Abzocke im Reiseland Namibia

21 Antworten · 2’491 Aufrufe · gestartet 10. Sept. 2024 von Pink
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88 Beiträge · seit 202012. Sept. 2024 ·
Swakop52 schrieb:Ergänzend:
Häufig sind die schlimmsten Preistreiber die großen Buchungsplattformen wie Booking.Com, HRS/Hotel.de etc.
Taktgeber ist Booking.com.
Sie holen heraus was es zu holen gibt (Angebot und Nachfrage).
Das ist, gelinde gesagt, unrichtig.
Booking.com und andere Buchungsplattformen bieten den Hotels (Lodges, Pensionen, egal wie man sie nennen mag) eine Webseite, um ihre Zimmer anzubieten, zu Preisen, welche die Hotels selbst festlegen.
Dafür verlangen sie eine Provision in Höhe von üblicherweise zwischen 12% und 18%. Das mag seinerseits Abzocke sein, aber es spielt für die Preise, die für das Zimmer aufgerufen werden, allenfalls eine untergeordnete Rolle.
Im Übrigen verlangen klassische Reisebüros für Vermittlungen im südlichen Afrika regelmäßig um die 25%.
Üblicherweise sorgt (bei ausreichend Angebot) die direkte Vergleichbarkeit eher zu geringeren Preisen (so ist das bspw. in europäischen Großstädten mit ihren hunderten von Hotels).
Umgekehrt kann es natürlich auch sein, dass der scheinbare Mangel an Unterkünften auf Booking.com in einer bestimmten Region (weil sich viele kleinere Betreiber nicht präsentieren) den Preis auch nach oben treibt.
Beim Waterberg bspw. sind nur sehr wenige Lodges in der Nähe direkt auf Booking.com vertreten, die teils auch noch alle von der selben Familie geführt werden, da bildet sich dann natürlich auch eine Art Preiskartell.
Abgesehen von solchen regionalen Ausnahmen sorgen die Plattformen typischerweise für sinkende Preise; das ist im Tourismus nicht anders als bei allen anderen Transparenz schaffenden Vergleichsplatformen (Idealo, Verivox, Billiger-Mietwagen etc.pp.).
33,4k Beiträge · seit 200612. Sept. 2024 ·
OFF TOPIC
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Booking.com und andere Buchungsplattformen bieten den Hotels (Lodges, Pensionen, egal wie man sie nennen mag) eine Webseite, um ihre Zimmer anzubieten, zu Preisen, welche die Hotels selbst festlegen.
Das ist so, leider, nicht ganz richtig. Booking.com (insbesondere, aufgrund der Marktmacht) setzt die Unterkünfte stark was Preise angeht unter Druck. Sowas wie "Buchen sie unsere garantiert günstigsten Preise auf unserer Unterkunftswebsite" hat booking.com regelmäßig verboten, da sie sich selbst mit Kampfpreisen vermarkten wollten. In Teilen wurde Booking.com (wobei es da nur darum ging, dass die Preise nirgends niedriger als bei Booking.com sein dürfen) in Südafrika nun in die Schranken gewiesen: https://www.tourismupdate.co.za/article/industry-applauds-bookingcom-ruling). Zudem ist die Zahlungsmoral von Booking.com an die Unterkunftsbetreiber (zumindest örtlich) eine Frechheit.

Klar, kein Unterkunftsbetreiber muss sich Booking.com & Co anschließen, verliert aber dadurch jede Menge Vermarktungspotential. Da muss man als Unterkunft (ich kenne mehr und mehr in Namibia, die sich von Booking.com & anderen OTA wieder zurückziehen) sehr genau abwägen.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2024