Wenn die Fluggesellschaft nicht antwortet und man den Gang zum Rechtsanwalt scheut, empfiehlt es sich, einen Mahnbescheid zu beantragen. Dies geht sehr unbürokratisch. Das bekommt (fast) jeder selbst hin (auch online möglich) und kostet weniger als 50,- Euro Gerichtsgebühren. Reagiert die Fluggesellschaft nicht, kann zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheides ein Vollstreckungsbescheid beantragt werden. Damit kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Falls die Fluggesellschaft gegen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid Widerspruch erhebt, entscheidet das zuständige Amtsgericht über das Bestehen des Entschädigungsanspruches gegen die Fluggesellschaft. Unkomplizierter geht es fast nicht mehr. Also: Nur Mut!
Flugverspätung heute von Frankfurt nach Windhoek
DankeJack schrieb:Hello,Anwälte nehmen keine Provision sondern Gebühren. Die Gebühren hat der Anspruchsgegner (hier die Lufthansa) zu tragen, wenn sie mit dem Zahlungsanspruch in Verzug ist. In Verzug ist sie zum Beispiel, wenn man Ihr nachweislich bereits eine angemessene Zahlungsfrist (z.B. vier Wochen) gesetzt hat und sie diese Frist hat verstreichen lassen. Dann holt sich der Rechtsanwalt im Weiteren Verlauf die Gebühren bei der Lufthansa.
ich an eurer Stelle würde warten. Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre, auch wenn das nicht der Anspruch sein sollte.
An einen Anwalt abgeben oder eines der Portale würde ich nicht, da die Provision (Portale) nehmen bzw. Rechnungen schreiben. Für die 600€ würde ich es nicht machen, wenn ihr nicht dringend auf das Geld angewiesen seid.
(...) 😈
Uns wurde damals von KLM nur 300 statt der 600 überwiesen. Auf 3 Schreiben meinerseits keine Reaktion.
Die Anwältin hat das mit einem Schreiben erledigt. Kosten hat KLM getragen und ich hatte das vom Tisch.
Wozu warten ? Das ist doch deren Strategie das das "vergessen" wird.
An ein Portal würde ich das auch nicht abtreten.
Die Anwältin hat das mit einem Schreiben erledigt. Kosten hat KLM getragen und ich hatte das vom Tisch.
Wozu warten ? Das ist doch deren Strategie das das "vergessen" wird.
An ein Portal würde ich das auch nicht abtreten.
Danke und Gruß
Matze
MatzeHH schrieb:Uns wurde damals von KLM nur 300 statt der 600 überwiesen. Auf 3 Schreiben meinerseits keine Reaktion.Ja, ich denke auch, dass die Fluggesellschaften das "aussitzen" wollen. Das ist sicherlich auch finanziell attraktiv, da viele Reisende irgend wann die Lust verlieren, dem Geld hinterherzurennen und viele-wie auch wir - nicht zum Anwalt wollen.
Die Anwältin hat das mit einem Schreiben erledigt. Kosten hat KLM getragen und ich hatte das vom Tisch.
Wozu warten ? Das ist doch deren Strategie das das "vergessen" wird.
An ein Portal würde ich das auch nicht abtreten.
Die SOEP ist jedoch kein Portal (da habe ich mich falsch ausgedrückt 😊 )sondern die Schlichtungsstelle, die für den Kunden kostenfrei ist. Was ich jedoch noch nicht herausgefunden habe, ist, ob der Schlichtungsvorschlag in der Regel die Ausgleichszahlung in Höhe von 600 € pP umfasst (wenn keine weiteren Kosten geltend gemacht werden), oder ob diese gleich verringert wird, damit die Chancen auf Zustimmung der Fluggesellschaft erhöht werden.
Gruß Honeybadger
Am Ende waren es die 600 p.P., angeblich hätte ich rechtzeitig bei der ausführenden Fluggesellschaft (EW) meine Ansprüche geltend machen müssen, nicht bei der LH. Dies hat mich dich sehr erstaunt, war dich der Flug bei LH gebucht.
