Fahrzeug kaufen statt mieten?

9 Antworten · 6’432 Aufrufe · gestartet 16. Jan. 2016 von Manuel_R
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201616. Jan. 2016 ·
Hallo zusammen,

ich hatte die Fragen gestern in Verbindung mit einer möglichen Route gestellt - vielleicht am falschen Ort 😉
Wir möchten im August zu einer größeren Reise aufbrechen und starten in Namibia - so wie es aussieht wollen wir 3-4 Monate im südlichen/östlichen Afrika verbringen und anschließend von Kenia weiter nach Indien fliegen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem Kauf eines Autos in Namibia? Wie läuft das mit der Versicherung? Wie sieht es an den grenzen zu Ländern wie Botswana, Sambia, Mosambik, Malawi, Tansania, etc. aus? kommt da problemlos über die Grenzen mit einem gekauften Wagen? Was sollte man circa einplanen für ein 4x4, dass evtl. auch mal als Übernachtungsmöglichkeit (vll. sogar mit Dachzelt) dient? Logischerweise kein neues Fahrzeug und von der Größe für 2 Personen 🙂
Vielen Dank für Tipps und Anregungen.
Lg Manuel
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33,3k Beiträge · seit 200616. Jan. 2016 ·
Hi Manuel,

Du kannst ein Fahrzeug kaufen, anmelden kannst Du es per Gesetz ohne Aufenthaltsgenehmigung nicht. Das wird aber in Namibia selten überprüft. Schlag es Dir ausm Kopf das Fahrzeug in einem anderen Land wieder zu verkaufen. Da bekommst Du die namibischen und anderen Zollbehörden "at its best" zu erleben.

Grundsätzlich: Fahrzeuge sind hier ar***teuer, da der Markt winzig klein ist. Wertverluste gibt es hier kaum, d.h. Du zahlst für einen z.B. Toyota Hilux 4x4 mit 300.000 km immer noch ein Vermögen. Da bietet sich eher Südafrika als Kaufland an.

Ansonsten findest Du in anderen Threads (erweiterte Suche oben rechts) allgemeines zum Fahrzeugkauf in Namibia, Carnet de Passage etc.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter43 Beiträge · seit 201616. Jan. 2016 ·
Hallo Christian,

vielen Dank für deine nächste Antwort 🙂
Ok. Dann käme kaufen nur in Verbindung mit einer Rundtour in Frage. und dann von Windhoek weiter fliegen.
Ich werde mich mal weiter umschauen.
Was meinst Du, wie das voran kommen in den Teilen Afrikas ohne eigenes Fahrzeug ist (ÖV, Busse, Zug)? möglich? Aber dann ist man bei Touren immer auf andere angewiesen und ist weniger flexibel - und ab es am Ende günstiger ist, bin ich mir auch nicht sicher.
Viele Grüsse aus der Schweiz,
Manuel
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33,3k Beiträge · seit 200616. Jan. 2016 ·
Hi Manue,

so wie ich Dich verstanden habe soll es grob von Namibia gen Tansania gehen, richtig? Für weite Teile bietet sich der INtercape Mainliner (http://www.intercape.co.za/travel-information/our-routes/) an um Strecken zu überbrücken. In den dichter besiedelten Staaten kommst Du auch mit Kleinbussen, per Anhalter etc. ganz gut von A nach B. Nationalparks etc. wirst Du so aber kaum erleben. Da bist Du auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen um flexibel zu sein bzw. ansonsten auf geführte Touren.

Vielleicht wäre ja auch der Bazbus (http://www.bazbus.com/) in Südafrika was für den Einstieg?

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2016
129 Beiträge · seit 201316. Jan. 2016 ·
Hi Manuel,

wir haben selbst ein Fahrzeug in Namibia stehen. In Namibia kaufen und in Tansania verkaufen kannst du, wie Christian schon schrieb, vergessen, sofern du nicht bereit bist größere Verluste bzw. Aufwand hinzunehmen.
Du kannst dich unter namcars.net informieren was Fahrzeuge in Namibia kosten. Du kannst auch versuchen hier im Forum deinen Wagen voll ausgerüstet zu kaufen (so haben wir es gemacht), erst heute wurde wieder einer inseriert. Schau dir auch die alten Inserate an, dann bekommt du eine Preisvorstellung.

Grüße

Alex
7’334 Beiträge · seit 200616. Jan. 2016 ·
Hallo Manuel,
Manuel_R schrieb:Was meinst Du, wie das voran kommen in den Teilen Afrikas ohne eigenes Fahrzeug ist (ÖV, Busse, Zug)? möglich? Aber dann ist man bei Touren immer auf andere angewiesen und ist weniger flexibel - und ab es am Ende günstiger ist, bin ich mir auch nicht sicher.
man kommt in Afrika südlich der Sahara eigentlich überall prima ohne eigenes Auto mit Bussen, Kleinbussen oder per Anhalter rum. In Malawi und Tanzania gibt es auch Fahrradtaxis 😉 und kleine Motorräder zur Beförderung auf kürzeren Strecken.

