Kaokoveld für Einsteiger / D3707

11 Antworten · 5’528 Aufrufe · gestartet 28. Mai 2008 von Katja
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Themenstarter32 Beiträge · seit 200628. Mai 2008 ·
Hallo liebes Forum,
wir sind in der Planung unserer zweiten Namibia Reise *freu*. Nur ein Jahr Afrika-Pause konnten wir uns gönnen 🙂. Flug ist nun gebucht von Mitte September bis Mitte Oktober. Es liegt nun nahe ein wenig von den Hauptrouten zu entfliehen. Da hier einige Forenbeiträge von dem Kaokoveld so schwärem, würden wir gerne so ein Art Kaokoveld für Anfänger / Erstbereiser unternehmen. Da wir bei unserer ersten Reise bereits Kasane - Chobe - Maun - Tsumkwe "überlebt" haben ist ein gweisse 4x4 Erfahrung schon vorhanden. Wir sind (bis jetzt) zu Zweit in einem Toyota 4x4 mit Dachzelt unterwegs und dachten an die Kaokoveld "Einsteiger" Tour über die D3707 Opuwo - Oruwanje - Orupembe - Purros - Sessfontein. Haben schon einige interessante Beiträge darüber gelesen aber ein paar Fragen bleiben da doch noch. Hoffe nun auf eure Antworten...

1) Ist diese Strecke überhaupt sehenswert ohne Abstecher ins Gelände?
2) Sollte so eine (offizielle) Strecke mit einem Auto gefahren werden?
3) Reicht die Beschilderung aus, um nicht irgendwann im Nirvana zu landen?
4) Ist GPS und / oder Sateliten-Phone zwingend erforderlich?
5) Ist es wirklich so, dass man nur alle drei Tage Gleichgesinnte sieht und somit bei einer Panne Tage auf Hilfe hoffen muss?
6) Gibt es ggf. Abstecher (z.B. über Amspoort) die alleine fahrbar wären.

im Voraus schon mal vielen Dank für eure wertvollen Tipps.
Katja
2’610 Beiträge · seit 200728. Mai 2008 ·
Hallo Katja,

wir haben die Strecke, die du angibst bereits mehrfach befahren- alleine und mit 2 Fahrzeugen. Auch als "Anfänger" ist sie m. E. gut zu meistern. Irgendwann muss ein "Anfänger" sich ja auch etwas zutrauen, damit er dann kein Anfänger mehr ist.

Ich persönlich finde die Strecke einfach wunderbar- aber das ist sicherlich auch Geschmacksache. Man muss Landschaften einfach lieben, auch die Einsamkeit um so begeistert zu sein, wie wir.

Letztes Jahr war unser Freund nicht so begeistert, aber ich vermute, dass er einfach nur "Schiss" hatte vor der Einsamkeit. Uns ist auf der Strecke letztes Jahr kein anderes Fahrzeug begegnet. Lediglich in Purros auf dem Campplatz kamen kurzfristig 2 Fahrzeuge an, die aber nach einem kurzen Plausch weiterfuhren. Es gab aber auch schon Zeiten, da war "Rushour"- mindestens 8 Fahrzeuge auf der Strecke.

Nach dem ganzen Regen solltet ihr euch aber sicherheitshalber erkundigen, ob es vielleicht irgendwo Schwierigkeiten mit der Piste gibt.

Die Beschilderung ist ausreichend, es gibt ja auch fast keine Möglichkeit sich zu verfahren. GPS ist m.E. nicht notwendig genausowenig wie Satelittentelefon- wir hatten jedenfalls weder das eine noch das andere mit. ( Was haben wir gemacht, als es beides noch nicht gab?? Genauso gefahren und uns hierüber keine Gedanken gemacht).


