Wie gefährlich ist Namibia für Touristen?

100 Antworten · 29,1k Aufrufe · gestartet 21. März 2017 von HubAn
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890 Beiträge · seit 201609. Mai 2017 ·
Hallo,
leider muss man zu der Erkenntnis kommen, in Falle des Falles die Anzeige bei der Polizei zu lassen. Aus eigener Erfahrung bei Diebstahl in der Waschanlage, "Täter" alle noch anwesend - Polizei rufen zwecklos, es kommt keine Streife, nach der "Wartezeit" am "Tatort"zur Polizeistation Klein Windhoek, man wird ausgelacht mit seinem Problem und auf die Hauptwache in der Talstraße verwiesen., Auf der Hauptwache wird man ignoriert, sodass man die Wache nach einer Stunde tatenlos verlässt und hofft, dass einem nicht noch das Auto auf dem Parkplatz davor aufgebrochen wurde.
Warum kann man es lassen? Man ärgert sich über dieses Verhalten der Polizei mehr als über den Diebstahl selbst. 4 Stunden vollkommen vergeudete Zeit.
Über den Artikel in der AZ?????? der Polizeisprecherin über nicht angezeigte Diebstähle auf Touristen kann man nur noch lachen.
Gruß
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2017
463 Beiträge · seit 201509. Mai 2017 ·
Dr. We schrieb:

Dass man immer und überall Opfer eines Taschendiebs oder Gelegenheitsraubes werden kann ist klar. Aber dass man in Namibia Opfer technisch hochgerüsteter und perfekt durchorganisierter Banden werden kann hätte ich bis vor einem Jahr nicht geglaubt, es wurde aber leider wahr.
Hallo,

Wäre nett wenn du beschreiben würdest was dir passiert ist. Das könnte vielleicht anderen helfen.

Viele Grüsse
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2017
7’359 Beiträge · seit 200609. Mai 2017 ·
Dr. We schrieb:
2. Die rassistische Grundeinstellung: Der weiße Urlauber ist sowieso reich und versichert; hat also keinen Schaden und darf beraubt werden.


... zur "rassistischen Grundeinstellung" möchte ich mal meine Erfahrungen mitteilen.

Anders als Viele hier habe ich "nur" ein bisschen mehr als ein halbes Jahr in Namibia verbracht.

Ich war aber auch in 17 anderen afrikanischen Ländern und in keinem anderen haben sich die weißen Einheimischen auch nur annähernd so rassistisch und abfällig über die schwarze Bevölkerung geäußert und ihnen gegenüber verhalten wie in Namibia. Manchmal war ich erschrocken und sprachlos ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
649 Beiträge · seit 200710. Mai 2017 ·
Ja, diese Sicherheitshinweise und die Erfahrungsberichte der Opfer können einem schon Angst machen. Vor allem, wenn man in einem so sicheren Land wie Deutschland lebt.....vorausgesetzt, dass diese Sicherheit wirklich existiert und nicht nur in unseren Köpfen vorkommt.

Wenn man mal von aussen die Vorkommnisse in Deutschland betrachtet, ergibt sich ein ganz anderes Bild:

U-Bahn fahren geht nicht, weil man dort totgeprügelt werden könnte.

Eis essen oder in einem Internetcafe serven gehen - auch keine gute Idee. Dabei kann man erschossen werden.

An größeren, öffentlichen Events teilnehmen geht gar nicht! Im schlimmsten Fall wird man Opfer eines Terroranschlages - und mit sexuellen Übergriffe, bei denen die Polizei nur daneben steht und zusieht, muss man dabei sicher auch rechnen.

Sollte man ein eher südländischen Typ sein, ist man ständig in Lebensgefahr. In Deutschland brennen eigentlich immer die Wohnheime von Asylanten.

Mal ehrlich, wenn man in so einem Land lebt, dann klingt Namibia doch ziemlich sicher, oder?
Gast10. Mai 2017 ·
Hallo,
giraffenmog schrieb:
Wenn man mal von aussen die Vorkommnisse in Deutschland betrachtet, ergibt sich ein ganz anderes Bild:

U-Bahn fahren geht nicht, weil man dort totgeprügelt werden könnte.

Eis essen oder in einem Internetcafe serven gehen - auch keine gute Idee. Dabei kann man erschossen werden.

