Wie gefährlich ist Namibia für Touristen?

100 Antworten · 29,1k Aufrufe · gestartet 21. März 2017 von HubAn
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2’060 Beiträge · seit 201322. März 2017 ·
Hallo,

ein Beitrag wie der von Matthias ist sicher für den TE nicht hilfreich, 😉 aber ich kann ihn verstehen, denn es kommen hier immer wieder dieselben Anfragen, die man sich mit ein wenig Nachdenken sparen könnte. Wenn man rechnet, wie viele Menschen allein aus diesem Forum - oft zum wiederholten Male - nach Namibia reisen, wenn man bedenkt, dass ältere Menschen hinreisen sowie auch Familien mit manchmal sehr jungen Kindern, so könnte man sich doch überlegen, dass dies nicht alles extrem risikofreudige Kamikaze-Touristen sein können.

Es wird immer wieder mit Gefahren in anderen Ländern bzw. daheim verglichen, es wird auch immer wieder gekontert, das könne man nicht vergleichen. Gut hierzu finde ich die Bemerkung von Riedfrosch, dass man die Gefahren in fremden Ländern nicht kennt, und sie einem deswegen Sorge machen. Ich möchte dies vergleichen mit einem blinden oder stark sehbehinderten Menschen, der sich in seinem Zuhause flott und ohne Probleme bewegt, auf fremdem Terrain dagegen eher unsicher ist.

So bewegen sich auch Neu-Touristen in fremden Ländern. Sie wissen nicht, welche Gefahren lauern könnten, machen sich zu viele Gedanken und wirken so besonderes unsicher. In jeder großen Stadt sollte man seine Wertsachen nicht offen spazieren tragen, in jeder einsamen Gegend könnte man überfallen werden - egal wo auf der Welt. Wie oft sind in den letzten Jahren in Deutschland Menschen grundlos geschubst, niedergeschlagen, zu Tode getrampelt worden, da dürfte man sich wirklich nicht mehr aus dem Haus wagen.

Noch eines wäre zu bedenken: Viele von uns lesen die AZ, wo natürlich über alle Gewalttaten berichtet wird, und diese werden häufig hier im Forum diskutiert. Man muss aber auch sehen, wie viele (wenige) Menschen in Namibia leben und diese Taten im Verhältnis zur Bevölkerung rechnen. Wie schon von anderen erwähnt, gibt es mehr Kriminalität, wenn die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklafft, aber ansonsten sind die Menschen überall gleich gut oder böse.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
556 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Guten Morgen,

ich bin ja noch nie in Namibia gewesen und hier auch neu im Forum und kann zu Gefahren eher wenig schreiben.
Allerdings habe ich hier viele Reiseberichte gelesen, auch sonst sehr sehr viele Beiträge hier im Forum, des öfteren die Suchfunktion (die mich aber eher zur Verzweiflung bringt) benutzt und dachte beim Lesen dieses Beitrages eher an ein Fake - sorry dafür.

Für mich sind Ängste durchaus legitim und auch das Äußern dieser Sorgen kann ich nachvollziehen, aber irgendwie war mir das zu flapsig.
Immerhin umfasst der Thread jetzt schon 7 Seiten und der Ersteller schreibt nichts mehr dazu.

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
4’132 Beiträge · seit 200822. März 2017 ·
Du magst damit richtig liegen, fiedlix.
Das kann gut sein!

Aber solange wir uns hier alle so gut austauschen, haben wir alle doch etwas davon. 🙂

Da ist mir dann der Threadersteller auch irgendwie ziemlich egal. 😛

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
556 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Hallo lillytrotter,
Oh wie schade, du hast editiert. Ich musste gerade so über deine Anrede lachen und wollte sie zitieren, aber schon war sie weg 😄

Du hast natürlich völlig recht und ich habe den Thread auch sehr aufmerksam verfolgt und werde sicher versuchen die Tipps zu beherzigen. Ist ja für alle Newbies interessant.

