Erstes mal in Namibia,Tipps für mich-Angst nehmen!

36 Antworten · 5’859 Aufrufe · gestartet 03. März 2016 von Wirbeide
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Gast03. März 2016 ·
Hallo,
WoMa schrieb:Oh, und hier ist mal eine echte Statistik über Kriminalität in Namibia.
Das ist ja super, das Du eine echte© Statistik gefunden hast. Könnte es sein, dass ich aus genau dieser Statistik z.B. die Morddaten habe? Und weil Du ja jetzt bei Fenstern und Einbrüchen warst:

Wohnungseinbbrüche:
Namibia: 7.559
Deutschland: 149.500

Deutschland hat 40 Mio Haushalte. Namibia 465.000. In Deutschland wird in einen von 267 Haushalten eingebrochen. In Namibia in einen von 62. Halt die Kleinigkeit von mehr als 4 mal so häufig. Über Dunkelziffern und die Qualität der namibischen Statistik haben wir dann noch gar nicht gesprochen. Aber dafür hast Du bestimmt auch eine Erklärung. So wie das Wachpersonal überhaupt nicht zum Schutz da ist, sondern nur aus sozialer Güte beschäftigt wird, so wollen die Einbrecher gar nicht klauen. Die machen nur Wohnungsbesichtigungen und wollen sich informieren, wie andere leben. Leider bleiben dabei manchmal klebrige Sachen an den Besichtigern hängen. Richtig?

Namibia ist ein wunderschönes Land und hat als Reiseziel viele Qualitäten. Es hat aber auch einige Probleme. Die Kriminalität ist nun mal höher. Wie Dir vielleicht auch schon aufgefallen ist, gehören ich nicht zu den Leuten, die Namibia eine dramatische Verschlimmerung bei der Kriminalität bescheinigen. Die gibt es auch noch. Wie hier einige Schönfärberei betreiben, ist absurd und teilweise schon lächerlich. Alle Statistiken widerlegen die ganzen Schönfärbereien.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
663 Beiträge · seit 201503. März 2016 ·
Es gibt in Deutschland auch deutliche Unterschiede, teils sogar innerhalb dder gleichen Stadt. Ich bin da sehr skeptisch was solche Statistiken angeht.

Ich für mich fasse es so zusammen: Ja, wie auch überall sonst auf der Welt kann man auch in Namibia Opfer eines Verbrechens werden. Entsprechend sollte man wie überall sonst auch immer vorsichtig sein. Es wird aber sicher auf dem Rückflug nicht jeder zweite Fluggast von Überfällen oder Diebstählen berichten, die meisten werden einen Urlaub erlebt haben ohne Probleme mit Kriminalität gehabt zu haben.
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
322 Beiträge · seit 200603. März 2016 ·
Hallo ,

wenn ein Fahrzeug ( egal welcher Art ) neben euch her fährt und mit wilden , aufgeregten Gesten nach hinten auf euer Fahzeug zeigt ,haltet auf keinen Fall an , es ist mit Sicherheit ein Trick , euch zum anhalten und austeigen zu bewegen.
Der Überfall / Raub erfolgt dann umgehend.
Mehrfach wurde davon auch schon hier im Forum berichtet.

Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
7 Beiträge · seit 201503. März 2016 ·
Hallo,

wir waren im Okt/Nov 2015 zum ersten Mal in Namibia.
Von allen Warnungen /Sicherheitshinweisen haben wir folgende umgesetzt:
- Immer alle Türen des Wagens absperren, es sei denn auf Fahrstrecken ausserhalb bewohnter Gegenden.
- Beim Tanken blieb einer fahrbereit im Wagen auf dem Fahrersitz und verriegelte alle Türen/Fenster.
- Wir haben aus D für jede Reisetasche einen großen schwarzen Müllbeutel mitgenommen und im Wagen immer über die Taschen gezogen. Hilft gegen Staub und verbirgt den Inhalt vor neugierigen Augen. Die Beutel gibt es zwar auch vor Ort, aber so mussten wir nicht lange suchen.
- Wir haben abgesprochen, dass wir bei undurchsichtigen Situationen nicht lange diskutieren, sondern sofort weiterfahren, wenn einer von uns sagt "weiterfahren".
Passkopien und Flugscheinkopien haben wir als Mail an uns selbst geschickt, Kreditkarten so verteilt, dass jeder von uns auch eine Karte des anderen bei sich trug.

Es wurde ein toller Urlaub ohne negativen Vorkommnisse.
Den wünsche ich Euch auch!
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
Gast03. März 2016 ·
@ Guido:
Nun, dann hast du mich völlig missverstanden.