Nunja… aus Kulanz hätte das LH übernommen. Ist eh ein Konzern.
Die weiteren Kosten (1 extra Übernachtung im Hotel in Nam und extra Tag Mietwagen) wurden auch beim Schlichtungsvorschlag negiert. Mit der Entschädigung wäre alles abgegolten.
Also gebracht hat es höchstens, dass nicht weiter verschleppt wurde, sondern endlich bezahlt.
Euch viel Erfolg!
Insofern
Nunja… aus Kulanz hätte das LH übernommen. Ist eh ein Konzern.
Die weiteren Kosten (1 extra Übernachtung im Hotel in Nam und extra Tag Mietwagen) wurden auch beim Schlichtungsvorschlag negiert. Mit der Entschädigung wäre alles abgegolten.
Also gebracht hat es höchstens, dass nicht weiter verschleppt wurde, sondern endlich bezahlt.
Euch viel Erfolg!
Insofern
waren 2x 600. keine Kürzung
honeybadger schrieb:Hallo Honeybadger,
(....) und viele-wie auch wir - nicht zum Anwalt wollen.
da bleibt die Frage: warum eigentlich nicht? Der beißt doch nicht und im Zweifel tragt Ihr auch nicht die Kosten.
LG Mogambo 🙂
Mogambo schrieb:Hallo Mogambo,honeybadger schrieb:Hallo Honeybadger,
(....) und viele-wie auch wir - nicht zum Anwalt wollen.
da bleibt die Frage: warum eigentlich nicht? Der beißt doch nicht und im Zweifel tragt Ihr auch nicht die Kosten.
LG Mogambo 🙂
in diesem Fall würden wir wahrscheinlich nicht die Kosten tragen müssen, aber da wir keine entsprechende Versicherung haben, ist mir das zu riskant.
Wir werden es jetzt über die Schlichtungsstelle versuchen,. Bin gespannt, wie lange es dauert 🙂 Ich werde berichten.
Gruß Honeybadger
Wir haben uns Anfang August an die Schlichtungsstelle gewendet. Einen Monat später hat sich Eurowings Discover entschuldigt, dass die Bearbeitung so viel Zeit in Anspruch genommen hat und sie uns 1.200 € überweisen werden. Der Betrag wurde uns eine Woche später gutgeschrieben.
Über die Schlichtungsstelle hatten wir auch noch Porto (Einschreiben mit Rückschein) angefordert, aber davon sehen wir nun ab. Dies haben wir der Schlichtungsstelle auch so mitgeteilt.
Über die Schlichtungsstelle hatten wir auch noch Porto (Einschreiben mit Rückschein) angefordert, aber davon sehen wir nun ab. Dies haben wir der Schlichtungsstelle auch so mitgeteilt.
Gruß Honeybadger
honeybadger schrieb:Auch wenn es bei uns um einen etwas anderen Fall ging: wir waren erfolgreich (okay, das Geld ist noch nicht auf dem Konto, aber ich habe vollstes Vertrauen, dass es klappt).skern schrieb:
Hier kann man es es versuchen
https://soep-online.de/
Es gab einen ersten Vorschlag, den ich allerdings abgelehnt hatte, weil keine Folgekosten getragen wurden. Aktuell dauert es noch. Aber es gab immerhin mal ‚Bewegung‘.
LH selbst hat es bisher nicht für nötig befunden zu reagieren.
@all
War jemand anderes inzwischen schon erfolgreich? Vielleicht auch über das von Skern angegebene Portal?
Bei uns ging es nicht um eine Verspätung, sondern eine Verfrühung, ich zitiere mich mal selber aus meinem Reisebericht und ergänze einen kleinen Teil:
>>>Gebucht war Eurowings Discover ab Frankfurt mit einem LH-Zubringerflug von Stuttgart. Mein schlechtes ökologisches Gewissen 😣 wird ein paar Tage vor Abflug beruhigt, da dieser Flug gestrichen und wir auf einen früheren umgebucht werden, der aber einen Tag später auch gecancelt und durch einen Zug ersetzt wird. Dieser Zug fuhr 5 Stunden früher los als unser gebuchter Flug. <<<
Simon (Panini) hier aus dem Forum - vielen Dank 😘 - hatte mir auf Whatsapp auf mein Gejammer hin geschrieben, dass man auch für verfrühte Abreisen Entschädigung verlangen kann, und zwar seiner Meinung nach pro Person und Flug 250 €.
