Wie Reifendruck unterwegs anpassen

29 Antworten · 6’104 Aufrufe · gestartet 27. Juli 2015 von propper
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Themenstarter70 Beiträge · seit 201229. Juli 2015 ·
Hallo BerndW
Danke für deine Ausführung betr. Reifendruck usw. Deine erwähnten Beobachtungen habe ich auch schon öfters gemacht.
Mein Hauptaugenmerk betrifft die Strecken von Sesfontein nach Puros (ca. 100 Km), welche offensichtlich etwas abenteuerlich sein soll, sowie den Fahrweg von Wüstenwuell nach Süden an die C28, welcher sandig sein soll.
Kennst du oder sonst jemand diese Strecken persönlich?

Schöne Grüsse
Thomas
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
Themenstarter70 Beiträge · seit 201229. Juli 2015 ·
Hallo Claudia

Das Ding sieht wirklich schick aus 🙂
Danke für die Info.

LG, Thomas
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
1’425 Beiträge · seit 201329. Juli 2015 ·
Hi Thomas,

das "Ding" (lass diese Bezeichnung mein herzallerliebstes Kompressorle lieber nicht hören, ich werde ihm aber sagen, dass du es schick findest 😄 )
ist meiner Meinung nach einfach nur genial und tut seine Dienste zuverlässig und es darf nächstes Jahr wieder mit nach Neuseeland 😛
Also unser Kompressorle kann sowohl PSI, als auch bar anzeigen.
Normalerweise fahren wir mit 2,5 bis 3 bar auf der Teerstraße (je nach Fahrzeug). Wir haben die Erfahrung gemacht, dass von den Vermietern bis zu 3,8 bar vorgegeben sind. Das ist nach unserer langjährigen Erfahrung viel zu viel. Auf Gravelroad reduzieren wir auf 1,6 bis 1,8 bar, auf Sand wird runtergefahren auf 1,2 bar, Tiefsand noch weniger, da muss der Reifen richtig platt sein. Sei da nicht verschrocken, sondern lass wirklich die Luft raus, auch wenn du meinst, dass das viel zu viel sei. Schau da auf die Druckanzeige vom Kompressorle und verlass dich da nicht auf ein Gefühl, dass du ja schon ganz viel Luft rausgelassen hast, da täuscht du dich ganz gewaltig. Mit 1 bar fährt es sich im Tiefsand toll, solltest aber dann aber wieder bei dem Übergang auf Gravel oder gar Teer sofort nachfüllen.
Ja, das Kompressorle braucht seine Zeit um wieder Luft in die Reifen zu pumpen und braucht auch ab und zu eine Verschnaufpause, aber diese Zeit nutzen wir zur Raucherpause 😗 und haben bei so einer Pause über uns in einem Webervogelnest auch schon eine Kapcobra entdeckt.

Übrigens sind 1 bar 14,5 PSI

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
1’656 Beiträge · seit 201430. Juli 2015 ·
Hallo Thomas,

wie BerndW schrieb,

1,8 bar bis 2,0 bar sind für alle Straßenverhältnisse von Namibia gut.

Es spielt keine Rolle ob Du auf einer Teerstraße oder auf der Schotterpiste unterwegs bist.
Selbst die letzten 5 km im Sossusvlei habe ich den Reifendruck nicht unter 1,8 bar reduziert.
Im Kaokoveld ( Marienfluß und Hartmannsberge ) sind wir auf den eingezeichneten Routen unterwegs gewesen. Auch dort haben wir den Reifendruck weder reduziert noch erhöht.( 1,8 bis 2,0 bar) Genau kann ich es nicht sagen, weil wir keinen elektronischen Druckprüfer haben.
Ein Kompressor aus dem Baumarkt, oder von Aldi ist vollkommen ausreichend.

Falls ihr Euch im Tiefsand einmal festfahren solltet, nicht versuchen vorwärts raus zu fahren, sondern:
Untersetzung rein, Differentialsperre an und mit dem Rückwärtsgang raus!
Das klappt meistens, bei uns hat es schon zweimal funktioniert. Pass aber auf, dass Du nicht zuviel Gas gibst.
Sonst, frei graben. 🙂

LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
487 Beiträge · seit 201230. Juli 2015 ·
Nochmal kurz die Frage, wie beladen seit Ihr?
www.save-wildlife.org www.sptr.de
Themenstarter70 Beiträge · seit 201230. Juli 2015 ·
Wir werden einen Toyota Hilux haben, Beladung 2 Personen mit je 25 Kg Gepäck. Kein Dachzelt oder so.
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
Themenstarter70 Beiträge · seit 201230. Juli 2015 ·
Hallo Claudia
Danke für deine ausführliche Informationen und gib deinem Kompressorle un Bacio 😛
LG, Thomas
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
487 Beiträge · seit 201230. Juli 2015 ·
2 volle Ersatzreifen mitführen und wenn ihr keine ganz schmalen Reifen habt, kommt Ihr mit 2 bar fast überall durch (keine hundert Meter hohen Sanddünen). Am besten mit der 3L Maschine. Dann kann der Kompressor beim Vermieter bleiben.
Nicht mit Gas und Kupplung einbuddeln, lieber absaufen lassen und rückwärts raus. Ich musste auf ca. 30.000 Kilometer Australien, Afrika, Südamerika non paved roads noch nie schaufeln. Da sind auch einige tausend Kilometer Sandpisten und Tiefsandpisten dabei.