Ich habe keine Schönfärberei betrieben. Ich habe auf einen Teil deines Posts geantwortet (genau auf den Teil den ich zitiert habe) da eben dieser Teil die Realität verzerrt darstellt.
Ich wohne zufällig in Namibia und habe daher meiner Meinung nach schon ein kleines bisschen mehr Ahnung von ebendieser Realität hier als jemand, der nicht hier lebt.
Nicht mehr und nicht weniger.

Warum du nun auch wieder diesen sarkastischen Unterton auf den Tisch bringen musst, kann ich nicht verstehen aber das ist dein ganz eigenes Problem und hat mit mir nichts zu tun. Es ist nur schade, weil man so jede Lust verliert, mit dir zu diskutieren.

Aber man kann halt nicht immer mit jedem Menschen zurecht kommen.
Muss man ja auch nicht.
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
875 Beiträge · seit 200803. März 2016 ·
Hallo,

Wir reisen seit > 15 Jahren zu zwei Oder 3 Frauen im
Eigenen Auto und ausschließlich Camping.

Weder in Namibia Noch.in Südafrika haben Wir
Kriminelle Gefahr erleben müssen.

Also, gesunder Menschenverstand und Ein bisschen aufmerksamkeit und keine übertriebene Angst.

beim Tanken vielleicht Die wertsachen nicht gerade
Griffbereit auf Den sitzen positionieren .

Viele grüße
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
112 Beiträge · seit 201503. März 2016 ·
Hallo Wirbeide,

ich kann mich nur meinen Vorredner, die Euch schon ganz gute Tipps gegeben haben, anschließen.

Wir, 2 Frauen, sind jetzt seit 3 Wochen wieder zurück von einem 3-wöchigen Urlaub (schreibe auch hierzu gerade einen Reisebericht) mit Camping und Lodges/Guesthouses. Wir haben uns NIEMALS unsicher gefühlt, NIEMALS hatten wir Angst und wir sind NIE in irgendwelche Situationen geraten, die bedrohlich gewesen wären.

Wir haben Namibia und die Einheimischen sehr positiv und freundlich erlebt. Klar hatten auch wir im Vorfeld Bedenken, aber - wie schon von einigen geschrieben - ist ein gesunder Menschenverstand völlig ausreichend.

Geht das ganze etwas lockerer an, das hilft! 😉

Drücke Euch die Daumen, dass es ein unbeschreiblich schöner und unvergesslicher Urlaub wird...wir planen schon den nächsten!! 🤪

Grüße

Muffin
79 Beiträge · seit 200804. März 2016 ·
Hallo,

als ich noch in Namibia lebte, hatte ich einige Erlebnisse mit Kriminellen, die dazu führten, dass ich, wenn ich jetzt nach Namibia reise, in einer Art "Sicherheitsmodus" gehe, den ich in Deutschland nicht habe. Dabei habe ich vor allem junge Männer, die in Gruppen rumhängen (werden dort "Batsotsis" genannt) im Auge - eben weil ich gerade mit denen so meine Erfahrungen gemacht habe. Und sonst halt all das, was schon gesagt wurde: Auto zuschließen, Wertsachen nicht offen liegen lassen, Parkplatzwächter anheuern (auch wenn es eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist) und auch bezahlen (2 bis 5 N$ je nachdem wie lange man weg war) und nicht Nikon-schwenkend durch die Innenstadt laufen. Geld hole ich am liebsten bei einem ATM innerhalb einer Mall. Da ist oft auch Security. Da sollte man sich von keinem "helfen" lassen. Wenn wir viel Bargeld im Auto haben, haben wir mehrere Verstecke auf die das Geld verteilt wird in der Hoffnung, dass wenn Diebe ein Versteck gefunden haben nicht weiter suchen.

Bei Tankstellen hatte ich noch nie Angst. Einer bleibt immer im Auto. Mein Gefühl ist (ich weiß nicht ob es stimmt), daß das Tankstellenpersonal oft auch dafür sorgt, dass keine Batsotsis oder ähnliches da rumhängen.

Jetzt, wo ich drüber nachdenke: es hilft, wenn man Afrikaans sprechen kann, weil man dann sofort eher als "armer" Einheimischer ("wir") und nicht als "reicher" Tourist ("die anderen") eingestuft wird. Auch wird man weniger penetrant angebettelt, wenn man in Afrikaans antwortet. Und man kommt ins Gespräch und lernt ziemlich schnell, dass die aller-allermeisten Menschen in Namibia ganz normale Menschen sind, die einem nichts tun wollen. Aber das ist nun nicht eine Option für die normalen Touristen.