Daraufhin habe ich nach unserer Rückkehr zwei Einschreiben an LH geschickt mit Bitte um Erstattung von 2x250 € (die Flüge von Matthias und mir waren auf einem Ticket gebucht) sowie 2 x 25 € Verpflegungspauschale (in etwa so viel hat unser Essen am Flughafen gekostet, ich habe aber keinen Beleg eingereicht).
Natürlich bekam ich keine Antwort. Dann habe ich hier in diesem Thread von der Schlichtungsstelle gelesen und dachte, probieren kann nichts schaden. An dieser Stelle auch vielen Dank an skern & Co.
Das ganze Verfahren ist ziemlich einfach und völlig kostenlos, ich habe im November alle Daten und Unterlagen hochgeladen, bekam dann sofort eine Eingangsbestätigung mit der Mitteilung, dass alles geprüft wird. 2 Tage später kam ein Schreiben, dass der Schlichtungsantrag nun an LH weitergeleitet wurde. Im Februar kam eine Mail, dass sich alles verzögert wegen der vielen Fälle.
>>>Der Grund für die lange Wartezeit ist der außergewöhnlich starke Fallanstieg bei der söp im 2. Halbjahr 2022. Wie Sie der nachfolgenden Grafik entnehmen können, lag der Falleingang in den Monaten Juli bis Dezember im Vergleich zum Vorjahr rund drei Mal höher.Diese extreme, seit Gründung der söp im Jahr 2009 einmalige Fallentwicklung ist eine gewaltige Herausforderung. Trotz personeller Verstärkung, prozessualer Optimierung und einem hohen persönlichen Einsatz des gesamten söp-Teams können wir aktuell längere Bearbeitungszeiten leider nicht vermeiden. <<<
Letzten Mittwoch kam dann folgendes Schreiben, das uns sehr erfreut hat 🙂 :
>>>Mit Schlichtungsantrag vom 06.11.2022 haben Sie eine Forderung in Höhe von insgesamt 550,00 EUR gegenüber Deutsche Lufthansa AG geltend gemacht. Deutsche Lufthansa AG hat nun mitgeteilt, dass Ihre Forderung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht in vollem Umfang anerkannt wird (Zahlung in Höhe von 550,00 EUR).
Aufgrund dieses „sofortigen Anerkenntnisses“ im Sinne von § 13 Abs. 4 Luftverkehrsschlichtungsverordnung erübrigt sich somit die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens einschließlich juristischer Prüfung durch die söp.Das Schlichtungsverfahren ist hiermit beendet. Wir danken für Ihr Vertrauen.
Die konkrete Abwicklung der Angelegenheit erfolgt nun direkt zwischen Ihnen und dem Unternehmen. Deutsche Lufthansa AG wird sich bei Ihnen melden oder direkt die Zahlung vornehmen, weshalb von Ihrer Seite nichts weiter zu veranlassen ist. Sollten Sie nach sechs Wochen keine Zahlung erhalten haben, können wir das Unternehmen erinnern.<<<
Der ganze Vorgang war einfach und von Seiten der söp höchst professionell durchgeführt. Für mich hat sich das alles wie Zauberei 🤩 angefühlt (vor allem nach unserem Theater mit SAA vor ein paar Jahren, wo ich schlussendlich einen RA eingeschaltet habe).
Hier noch die Erklärung der Kostenfreiheit für den Verbraucher - ich konnte es wirklich kaum glauben, dass es so etwas gibt:
>>>Für die Verbraucher ist das Schlichtungsverfahren entsprechend den Vorgaben des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) kostenfrei. Eine den Reisenden zustehende Ausgleichszahlung/Entschädigung wird also weder durch Bearbeitungsgebühren, Erfolgshonorare noch durch eine zu berechnende Mehrwertsteuer reduziert. Zu tragen sind seitens der Verbraucher allenfalls ihnen entstehende Kosten für Porto und Kopien oder für gegebenenfalls von ihnen eingeschaltete Rechtsanwälte.