An größeren, öffentlichen Events teilnehmen geht gar nicht! Im schlimmsten Fall wird man Opfer eines Terroranschlages - und mit sexuellen Übergriffe, bei denen die Polizei nur daneben steht und zusieht, muss man dabei sicher auch rechnen.

Sollte man ein eher südländischen Typ sein, ist man ständig in Lebensgefahr. In Deutschland brennen eigentlich immer die Wohnheime von Asylanten.

Mal ehrlich, wenn man in so einem Land lebt, dann klingt Namibia doch ziemlich sicher, oder?
Du zählst gefährliche Ereignisse auf, die in Deutschland grundsätzlich passieren können bzw. nicht ausgeschlossen werden können. All das und noch viel mehr kann im Prinzip überall* auf dem Planeten passieren und ist allein kein relevanter Maßstab für eine rationale Gefahrenbewertung. Wenn man Gefahren beurteilen will, muss man immer mindesten die beiden Parameter Schadensereignis/-ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit anschauen.

Es kann auch passieren, dass mir irgendwann ein Meteorit auf den Kopf fällt. Das kann man nicht zu 100,0 Prozent ausschließen. Aber ist das für meine Gefahrenvorsorge relevant? Lebe ich deshalb nur in einem Bunker? Nein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist so gering, dass das komplett irrelevant ist. Mit Blick auf die letzten 5 Jahre liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ich in Deutschland in diesem Jahr bei einem Terrorangriff sterbe, statistisch bei vielleicht 1:30.000.000. Wenn das für Jemanden relevant ist, dann denkt und handelt er nicht rational. Die Wahrscheinlichkeit in einem Jahr Lotto spielen den Jackpot zu gewinnen, ist ungefähr 10 mal so hoch. Wie komisch, das trotzdem niemand seine Lebensplanung darauf ausrichtet, doch in Kürze Lottomillionär zu sein.

Dagegen liegt Wahrscheinlichkeit statistisch vermutlich irgendwo zwischen 1:20 und 1:1000, dass ich bei 3 Wochen Namibiareise von einem Diebstahl oder Raubüberfall betroffen bin. Das ist eine relevante Gefahr.

Irgendwas mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 1:30 Millionen einem anderen Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:100 gegenüber zu stellen, ergibt nur bedingt Sinn.

Beste Grüße

Guido

PS: OK, das ich im Hartmannstal in der U-Bahn angegriffen werde, ist jetzt kurzfristig nicht so wahrscheinlich 😄
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
33,5k Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
Moin Guido,
Dagegen liegt Wahrscheinlichkeit statistisch vermutlich irgendwo zwischen 1:20 und 1:1000, dass ich bei 3 Wochen Namibiareise von einem Diebstahl oder Raubüberfall betroffen bin. Das ist eine relevante Gefahr.
Die Gefahr ist sicher größer als die genannte 1:30 Mio - auch ohne U-Bahn im Hartmannstal 😉 Sie liegt aber eher wohl bei Touristen rein statistisch so bei 1:14.000 (auf Basis der polizeilichen Zahlen 2014). Das beinhaltet natürlich nicht die Dunkelziffer, die vermutlich bei Touristen relativ groß ist, da sie nur selten eine Anzeige machen.

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast10. Mai 2017 ·
Hallo,
Sie liegt aber eher wohl bei Touristen rein statistisch so bei 1:14.000 (auf Basis der polizeilichen Zahlen 2014).
Wird neuerdings in Namibia die Kriminalität an Touristen separat ausgewiesen oder wo kommt die Zahl her?

2014 kamen laut offizieller MET-Arrival-Statistic 86.120 Touristen aus Deutschland nach Namibia. Eine Quote von 1:14.000 würde bedeuten, das es im gesamten Jahr insgesamt nur 6 deutsche Touristen gab, die von Diebstahl oder Raubüberfall in Namibia betroffen waren. Das ist meines Erachtens völlig realitätsfern. Wir kommen hier im Forum mit schätzungsweise 2000-3000 aktiven Fomis pro Jahr wahrscheinlich schon auf mehr als 6 Fälle im Jahr. Ich weiß es auch nicht genau, weshalb ich mit "vermutlich 1:20 bis 1:1000" ganz bewusst eine breite Spanne genannt hatte. Aber 1:14.000 würde ich ausschließen. Das kann nicht ansatzweise richtig sein.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
33,5k Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
Hi Guido,
Wird neuerdings in Namibia die Kriminalität an Touristen separat ausgewiesen oder wo kommt die Zahl her?
68 (!!!) Anzeigen (mit Ausnahme von Verkehrsdelikten) durch "Touristen" in 2014. Quelle ist die Nampol Tourist Unit. Deshalb sprach ich von einer sicherlich deutlich höheren Dunkelziffer.