Und es ist uns in den letzten 15 Jahren und nach um die 20 Reisen, wie Anita oben schon beschrieb, nichts passiert. Dafür wurden wir hier in Deutschland innerhalb eines Jahres 3x bestohlen: Hauseinbruch, Fahrraddiebstahl, Taschendiebstahl.

Entspann dich und lese nicht so viele Horrorgeschichten.

Viele Grüße

africangirl
Anette Seiler outinafrica.de
82 Beiträge · seit 201605. März 2016 ·
Hallo,
wir sind in einer ähnlichen Situation - haben für September alles gebucht und jetzt ein etwas mulmiges Gefühl.

Manche Sachen können wir einfach nicht einschätzen, wie es abläuft - z.B. Tanken: habe ich es richtig verstanden, dass man (bei jeder Tankstelle (oder nur bei bestimmten Ketten?) an die Säule fährt, und der Tankwart mein Auto betankt und ich dann durchs Fenster (bar) bezahle? Bekommt der dann auch ein Trinkgeld und wenn ja, wie hoch?

Beim Einkaufen: gibt es diese bewachten Parkplätze nur in den grossen Städten, oder auch in kleineren Siedlungen? Oder auch wieder nur bei einer bestimmten Kette?

Wie läuft das bei den Lodges: fährt man da einfach bis zum Hauptgebäude, oder muss man vorher vor einem Tor warten, sich anmelden (wie?) und fährt dann vor?

DANKE,

Bernd.
663 Beiträge · seit 201505. März 2016 ·
dusky schrieb:wir sind in einer ähnlichen Situation - haben für September alles gebucht und jetzt ein etwas mulmiges Gefühl.
Brauchst Du nicht haben.
Manche Sachen können wir einfach nicht einschätzen, wie es abläuft - z.B. Tanken: habe ich es richtig verstanden, dass man (bei jeder Tankstelle (oder nur bei bestimmten Ketten?) an die Säule fährt, und der Tankwart mein Auto betankt und ich dann durchs Fenster (bar) bezahle? Bekommt der dann auch ein Trinkgeld und wenn ja, wie hoch?
Self Service ist beim Tanken in Namibia in der Tat nicht, die Zapfpistole nimmt nur der Tankwart in die Hand. Trinkgeld - ein paar NAD, sprich vielleicht 50 Cent bis 1 Euro, mach Dir darüber keine Gedanken. Du kannst in der Tat sitzen bleiben. Wir haben es immer so gemacht das einer raus ist und der andere im Auto saß und zu gemacht hat, einfach weil der Tank keine Zentralverriegelung hatte und wir den Schlüssel nicht aus der Hand geben wollten. Wobei ich bei den Tankstellen nie ein blödes Gefühl hatte, im Gegenteil, mit den meisten Tankwarten konnte man nett plaudern und nach Empfehlungen für den Luftdruck für die kommende Etappe fragen.
Beim Einkaufen: gibt es diese bewachten Parkplätze nur in den grossen Städten, oder auch in kleineren Siedlungen? Oder auch wieder nur bei einer bestimmten Kette?
Gibt es in vielen Städten. In allen nicht, aber ich glaube in den kleineren Städten und Orten passiert auch deutlich weniger bis gar nichts.
Wie läuft das bei den Lodges: fährt man da einfach bis zum Hauptgebäude, oder muss man vorher vor einem Tor warten, sich anmelden (wie?) und fährt dann vor?
Das Tor machst Du idR selbst auf (und unbedingt auch wieder zu damit keine Tiere abhauen können!) und fährst dann vor. In der Regel parkst Du erst mal Platz an der Rezeption und kannst dann in 80% der Lodges auf einen privaten Stellplatz direkt an Deiner Hütte fahren.
2’497 Beiträge · seit 201105. März 2016 ·
Hallo Dusky,

an Tankstellen zahlt man am Auto, aus dem Auto heraus oder ab und an auch IN der Tankstelle, man sollte halt nur nicht alle Türen entriegeln, sondern nur die, aus der man aus- und einsteigt, und sie nach Benutzen wieder verriegeln. Klingt komplizierter als es ist.

Natürlich bekommt der Tankwart ein Trinkgeld, eine hilfreiche Tabelle zu Trinkgeldern gibt es auf der Homepage von Bwana Tucke Tucke. 🙂

Bewachte Parkplätze gibt es in Städten, in "kleineren Siedlungen" gibt es gar nichts außer Hütten und vielleicht einer Bude mit Bier und Dosen. In kleineren Städten (wobei Stadt in Deutschland und Stadt in Namibia nicht zu vergleichen ist) verlassen wir uns immer auf unser Bauchgefühl. Wenn alles gut aussieht, gehen wir zu zweit, wenn nicht, bleibt einer beim Auto.

