Was hat der Pfau im Klo zu suchen?

10 Antworten · 2’286 Aufrufe · gestartet 04. Apr. 2020 von freshy
Bilder klein
Antworten
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201104. Apr. 2020 ·
Unsere Reiseberichte zwischen 2007 und 2019 findet ihr auf unserer Homepage, falls jemand noch Lesestoff braucht. Stattdessen bin ich so mutig, ein Thema aufzugreifen, über das frau ungern spricht, das aber auf Reisen an Bedeutung gewinnt. Das wurde mir auf unserer ersten Australienreise bewusst und ist seitdem ein wichtiger Punkt bei unseren Planungen nicht nur für Afrikareisen. Stichwort: Porta Potti 🙂 ! Leider kann ich keine Fotos einfügen, denn ich übergebe das wertvolle Eqipment aus praktischen Erwägungen vorher jedes Mal meiner besseren Hälfte.

Unterwegs sein in Australien das riecht nach Freiheit und Abenteuer, stillt meine ewige Sehnsucht, neue Länder, neue Menschen und ihre Lebensweise kennen zu lernen. Andererseits bedeutet es, wochenlang in einem rustikalen Allradcamper zu zweit auf maximal acht Quadratmetern zu wohnen und auf fremde Toiletten angewiesen zu sein. Letzteres seit meiner Kindheit ein Horror für mich.
Schuld daran ist das Plumpsklo auf dem Bauernhof meiner Verwandten. Der Weg dahin führte durch den Stall. Ich musste mich an einer endlosen Riege Kuhmäuler vorbeidrücken, aus denen lange, feuchte Zungen nach mir angelten. Vom Klositz aus sah ich in den Futtertrog für die Schweine, deren Gesichter mit den hinterlistigen Äuglein und Fleisch gewordenen Steckdosen mir viel zu nahe kamen, schnüffelten und schmatzten. Ihr „Oink, Oink“ klang, als lachten sie mich aus. Plumpsklo allein ist schon schlimm, doch diese Mischung mit dem Gestank nach Schwein und Kuh lässt mich bis heute würgen. Vor jeder Reise träume ich davon.
Ich flog mit gemischten Gefühlen nach Australien.
Meine Besorgnis erwies sich als unbegründet. Voller Stolz präsentieren die Australier ihre 16 745 öffentlichen Toiletten auf Rast- und Wanderparkplätzen sowie in jeder Ortschaft des Kontinents samt Wegweiser und Ausstattung im Internet. Kein Witz! Wer will, kann anhand dieser Informationen seine Reiseroute ideal an die allerpersönlichsten Bedürfnisse anpassen.
Wir haben im Laufe unserer achttausend Kilometer langen Reise von Adelaide übers Red Centre bis in die Wet Tropics so manche Toilette in Anspruch nehmen müssen. Einfach in die Büsche schlagen, scheidet ebenso aus, wie einen Baum anzupinkeln. So was tut man nicht - in Australien! Ob es daran liegt, dass es zuweilen tausend Kilometer weit weder Baum noch Busch gibt, oder daran, dass die Aussies disziplinierter sind als wir, sei dahin gestellt.
Sowohl der aggressive Wüstenwind im Innern des Kontinents, als auch die tropische Schwüle im Norden lassen jedes Material schnell altern, auch die Toilettenhäuschen. Doch sie sind stets sauber geputzt, mit Toilettenpapier, Haltegriff für Behinderte, und sofern Wasser vorhanden, mit Handwaschbecken und Seife ausgestattet. Und: Australische Klos stinken nicht. Das gilt für das wasserlose Öko-Plumpsklo im Nationalpark ebenso wie für die Luxustoilette mit Flush-Effekt im modernen Einkaufszentrum. Keine Ahnung, wie die Aussies das schaffen. Wäre Australien nicht so weit weg, man sollte bei jeder dringenden Unerlässlichkeit hinfliegen.