Die Finanzierung des Schlichtungsverfahrens übernehmen ausschließlich die im Trägerverein der söp zusammengeschlossenen Unternehmen. Sie betrachten das Angebot der Schlichtung als wichtigen Baustein ihres Kundenservice („Service plus“), der dann um so wichtiger ist, wenn trotz eines eigenen guten Beschwerdemanagements mal etwas „schief gelaufen“ ist.<<<
Viele Grüße von Bele
Moin zusammen,
alle Informationen zur Schlichtungsstelle (soep-online.de/) in diesem thread sind schon von Bele aufgeführt worden. Aus eigener positiver Erfahrung mit der Schlichtungsstelle möchte ich ebenfalls dazu ermutigen, diese Instituation bei Flugausfällen/Verspätungen/etc. zu nutzen, wenn der Carrier auf Anfragen nicht reagiert.
Im März wurde uns die Teilstrecke Bremen-Frankfurt (nachWindhoek) gecancelt. Wir mußten dann sehr kurzfristig mit dem Auto nach Frankfurt anreisen. Grund des Flugausfalls war ein verdi-Streik. Meine Anfragen/Regressforderung blieben seitens der Lufthansa unbeantwortet.
Im Juni habe ich dann die Schlichtungsstelle eingeschaltet, und siehe da, die Lufthansa bezahlt meine Forderungen. Das Ganze ist für den Verbraucher unentgeltlich. Die Leute von der Schlichtungsstelle arbeiten höchst professionell.
Da zur Zeit ja viele Eurowings-Flüge verspätet/verfrüht oder sonst was sind, denke ich, dass die Soep für einige eine gute Hilfe sein kann.
Mit stürmischen Grüßen von der Nordsee,
Dieter
alle Informationen zur Schlichtungsstelle (soep-online.de/) in diesem thread sind schon von Bele aufgeführt worden. Aus eigener positiver Erfahrung mit der Schlichtungsstelle möchte ich ebenfalls dazu ermutigen, diese Instituation bei Flugausfällen/Verspätungen/etc. zu nutzen, wenn der Carrier auf Anfragen nicht reagiert.
Im März wurde uns die Teilstrecke Bremen-Frankfurt (nachWindhoek) gecancelt. Wir mußten dann sehr kurzfristig mit dem Auto nach Frankfurt anreisen. Grund des Flugausfalls war ein verdi-Streik. Meine Anfragen/Regressforderung blieben seitens der Lufthansa unbeantwortet.
Im Juni habe ich dann die Schlichtungsstelle eingeschaltet, und siehe da, die Lufthansa bezahlt meine Forderungen. Das Ganze ist für den Verbraucher unentgeltlich. Die Leute von der Schlichtungsstelle arbeiten höchst professionell.
Da zur Zeit ja viele Eurowings-Flüge verspätet/verfrüht oder sonst was sind, denke ich, dass die Soep für einige eine gute Hilfe sein kann.
Mit stürmischen Grüßen von der Nordsee,
Dieter
Aktuell, aus eigener Erfahrung. Eurowings Discover hat uns aktiv angeschrieben wegen eines verschobenen / und dann ganz gestrichenen Flug.
Zumindest die 620 Euro scheint es da ohne Diskussion zu geben. (Geld ist noch nicht da, aber ich musste nur auf die Mail von ED antworten.
Zumindest die 620 Euro scheint es da ohne Diskussion zu geben. (Geld ist noch nicht da, aber ich musste nur auf die Mail von ED antworten.
VG Uli
1743 schrieb:Pro Person?
Zumindest die 620 Euro scheint es da ohne Diskussion zu geben. (Geld ist noch nicht da, aber ich musste nur auf die Mail von ED antworten.
LG
Logi
Logi schrieb:Das ist mein Verständnis, aber, Geld ist ja noch nicht da.-)1743 schrieb:Pro Person?
