danifeeThemenstarter57 Beiträge · seit 201602. Juli 2017 ·
Liebe Fomis, mein Mann und ich werden ab 22. September 3 Wochen erstmals durch Namibia reisen – im Camper mit Dachzelt (außer an der Küste, dort feste Unterkunft)
Die Route: 1 Ü Windhuek, 2 Ü Bagatelle, 2 Ü Tiras/D707, 2 Ü Sesriem, 1 Ü Walfishbay, 2 Ü Swakopmund, über Henties Bay zu 1 Ü Brandberg White Lady, 2 Ü Palmwag, 4 Ü Etosha, 2 Ü Waterberg, 2 Ü Haasenhof Farm, Rückflug So die Planung und alles gebucht. Wir wollen uns nicht hetzen und haben daher den tiefen Süden und Caprivi ausgelassen. Wenn es von den Temperaturen her machbar ist, wollen wir viel wandern und die Natur genießen. Meine Frage zum Abschnitt Swakop-Etosha: Ich habe jetzt so tolle Bilder von der Spitzkoppe gesehen, die mich an meinen Lieblingspark in den USA – den Arches NP – erinnern, dass ich ins Grübeln gekommen bin, ob ich die 1 Ü am Brandberg gegen Spitzkoppe austauschen soll. Wer kennt beides und kann es gut vergleichen? Mich würden Eure Pro- und Contra-Argumente interessieren. Lohnt es sich den längeren Weg über Henties Bay zur Spitzkoppe zu fahren?
Ich habe mir ausgerechnet, dass man für die Fahrt von Spitzkoppe bis zum Damara Living Museum ca. 3,5 Std. braucht (was unser Zwischenzeil wäre) und dann weiter bis Palmwag nochmal 1,5 Std. zzgl. Fotostopps. Ist das realistisch?
VG Dani
giraffenmog649 Beiträge · seit 200703. Juli 2017 ·
Brandberg oder Spitzkoppe ... schwierig.....
Mit nur einer Übernachtung wirst Du am Brand ergeben eigentlich nur die White Lady ansehen können. Alle anderen Wanderungen sind etwas aufwendiger. Euer Campingplatz liegt am Ufer des Ugab. SEHR idyllisch....Und vielleicht kommen sogar Elefanten bei Euch vorbei.
An der Spitzkoppe könnt Ihr bei einer Übernachtung mindestens eines der Buschmannparadise mit den Felsmalereien sehen, unter den Felsbogen sitzen und ggf. den Wildtierbereich besuchen. Wenn Ihr nicht oder nur wenig klettern wollt, könnt Ihr auf festen Boden bleiben und einen grossen Teil der Spitzkoppe zu Fuss erkunden. Kleinere Klettertouren über die kleineren Felsen sind auch kein Problem - aber auf die Spitzen hoch wird auch zu knapp. Campingplatz werdet Ihr in einem Felsenwunderland, in dem jeder Stellplatz seine eigene, ganz besondere Aussicht hat.
Ich liebe den Platz an der Spitzkoppe - aber ihr müsst selbst entscheiden, wo Euere Vorlieben liegen. Der Felsbogen bei Sonnenaufgang ist ein Traum - aber wenn Du mit den Bildern aus the Arches dort hinführt, könntest Du vielleicht enttäuscht werden. Die guten Bilder dieses Bogens wurden mit Weitwinkel aufgenommen, so dass er deutlich größer wirkt, als er tatsächlich ist. Nicht mit the Arches zu vergleichen! Aber: auch das Publikum, mit dem Ihr den Bogen zusammen sehen werdet ist deutlich weniger. Bei Sonnenaufgang waren wir bisher immer allein....
Wie kommst du auf die 3,5 Stunden bis zum Living Museum? Der kürzeste Weg ist in Namibia nicht unbedingt der schnellste. Bevor ich Dir sagen kann, ob die Schätzung realistisch ist, müsstest Du den Weg, den Ihr fahren wollt, genauer beschreiben.
danifee schrieb:Ich habe mir ausgerechnet, dass man für die Fahrt von Spitzkoppe bis zum Damara Living Museum ca. 3,5 Std. braucht (was unser Zwischenzeil wäre) und dann weiter bis Palmwag nochmal 1,5 Std. zzgl. Fotostopps. Ist das realistisch?
