Swakop52 schrieb:Ergänzend:Das ist, gelinde gesagt, unrichtig.
Häufig sind die schlimmsten Preistreiber die großen Buchungsplattformen wie Booking.Com, HRS/Hotel.de etc.
Taktgeber ist Booking.com.
Sie holen heraus was es zu holen gibt (Angebot und Nachfrage).
Booking.com und andere Buchungsplattformen bieten den Hotels (Lodges, Pensionen, egal wie man sie nennen mag) eine Webseite, um ihre Zimmer anzubieten, zu Preisen, welche die Hotels selbst festlegen.
Dafür verlangen sie eine Provision in Höhe von üblicherweise zwischen 12% und 18%. Das mag seinerseits Abzocke sein, aber es spielt für die Preise, die für das Zimmer aufgerufen werden, allenfalls eine untergeordnete Rolle.
Im Übrigen verlangen klassische Reisebüros für Vermittlungen im südlichen Afrika regelmäßig um die 25%.
Üblicherweise sorgt (bei ausreichend Angebot) die direkte Vergleichbarkeit eher zu geringeren Preisen (so ist das bspw. in europäischen Großstädten mit ihren hunderten von Hotels).
Umgekehrt kann es natürlich auch sein, dass der scheinbare Mangel an Unterkünften auf Booking.com in einer bestimmten Region (weil sich viele kleinere Betreiber nicht präsentieren) den Preis auch nach oben treibt.
Beim Waterberg bspw. sind nur sehr wenige Lodges in der Nähe direkt auf Booking.com vertreten, die teils auch noch alle von der selben Familie geführt werden, da bildet sich dann natürlich auch eine Art Preiskartell.
Abgesehen von solchen regionalen Ausnahmen sorgen die Plattformen typischerweise für sinkende Preise; das ist im Tourismus nicht anders als bei allen anderen Transparenz schaffenden Vergleichsplatformen (Idealo, Verivox, Billiger-Mietwagen etc.pp.).