Viele Grüße
Christian
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1’042 Beiträge · seit 201610. Mai 2017 ·
travelNAMIBIA schrieb:
68 (!!!) Anzeigen (mit Ausnahme von Verkehrsdelikten) durch "Touristen" in 2014. Quelle ist die Nampol Tourist Unit. Deshalb sprach ich von einer sicherlich deutlich höheren Dunkelziffer.
Hallo Christian,

ich kam gestern aus Namibia zurück.

Erlebnis 1: Merkwürdige "Polizeikontrolle"... da stand schräg gegenüber ein Fahrzeug, das nach einem Polizei Auto ausgesehen hat und drei Männer waren an einem Schild etwas entfernt vom Wagen gestanden. Einer der Männer (in zivil) zeigte mir ich sollte anhalten und über die nur teilweise geöffnete Seitenscheibe kommunizierte er mit mir. Er sprach ziemlich undeutlich und murmelte etwas von "Officer" und fragte ob wir nach Opuwo fahren (dämliche Frage eigentlich, weil bei Sesfontein gibt es nur die oder die andere Richtung und da ich geblinkt hatte wusste er ja in welche Richtung wir wollen). Als ein zweiter Mann dann Richtung Auto ging, sagte ich freundlich "Bye!" und fuhr einfach davon. Ich war dann noch etwas irritiert und fuhr entsprechend vorsichtig bis nach Opuwo immer in der Angst überfallen werden zu können... War natürlich unbegründet...
Türen sind sowieso immer von innen verriegelt wenn wir unterwegs sind, aber das sollte man in vielen Ländern so halten (auch bei uns).

Erlebnis 2: Steine werfende Kinder (bzw. ein Kind), das andere bettelt und wenn man nicht anhält dann wirf das weiter hinten stehende Kind den Stein.
Das kam zur Anzeige (über die Lodge gemeldet) und da muss ich sagen, dass die Polizei in Namibia sehr gut war. Obwohl kein Schaden entstanden war (ich konnte dem Stein ausweichen) ging es mit der Polizei zu der Stelle und dort konnten die Täter ermittelt werden und ich denke, dass der Lerneffekt schon gewaltig war. Ein Polizist drohte Ihnen mit dem Schlagstock. Verstanden hat man natürlich nicht was gesprochen wurde...

Ich gebe mit Absicht nicht den Ort der Steinewerfer an, denn das war mir vorher auch schon unterwegs an ganz anderer Stelle passiert nur konnte ich nicht sehen wie der Stein geworfen wurde und hörte wie etwas am Aufbau am Fahrzeug abprallte, sonst hätte ich auch dort in der Lodge Bescheid gegeben.

Wirklich kritische Situationen gab es aber sonst nicht und es war ein schöner, entspannender Urlaub.

Mein Rat wäre mittlerweile nur an alle, dass bettelnde Kinder am Straßenrand nichts mehr bekommen sollten und vor allem keine Süßigkeiten. Irgendwie macht sich da wohl ein Wandel breit, so dass die Kinder in der Annahme am Straßenrand stehen und irgendeinen Anspruch darin erkennen, dass Touristen anhalten und ihnen etwas gegeben müssen.

Gruß Markus
33,5k Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
Hi Markus,
Mein Rat wäre mittlerweile nur an alle, dass bettelnde Kinder am Straßenrand nichts mehr bekommen sollten und vor allem keine Süßigkeiten. Irgendwie macht sich da wohl ein Wandel breit, so dass die Kinder in der Annahme am Straßenrand stehen und irgendeinen Anspruch darin erkennen, dass Touristen anhalten und ihnen etwas gegeben müssen.
aktuell ist das ein großes Problem an viel-befahrenen Kreuzungen in Windhoek. Da ist die Kinder-Bettel-Mafia aus Gobabis im Einsatz. Wenn man nichts gibt (sie wollen eh nur Geld für Klebstoff und Alkohol) treten und schlagen sie gegen die Autos. Polizei und sogar das Amt für Kindeswohlfahrt haben ganz klar gesagt: NICHTS geben, denn sonst werden es mehr und mehr Kinder...

