soweit ich erfahren habe, war es eine Touristengruppe in einem Minibus auf dem Weg nach Tansania. Der Unfall hat sich nahe der Brücke über den Mara ereignet.
Ich war vor einer Woche noch in der Mara unterwegs. Die zum Teil sehr heftigen Regenfälle der letzten Wochen machen das Fahren im Park - vor allem mit einem Minibus - nicht gerade einfach.
Viele Grüße Klaudi
Flash20101’425 Beiträge · seit 201513. März 2023 ·
Hallo zusammen,
Wir sind ja gerade in der Mara und in der Nacht vor dem Unfall hat es stundenlang geschüttet wie aus kübeln und es herrschte ein schlimmes Unwetter. Wir dachten, es spült das Zelt weg.
Kann mir vorstellen, wie schlimm dies mit einem Minibus zu befahren war am nächsten Morgen. Unser George hat uns zum Glück souverän und sicher gefahren.
Sind die Gäste denn selbst gefahren oder waren sie mit einem Guide unterwegs?
Bei unserem Besuch letztes Jahr in der Masai Mara habe ich auch mehrfach um mein Leben gebeten bei dem Fahrstil unseres Guides. Da ging es nur darum möglichst als Erster bei den Sichtungen zu sein.... Richtig wohl gefühlt habe ich mich nicht, aber das hat ihn nicht interessiert.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Flash20101’425 Beiträge · seit 201514. März 2023 ·
Bushtruckers1’589 Beiträge · seit 201414. März 2023 ·
Hallo Foris
tragisch.
Es wurde auch gesagt, dass er raste....
Es sind grosse Diskussionen wegen dem Fahrer(miss)verhalten in der Greater Masai Mara im Gange. Zu viel offroad, zu nahe an Tieren ran, Tiere einengen, Tieren den Weg abscheiden vor allem waehrend der Gnu Wanderung. Im Triangle wird stark kontrolliert und es ist wirklich viel viel zivilisierter. War im Januar wider dort.
Wir hoffen, es wird haertere Regelungen und Kontrollen geben, bevor es zu spaet ist und zu viel kaputt gemacht wurde.
Liebe Gruesse aus dem trockenen Nairobi Gebiet - Regen ist angesagt.... Elvira
Safaris in Ostafrika
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www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
Üble Sache ... Für die Experten: sind diese Zustände nur in Kenia, oder auch auf der Tansania-Seite? (oder generell, wie wird in Nord-Tansania im Vergleich gefahren?)
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
pollux schrieb:Üble Sache ... Für die Experten: sind diese Zustände nur in Kenia, oder auch auf der Tansania-Seite? (oder generell, wie wird in Nord-Tansania im Vergleich gefahren?)
Ich war zuletzt im September in Tanzania. Bin der Meinung, dass es auch stark abhängig vom Guide, aber auch den Gästen ist. Wir waren sehr entspannt unterwegs mit unseren Guide, da klar war, dass wir keinen "Erfolgsdruck" haben, wir freuen uns sowohl am Serval aber auch an Pfirsichköpfchen. Viele Gruppen wollen aber am liebsten die Sichtungen a la Fließband. Und ich denke, das lässt manche Guides hektisch werden, wenn man von einer Sichtung hört und dann schnell schnell da hin muss. Wir haben z.B. eine andere Gruppe getroffen, die Tags zuvor aus Kenia gekommen waren - sie waren in TZ enttäuscht, dass nicht offroad gefahren wird, da man ja dann "nicht nah an die Tiere ran kommt".
Ich habe in meinem Reisebericht zu Tansania beschrieben, wie ich das Fahren empfunden habe, als es um ein Crossing ging. Unglaublich, eine rücksichtslose Raserei, ich war froh, dass sich unser Fahrer dort nicht angeschlossen hat, mir war Angst und Bange und ich habe mich gewundert, dass nichts passiert ist.
piccoThemenstarter6’408 Beiträge · seit 201115. März 2023 ·
Hoi zämä
Ob gerast wird oder nicht kommt nicht auf das Land sondern den Guide an! Und manchmal auch darauf, wie sehr ihn die Gäste hetzen.