Zumindest die 620 Euro scheint es da ohne Diskussion zu geben. (Geld ist noch nicht da, aber ich musste nur auf die Mail von ED antworten.
LG
Logi
VG Uli
Es ist schon erschreckend wenn man mal diesen Thread und andere ähnliche Threads durchblättert. Passagiere als Spielball einer Airline des Raubtierkapitalismus. Ich käme mir zu billig vor. Sie machen mit Passagieren was sie wollen und wissen, daß die Aufmüpfigen zu kaufen sind, denn die wenigsten unternehmen etwas. Monopolmissbrauch. Das wäre eigentlich ein Fall für das Kartellamt und Verbraucherorganisationen. So verdient die Lufthansa die Milliarden, dazu noch mit überteuerten Tickets. Und: Man darf nicht vergessen daß hier nur ein winziger Prozentsatz der Fälle bekannt wird. Wann zieht der Verbraucher endlich die Konsequenzen? Oder hat Corona die Menschen zu Willenlosen umerzogen? Nur mal eine Frage!
1743 schrieb:So, Geld ist da. 600 Euro je Person.Logi schrieb:Das ist mein Verständnis, aber, Geld ist ja noch nicht da.-)1743 schrieb:Pro Person?
Zumindest die 620 Euro scheint es da ohne Diskussion zu geben. (Geld ist noch nicht da, aber ich musste nur auf die Mail von ED antworten.
LG
Logi
VG Uli
Hajo52 schrieb:Es ist schon erschreckend wenn man mal diesen Thread und andere ähnliche Threads durchblättert. Passagiere als Spielball einer Airline des Raubtierkapitalismus. Ich käme mir zu billig vor. Sie machen mit Passagieren was sie wollen und wissen, daß die Aufmüpfigen zu kaufen sind, denn die wenigsten unternehmen etwas. Monopolmissbrauch. Das wäre eigentlich ein Fall für das Kartellamt und Verbraucherorganisationen. So verdient die Lufthansa die Milliarden, dazu noch mit überteuerten Tickets. Und: Man darf nicht vergessen daß hier nur ein winziger Prozentsatz der Fälle bekannt wird. Wann zieht der Verbraucher endlich die Konsequenzen? Oder hat Corona die Menschen zu Willenlosen umerzogen? Nur mal eine Frage!Moin Hajo52,
seit jeher sind die Passagiere dem Wohlwollen der Airlines ausgesetzt. Die Fluggesellschaften betreiben ihr Business nach knallharter betriebswirtschaftlicher Ausrichtung. Deshalb interessiert es sie auch nicht, wenn Passagiere auf der Strecke bleiben.
Die Entschädigungszahlungen sind oftmals nur eine kleiner Trost für einen verkorksten Urlaub, aber wenigstens etwas, denn früher gab es gar nix. Daß sich dabei die Passagiere kaufen lassen, ist nicht korrekt. Sie erhalten nur das, was ihnen zusteht. Und glaube mir, ich kennen niemanden, der eine ihm zustehende Entschädigungszahlung nicht in Anspruch genommen hätte oder nimmt.
Und was meinst Du mit, Du kämst Dir zu billig vor?
Und was sollen die Passagiere denn unternehmen und welche Konsequenzen ziehen? Vielleicht das Flugzeug selbst zur Destination steuern oder eine Fahrgemeinschaft bilden, um nach Windhoek zu reisen, oder einfach nicht per Flugzeug auf Reisen gehen?
Und was hat Corona mit einer eventuellen Umerziehung zu willenlosen Wesen zu tun?
Egal - meine sind alle rhetorische Fragen, die keine Beantwortungen finden müssen.
Flugausfälle oder -verschiebungen sind zweifelsohne unschön und können eine lang herbeigesehnte Reise ziemlich vermiesen. Doch meines Erachtens nach ist es müßig, sich über gebotene Gebühr diesgbezüglich den Kopf zu zermartern, denn schlußendlich zieht der Passagier immer das kürzere Ende. Wer sich dessen bewußt ist, der wird ggf. unschöne Auswirkungen auf seinen Flug in seine Reisedurchführungspläne einpreisen. So, wie drei Plattfüße auf Namibias Gravel Roads. Und wenn man es noch ruhiger betrachten möchte... Proleme mit Flügen sind rein gar nichts im Vergleich zu gestohlenen Geldbeuteln oder Reisedokumenten oder wenn man ausgeraubt wird.