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
4’132 Beiträge · seit 200822. März 2017 ·
Hätte ich das geahnt, dass es dir Spaß bringt, fiedefix... 😁




...und es ist nicht nur für Newbies interessant, man darf nicht einschlafen bei dem Thema und nie glauben, es könne einen nicht treffen, weil man schon erfahrener Reisender ist... das wäre fatal
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
1’927 Beiträge · seit 200822. März 2017 ·
lilytrotter schrieb:
....Da ist mir dann der Threadersteller auch irgendwie ziemlich egal. 😛
Hallo Lily,

lies mal den Eingangsbeitrag noch mal in Ruhe. Der TE ist nicht neu hier...... meiner unbedeutenden Meinung nach, liegt fiedlix schon richtig 🙂

Gruß
Peter
828 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Berg-Eule schrieb:

Man muss aber auch sehen, wie viele (wenige) Menschen in Namibia leben und diese Taten im Verhältnis zur Bevölkerung rechnen.

Das ist genau der Punkt. Auch in Europa gibt es Kriminalität, nur verteilen sich die Anzahl Ereignisse auf sehr viel mehr Menschen, was es sehr unwahrscheinlich macht, dass es gerade dich trifft.

Wenn jemand hier schreibt, in Deutschland wird alle 3 Minuten eingebrochen, klingt das halbwegs dramatisch. Nur leben in DE 80 Mio Menschen. Wenn du annimmst, dass im Schnitt 3 Personen in einem Haushalt leben, dann gibt es 27 Mio Wohnungen. Wenn du die Anzahl Einbrüche im 3 Minuten Takt pro Jahr nimmst, gibt das 17400. Das heisst dann, dass in einem Jahr in jede 1550te Wohnung eingebrochen wird, wenn ich richtig rechne. In Johannesburg ist dieser Wert sicher sehr viel tiefer, In Windhoek denke ich auch. Das heisst, dass die Wahrscheinlichkeit einiges höher ist, dass jemand einbricht.

In Namibia leben wenige Menschen, wie du schreibst und die Kriminalität ist nicht gerade tief und Touristen sind eine beliebte Zielgruppe. Viele sind naiv und sorglos. Also immer Vorsicht. Auch ist die Art der Kriminalität im südlichen Afrika eine Andere als in Europa. Ich habe noch nie gehört, dass Bewaffnete in der Schweiz in eine Pension eindringen und Touristen bedrohen, dass Hotelbetreiber umgebracht werden, das es böse Buben gibt die Touristen vom Flugplatz folgen und diese ausrauben wollen, dass es auf Zeltplätzen regelmässig zu Diebstahl kommt usw.

In Namibia fühle ich mich gerade noch in den entlegenen Gebieten wohl, in Agglomerationen wird man immer irgendwie belauert und nach 25 Jahren Afrika habe ich einen Blick dafür. Also nochmals, immer schön das Radar einschalten.

lg Andreas
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
4’132 Beiträge · seit 200822. März 2017 ·
@peter 08

hatte ich ja schon extra gemacht, als fiedlix es geäußert hatte – und ich sehe in Aussage und Konstrukt durchaus Merkwürdigkeiten. Dennoch kann man bisher natürlich nicht sicher sein.
Wie schon gesagt, denke ich, dass fiedlix wohl richtig liegt!
Und -
wie schon gesagt,
gefällt es mir in diesem Fall außerordentlich gut, wie wir hier alle zusammenspielen, im Informations- und Gedankenaustausch. 🙂

HubAn hin
oder Hutab her... 😄

Grüßle
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast22. März 2017 ·
Guten Tag, ein OT betr. die allgemeine Verunsicherung (damit ist nicht die EAV® gemeint 🙂 ) wegen Diebstahls und Überfällen auf Reisen und die individuell unterschiedliche Wahrnehmung von subjektiven und objektive Risiken. Deren Definition werde ich nicht liefern, nur Beispiele.