Wobei man schon kritisch hinterfragen muss was im Falle dieses Unfalles denn 'rasen' ist! Immerhin war es auf dem sogenannten 'Black Cotton Soil', wer darauf schon mal im Regen gefahren ist weiss dass auch Schrittgeschwindigkeit manchmal schon zu viel ist! Ich habs im Lake Mburo NP erlebt und ich bin ein geübter Fahrer mit Offroaderfahrung und Rennsporterfahrung, also kein Anfänger oder Schisshase. Aber das war teilweise mit überschneitem Glatteis zu vergleichen! Die Reifen hatten kaum mehr Haftung, Seitenführung = Null! Wenn man da auf einer seitlich abfallenden Piste seitlich nach unten rutscht und sich ein Rad in einer Fahrspuhr oder an einem Stein verhakt kann schon mal ein Auto kippen! Das sollte man bedenken wenn man über den Fahrer urteilt oder in der Regenzeit auf Safari geht.
Hallo Picco, ich stimme dir soweit zu, dass man niemand vor verurteilen soll. Aber: gibt es, wenn ein Auto kippt gleich Tote und schwer Verletzte? Ich sehe das so, das Auto hat sich überschlagen, und das geht nur mit viel Energie. Sprich Geschwindigkeit. Mit 20 oder 30 km/h reicht die Energie nicht aus. Und mit 30 km/h ist man auf solchen Wegen schon schnell unterwegs. Jeder der in der Gegend schon selbst gefahren ist, weiß wie tückisch es dort sein kann. Grüße Wolfgang
Bushtruckers1’589 Beiträge · seit 201415. März 2023 ·
Hoi Zaeme
Picco - Du sagst es! Ob gerast wird oder nicht kommt nicht auf das Land sondern den Guide an! Und manchmal auch darauf, wie sehr ihn die Gäste hetzen. Obwohl viele Fahrer haben es einfach in sich, von Sichtung zu Sichtung zu rasen, weil sie meinen, dass man dann mehr Trinkgeld bekommt.
Es wird in Kenia und Tansania gerast. Wobei in Tansania weniger offroad gefahren wird als in der Greater Masai Mara (oestlich des Mara Flusses). In Tanzania und Mara Triangle (Westseite des Mara Flusses) sind die Ranger streng und present.
Drum sind ganz viele Diskussionen und Entscheidungen zu erwarten, wie die Greater Mara in Zukunft aussehen soll. Zu viele Camps, zu viele Fahrzeuge, zu viele unqualifizierte Fahrer (Guides kann man viele gar nicht nennen).
Hippie - da gehe ich mit Dir einig. Um gleich tot zu sein, muss wirklich viel Impakt da gewesen sein. Er soll angeblich nach Isebania an die Grenze unterwegs gewesen sein. Wenn der Veranstalter das Programm so aufbaut, dass man a) in der Mara weit weg von der Strasse nach Isebania ist und b) in Tansania am gleichen Tag die Serengeti (wenn moeglich noch Zentralserengeti) erreichen muss und zwar vor Torschluss, dann bleibt nur Rasen uebrig.
An alle, die Mara - Serengeti verknuepfen moechten, schlaft in einem Camp auf der Westseite und uebernachtet z.B. in der Speke's Bay Lodge am See - ist traumhaft. Wird noch in meinem Bericht kommen, wenn mal dazu komme.
Liebe Gruesse mit der Hoffnung, dass nicht nur die Masai Mara Regen bekommt Elvira
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Hippie schrieb: Aber: gibt es, wenn ein Auto kippt gleich Tote und schwer Verletzte? Ich sehe das so, das Auto hat sich überschlagen, und das geht nur mit viel Energie. Sprich Geschwindigkeit. Mit 20 oder 30 km/h reicht die Energie nicht aus.