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
1’042 Beiträge · seit 201610. Mai 2017 ·
travelNAMIBIA schrieb:
aktuell ist das ein großes Problem an viel-befahrenen Kreuzungen in Windhoek. Da ist die Kinder-Bettel-Mafia aus Gobabis im Einsatz. Wenn man nichts gibt (sie wollen eh nur Geld für Klebstoff und Alkohol) treten und schlagen sie gegen die Autos. Polizei und sogar das Amt für Kindeswohlfahrt haben ganz klar gesagt: NICHTS geben, denn sonst werden es mehr und mehr Kinder...
Hallo Christian,

ich meinte allerdings nicht Windhoek! Von dem Problem in Windhoek habe ich bisher auch nur etwas gelesen und selbst keine Erfahrungen sammeln müssen. Da wir aber in Windhoek auch immer nur Taxis benutzen haben wir keine Probleme. Mir ist der Hilux in Windhoek zu "unhandlich" und lasse den lieber im sicheren Hof der Lodge stehen. Auf dem Weg mit dem Hilux zur Lodge und wieder zurück fahre ich an den größeren Kreuzungen auch nicht vorbei.

Gruß Markus
4’132 Beiträge · seit 200810. Mai 2017 ·
travelNAMIBIA schrieb:...aktuell ist das ein großes Problem an viel-befahrenen Kreuzungen in Windhoek. Da ist die Kinder-Bettel-Mafia aus Gobabis im Einsatz. Wenn man nichts gibt (sie wollen eh nur Geld für Klebstoff und Alkohol) treten und schlagen sie gegen die Autos...
Hallo, travelNAMIBIA, du sprichst von der Kinder-Bettel-Mafia.
- Was sind das für Strukturen, dass man von einer Mafia spricht? Wer hat da die Kinder in der Hand? Bzw. bei wem müssen die sich auslösen?
Bisher kanten wir nur die zerlumpten hungrigen Dreckspatzen mit den roten Augen in Gobabis ( die haben wir übrigens nie aggressiv erlebt) und auch noch die herumlungernden nervösen Jugendlichen mit dem "flackernden Blick". Sind die alle weg von Gobabis?

Könntest du noch etwas dazu erklären?
Dank und Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
33,5k Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
Hi Lillytrotter,

ich kenne die Einzelheiten auch nur von den Polizeiberichten und den Infos vom Ministerium. Demnach wurden die Kinder, die nachweislich aus Gobabis kommen, mehrfach bereits wieder dorthin zurückgebracht und waren am nächsten Tag wieder da. Jedes Kind soll bis zu 200 N$ am Tag erbetteln. Derzeit sind es alleine 12-15 an der Kreuzung gegenüber der Maerua Mall (dort "hausen" sie nahe der Bahnschiene). Es wurden auch schon Straßen mit Steinen blockiert um Autofahrer zum Anhalten zu verleiten. Dann wird teilweise aggressiv gebettelt. Einige wenige, wohl nicht Klebstoff-Schnüffelabhängige, konnten vom Ministerium in Schulen gebracht werden. Der Großteil ist aber leider abhängig (auch von Alkohol). Auffalend sind ihre teilweise weiß gefärbten Haare. Dahinter steht wohl möglicherweise eine Gruppe (deshalb ist hier von "Mafia" häufig die Rede) in Gobabis, die die Kinder "abhängig macht" und sie zum betten "anstellt". Wie viel sie von den Einnahmen abgeben müssen und an wen genau ist aber wohl noch unklar.

Hier ein paar der aktuellsten Geschichten dazu aus der AZ:
- https://www.az.com.na/nachrichten/nur-geld-zhlt-essen-nicht/?
- https://www.az.com.na/nachrichten/windhoeks-niemands-kinder
- https://www.az.com.na/nachrichten/bloss-keine-almosen
- https://www.az.com.na/nachrichten/hilfe-fr-strassenkinder-

Viele Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
649 Beiträge · seit 200710. Mai 2017 ·
Hallo Guido,

die Unsicherheit, ob man ein Land bereisen soll, lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. Das ist ein emotionales Problem. Die von mit genannten Beispiele stammen nicht von mir, sondern von einem Ärzteteam aus Kuba. Die beiden hätten die Möglichkeit gehabt, ein Jahr nach Angola zu gehen. Hätten - weil sie es nicht getan haben. Und zwar nicht aus Angst vor den Zuständen in Angola, sondern weil sie am Frankfurter Flughafen hätten umsteigen müssen. Ein Aufenthalt von nur wenigen Stunden in Deutschland - in denen sie den Flughafen nicht verlassen hätten! - kam Ihnen aus den genannten Gründen so gefährlich vor, dass sie die Reise abgesagt haben.