Alles ist relativ, auch das Unschöne.
Gruß vom Alm
Danke ALM, hast Du schön gesagt.
Es gibt genügend marktwirtschaftliche Mittel um aktiv zu werden. Wer tut´s?
Auch Ryan Air hat schon häufig Rückzüge antreten müssen. Ganz einfach weil Kunden ausgeblieben sind weil sie sich deren Unverschämtheiten nicht mehr gefallen ließen. Schon vergessen die 5 Euro Pinkelgebühr?
Auch die Lufthansa hat das schon vor Jahrzehnten lernen müssen, als wir dann nur noch Saudia, Kuwait Air, Swiss, Singapore Airlines, Cathay Pacific, KLM, Air Canada etc., statt Lufthansa, geflogen sind. Auch andere Mütter haben hübsche Töchter. Die Häßlichsten hat leider inzwischen die Lufthansa, die ihre Kunden nur noch als manipulierbare Melkobjekte betrachtet.
Und leider vergessen die Airline-Vorstände sehr schnell woran ihre Vorgänger gescheitert sind, weil auch sie ausgewechselt werden wie andere ihre Hemden wechseln.
Aber OK, es ist müßig darüber zu diskutieren. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Trägheit hat um sich gegriffen.
Alle meinen sie alles mit Geld lösen zu können.
Klar, verstehe es auch, wenn Leute mit begrenzter Liquidität sich gerne die Hälfte ihrer Flugkosten erstatten lassen um damit dann in der Kneipe strunzen zu können. Im Gegenzug zu ein oder zwei Tagen Urlaub, und sich auch noch um den bezahlten Sitzplatz prellen lassen. Die ganzen "Argumente" kenne ich. Und noch mehr.
Kenne auch mehr als genug "ganz Reiche" die sich alles leisten können und mehr als ein Monatsgehalt für die Business Class auszugeben. "Ich fliege nicht unter Business...". Ist auch OK. Warum nicht?
Weiterhin viel Spaß bei der Lusthansa-Schikane. Ich versuche sie zu umgehen, sei es auch nur über kleinere oder größere Umwege möglich.
LG
Hajo
Es gibt genügend marktwirtschaftliche Mittel um aktiv zu werden. Wer tut´s?
Auch Ryan Air hat schon häufig Rückzüge antreten müssen. Ganz einfach weil Kunden ausgeblieben sind weil sie sich deren Unverschämtheiten nicht mehr gefallen ließen. Schon vergessen die 5 Euro Pinkelgebühr?
Auch die Lufthansa hat das schon vor Jahrzehnten lernen müssen, als wir dann nur noch Saudia, Kuwait Air, Swiss, Singapore Airlines, Cathay Pacific, KLM, Air Canada etc., statt Lufthansa, geflogen sind. Auch andere Mütter haben hübsche Töchter. Die Häßlichsten hat leider inzwischen die Lufthansa, die ihre Kunden nur noch als manipulierbare Melkobjekte betrachtet.
Und leider vergessen die Airline-Vorstände sehr schnell woran ihre Vorgänger gescheitert sind, weil auch sie ausgewechselt werden wie andere ihre Hemden wechseln.
Aber OK, es ist müßig darüber zu diskutieren. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Trägheit hat um sich gegriffen.
Alle meinen sie alles mit Geld lösen zu können.
Klar, verstehe es auch, wenn Leute mit begrenzter Liquidität sich gerne die Hälfte ihrer Flugkosten erstatten lassen um damit dann in der Kneipe strunzen zu können. Im Gegenzug zu ein oder zwei Tagen Urlaub, und sich auch noch um den bezahlten Sitzplatz prellen lassen. Die ganzen "Argumente" kenne ich. Und noch mehr.