Hallo Dani,
Tracks4Africa berechnet für die Strecke
Spitzkoppe => Damara Living Museum 226 Kilometer und 3.40 Std. zzgl Pausen, Fotostopps usw.
für das Living Museum solltet Ihr auch entsprechend Zeit einplanen (2-3 Std.)
Damara Living Museum => Palmwag werden mit 1.53 Std. für 105 Kilometer berechnet, natürlich wieder ohne jegliche Pause!
Wir hatten letzen Juli beides gemacht. Beim Brandberg machten wir einen Halbtagesausflug um Elefanten zu sehen und bei der Spitzkope sind wir herumgewandert. Ich finde das kampieren bei der Spitzkoppe viel schöner ist, aber du kannst es nicht mit Arches in der USA vergleichen. Wir waren auch in Ameib, dort haben uns die Wanderungen sehr gefallen. Bull's Party ist sehr schön und der Klettersteig auf den Elefant's Head auch. Wir sahen auch Nashörner beim Wandern. War natürlich eine tolle Überraschung.
An deiner Stelle würde ich eine Nacht in der Haasenhof Farm streichen und die zwischen Walvis Bay und Palmwag reintun. Wir hatten zwischen Walvis Bay/ Swakopmund und Khowarib (nördlich von Palmwag) vier Übernachtungen (Spitzkoppe, Ameib, Brandberg, Mowani bei Twyffelfontein) und haben es nicht bereut. Wir waren auch mit dem Dachzelt unterwegs.
Bei der Spitzkoppe hast du wirkliches Afrika feeling. Die Plätze sind weit auseinander, du hast nur eine Trockentoilette, musst also das Wasser selbst mitnehmen. Bei der White Lady Lodge waren die Duschen und Toiletten in einem sehr schlechten Zustand. Für mich war es der schlechteste Campingplatz unserer Reise. Wir bereuen es aber nicht, da der Ausflug zu den Elefanten toll war.
Ich würde Henties Bay auslassen und direkt fahren. Robben siehst du sehr viele in Walvis Bay. Dort kann ich dir den Ausflug (Kayak) mit Jeanne, Eco Marine Kayak Tours, empfehlen. War ein sehr schönes Erlebniss, würden wir sofort wieder machen.
V. G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
danifeeThemenstarter57 Beiträge · seit 201604. Juli 2017 ·
Vielen Dank Ihr Lieben, @giraffenmog: ja genau "Brandberg oder Spitzkoppe ... schwierig....." -deshalb auch meine Frage 🙁 😉 Danke für Deinen Vergleich mit dem Arches NP. Das hilft sehr bei derEinschätzung. Bei der Streckenberechnung bin ich ähnlich wie Logi vorgegangen und habe die Teilabschnitte auf der hier im Forum hinterlegten Karte zusammengerechnet. Wobei da nicht jedes Strässelchen gut zu sehen ist. @Logi: ja, hast Recht, sehr straffes Programm... das wollten wir eigentlich vermeiden. Und viele Stopps dürfte es auch nicht geben. Und sowieso nichts anderes dawischen kommen. Tja, selber Schuld. Ich habe die Planung quasi von vorne und von hinten angefangen und so sind "in der Mitte" diese 3 Tage übrig geblieben, über die ich mir erst am Ende konkretere Gedanken gemacht habe. Das nächste Mal bin ich schlauer. @Carmen: Daher kann ich auch nichts mehr von den letzten Tagen abschneiden und weiter vorne einbauen, weil ich dann alle Ü um 1 Tag verschieben müsste, was jetzt z.B. für Anfang Oktober in den Etosha-Camps utopisch ist. Eine Kayak-Tour mit Eco Marine hatte ich auch schon im Blick - Deine Empfehlung bestärkt mich! Wir sind an einem Sonntag dort. Meinst Du, man sollte die Tour vorbuchen? Eigentlich würde ich es nämlich gerne vor Ort vom Wetter/Seegang abhängig machen. Ich bin eine ziemliche Landratte und aufs Wasser gehe ich nur, wenn es mir wirklich sicher erscheint und nicht zu sehr schaukelt.
Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass wir zugunsten der kürzeren Weiterreisezeit die 1 Ü am Brandberg wie gebucht wahrnehmen und die Spitzkoppe weg- und für die nächste Reise übriglassen 😉 Außer wir entschließen uns doch noch, Palmwag ganz wegzulassen und die 2Tage neu zu planen.
Eine Kayak-Tour mit Eco Marine hatte ich auch schon im Blick - Deine Empfehlung bestärkt mich! Wir sind an einem Sonntag dort. Meinst Du, man sollte die Tour vorbuchen? Eigentlich würde ich es nämlich gerne vor Ort vom Wetter/Seegang abhängig machen. Ich bin eine ziemliche Landratte und aufs Wasser gehe ich nur, wenn es mir wirklich sicher erscheint und nicht zu sehr schaukelt.
Ich denke dass es besser ist vorzubuchen. Im September hat es viele Touristen, es wäre ja wirklich sehr schade wenn du dann nichts mehr in Swakopmund/Walvis Bay unternehmen könntest.
Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass wir zugunsten der kürzeren Weiterreisezeit die 1 Ü am Brandberg wie gebucht wahrnehmen und die Spitzkoppe weg- und für die nächste Reise übriglassen 😉 Außer wir entschließen uns doch noch, Palmwag ganz wegzulassen und die 2Tage neu zu planen.
An deiner Stelle würde ich Palmwag auslassen. Du wirst in Brandberg nicht viel machen können, da du schon früh weiterfahren musst. Wir machten die Elefanten Tour in Brandberg und es ging dann weiter bis Mowani (Twyffelfontein). Wir kamen spät an, da die Piste sehr schlecht war und wir nur sehr langsam fahren konnten. Ich hätte da nicht noch bis Palmwag weiterfahren wollen. Bevor du Swakopmund verlässt musst du ja auch noch einkaufen und tanken. Da bleibt dir an diesem Tag auch nicht viel Zeit im Brandberg.
Eine andere Möglichkeit wäre eine Nacht Spitzkoppe, ist nicht vergleichbar mit Arches, aber ich finde mit Dachzelt ist die Spitzkoppe ein Muss. Dann Ameib und eine Nacht zwischen Ameib und Etosha. Da du ja das Dachzelt sowieso jeden Tag zusammeklappen musst, spielt es auch keine Rolle das Camp jede Nacht zu wechseln. Du könntest auch zwei Nächte bei Ameib bleiben es gibt dort tolle Wanderungen.
Palmwag und den Norden würde ich dann bei einer zukünftigen Reise machen. 😉
V. G. Carmen
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2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
Unser Campingplatz mit (ganz links) originellen und sehr sauberen Toiletten Weit und breit niemand anderes 🙂
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danifeeThemenstarter57 Beiträge · seit 201607. Juli 2017 ·
@Carmen, vielen Dank für die tollen Bilder und dass mir die Entscheidung dadurch jetzt noch schwerer fällt 😉 🤩 Wir werden nochmal großem Familienrat einberufen und dann sehen. Sorry, dass meine Antwort etwas gedauert hat, aber ich habe mir vorgestern bei einem Fahrradsturz einen rechten Mittelhandknochen gebrochen und tippe jetzt im 1-linker-Finger-Such-System (bin Rechtshänder) etwas mühsam... Nur gut, dass das nicht erst kurz vor dem Urlaub passiert ist 🙄 VG Dani
Wünsch dir eine rasche Besserung für deine Hand. Radfahren kann recht gefährlich sein, gefährlicher als die wilden Tiere in Namibia. 😉 😄
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