So ist es einerseits so, dass das Risiko auf Reisen bestohlen zu werden, generell hoch ist, es macht aber schon einen großen Unterschied, wo und wem dieses Pech passiert. Wenn z. B. Gepäck und Dokumente in Italien oder Spanien weg sind, ist das nicht das gleiche wie in NAM, SA oder ZIM. Für seasoned travelleres mit guter Versicherung, dickem Konto und hohem Verfügungsrahmen ist das alles gar kein Problem oder ein geringeres, als für Jemanden, der sich mit ausgereiztem Konto die Reise seines Lebens leistet und sich mit verwendbaren Fremdsprachen hart tut.

Wenn es dann passiert, ist bei Einem die Stimmung weg, der Urlaub verhaut. Z. B. wurde ein Mineraliensammler aus meinem Ort in NAM bei einer Verkaufs- und Tauschveranstaltung komplett ausgeräumt. Obwohl alle Hilfestellungen und Leistungen für eine Fortsetzung der (organisierten) Reise rasch gegeben wurden, hatte er die Nase voll von diesem Land und ist nach Hause gefahren. Bei jemand anderem wäre das abgeperlt wie Wasser von der Ente…

So sagt z. B. crimestatssa.com, dass das häufigste Delikt in Cape Town Central „Theft out of or from motor vehicle“, sowie „Theft“ im Allgemeinen ist, trotzdem fühlen sich die Touristen pudelwohl in CT…..so viel zur „gefühlten“ Sicherheit vs. die mittels Zahlen objektivierbare.

Und noch etwas subjektives zu objektive vs. subjektive Risiken
Für mich sind die echt Wagemutigen die, die ohne ausreichende Erfahrung und alleine in einsame Gegenden fahren, vielleicht auch noch mit verringerter Leistungsfähigkeit, wegen Alters, geschädigter Wirbelsäule oder sonst was. Das scheint aber niemanden zu verunsichern, denn mit Satphone und Flugrettung sei man ja abgesichert, meint man. Das ist (mE) echter Abenteurertourisimus, vielleicht vergleichbar einem Nachtspaziergang in Hillbrow 😗 .

Dass Eigentumsdelikte im südlichen Afrika oft mit schlimmer Gewaltanwendung einhergehen, ist für mich ein Fakt und ein objektives Risiko.
Grüße
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
29 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Hallo in die Runde

Nun, ich könnte schon nachvollziehen, dass u.U. der TE nicht mehr "mitkommunizieren" möchte. 🙁

Nehmen wir mal an, da ist jemand wirklich beunruhigt und wünscht sich nun "kompetente" infos/Aussagen zu einem Thema das ihn bewegt. Dann kommt da so ein "Blumenstrauß" an Antworten zurück und der Fragesteller kann sich wirklich jede gewünschte oder auch ungewünschte Antwort heraussuchen...........