Grüße und eine schöne Tour

Jambotessy:)
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
573 Beiträge · seit 200728. Mai 2008 ·
Wir waren im Dezember dort unterwegs. Ich kann bestätigen, dass das relativ unkompliziert ist. Ich würde allerdings von Orupembe weiter in Richtung Norden durch das Marienflusstal bis zum Kunene fahren. Das ist meiner Meinung nach das schönste Stück Kaokoveld überhaupt. Wir hatten Satelitentelefon dabei, aber nur, weil ich mit meinem Kind allein unterwegs war.

Viele Grüße, Kanzler
Themenstarter32 Beiträge · seit 200630. Mai 2008 ·
Guten Morgen,
vielen Dank schon mal für eure Antworten.
Ja, Marienflusstal wäre natürlich noch schöner, allerdings denke ich, dass wir uns bei der ersten Tour
nicht ganz so abseits bewegen sollten - das heben wir uns dann für das nächste Mal auf.
In einem Bericht habe ich gelesen, dass zwei Tage - also z.B. eine Übernachtung in Purros ausreicht.
Ist das machbar?
Viele Grüße
Katja
573 Beiträge · seit 200731. Mai 2008 ·
So viel weiter abgelegen ist das Marienflusstal ja nicht. Und wenn ihr schon bis Orupembe fahrt, ist es nur noch einen knappen halben Tag durch das Marienflusstal zum Kunene. Die Route ist auch nicht weiter schwierig zu finden oder fahrtechnisch besonders anspruchsvoll. Von Orupembe führt die Strecke am örtlichen, einige Kilometer entfernten Campsite, dann durch etwas bergiges Gelände über einen Pass - Name ist mir entfallen - zur Red Drum. Die Landschaft von dort bis zum Kunene bei Otjinhungwe/Okarohombo gehört zu den beeindruckensten die ich kenne, Licht und Farben sind einzigartig. In Otjinhungwe/Okarohombo gibt es zwei oder drei Campsites und auf dem Weg dorthin unendlich viele wunderbare Möglichkeiten zum "wilden" Campen. Den Rückweg sind wir über Red Drum und dann weiter über Blue Drum nach Orupembe gafahren. Das würde ich nicht wieder tun, weil es ein Stück nach Bue Drum sehr eintönig und langweilig wird. Auf dem Hinweg sind wir bequem an einem Tag von Purros über Orupembe und Red Drum nach Otjinhungwe/Okarohombo am Kunene gekommen. Würde ich die Tour nochmal fahren, würde ich mir allerdings einen Tag mehr Zeit nehmen und irgendwo zwischen Red Drum und Otjinhungwe/Okarohombo übernachten, weil es sich landschaftlich einfach lohnt.

Viele Grüße, Kanzler
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2008
415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 ·
Hallo Kanzler

Meinst Du den Van Zyls Pass? Dieser ist jedoch so habe ich vernommen sehr schwierig zu befahren...

Gibt es eine Strecke von Okarohombu zu den Epupa-Fällen? Weiss das jemand?
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 ·
Niemand? 🙂
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
34 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 ·
Hallo Matt,

wir sind 2006 genau anders herum gefahren. Besser gesagt über den Van Zyls Pass (von oben nach unten).

Meines erachtens gibt es 3 Stecken (vielleicht auch mehr):

1. über den Van Zyls Pass 😈 😈 😈
Marienflusstal - Van Zyls Pass - Otjitanda - D3703 - Okongwati - D3700 - Eputpa Falls

Absoluten No go, nicht zu empfehlen wenn überhaupt befahrbar (als Anfänger so oder so)

Ich/wir sind 2006 von oben, d.h. Otjitanda heruntergefahren und würden es kein 2. Mal machen (so schon schlimm genug, d.h. felsig, ausgewaschen, z.T. sehr steil).
Von unten her kaum zu bezwingen (4x4-Erfahrung so oder so erforderlich/pflicht)


2. Über Otjitanda am Van Zyls-Pass vorbei 🙁
Marienflusstal - Richtung Orupembe - Richtung Etanga - Otjitanda - D3703 - Okongwati - D3700 - Eputpa Falls

Hierzu kann ich nicht viel sagen (siehe 1.)

von Otjitanda Richtung Okongwati ist die D3703 aber auch in einem sehr schlechten Zustand (felsig). Wir dachten damals, dass es nach dieser Straße nicht noch schlimmer kommen konnte. Sie wurde aber vom Van Zyls Pass bei weitem übertroffen (Dangerous road, Very bad road, ...).


