ACAchim04Themenstarter3 Beiträge · seit 201705. Sept. 2017 ·
Hallo, wir haben am Waterberg in Namibia ein für uns merkwürdiges Insekt gesehen. Es sieht auf den ersten Blick wie ein Samen von einem Löwenzahn aus. Sobald man sich dem Insekt nähert, bewegt es sich aber einige Meter, bleibt dann wieder stehen und sobald man erneut darauf zugeht, bewegt es sich wieder. Es war kein Wind, der das Insekt bewegte. Ich habe so etwas bisher noch nicht gesehen und weiss auch nicht wonach ich in Bestimmungsbücher suchen soll. Vielen Dank für Eure Hilfe. Achim
BikeAfrica7’324 Beiträge · seit 200605. Sept. 2017 ·
Hallo Achim,
in meinen Augen ist das kein Insekt. Insekten haben sechs Beine und solche kann ich hier nicht erkennen.
Ich halte das in der Tat für einen Pflanzensamen und diese werden auch durch Luftzug transportiert, den man nicht wahrnimmt. Wenn sich das Objekt wegbewegt und manchmal liegenbleibt, kommt der Wind von hinten. Deine eigenen Beine könnten die Luftströmung bremsen oder ablenken, ohne dass man es merkt. Das wäre meine (einfache) Erklärung für Deine Beobachtung. Hast Du Dich mal gegen seine Bewegungsrichtung gestellt?
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ACAchim04Themenstarter3 Beiträge · seit 201706. Sept. 2017 ·
Hallo, vielen Dank für Eure Anmerkungen. Genau das haben wir auch zuerst gedacht. Es war aber tatsächlich so, dass sich das Objekt nur bewegte, sofern wir uns näherten. Wir haben es über eine längere Zeit beobachtet. Die "Fluchtdistanz" lag bei ca. 2 m. Vielleicht wurden wir auch durch merkwürdige Windbewegungen getäuscht, aber es schien uns so, als ob sich das Objekt selbstständig bewegte. Im Zentrum war auch eine dunklere Stelle. Es ist auf dem Foto nur bedingt sichtbar. Danke für Eure Einschätzungen. Achim
Das ist GANZ SICHER kein Insekt, sondern das „befluffte“ Samenkorn der Baumwoll-Seidenpflanze (Gomphocarpus fruticosus), einem Hundsgiftgewächs mit unscheinbaren, aber wunderschönen Blüten. Nach der Blüte bildet die Pflanze längliche, ballonartige Schoten aus (scherzhaft auch Papsthoden genannt) und die enthält Unmengen dieser Fluffysamen. Die von euch beobachtete Fluchtdistanz des Samens liegt sicher daran, dass er extrem leicht ist und aufgrund der Haare auf jeden noch so kleinen Luftzug reagiert. Er ist also praktisch vor eurer „Bugwelle" geflohen...
ACAchim04Themenstarter3 Beiträge · seit 201708. Sept. 2017 ·
Hallo Barbara, vielen lieben Dank. Es ist doch gut Leute zu fragen, die sich auskennen. Da sind wir dann wohl tatsächlich feinsten Luftbewegungen aufgesessen. VG Achim