Einige Besonderheiten sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Als ich im Sanitärtrakt eines Campingplatzes eines Morgens meine Zähne putze, irritieren mich zwei schwarze Punkte im Zahnpastaschaum. Ich setze meine Brille auf und beobachte, wie sich ein Köpfchen durch das Siphon nach oben quält und - schwupp - sitzt eine kleine Kröte im Waschbecken.
Hat ihr etwa meine Zahnpasta nicht geschmeckt? Und überhaupt, woher kommt sie? Ein Hinweis an der Toilettentür gibt Aufschluss. „Klodeckel nach Benutzung schließen“, steht dort, „damit die Kröten das Abwassersystem nicht verlassen. Sie kompostieren unsere menschlichen Hinterlassenschaften.“ Würg!
Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist diese geniale Erfindung mit den zwei Wasserhähnen - linker Hahn: brühheiß/rechter Hahn: kalt – welche die Engländer nach Australien exportiert haben. Besondere Akrobatik verlangt die Bedienung, wenn das Wasser nur bei unablässigem Knopfdruck läuft. Dazu am Spiegel ein Aufkleber mit Piktogramm, das in fünf Schritten das hygienisch einwandfreie Händewaschen erläutert:
- Seife verwenden
- Mindestens zwei Minuten lang waschen
- Zwischenräume der Finger nicht vergessen
- Schaum gründlich abspülen
- Hände abtrocknen.
Ich habe mit Ausnahme von Schritt fünf versagt. Inzwischen weiß ich, wie's geht 😉 !
J.W.D. heißt auf australisch Outback. Gemeint ist die weite, flache Mitte des Kontinents, wo es heiß, trocken und staubig ist, und auf einem Quadratkilometer ein halber Mensch wohnt. Jährlich fallen in dieser Ödnis zwischen null und zwanzig Zentimeter Niederschlag. Von wenigen Highways abgesehen sind die Straßen ungeteert und heißen Gravelroad. Zur Versorgung der Reisenden steht in diesem Nichts hin und wieder ein Roadhouse mit Tankstelle, Gaststätte, Hotel und Campingplatz sowie Toilette, für die bei Bedarf ein Schlüssel ausgehändigt wird. Leider vergessen viele Benutzer, den Schlüssel zurückzubringen. Doch man unterschätze die Outbackbewohner nicht! So mancher Anhänger mit Schlüssel, der dem Reisenden über die Theke gereicht wird, lässt diesen in die Knie gehen. Am eindrücklichsten in Erinnerung sind mir jene Anhänger in Form eines halben Meter langen Plastiklöffels für Benutzerinnen mit der Bezeichnung „No nuts“ und einer Gabel für Benutzer mit „Peanuts“.
Das angeblich berühmteste Roadhouse des Outbacks heißt William Creek. Es ist auf jeder Landkarte verzeichnet und liegt im Schnittpunkt verschiedener Wüstentracks sowie einer Gravelroad nach Coober Pedy, die hundertsiebzig Kilometer durch gesichtslose Halbwüste mit spärlichem Baum- und Strauchbewuchs führt. Sofern es nicht regnet, dauert die Fahrt zweieinhalb Stunden.
Wir haben sechzig Kilometer zurückgelegt, als es zu regnen beginnt, und sich die brettharte Lehmpiste in Wackelpudding verwandelt. Die Räder unseres Allradfahrzeugs wühlen sich durch achsentiefen Schlamm, schlittern wie auf Schmierseife, wir kommen nur im Schritttempo vorwärts. Nach drei Stunden haben wir die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Es regnet immer stärker, der Scheibenwischer schiebt ächzend eine braune Brühe von einer Seite auf die andere und wieder zurück. Keine Toilette in Sicht. Nirgendwo. Und noch 70 km bis Coober Pedy! Das schaffe ich nicht! Also raus aus dem Auto. Prompt versinke ich bis zu den Knöcheln im Schlamm, der mich wie eine Krake umschließt und nicht mehr loslässt. Abstreifversuche haben nur zur Folge, dass einmal der linke, dann der rechte Fuß in einem dickeren Klumpen steckt. Notgedrungen hebe ich die Füße samt einem Kilo Lehm ins Auto, wo es im Gebläse der Klimaanlage langsam trocknet.