Liebe Grüße

Roland
Es ist an der Zeit aufzubrechen!
1’042 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Hallo Andreas,
Maputo schrieb:
Das ist genau Punkt. Auch in Europa gibt es Kriminalität, nur verteilen sich die Anzahl Ereignisse auf sehr viel mehr Menschen, was es sehr unwahrscheinlich macht, dass es gerade dich trifft.
Das kommt immer darauf an...
Maputo schrieb:
Wenn jemand hier schreibt, in Deutschland wird alle 3 Minuten eingebrochen, klingt das halbwegs dramatisch. Nur leben in DE 80 Mio Menschen. Wenn du annimmst, dass im Schnitt 3 Personen in einem Haushalt leben, dann gibt es 27 Mio Wohnungen. Wenn du die Anzahl Einbrüche im 3 Minuten Takt pro Jahr nimmst, gibt das 17400. Das heisst dann, dass in einem Jahr in jede 1550te Wohnung eingebrochen wird, wenn ich richtig rechne.
Du rechnest richtig, allerdings gehst Du da von einer zufälligen Verteilung der Einbrüche auf alle Wohnungen aus. Wenn Du jetzt rechnest, dass mindestens 50 % aller Wohnungen für Einbrecher kein lohnendes oder zu schwer erreichbares Ziel sind und frei stehende Häuser favorisiert werden, also dort überdurchschnittlich häufig eingebrochen wird dann verschiebt es das tatsächliche vorhandene Risiko doch ziemlich.
Bei uns in der Siedlung wurden in den letzten drei Jahren in einigen Häusern eingebrochen, davon zwei direkte Nachbarn. Zusätzlich wurden auch einige Autos entwendet (Porsche, Audis und ein Mercedes) und das sind nur die Fälle die ich kenne. Bei uns gäbe es ja fast nichts zu holen, aber woher weiß ein potentieller Einbrecher das?
Maputo schrieb:
In Johannesburg ist dieser Wert sicher sehr viel tiefer, In Windhoek denke ich auch. Das heisst, dass die Wahrscheinlichkeit einiges höher ist, dass dort jemand einbricht.
In Spanien wird mittlerweile auch in bald jedes Haus eingebrochen das nicht durch Alarmsysteme und Wachdienst gesichert ist... da werden Fernseher, Küchenutensilien und weiterer "wertloser" Kram geklaut wenn sonst nichts zu finden ist... Wenn niemand da ist, dann ist in der Regel auch nichts von Wert in so einem Haus.
Maputo schrieb:
In Namibia leben wenige Menschen, wie du schreibst und die Kriminalität ist nicht gerade tief und Touristen sind eine beliebte Zielgruppe.
Weniger Menschen = Weniger Kriminelle... so sehe ich das... allerdings rein von der Anzahl her. Prozentual kann das wieder anders aussehen.
Maputo schrieb:
Viele sind naiv und sorglos. Also immer Vorsicht.
Vorsicht ist immer besser als Nachsicht.
Maputo schrieb:
Auch ist die Art der Kriminalität im südlichen Afrika eine Andere als in Europa. Ich habe noch nie gehört, dass Bewaffnete in der Schweiz in eine Pension eindringen und Touristen bedrohen, dass Hotelbetreiber umgebracht werden, das es böse Buben gibt die Touristen vom Flugplatz folgen und diese ausrauben wollen, dass es auf Zeltplätzen regelmässig zu Diebstahl kommt usw.
Die Schweiz als Beispiel für Europa zu nehmen... 😄
In der Schweiz sind alle reich, da gibt es keine einfachen Kriminelle, das sind wenn das Wirtschaftskriminelle und denen geht es um das ganz große Geld... 🤪
Eigentlich wollte ich ja auf Ironie verzichten, aber die Vorlage war zu gut! (Also nicht zu ernst nehmen!)
Maputo schrieb:
In Namibia fühle ich mich gerade noch in den entlegenen Gebieten wohl, in Agglomerationen wird man immer irgendwie belauert und nach 25 Jahren Afrika habe ich einen Blick dafür. Also nochmals, immer schön das Radar einschalten.
Da fällt mir immer der Spruch ein: Nur weil man paranoid ist, bedeutet das nicht, dass man nicht verfolgt werden könnte. Also ich fühlte mich in Namibia nicht "immer irgendwie belauert". Klar angebettelt wird man immer wieder und manchmal fühlt man sich vielleicht auch etwas unwohl. Vorsichtig sollte man überall sein und Trickbetrüger, Taschendiebe, etc. gibt es weltweit. Logischerweise suchen die sich ihre Opfer auch immer so aus, dass sie möglichst viel Beute bei geringem Risiko machen können. Bisher musste ich mit solchen Auswüchsen der Kriminalität in Europa schon einiges an Erfahrung sammeln, wobei es in den meisten Fällen "harmlos" war, wenn auch lästig oder auch das eine oder andere Mal mit finanziellem Verlust.

Gruß Markus
556 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Guten Abend
beim Durchlesen des Threads stellte sich mir eine Frage. Auf den Bildern hier, sehe ich häufig viel und umfangreiches Kamerequipment.
Viele schrieben, sie lassen keine Papiere und Wertgegenstände im Hotel. Wenn man abends essen geht, in Windhoek oder auch Swakopmund, schleppt ihr da das ganze Zeug mit ins Restaurant ? Ich meine jetzt nicht die kleine Lumix oder so, sondern diese riesen Objektive.
Dass man keine Wertgegenstände im Auto liegen lässt, aufpasst wenn man unterwegs ist usw. war mir schon klar und ist ja in vielen anderen Ländern ebenso. Aber dass ich nichts (von Wert) im Hotel(safe) lassen soll, das muss ich erstmal verinnerlichen.

