2x4 (Wohnmobil) oder 4x4 Minicamper im September?

7 Antworten · 5’027 Aufrufe · gestartet 05. Mai 2016 von SinaE
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201605. Mai 2016 ·
Hallo,

meine Freundin und ich wollen im August-September Namibia für 2 Wochen auf eigene Faust bereisen. Wir sind uns aber immer noch nicht sicher, ob wir uns für die günstigere und räumlichere Variante (2x4 Wohnmobil) oder aber die teurere und engere Variante (z.B Discoverer Fun X2) entscheiden sollen. Sämtliche Anbieter haben usn per Mail versichert, dass das Befahren der Straßen mit einem 2x4 Womo kein Problem sei, doch wir sind skeptisch. Es ist ja keine Regenzeit und damit würden wir höchstwahrscheinlich schon einmal nicht in Schlamm und Pfützen stecken bleiben können. Einzig bleibt noch der Sand. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen gesammelt? Können wir die meisten schönen Strecken auch mit einem 2 Rad-Antrieb erkunden? Hat jemand schon einmal eine Rundreise durch Namibia mit einem normalen Wohnmobil gemacht?

Vielen Dank im Voraus 🙂
7’327 Beiträge · seit 200605. Mai 2016 ·
Hallo Sina,

die meisten Pisten haben einen Schotterbelag. Man kann die Pisten mit einem normalen Pkw fahren mit Ausnahme etwas abgelegenerer Regionen. Wohnmobile sieht man zwar vergleichsweise selten, aber letzten September ist mir gleich eine Gruppe Südafrikaner begegnet, die mit insgesamt 8-10 Wohnmobilen (so ca. 7-8 Meter lang) unterwegs waren. Auf "Wellblech" wird es wohl ziemlich scheppern und man wird entsprechend langsamer fahren. Zumindest haben die Südafrikaner das so gemacht ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
131 Beiträge · seit 201506. Mai 2016 ·
SinaE schrieb:Hallo,

meine Freundin und ich wollen im August-September Namibia für 2 Wochen auf eigene Faust bereisen.

Vielen Dank im Voraus 🙂
Frage?
Wo in Namibia möchtet ihr reisen?
389 Beiträge · seit 200606. Mai 2016 ·
Hallo SinaE,
unsere erste Namibiareise 2007 haben wir in einem Wohnmobil gemacht. Das war mehr oder weniger die Standardroute in Namibia. Zum Teil war es auf den Gravelroads und Wellblechpisten ein arges geklepper.
Danach waren wir nur noch mit dem Dachcamper unterwegs. Da waren die Fahrstrecken wesentlich entspannter.

Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
33,3k Beiträge · seit 200607. Mai 2016 ·
Hallo SinaE,
Können wir die meisten schönen Strecken auch mit einem 2 Rad-Antrieb erkunden?
die Antwort ist ganz klar JA. 90-95% der Strecken in Namibia sind mit einem PKW befahrbar, lediglich im Nordwesten und Nordosten gibt es Ausnahmen. Natürlich ist ein höheres Auto komfortabler (u.a. auch bei der Wildbeobachtung), jedoch braucht man 4x4 sozusagen nie (ich fahre schon immer hier einen 4x4 und habe ihn auf normalen Strecken bisher nie gebraucht).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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709 Beiträge · seit 201110. Juni 2016 ·
SinaE schrieb:...2x4...
2x4 gibts nicht.

Bei der Antriebsformel werden zuerst die Anzahl aller Räder und dann die Anzahl der angetriebenen Räder angegeben.


Gruß
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
235 Beiträge · seit 201611. Juni 2016 ·
KEA vermietet für Namibia keine "normalen" Wohnmobile mehr, nur 4x4. D.h. Du bekommst ein nicht allrad betribenes Wohnmobil nur bei BoBo Campers. Mit denen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, allerdings kann es vorkommen, das ein WoMo durchaus schon 150000 km auf dem Tacho hat und man das dem Fahrzeug auch innen ansieht, mit ramponieretn Möbelkanten und Schäden im Bodenbelag. Was ja nichts ausmacht, nur sollte man die im Mietvertrag genau so festhalten wie äussere Schäden, wenn sie gravierend sind. Es gibt noch einen weiteren Anbieter, der einen Mercedes Sprinter im Angebot hat ( Mahena Safaris)
Problem- BoBo erlaubt zwar Schotterstrassen, aber keine D-Strassen. Einige Zufahrten zu bekannten Orten sind aber genau das, wie z.B. Sesriem, Spitzkoppe und Twyfelfontein.
ich stehe nämlich vor dem gleichen Problem, ich möchte mit meiner Mutter nach Namibia, die kann ich nicht ohne weiteres zu Gästehausurlaub überreden, aber ein einen Dachzeltcamper kriege ich sie auch nicht.
Ich habe mir daher den BoBo Fun 4x4 angeschaut- denn im X2 ist das Bett wirklich klein- nur 1,30 breit und wir mögen beide kein "querschlafen", wo einer über den anderen steigen muß, falls er mal nachts raus möchte oder früher wie der andere aufsteht.- das gleiche Problem besteht aber auch im Trax. (das ist der mit dem zur Seite "ausklappbaren" Zelt und dem Aufstelldach).
Für meine Mutter eigentlich ein Muß, Toilette an Bord- das bietet der Bobo 4x4 nur in Form einer Porta Potti ohne echte "Toilette hinter Tür".
Als Alternative habe ich noch den Onduzo ins Auge gefasst, der hat längs zwei Einzelbetten eingebaut und man kann ein Porta Potti zumieten, jedenfalls war das früher so.

Vom Fahren her- ich bin in Island ganz normale "europäische" Wohnmobile auf Schotter gefahren ( z.B. Globebus mit knapp 7,50 Länge und eher geringer Bodenfreiheit) und den BoboDiscovery auf südafrikanischen Schotterstrassen ( Krüger, Hluhluwe, normale Verkehrsstrassen, aber auch Wellblech). Das kann schon ordentlich klappern und rumpeln, dazu reicht aber auch ruppiger Asphaltbelag 🙂 Muß man mögen. Bobo jedenfalls hat in den schränken alles mit Schaumstoffformen stabilisiert, in die z.B. Gläser ( echte !!!) und Tassen( auch Porzellan, nicht Melamin !!) gesteckt werden, das funktioniert ganz gut.
Auf Schotter fährt man eigentlich "normal", nur eben etwas langsamer, mehr als 80 macht mit dem WoMo keinen Sinn, zu langsam sollte man aber auch nicht fahren wenns nicht gerade Wellblech ist, sonst wird man wirklich durchgerüttelt. Ungewohnt können lenken und Bremsen auf Schotter sein, da das WoMo dann anders reagiert wie gewohnt, Untersteuern kann vorkommen- ist ja kein 4 WD SUV mit neuester Technik.


Wichtig, der Stauraum ist auch bei WoMo sehr begrenzt, man kann Koffer nicht unterbringen, muß die entweder in der Vermietstation "einlagern" nachdem das WoMo eingeräumt ist oder knautschbare Reisetaschen dabeihaben (das wird schon eng mit Trolleyreisetaschen die man nur zusammenlegen, nicht rollen kann).