Hallo Wolfgang,
das halte ich für eine krasse Fehleinschätzung. Ein Game Vehicle kann - wenn es auf black cotton soil ins Rutschen kommt - schnell Pirouetten drehen und ist unkontrollierbar. Da reicht imho bereits ein Hindernis wie eine Wurzel oder ein Stein, um einen Überschlag zu generieren. Wenn wir über Abhänge jedweder Art reden, ist das schneller passiert als du schauen kannst. Man muss bedenken, dass die Gäste meist nicht angeschnallt sind. Dazu sind die Autos in Ostafrika ja meist geschlossen, mit Luken. Da ist viel Stahl verbaut, Griffe, Bügel etc. Eine schwere Kopfverletzung ist da keine Überraschung.
Hallo, die Fahrerei war in Tanzania schlimm. 2019 geführte Tour, 6 Fahrzeuge hintereinander in rasanter Fahrt auf Schotter. Es war schon völlig dunkel und fast 1 h zur Lodge. Das 4. Fahrzeug ging rechts von der Fahrbahn und rollte. Ich war im 5. Fahrzeug, habe den eigentlichen Unfall nicht gesehen weil ich döste und weit hinten saß. Wir stoppten. Statt den verunfallten Gästen beim Verlassen des demolierten Fahrzeugs zu helfen begannen die Fahrer und Guides die Werbung auf den Reservereifen und die Firmenaufkleber am Fahrzeug zu entfernen. Die Bergung und Versorgung übernahmen alleine die 6 Gäste in meinem Fahrzeug. Die Guides taten nichts, absolut nichts für die Gäste im Unfallfahrzeug. Den Gästen aus dem letzten Fahrzeug war wie uns auch das Aussteigen verboten worden. Das habe ich aber nicht akzeptiert und alle anderen in meinem Fahrzeug leisteten ebenfalls 1. Hilfe Glücklicherweise war niemand schwer verletzt. Der Hammer war dann, dass die Guides wollten, dass die Gäste im Unfallfahrzeug bleiben, die anderen beiden Autos zur Lodge rasen und ein leeres Auto dann zurückkommt und die Gäste holt. Nach einem dann auch zeitweise lautstarken Streit mit dem Hauptguide blieben alle Guides und Dolmetscher am Unfallfahrzeug zurück (angeblich unmenschlich weil gefährliche Löwen dort, aber für verunfallte Gäste kein Problem?) und die verunfallten Gäste bekamen bestmögliche Plätze, zum teil saß auch mal ein Passagier aus den beiden Nicht-unfallautos auf der Kühlbox. Wir konnten die 6 deutschen Gäste in den beiden Autos unterbringen und fuhren sehr vorsichtig und langsam zur Lodge. Im Unfallfahrzeug waren alle angeschnallt. In meinem Auto hatten überhaupt nur die Hälfte der Sitze Gurt und in allen anderen Fahrzeugen funktionierten auch nicht alle Gurte. Das verunfallte war scheinbar das neuste. Offizielle Ursache: Bruch der Vorderachse. Einmütiger Bericht aller Insassen: Der Fahrer ist bei hoher Geschwindigkeit eingeschlafen. Sie haben gerufen und versucht ihn zu wecken, als das Auto immer weiter zur Seite abkam, aber er reagierte nicht, kein Bremsen, keine Lenkversuche etc. bis er eine Böschung hochfuhr und sich überschlug. Die Fotos sind autentisch. Zum Reiseveranstalter sage ich nichts.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
piccoThemenstarter6’408 Beiträge · seit 201117. März 2023 ·
Hoi zämä
@Hippie-Wolfgang: Ja, Schrittgeschwindigkeit reicht zumindest in der Ebene nicht um ein Auto sich überschlagen zu lassen. Da sind wir einer Meinung. Aber bei den Verletzungen musst Du auch bedenken dass die Hubdächer durchaus scharfkantiges Metall haben und dass wir nicht wissen ob es allenfalls sogar offen war. Ein Schulfreund ist, als ich in der fünften Klasse war, auf einer Kutsche mitgefahren die gekippt ist. Nur gekippt. Und trotzdem ist er irgendwie unter der Kutsche gelandet und von der Kutsche zerquetscht worden. Er hats nicht überlebt...es kann so dumm und schnell gehen, darum ist jede Spekulation sinnlos.