Laut Reiseführer regnet es in Alice Springs, der einzigen Stadt im Red Centre, im Mai nie. In diesem Jahr hält sich das Wetter nicht an den Reiseführer. Die Stadt löst sich im Regen auf wie Würfelzucker im Kaffee. Es tropft, plätschert und prasselt, in den Bodensenken sammeln sich Pfützen, vereinen sich zu Seenplatten, Dächer und Arkaden hängen durch. Wo das Wasser ein Schlupfloch findet, rauscht es zu Boden. Als ich in einer Autowerkstatt die Tür zur Damentoilette öffne, stürzt ein Wolkenbruch auf mich herab.
„No worries!“ winkt der Mechaniker ab und hält mir die Tür zur Herrentoilette auf, dort ist das Dach dicht.
Zweitausend Kilometer weiter auf dem Highway nach Queensland regnet, nein, schüttet es schon wieder wie aus Kübeln. Das Rauschen und Plätschern trägt nicht dazu bei, menschliches Rühren erfolgreich zu unterdrücken. An der ersten Tankstelle nach der Grenze flitze ich zur Toilette und werde unsanft gestoppt. Eine Putzfrau stellt sich mir in den Weg, den Nasswischmopp am ausgestreckten Arm in den Putzeimer gerammt.
„Sie können jetzt nicht rein“, sagt sie, „ich bin soeben mit dem Saubermachen fertig. Die öffentliche Toilette ist dreihundert Meter weiter.“
Mein Hinweis auf die Dringlichkeit nützt nichts. Da man in einer solchen Situation keine Zeit für Diskussionen hat, sprinte ich los. Niemals vergesse ich dieser Perle ihres Standes den Zustand der Öffentlichen! Aber da es ein absoluter Einzelfall war, verzichte ich auf die Beschreibung.
Wer über Wochen auf fremde Örtchen angewiesen ist, weiß die hygienischen Verhältnisse australischer Toiletten - von dieser Ausnahme abgesehen – zu schätzen. Allerdings sollte man eine gewisse Zuneigung zur landesüblichen Fauna mitbringen. Von den Kröten erzählte ich schon. Eidechsen an der Wand finde ich niedlich, sie erinnern an Geckos, wie wir sie vom Mittelmeer kennen. Doch Spinnen verursachen mir ein leichtes Ziehen im Nacken, weil ich die giftigen von den ungiftigen nicht unterscheiden kann.
Manchmal warnen Hinweisschilder vor Kängurus und wilden Hunden, die nur durch konsequentes Verriegeln der Türen ausgesperrt bleiben. Auf einem abgelegenen Campingplatz musste ich einmal einen männlichen Pfau aus der Damentoilette verjagen. Seelenruhig trank er aus der Kloschüssel und ließ sich ungern stören. Jemand hatte wohl den Hinweis: „Achtung, Tür wegen der Pfauen immer geschlossen halten!“ übersehen.
Mit diesem letzten Einblick in die australische Toilettenkultur verlassen wir den Kontinent und fliegen zurück nach Frankfurt, wo wir frühmorgens aufsetzen. Während mein Körper zum Bahnhof hetzt, schwebt meine Seele im Irgendwo, wehrt sich energisch, wieder daheim zu sein.
Im ICE lasse ich mich in einen taubenblauen Polstersitz fallen, der edel aussieht und farblich perfekt mit den Toilettentüren aus Kirschbaumholz-Imitat harmoniert. Man spürt, hier waren Designer am Werk.
Doch als ich die WC-Tür öffne, schlägt mir jener bestialische Gestank entgegen, der Zugtoiletten eigen ist, und mit dem ich jenes schreckliche Plumpsklo meiner Kindheit assoziiere.
Ich bin wieder in Deutschland!