Beim Fahren per Anhalter sollte man vorher nach dem Preis fragen. Oft wird etwas wie Benzinkostenbeteiligung erwartet und manchmal gibt es auch völlig überzogene Vorstellungen. Das klärt man besser vor dem Einsteigen, um anschließend u.U. großen Ärger zu vermeiden. Ich habe da so meine Erfahrungen gemacht bei ca. 5.000 km per Anhalter in Afrika.

Auf manchen Strecken fahren auch normale Lkw als öffentliche Verkehrsmittel mit festen Preisen und Haltestellen, wobei Aussteigen eigentlich überall möglich ist. Da sitzt oder steht man dann hinten auf der Ladefläche. Stehen ist übel, kann ich Dir sagen ... 😉

Das große Problem bei dieser Art der Fortbewegung ist jedoch, dass diese Verkehrsmittel allesamt für Einheimische ausgelegt sind. Da diese aber nicht in die Nationalparks oder zu sonstigen Sehenswürdigkeiten wollen, kommst Du dort nur hin, wenn Sehenswürdigkeiten nahe bei Ortschaften oder entlang der Strecke liegen (z.B. Victoria Falls). Zum Sossusvlei z.B. kommst Du auf diese Weise nicht. Da benötigt man je nach Strecke evtl. ein Taxi oder 'nen Mietwagen. In einigen Ländern ist der Internationale Führerschein Pflicht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter43 Beiträge · seit 201616. Jan. 2016 ·
Hallo Christian, Hallo Alex, Hallo Wolfgang,

super - vielen Dank für Eure Antworten. So komme ich immer ein bisschen weiter.
Ich sehe schon, an Alternativen wird es nicht mangeln.
Wobei der eigene fahrbare Untersatz meines Erachtens schon das beste wäre - vor allem wenn man dann noch darin schlafen kann - ob nun gemietet oder gekauft 😉
Mal schauen, worauf es nun hinausläuft.
Melde mich gern wieder hier und bin natürlich für alle Tipps weiterhin dankbar.
LG Manuel
www.rabanus-photo.de
7’334 Beiträge · seit 200616. Jan. 2016 ·
Manuel_R schrieb:Ich sehe schon, an Alternativen wird es nicht mangeln.
Wobei der eigene fahrbare Untersatz meines Erachtens schon das beste wäre - vor allem wenn man dann noch darin schlafen kann - ob nun gemietet oder gekauft 😉
... auch wenn ich meist mit dem Rad unterwegs bin, habe ich ja so ziemlich alles mal ausprobiert.
Ich war in Namibia auch mal mit 'nem ausgebauten Land Rover unterwegs. Da konnte man innen drin schlafen, oben im Freien auf dem beplankten Dachgepäckträger und ein Bodenzelt hatten wir auch noch dabei. Das ist natürlich sehr flexibel und wenn man irgendwo Leute trifft, die erzählen, an Stelle X sei es sehr schön, dann denkt man kurz drüber nach und fährt am nächsten Tag halt einfach hin.

Aber ich rate euch, irgendwann auch mal ein paar Tage mit dem Minibus unterwegs zu sein. Damit erlebt ihr ein ganz anderes Afrika.
In den größeren Städten stehen 50 Kleinbusse auf einem Platz und keiner ist mit einem Reiseziel beschriftet. Oft rufen die Fahrer oder Schaffner das Reiseziel aus, aber das geschieht in der lokalen Sprache und die Orte haben dann oft auch eine eigene Bezeichnung.
Ein Riesengetümmel von Menschen, die von A nach B wollen und jede Menge Händler, die herumlaufen und Wasser, Cola, Brot, Erdnüsse, Kekse, Bananen, Orangen, Bonbons, Sonnenbrillen, Uhren, Schuhe usw. verkaufen wollen. Dazwischen ein paar Bettler, oft behindert oder alt, die sich ein bisschen Geld erhoffen. Der Platz ist umsäumt von Hütten mit Garküchen, Teebuden und anderem Kram.
Ihr seid die einzigen Weißen dort und weil ihr euch offensichtlich nicht auskennt, werdet ihr schon nach wenigen Metern gefragt, wohin ihr wollt und jemand führt euch zum richtigen Bus. Ist alles unkompliziert und man hat bisher nie versucht, mich zu bescheißen. Man ist mal mittendrin im afrikanischen Alltag, aber nicht nur als Zuschauer, sondern als ein Reisender unter vielen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
655 Beiträge · seit 200617. Jan. 2016 ·
Lieber Manuel,
wir haben vor zwei Jahren ein Schweizer Paar kennengelernt, das auch ohne Auto unterwegs war. Wenn ich Morgen wieder zu Hause bin, suche ich Dir gerne den Blog raus.
LB Gruss von Helga
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201617. Jan. 2016 ·
Hallo Helga,

nehme ich gerne 🙂 Kannst Du mir gerne schicken.
Vielen Dank und einen schönen Sonntag.

LG Manuel
www.rabanus-photo.de