Politik so wichtig ist. Das ist mMn eher das Gegenteil von Politikverdrossenheit. "Überall anders" wären die Leute nach ner Stunde wieder nach Hause gegangen. Hier nicht. Das war für mich ein sehr positiver Eindruck (mal abgesehen davon, dass natürlich niemand so lange zu Abgabe seiner Stimme warten sollte...)

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
88 Beiträge · seit 202005. Dez. 2024 ·
travelNAMIBIA schrieb:Mein Eindruck ist genau gegensätzlich. Die Leute standen teilweise 14 Stunden in der Schlange und gaben ihre Stimme ab, weil ihn eben die Politik so wichtig ist. Das ist mMn eher das Gegenteil von Politikverdrossenheit.
Bevor das ein Missverständnis wird: nicht die Leute, die da wählen gehen, sind Politikverdrossen, sondern die Leute, denen es schon egal ist, welche Partei oder welcher Präsident denn gewählt wird, und die gehen wahrscheinlich auch gar nicht erst wählen.

Bewundernswert finde ich die Leute auch, die da 14 Stunde gewartet haben, aber schlimm ist es ja nicht für diejenigen, die dann wenigstens ihre Stimme abgeben konnten, sondern für die anderen, die auch stundenlang gewartet haben, und dann gab es keine Wahlzettel mehr und die Urnen waren voll.
1’757 Beiträge · seit 200705. Dez. 2024 ·
zwar off-topic, aber IPG ist wirklich eine der besseren und ausgewogeneren Plattformen für internationale Politik.

Kissinger 2014. Leider hat damals niemand mehr auf ihn gehört. Jetzt natürlich obsolet.
https://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/henry-a-kissinger-eine-daemonisierung-putins-ist-keine-politik-298
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
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Heute in der AZ:

Ein Augenzeugenbericht: Wahlvorgang in Keetmanshoop: Scheinbar perfekte Vorbereitung - und dann der Absturz

Ein Reporter unseres Medienhauses schildert seine Erfahrungen bei der Wahl und was er während des Wahlprozesses in Keetmanshoop beobachten konnte: Hoffnung und Vorfreude, ein zunächst reibungsloser Ablauf - dann ein Systemabsturz und die große Sorge, was bei diesen Wahlen wohl alles schief lief. ...


LG
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