Es grüßt euch aus der ungewollten Abgeschiedenheit
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1’415 Beiträge · seit 201404. Apr. 2020 ·
🤩 Danke Freshy, für den herzerfrischenden Ausflug! 😄 Der hat mir gleich meine kindheitlichen Alpträume wieder in Erinnerung gerufen. Ich musste immer in den Sommerferien zu meinen Grosseltern aufs Land und dort auf das im Freien befindliche Plumpsklo gehen. Es hatte eine mit Herz versehenen Tür und einen Deckel über einem Loch, aus dem wenn man den Deckel lupfte gruusige Fliegen kamen und eine Wolke üblen Gestanks mit sich brachten. Ein Wunder, dass ich da nicht zum Bettnässer mutierte 🤪
resümiert die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
1’425 Beiträge · seit 201304. Apr. 2020 ·
Hi Freshy,
jetzt habe ich grad mal ganz herzhaft lachen müssen 🤩
Meine allererste Begegnung auf einem australischen Campground war das:

24.03.200821.15.18Darwin-LitchfieldNP-BuleyRockhole-Australien.JPG


LG
Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
901 Beiträge · seit 201705. Apr. 2020 ·
CapeLevequeFrosch4.JPG

Hallo Freshy,

danke für deinen zutreffenden Bericht ! Was ich hier in Deutschland absolut vermisse, sind die wirklich sauberen öffentlichen Toiletten, die es Down Under in jedem kleinen Ort als Non profit Center kostenlos gibt.
Liebe Grüße Makra
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2020
487 Beiträge · seit 201205. Apr. 2020 ·
Es gibt ein sehr altes Gesetz in Australien, wenn man keine Toilette in Walking Distance findet, kann man einen Polizeiwagen anhalten und an das rechte (könnte auch ein anderes Rad sein) pinkeln, der Polizist muss dann seine Jacke darum halten. Ich glaube deswegen haben sie so viele Toiletten gebaut.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201105. Apr. 2020 ·
@Claudia: Genau, so sehen die niedlichen 😉 Kröten aus. Danke für das Foto!

Lieben Sonntagsgruß
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1’162 Beiträge · seit 201205. Apr. 2020 ·
Hallo freshy,

ganz kleine Korrektur: Frosch, keine Kröte.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201105. Apr. 2020 ·
Biologe schrieb:Hallo freshy,

ganz kleine Korrektur: Frosch, keine Kröte.

Beste Grüße
Michael
Hallo Michael, du bist der Fachmann, also glaube ich dir. Allerdings wurde lt. meinem Tagebuch vor den toads (Kröten) gewarnt, weshalb ich die Warnung auch nicht auf Anhieb verstanden hatte 🙁 . Clamats Beispiel zeigt nach meiner Erinnerung ein entsprechendes Tier. Makras Foto zeigt allerdings einen Frosch im Klo, das sehe ich auch so.
Jedenfalls danke für den Hinweis.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
7’320 Beiträge · seit 200605. Apr. 2020 ·
… die einzige Krötenart in Australien ist die riesige Aga-Kröte. Die wurde mal vor Jahrzehnten zur Schädlingsbekämpfung ausgesetzt (und ist jetzt selbst ein großer Schädling). Ursprünglich gab es in Australien gar keine Kröten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2020
1’162 Beiträge · seit 201205. Apr. 2020 ·
Hallo,

die Aga-Kröte (Cane Toad) ist sehr giftig. Fühlt sich die Kröte bedroht benetzt sie sich mit Gift . Gelangt das Gift in die Augen, kann es binnen Minuten zur Erblindung führen. Gift auf der Schleimhaut (Mund) kann tödlich sein.
@freshy, jetzt dürfte es klar sein, warum ihr gewarnt wurdet.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2020
7’320 Beiträge · seit 200605. Apr. 2020 ·
… dazu noch 'ne Ergänzung:
Wenn einheimische Raubtiere wie Warane, Marder, Schlangen und selbst Krokodile die Kröten fressen, verenden sie. Manche Arten sind daher schon vom Aussterben bedroht oder möglicherweise gar vollständig verschwunden.
Man hat daher vor einigen Jahren begonnen, aus den Kröten Wurst (nicht für den menschlichen Verzehr) zu machen. Man legt sie aus, damit Raubtiere sie fressen. Diese Wurst riecht nach den Kröten, enthält aber nicht deren Gift. Stattdessen wird ein Salz zugesetzt, welchen bei den Tieren Übelkeit hervorruft. Die meisten Tiere meiden anschließend den Kontakt mit den Kröten und werden so vor der tödlichen Gefahr geschützt.
Gleichzeitig versucht man, die Kröten einzusammeln, was aber ein bisschen dauern wird. Die Population in Australien wird auf etwa 200 Millionen geschätzt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2020