So wirken solche Berichte auf Menschen, die das Land nicht kennen....
83 Beiträge · seit 201610. Mai 2017 ·
Hallo,

Eine frage des persönliches komfortbereiches. Ein paar statistiken gibt es ja schon die belegen, daß namibia nicht den schweizerischen oder deutschen sicherheitsstandard bieten kann. Für mich und nach dem AA gerichtet immer noch ein sicheres land... horrorgeschichten finden sich schon immer überall.

Aber das kubaner sich auf dem weg nach angola nicht nach deutschland trauen bringt mich schon zum schmunzeln. Vermutlich liegt das daran, dass sie mit terror kein problem in kuba haben.
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
284 Beiträge · seit 201410. Mai 2017 ·
Guido. schrieb:
Du zählst gefährliche Ereignisse auf, die in Deutschland grundsätzlich passieren können bzw. nicht ausgeschlossen werden können.
Das ist das Problem mit dem Sicherheitsgefühl. Wenn man die Aufzählung von Vorkommnissen hört, dann ist jedes Land gefährlich. Aber es sind immer nur Ausschnitte nie das Gesamtbild. Wenn man in D eine Umfrage macht, dann antworten die meistrn, dass es immer unsicherer wird, in Wirklichkeit sinkt aber die Verbrechensrate. Der Unterschied ist, dass man heute viel mehr davon mitbekommt , nicht dass mehr passiert.

Auch von Namibia bekommt man hier mehr Vorfälle mit als woanders, daraus läst sich aber nicht auf die Gesamtlage schließen. Sicherheit ist immer subjektiv, in den USA gibts eine Reisewarnung für die EU.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
7’359 Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
giraffenmog schrieb:Ein Aufenthalt von nur wenigen Stunden in Deutschland - in denen sie den Flughafen nicht verlassen hätten! - kam Ihnen aus den genannten Gründen so gefährlich vor, dass sie die Reise abgesagt haben.

So wirken solche Berichte auf Menschen, die das Land nicht kennen....

... vor einigen Jahren ist auf dem Afrikafestival in Würzburg mal ein Musiker aus Johannesburg aufgetreten. All seine Bekannte und Angehörigen wollten ihn davon abbringen, weil es in Deutschland zu gefährlich sei und haben ihn für wahnsinnig gehalten, als er trotzdem nach Deutschland flog. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
83 Beiträge · seit 201610. Mai 2017 ·
Verstehe ich voll und ganz. Aus der Oase der Sicherheit in jburg ins harte Deutschland! 😄
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7’359 Beiträge · seit 200610. Mai 2017 ·
wombat schrieb:Verstehe ich voll und ganz. Aus der Oase der Sicherheit in jburg ins harte Deutschland! 😄

... wer im Kuschelparadies aufgewachsen ist, ist mit Deutschland schnell überfordert. 😉

Allerdings darf man nicht vergessen, dass es z.B. in Brandenburg Regionen gibt, wo es für Ausländer heftig gefährlich ist. Als Schwarzafrikaner ist er halt nun mal als Ausländer erkennbar und wer weiß, wie die Nachrichten in Südafrika diese Probleme darstellen. Da steht Deutschland schnell mal als Ganzes für Gewalt gegen Ausländer. Die erwähnten Kubaner hatten ja offenbar vergleichbare Infos ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2’530 Beiträge · seit 201113. Mai 2017 ·
Gestern wurden angeblich zwei große SA Kennzeichen 4x4 von einem silbernen Fahrzeug von der Straße gedrängt, Western Bypass, nicht sicher wo genau. Man spricht von 'Robbery'. Bekam nicht genug Info und die Geschichte dahinter ist noch sehr vage. Mal abwarten wie sich das entwickelt. Wird bestimmt am Monntag in der AZ stehen.





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zuletzt bearbeitet 13. Mai 2017