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
zuletzt bearbeitet 22. März 2017
1’042 Beiträge · seit 201622. März 2017 ·
Hallo Elke,
fiedlix schrieb:
beim Durchlesen des Threads stellte sich mir eine Frage. Auf den Bildern hier, sehe ich häufig viel und umfangreiches Kamerequipment.
gut beobachtet! Es ist nicht nur umfangreich sondern auch extrem teuer, was den Neupreis betrifft.
fiedlix schrieb:
Viele schrieben, sie lassen keine Papiere und Wertgegenstände im Hotel. Wenn man abends essen geht, in Windhoek oder auch Swakopmund, schleppt ihr da das ganze Zeug mit ins Restaurant ?
Also die Speicherkarten die schleppe ich immer mit, allerdings ist es mit 3 Objektiven + DSLR Body etwas schwierig, das kann man nicht alles "mitschleppen". In den Zimmersafe passt es ja auch nicht, wobei wir gelernt haben, dass es dort auch nicht sicher ist... 😉
Der DSLR Body ist eigentlich immer mit dabei und ein Objektiv das nicht zu groß ist.... das Tele verstecke ich manchmal, manchmal lasse ich es auch nur so im Zimmer liegen...
fiedlix schrieb:
Ich meine jetzt nicht die kleine Lumix oder so, sondern diese riesen Objektive.
Was willst Du damit sonst machen? Das ist ja schon beinahe ein Problem wegen dem Handgepäck im Flieger, wobei das bisher bei jeder Fluggesellschaft durch ging nicht nur bei Air Namibia...
In Südamerika hatte ich einmal sogar das große Objektiv in treue Hände gegeben, das hatte auch funktioniert...
fiedlix schrieb:
Dass man keine Wertgegenstände im Auto liegen lässt, aufpasst wenn man unterwegs ist usw. war mir schon klar und ist ja in vielen anderen Ländern ebenso.
Wertgegenstände lässt man nicht sichtbar im Auto liegen (in keinem Land der Welt), also von außen einsichtbar... Du trägst im Sossusvlei z.B. auch nicht alle Deine Objektive mit die Düne hoch... irgendwo im Auto findet sich schon ein "Versteck", möglichst packt man da sein Zeug rein, wenn niemand zu sieht, die andere Frage ist ja ob man auch allen anderen Touristen trauen kann 😉
fiedlix schrieb:
Aber dass ich nichts im Hotel lassen soll, das muss ich erstmal verinnerlichen.
Wenn ich auch Tripadvisor lese, dass jemandem der "Goldring" vom Nachttisch gestohlen wurde, weil man den da liegen hat lassen und ähnliches, dann weiß ich nicht ob das naiv ist oder einfach nur dumm bzw. gar nicht wahr sonder nur eine Geschichte.
Es heist auch nicht, dass man nichts im Hotelzimmer (wobei das auch auf das "Hotel" ankommt... 😉 ) lassen soll, der Koffer, die Kleidung etc. bekommen eher selten bis nie Beine. Bargeld, (Gold-)Schmuck und alles was sich sehr einfach zu Bargeld machen lässt, das sollte man nicht unbeaufsichtigt über Stunden alleine im Hotelzimmer lassen, bzw wenn es dann weg ist, sollte man sich nicht zu arg darüber aufregen.