3. Über Opuwo 😵
Marienflusstal - Orupembe - D3707 - Otjiu - D3707 - Kaoko Otavi - D3705/D3704 - Opuwo - D3700 - Okongwati - D3700 - Epupa Falls

Die Strecke war 2006 sehr gut zu befahren (soweit ich es in Erinnerung habe).
Ist aber nicht an einem Tag machbar

Zwischen Marienflusstal und Red Drum wird es z.T. steinig, dürfte aber kein Problem sein.

mfg
Klaus


PS:
Wir sind damals folgendermaßen unterwegs gewesen:
- Windhoek - Gross Barmen - Etosha - Ondangwa (Nakambale Museum) - Ruacana Falls (Hippo Pools) - Okongwati (Kudamm Camp) - Epupa Falls - Okongwati - Otjitanda - Van Zyls Pass - Marienflusstal - Opuwo - Camp Aussicht (Dioptas Mine) - Richtung Sesfontein - Palmwag Lodge - Petrified Forest - Khorixas - White Lady Lodge - Uis - Brandberg West - Cape Cross - Meile 72 - Swakopmund - Spitzkoppe - Karibib - Okahandja - Windhoek

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.
Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen. Lewis W. Hine, 1874-1940 Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton, 1920-2004 Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. Ansel Adams, 1902-1984
415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 ·
Eure Route klingt auch gut.. war sicher super!

Schade, hoffte, es auch ohne grossen 4x4 Kenntnisse bis nach Okarohombo zu schaffen und von dort dann in Richtung Epupa fahren zu können. ABer das Fahrzeug benötigen wir noch weitere 2 Monate.. 🙂

Aber den Van Zyls Pass kann ich ja umfahren, von Orupumbe aus kommend....und dann Richtung Okarohombo...

Falls es von Okarohombo keine direkte PAD zu den Epup-Falls gibt, müsste ich halt wieder zurück auf die 3703 und über Opuvo hinauf zu den Fällen...

Welcher ist der beste und kürzeste Weg von Koarohombo nach Opuvo? Ohne den Van Zyls Pass?
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
1’455 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 ·
Zum Thema Kaokoveld:

Wer mit einem MIETWAGEN unterwegs ist, sollt evorher in den Versicherungs-/Mietbedingungen prüfen, ob evtl. Strecken vom Versicehrungsschutz ausgenommen sind (Van Zyl's Paß, D3700,....), dies machen einige Vermieter. Solltet ihr dort dann eine Panne haben wird die Bergung extrem teuer und der Ärger ist vorprogrammiert.

LG Jens
415 Beiträge · seit 200807. Aug. 2008 ·
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben glücklicherweise keinen Vorbehalt im Mietvertrag (Vermietfirma ist aus Kapstadt...), die kennen den Van Zyls Pass evt. gar nicht...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
1’130 Beiträge · seit 200607. Aug. 2008 ·
Matt schrieb:
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben glücklicherweise keinen Vorbehalt im Mietvertrag (Vermietfirma ist aus Kapstadt...), die kennen den Van Zyls Pass evt. gar nicht...
Bei Firmen aus SA empfehle ich, die Vermietbedingungen genau zu lesen, speziell das Fahren auf Gravel Roads, außerhalb bestimmter Regionen, Geschwindigkeiten usw. wird hier gerne explizit angesprochen. Gerade bei der Übernahme des Fahrzeugs werden Papiere zur Unterschrift vorgelegt, deren Inhalt sich dann wundersam verändert hat. Zusätzlich dringend auf die Bereifung (Größe) achten, manche Größen sind in NAM nicht üblich/vorrätig und werden dann aus SA (wenn überhaupt) geliefert.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"