Kenne auch mehr als genug "ganz Reiche" die sich alles leisten können und mehr als ein Monatsgehalt für die Business Class auszugeben. "Ich fliege nicht unter Business...". Ist auch OK. Warum nicht?
Weiterhin viel Spaß bei der Lusthansa-Schikane. Ich versuche sie zu umgehen, sei es auch nur über kleinere oder größere Umwege möglich.
LG
Hajo
Hajo hat aus Gründen, die nur er kennt, einen Groll gegen die LH-Gruppe. OK, ist sein gutes Recht.
Wir sind inzwischen 5x mit EW nach Nam geflogen, auch während Corona, zum Glück ohne Verschiebungen etc.
In der Anfangszeit war EW aber wirklich problematisch, was Essen und Sonstiges anbelangt (z.B. keine kostenlosen Decken in der ECO). Wurde dann besser.
Mein derzeitige Kriktik an EW ist aber schon, dass sie offensichtlich keinerlei Reserven haben, und dann Flüge rel. kurzfristig verschieben müssen. Das sollte in einem so großen Betrieb wie der LH-Gruppe nicht passieren. Es ist hilft auch nicht die Ausrede, dass die Auslastung in 2023 "völlig unerwartet" so explodiert ist. Ein überdehnter Flugplan hilft niemand. Dann hätte man rechtzeitig Frequenzen reduzieren müssen.
Wir sind inzwischen 5x mit EW nach Nam geflogen, auch während Corona, zum Glück ohne Verschiebungen etc.
In der Anfangszeit war EW aber wirklich problematisch, was Essen und Sonstiges anbelangt (z.B. keine kostenlosen Decken in der ECO). Wurde dann besser.
Mein derzeitige Kriktik an EW ist aber schon, dass sie offensichtlich keinerlei Reserven haben, und dann Flüge rel. kurzfristig verschieben müssen. Das sollte in einem so großen Betrieb wie der LH-Gruppe nicht passieren. Es ist hilft auch nicht die Ausrede, dass die Auslastung in 2023 "völlig unerwartet" so explodiert ist. Ein überdehnter Flugplan hilft niemand. Dann hätte man rechtzeitig Frequenzen reduzieren müssen.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Ach Hajo,
es Leewe is viiiiel zu kurz, um sich über Dinge aufzuregen, bei denen man nur den Kürzeren ziehen kann.
Es gibt immer einen Part im Leben, der der wirtschaftlich stärkere ist. Entweder man akzeptiert die von ihm vorgegebenen Bedingungen oder eben nicht.
Was soll ich meinem Arbeitgeber lauwarm ans Bein pinkeln, auch wenn er dies redlichst verdient hätte…? Entweder mache ich die Augen zu und sage mir: Durch. Oder ich suche mir einen neuen Job mit eben anderen Problemchen.
Das Leben ist ja weder der Immenhof, noch ein anderer Ponyhof...alles hinlänglich bekannt.
Die Welt, und insbesondere die Flugwelt, verändern zu wollen, das ist Utopie, wie vieles andere auch.
Billigairlines scheren sich einen feuchten Kehricht um die Belange ihre Kundschaft. Das wissen wir alle. Wer dann eines ihrer Tickets in den Händen hält und sich anschließend trotzdem lamentiert über das wenig Gebotene und viel verlangte Geld für Kopfhörer oder Handgepäck, etc., dem ist nicht mehr zu helfen und der hat auch nicht mein Mitgefühl.
Das sind alles Fakten, unschöne, ja, sicherlich, doch die im Vorhinein allseits bekannt sind.
Was kümmert es also den Mond, wenn ihn der Hund anbellt?
Ein jeder möge sich die Airline aussuchen, die für ihn akzeptable Bedingungen bietet oder eben daheim im trauten Heim sich Safarifilme von Prof. Grzimek als Ersatz für eine Tour durch Afrika anschauen; oder aber die spärlichen Leistungen und Widrigkeiten, die passieren können, akzeptieren.