Oft wird ein "Wachdienst" angeboten und endet nach dem Einkauf in der "Kaufverpflichtung" mehrerer geschnitzter Makalaninüsse, die sogar mit dem vorher erfragten Namen versehen sind. Also, wenn Ihr die nicht wollt, keinem einen Namen verraten. Wir fallen aber einmal pro Urlaub immer noch (nach vier Urlauben in Namibia) darauf rein. Dann hilft nur noch Handeln wie die Kesselflicker. 🤩 🤩

Einige Lodges haben Eingangstore, an denen man angibt, dass man reserviert hat und seinen Namen einträgt. Dazu muss man in der Regel nicht aussteigen. Die Leute an den Toren sind Angestellte der Lodges und meist freundlich. Sie sagen einem dann, wo´s langgeht zur Lodge. Bei einigen Gästefarmen oder Lodges muss man aussteigen und das Tor selber aufmachen (und unbedingt auch nach Durchfahrt wieder zu).

Ich habe mir vor dem ersten Urlaub in Namibia Gedanken ohne Ende gemacht und es war nachher alles viel einfacher als vorher gedacht. Ich bin seit dem ersten Urlaub total verliebt in dieses Land. Einige Tips zur Vermeidung von Problemen findest Du ja in diesenm Thread, wenn Ihr die Augen und Ohren offen haltet (und das sollte man ja überall tun), wird es bestimmt prima klappen.

Liebe Grüße
Karin

Da war wieder mal jemand schneller als ich, jetzt hast Du einiges doppelt, aber hält ja bekanntlich besser. 😛
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 05. März 2016
134 Beiträge · seit 201605. März 2016 ·
Karin, ich bin auf der Seite und finde die Tabelle nicht. Es ist viel drauf - wo habe ich sie übersehen?

Gruß
-Zebrax
Definition Fernweh: Egal wo man sich aufhält, möchte man gleichzeitig woanders sein.
2’497 Beiträge · seit 201105. März 2016 ·
Hallo Zebrax,

jetzt hab ich doch tatsächlich selber ein bisschen suchen müssen.

www.bwana.de/selbstfahrer-zentrum/allgemeines/trinkgeldtipps.html

So, ich hoffe, das klappt.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 05. März 2016
2’497 Beiträge · seit 201105. März 2016 ·
Oh, oh, Namibia-Neuling ist heute immer schneller als ich. 😗 😗 😕
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
663 Beiträge · seit 201505. März 2016 ·
😎

Kleiner Tip am Rande: Wenn Du auf einer bestimmten Website etwas suchst, gehe auf eine Suchmaschine, gebe den Suchbegriff ein gefolgt von site: und hinter dem Doppelpunkt dann direkt die Adresse der Website. Im konkreten Beispiel:
Trinkgeld site:bwana.de

Dann geht das meist ganz schnell und einfach 😉 Funktionert so zumindest bei duckduckgo, bing und google.
4’132 Beiträge · seit 200806. März 2016 ·
Hallo, Wirbeide,

vielleicht einfach mal tief durchatmen und den Rücken grade machen, ein Lächeln ins Gesicht und die Menschen anschauen, die so um einen herum sind. Dann kann man eine Menge entdecken: Einerseits die Stimmung, Blicke, Grüppchen... andererseits die freundlichen Menschen, die ebenso höflich ihre Arbeit verrichten, wie immer.
Entspanntes Selbstbewusstsein und Offenheit sind zwei von vielen Schlüsselchen dazu, dass man einen schönen Urlaub hat.
Es ist gut, dass hier immer wieder von den Diebstählen und Tricks der Diebe berichtet wird, nimm es auf, überleg dir deine „Methode“, lass dich davon aber nicht bestimmen, - denn: „Angst essen Seele auf“...