Kurze Info noch zum Pad, Namibias Wellblechpisten. Die Oberfläche ähnelt einer Sinuswelle, das heißt bis ca. 70 km rüttelt Euch der Wagen ziemlich durch, weile die Reifen durch Tal und Berg rollen. Ab ca. 70 km berühren die Riefen nur noch die Spitzen, das bedeutet aber auch wenig Kontakt. Bei Lastwechsel, Ausweichen oder Bremsen verlieren die Hinterräder schnell den Kontakt und der Wagen schleudert schnell oder überschlägt sich im schlimmsten Fall. 80km sollten genug sein.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2015
3’883 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 ·
BerndW schrieb:2 volle Ersatzreifen mitführen und wenn ihr keine ganz schmalen Reifen habt, kommt Ihr mit 2 bar fast überall durch (keine hundert Meter hohen Sanddünen). Am besten mit der 3L Maschine. Dann kann der Kompressor beim Vermieter bleiben.
Unsere Erfahrungen nach drei 4WD-Touren durch Australien und drei weiteren durch Namibia und Botswana.
Dabei haben wir schwierigste Schlammfahrten im Regen, tiefe Wasserdurchfahrten und Tiefsandpisten meistern müssen.

Zum Reifendruck:
Einen Reifendruck unter 2,2 bar für normale Straßen ist nach der Luftdrucktabelle von Continental für einen beladenen 4WD zu wenig!
http://download.autobild.de/dl/630359/luftdrucktabelle_uv.pdf

Wenn wir aus Bequemlichkeit die Luft vor den Sandpisten nicht reduziert hatten, sind wir steckengeblieben und mussten schaufeln.

Zur Fahrweise
Hier kann ich die CD von Pistenkuh empfehlen. Tatsächlich merkt man in den vorgespurten Tiefsandpisten nicht mehr, ob die vorderen Räder eingeschlagen sind. Das Lenkrad kurz loslassen und die Räder stellen sich von allein gerade. Die Bodenhöhe des Fahrzeugs beachten. U.U. schleift hinten bei ausgefahrenen Pisten das Differential an der mittleren Bodenerhöhung. Dann muss man die Rillen seitlich anfahren.
Problematisch ist das Ändern der Fahrspur! Wer nicht im Busch landen will, darf das Lenkrad nur kurz in die neue Richtung bewegen und sofort wieder zurück (s. Pistenkuh). In den Morgenstunden fährt es sich im Tiefsand wesentlich leichter.

Die Ausrüstung
Auch wir besitzen einen Kompressor für die Zigarettensteckdose. Dieses „Spielzeug“ haben wir seit der ersten Australientour daheim gelassen. Es wird heiß, hat wenig Leistung und erhöht das Gewicht des Fluggepäcks. Außerdem gehörte zur Ausrüstung unserer Mietfahrzeuge stets ein leistungsfähiger Kompressor. Der wurde immer direkt an den Akku angeschlossen. Wegen der hohen Stromaufnahme des Kompressors immer den Motor laufen lassen. Bei einem Mietfahrzeug war der Kompressor jedoch an die Batterie der Kabine angeschlossen, was zur Folge hatte, dass er nach einer Nacht in der Wildnis nicht mehr genügend Leistung hatte.
Für das Prüfen des Luftdrucks und das Ablassen der Luft haben wir einen einfachen Luftdruckmesser für wenige Euro mitgenommen. Das war für das häufige Wechseln des Luftdrucks sehr praktisch und das Teil wiegt nichts.

Ein besonderes Ärgernis sind die Schaufeln bei den Mietfahrzeugen. Wir bekamen stets Spaten. Wenn man mit denen buddelt, rinnt der heiße trockene Sand seitlich herunter. 🙁

Luft bei den Tankstellen
Verzweifelt haben wir nach dem Besuch der Tsodilo Hills, wo wir 2 x genächtigt haben, in Shakave/Botswana an der Grenze zu Namibia versucht, an einer Tankstelle unseren Luftdruck zu erhöhen. Im ganzen Ort gab es keinen Kompressor! Unserer war an die Batterie in der Kabine angeschlossen (s.o). Ein freundlicher 4WD-Fahrer 🙂 , übrigens Forumsmitglied, hat uns dann ausgeholfen ...

LG
freshys "bessere" Hälfte
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Themenstarter70 Beiträge · seit 201203. Aug. 2015 ·
Hallo Freshy's

Danke für eure Tipps und Erfahrungen, man lernt nie aus 😛

Schöne Grüsse
Thomas
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