Wenn ich mir wegen jeder Flugverzögerung, -verschiebung oder -streichung die Haare vom Kopf hätte reißen wollen, dann wäre ich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Sicherheit aus Eitelkeit mit einer Perücke unterwegs.
Ich und Perücke? Nee, geht gar nicht. Deshalb halte ich sauber mein Mundwerk im Zaum (mission machmal impossible…), rechne mit dem Schlimmsten und freue mich, wenn dieses nicht eintritt und öffne dann ein Savanna extra.
Was meinst Du wie gut ich damit lebe? Saugut und ich bin mir sicher, daß ich wegen meines gechillten Charakters das Alter meiner Großmutter väterlicherseits erreiche: 99 Jahre, 7 Monate und 4 Tage, ja, so alt wurde Oma Ruth.
Laß Eurowings Discover, Lufthansa & friends doch machen was sie wollen, kannst doch ohnehin nichts ändern.
Dementsprechend plane ich meine Reisen mit Bedacht nach dem Motto: Weniger ist viel mehr und sei präpariert und nicht bestürzt, wenn es anders kommen sollte,als gedacht und erwartet.
Ein Prost auf die miserablen Airlines dieser Welt.
Alm
es Leewe is viiiiel zu kurz, um sich über Dinge aufzuregen, bei denen man nur den Kürzeren ziehen kann.
Es gibt immer einen Part im Leben, der der wirtschaftlich stärkere ist. Entweder man akzeptiert die von ihm vorgegebenen Bedingungen oder eben nicht.
Was soll ich meinem Arbeitgeber lauwarm ans Bein pinkeln, auch wenn er dies redlichst verdient hätte…? Entweder mache ich die Augen zu und sage mir: Durch. Oder ich suche mir einen neuen Job mit eben anderen Problemchen.
Das Leben ist ja weder der Immenhof, noch ein anderer Ponyhof...alles hinlänglich bekannt.
Die Welt, und insbesondere die Flugwelt, verändern zu wollen, das ist Utopie, wie vieles andere auch.
Billigairlines scheren sich einen feuchten Kehricht um die Belange ihre Kundschaft. Das wissen wir alle. Wer dann eines ihrer Tickets in den Händen hält und sich anschließend trotzdem lamentiert über das wenig Gebotene und viel verlangte Geld für Kopfhörer oder Handgepäck, etc., dem ist nicht mehr zu helfen und der hat auch nicht mein Mitgefühl.
Das sind alles Fakten, unschöne, ja, sicherlich, doch die im Vorhinein allseits bekannt sind.
Was kümmert es also den Mond, wenn ihn der Hund anbellt?
Ein jeder möge sich die Airline aussuchen, die für ihn akzeptable Bedingungen bietet oder eben daheim im trauten Heim sich Safarifilme von Prof. Grzimek als Ersatz für eine Tour durch Afrika anschauen; oder aber die spärlichen Leistungen und Widrigkeiten, die passieren können, akzeptieren.
Wenn ich mir wegen jeder Flugverzögerung, -verschiebung oder -streichung die Haare vom Kopf hätte reißen wollen, dann wäre ich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Sicherheit aus Eitelkeit mit einer Perücke unterwegs.
Ich und Perücke? Nee, geht gar nicht. Deshalb halte ich sauber mein Mundwerk im Zaum (mission machmal impossible…), rechne mit dem Schlimmsten und freue mich, wenn dieses nicht eintritt und öffne dann ein Savanna extra.
Was meinst Du wie gut ich damit lebe? Saugut und ich bin mir sicher, daß ich wegen meines gechillten Charakters das Alter meiner Großmutter väterlicherseits erreiche: 99 Jahre, 7 Monate und 4 Tage, ja, so alt wurde Oma Ruth.
Laß Eurowings Discover, Lufthansa & friends doch machen was sie wollen, kannst doch ohnehin nichts ändern.
Dementsprechend plane ich meine Reisen mit Bedacht nach dem Motto: Weniger ist viel mehr und sei präpariert und nicht bestürzt, wenn es anders kommen sollte,als gedacht und erwartet.
Ein Prost auf die miserablen Airlines dieser Welt.
Alm