Wir selbst lassen grundsätzlich Wertsachen im Auto nie schnell greifbar oder gar sichtbar liegen: Entweder sind sie weggeräumt oder abgedeckt, - man kann nicht mal eben eine Tasche durchs offene Fenster greifen. Allerdings haben wir immer wertlosen Krempel auf dem Armaturenbrett, da hat noch nie einer durchs offene Fenster gelangt.
Es kann sein, dass wir in manchen Situationen etwas offener, in manchen etwas „verschlossener“ sind – da hat jeder so seinen Pegel, wann er was, wie empfindet und tut. Im Einzelnen kann man das gar nicht beschreiben, es sind oft Kleinigkeiten, die einen beeinflussen.
Grundsätzlich fahren und stehen wir in Namibia nicht mit verriegelten Türen, - es sei denn, es gibt einen bestimmten Anlass (z.B. unübersichtliches Gewusel und nur einer im Auto, dann ist die gegenüberliegende Tür grundsätzlich zu, - die eigene Seite nur, wenn man meint, einen konkreten Grund zu haben, - was schon mal vorkommt, wenn ein Grüppchen Nussverkäufer einen bedrängt 🤪 😕 ).
Allerdings muss man sich auch nicht mit Jedem unterhalten, der einen vollabern will, man kann auch einfach „Nein.“ sagen. Ein klares Abwinken oder „No“ wirkt manchmal Wunder. Man muss sich nicht für Jeden und Alles interessieren, auch wenn das Gegenüber es so wünscht.


An der Tankstelle kann man es so machen, wie schon beschrieben wurde.
Wir würden es nie so machen, dass man im Auto sitzen bleibt.
Es steigt IMMMER einer aus!
Zwei Gründe:
1. Es ist einfach nett, so ein Schwätzchen mit dem Tankwart.
2. Jeder Mensch kann Fehler machen und wir hätten hinterher das Nachsehen.* Also, Augen auf: - Zähler genullt? - Richtiger Kraftstoff? - Tankdeckel richtig zu? - IMMER Kontrolle. Niemals würden wir blind darauf vertrauen, dass immer alles fehlerfrei verläuft. Nebenbei kann man sich das Treiben in der Umgebung ansehen und sein Autochen, - ob alles gut verzurrt ist, - ein Blick auf seine Reifen schadet auch nicht (dann muss man sich auch nicht hernach von irgendwelchen wild winken Fuzzies in kleinen Autos verunsichern lassen, die einen wohlmöglich auf der Pad anhupen... 😎 ). Das Geld (incl. Trinkgeld) hat man als Bündelchen in der Hosentasche oder in der Bauchtasche, egal (die Tankwarte mögen es gern, wenn man ihnen das Trinkgeld mit der Bezahlung gibt, dann ist für Andere nicht offensichtlich, wie viel Tip sie gekriegt haben). Natürlich kriegt auch der Fensterputzer seinen kleinen Obolus.
Geht der Partner noch zum Shop (so einer da ist), schließt man natürlich mindestens die Seite ab, die nicht im Blick des „Tankenden“ ist. Der schließt das Auto ab, wenn er sich vom Fahrzeug entfernen muss. (Machen wir übrigens in D auch, keine Kamera ist versichert, wenn man das Auto offen lässt.)
So der Normalfall.

Es gibt Tankstellen und Tankstellen...
Bei den meisten achten die Beschäftigten darauf, dass die Tanke frei von solchen Grüppchen ist, die nicht gutes im Sinn haben, - sie kennen ihrer Pappenheimer. Manchmal ist das nicht so, da kennen sie die zwar, lassen sie aber trotzdem aufs Gelände. In Khorixas z.B., da lungern manchmal merkwürdig aufdringliche Gestalten herum... - allerdings ist natürlich nicht jeder, der herumlungert, ein potentieller Täter!
Gut ist, den Menschen offen in die Augen zu schauen und einfach achtsam zu sein, ohne Jedem, der da sein Geschäftchen machen will, Mistrauen gegenüber zu hegen.

Abschließend noch eines: Glaub nicht, dass man nicht auch noch nach Jahren Fehler macht, zu nachlässig ist oder auch zu vorsichtig – und auch wir haben in jedem Urlaub Situationen, wo wir feststellen müssen, dass wir sehr nachlässig waren, es aber gut gegangen ist.
Ist so, gehört zum Lebensrisiko.


Sich sehr viel um seine Angst zu kümmern, ist nicht von Vorteil.

Unsicherheit ist der schlechteste Berater.
Jeder, der Böses will, ist Profi, im Aufspüren von Unsicherheit!!

Vorsicht hingegen, ist gut – und schränkt nicht deinen Handlungsfreiraum ein.
Und fast alle wollen nichts Böses.



Ich hoffe, zu deiner Entspannung beigetragen zu haben.
Gruß lilytotter



* Wir lassen ja auch nicht von anderen unseren Reifendruck prüfen und auffüllen. Niemals. Nur dann, wenn wir es selber tun, WISSEN wir wirklich, ob der Druck stimmt, das Ventil sauber war und wirklich geschlossen ist und die Kappe wieder drauf ist.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 06. März 2016