Gruß Markus,

der mal einfach so frech behauptet dass in den meisten Hotels mehr durch die Gäste abhanden kommt (wie Handtücher, Bademantel, Fernseher, Fön, alles was nicht niet und nagelfest ist), als dass Gästen etwas durch das Hotelpersonal abhanden kommt...
466 Beiträge · seit 201022. März 2017 ·
Zum Thema Kameraausrüstung - mit ein Grund warum ich nur noch eine kleine RitschratschKlick dabei habe! Ich war es einfach Leid mir immer Gedanken ums Equipment machen zu müssen. Im Auto soll man nix lassen, mitnehmen soll man nix, in der Unterkunft kann man auch nix lassen - wo denn dann hin damit?
Ich hab mal ne Zeit neben Ausrüstung noch ein Monopod mitgeschleppt, nicht nur zum Fotografieren geeignet 😈
Monopod

Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
6 Beiträge · seit 201708. Mai 2017 ·
haha 😄

Ich finde diese ganzen Sicherheitstipps auch völlig unrealistisch. Nichts im Auto liegen lassen - ja soll ich meine Taschen mit Zeug für 3 Wochen mitnehmen auf Wanderungen oder was?!
Wenig Bargeld mitführen - ahja an der nächsten Stelle wird gewarnt dass man durchaus mal 3 Tage keinen ATM sieht!
Auffällige Kameras vermeiden - nunja ich habe extra aufgerüstet für solche Reisen! Dafür habe ich fotografieren "gelernt" und mir bessere Ausrüstung als Digicam zugelegt...schöne Erinnerungsfotos sind mir ähnlich viel Wert wie die Reise selbst!

Also das ist alles ziemlich schwierig....meine Erfahrungen aus 3 Wochen:
Die Kleinkriminalität ist enorm hoch. Meiner Freundin wurde Bargeld aus der Tasche gestohlen im Club und eine Person kam auf unser Auto zu und wollte meine (volle) Kameratasche stehlen, während wir vor einem Tor (Einfahrt) standen. Wir konnten ihn zum Glück solange am Arm festhalten bis er aufgab. Haben im Kuddelmuddel leider trotzdem ideel wertvollen Schmuck verloren.

Wäre beides vermeidbar gewesen, zeigt aber auch, dass man ständig und immer äußerst aufmerksam sein muss. 🙁
Zumindest lief alles ohne Gewalt ab...
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2017
4’132 Beiträge · seit 200808. Mai 2017 ·
Vielen Dank für deinen Erlebnisbericht, Kevinho,

es gibt allerdings keinen Grund, darüber zu lachen, wenn sich viele Fomis zu einer wichtigen Frage Gedanken machen und sich für Andere dazu äußern - jeder auf seine individuelle Art.

Auch wir "schützen" uns auf unsere individuelle Art.
Und auch du.
Und: Du hast Glück gehabt, denn dein Festhalten hätte auch eine gefährliche Gegenreaktion auslösen können.

Wir kennen einen Fall aus Kenya (vor vielen Jahren schon), da ist einem "kampfbereiten" Touristen wegen einer Rolex die Hand abgehackt worden.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2017
6 Beiträge · seit 201708. Mai 2017 ·
ich habe über den monopod als Verteidigungswerkzeug gelacht, ich hatte es als Spaß (der hoffentlich kein Ernst wird) aufgefasst
4’132 Beiträge · seit 200808. Mai 2017 ·
Kevinho schrieb:ich habe über den monopod als Verteidigungswerkzeug gelacht, ich hatte es als Spaß (der hoffentlich kein Ernst wird) aufgefasst
das kommt irgendwie nicht so ganz raus bei deinen Zeilen:
haha 😄
Ich finde diese ganzen Sicherheitstipps auch völlig unrealistisch. Nichts im Auto liegen lassen - ja soll ich meine Taschen mit Zeug für 3 Wochen mitnehmen auf Wanderungen oder was?!“
usw...


Hauptsache ihr seid heile zurück und es war ansonsten das, was man für sich selbst einen schönen Urlaub nennen kann.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2017
282 Beiträge · seit 201209. Mai 2017 ·
Was mir speziell in Namibia Angst macht ist die mittlerweile etablierte organisierte Kriminalität bei gleichzeitig hilf- und wertloser Polizei und Justiz.

Dass man immer und überall Opfer eines Taschendiebs oder Gelegenheitsraubes werden kann ist klar. Aber dass man in Namibia Opfer technisch hochgerüsteter und perfekt durchorganisierter Banden werden kann hätte ich bis vor einem Jahr nicht geglaubt, es wurde aber leider wahr.

Das allein ist nocht nicht das Ärgerlichste. Vollkommen enttäuscht bin ich von der namibischen Polizei. Nach 35 Jahren im deutschen Justizsystem kann ich mir wohl ein Urteil erlauben. Bereits die Diebstahlsaufnahme war eine fahndungstechnische Katastrophe. Und, soweit ich es überhaupt herausfinden konnte, die Fahndungsmaßnahmen so erfolglos wie noch was. Die ganze Anzeige war nicht das Papier wert, auf das sie geschrieben wurde. Reine Zeitverschwendung um, da bin ich mir sicher, den Dieben noch mehr Vorsprung zu gewähren. Die Polizisten wußten m.E. genau wer die Täter waren. Meine Beschreibung war so exakt, dass ich das Diebesauto 3 Wochen nach der Tat sofort wiedererkannt habe.

Aus Gesprächen mit Einheimischen ist die Ursache ziemlich klar:

1. Die Auswirkungen des bisherigen Bildungssystems.

2. Die rassistische Grundeinstellung: Der weiße Urlauber ist sowieso reich und versichert; hat also keinen Schaden und darf beraubt werden.

3. Die rasisstische Justiz von Namibia schützt die schwarze Bevölkerung.

Na ja; trotzdem ist es in Afrika halt schön.
LG Grüsse
Stephan
33,4k Beiträge · seit 200609. Mai 2017 ·
Hi Stephan,
Aus Gesprächen mit Einheimischen ist die Ursache ziemlich klar:
1. Die Auswirkungen des bisherigen Bildungssystems.
2. Die rassistische Grundeinstellung: Der weiße Urlauber ist sowieso reich und versichert; hat also keinen Schaden und darf beraubt werden.
3. Die rasisstische Justiz von Namibia schützt die schwarze Bevölkerung.
ich vermute das haben Dir weiße in Namibia eruählt. Du könntest mal den Namibian, Sun etc. lesen. Dort ist eher die schlechtere Behandlung der Schwarzen und die Bevorzugung der Weißen durch die Polizei ein Thema - aus dem täglichen Leben kann man den Eindruck leider (denn es wäre in jede Richtung rassistisch) gewinnen. Ziemlich an den Haaren herbeigezogen finde ich. Meiner Meinung nach gibt es zwei Gründe:
- Totale Überlastung der Polizei bei/durch gleichzeitige/r
- Desinteressiertheit vieler Polizisten (was auch daran liegt, dass die Polizei eben Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist und es z.B. schon bei vielen an Sprachkenntnissen mangelt.

Von "organisierte Kriminalität", außer bei Nashornwilderei, ist man hier aber noch meilenweit entfernt. Ich weiß ja nicht was Euch konkret passiert ist, aber ich kann bestätigen, dass die Aufnahme einer Anzeige meist ein langer Akt ist (und darum machen es wenige Touristen, was wiederum leider auch falsch ist).

Man glaubt gar nicht, und ist auch immer wieder erstaunt, wie Fahndungserfolge bei schweren Verbrechen (Mord, Betruf etc) klappen, obwohl man eben im täglichen Leben bei "Klein"kriminalität einen ganz anderen Eindruck gewinnt/gewinnen könnte. Zum Beispiel werden in Windhoek keine Wohnungseinbrüche ohne Personenschaden überhaupt mehr polizeilich verfolgt, da es "wichtigere" Fälle gibt. Das erleben wir im Rahmen der Nachbarschaftswachen leider täglich.

Die Justiz hat zugegebenermaßen auch mit Problemen zu kämpfen (nicht aber mit ihrer Unabhängigkeit): Richtermangel, Verschleppung von Prozessen aufgrund geltender Gesetze und und und...

Viele Grüße aus dem sonnigen Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2017