Wichtig für alle Damara- und Kaokoland-Reisenden

11 Antworten · 3’685 Aufrufe · gestartet 17. Feb. 2015 von Florence
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Themenstarter95 Beiträge · seit 201317. Feb. 2015 ·
http://www.desertlion.info/news.html. Bitte nicht an den Wasserstellen campieren. Man schneidet den Tieren das lebenswichtige Wasser ab. Die wandern of mit ihren letzten Reserven zum Wasser und können dann nicht trinken.

Gruss, Sonja
Liebe Grüsse, Sonja
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015
54 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 ·
Guten Tag,

Danke für die Informationen. Genauere Details wären gut. Hat vielleicht irgendwer ein hochaufgelöstes Foto der neu aufgestellten Schilder, so dass man den gesamten Text lesen kann? Das man nicht an Wasserlöchern campt, sollte jeder wissen, der da wild campen will. Die Camper hier sind wahrscheinlich 300-500m vom Mudorib Wasserloch weg, aber das reicht nicht.

Aber was genau bedeutet "NOT to camp in the Hoanib River"? Kein Camping im Trockenflussbett oder generell kein Camping mehr im gesamten Hoanibtal zwischen Sesfontein und Skeleton Coast Park???

Ein Totalverbot würde Wilderness Safaris für deren neues Luxuscamp am Hoanib bestimmt gut passen. Wenn ich das richtig errate steht in dem gelben Bereich des Schildes als Überschrift aber "Guidelines for visitors in the Palmwag concession." Die Palmwag Concession endet zwischen Elephant Song und Amspoort in der Mitte des Hoanib Flussbettes. Deshalb kann die Palmwag Concession eigentlich keine Regeln für den gesamten Hoanib festlegen. Nordhälfte und Nordufer gehören zur Sesfontein Conservancy.

Gruß Martin
4’132 Beiträge · seit 200817. Feb. 2015 ·
martin61 schrieb:Aber was genau bedeutet "NOT to camp in the Hoanib River"? Kein Camping im Trockenflussbett oder generell kein Camping mehr im gesamten Hoanibtal zwischen Sesfontein und Skeleton Coast Park???
Das bedeutet mit Sicherheit, kein Camping im ganzen Hoanib River!


Den Conservancies und der Palmwag Concession war das wilde Campen im Hoanib schon seit vielen Jahren ein Dorn im Auge, da bedurfte es nur noch ein wenig Organisation
und nun ist es endlich soweit... 🙁

da hat Wilderness sicher nichts dagegen, 😗
aber sie sind nicht die Entscheidenden...
Und, auch wenn es über Jahre unangemahnt geduldet wurde, bestand IMMER die Regel, das man nicht direkt im Flusstal des Hoanib campen soll und 1km von den Wasserstellen Abstand halten soll.

Im Übrigen passt es genau in den Rahmen, dass die Conservancies auch an den Selbstfahrern und am Camping verdienen wollen!
Eigentlich ganz normal und verständlich.

http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/283613-hoanib-hoarusib-gebuehren-fuer-befahren-camping.html?limitstart=0&start=18


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2015
54 Beiträge · seit 201517. Feb. 2015 ·
Guten Tag lilytrotter,

Vielleicht hast Du Recht, aber aus 2 Gründen will ich das noch nicht so ganz glauben.

Meine letzte Information zur Sesfontein Conservancy war, dass die Conservancy zum einen im Bereich Elephant Song/Die Poort und zum anderen bei Amspoort Bezahlgates bauen will. Da sollte dann von allen für das Durchfahren des Hoanib und für Camping im Hoanib kassiert werden. Die Information ist etwa 6 Monate alt. Haben sich die Planungen jetzt wieder geändert?

Zum anderen möchte Wilderness seinen 1000-Euro-die-Nacht-Kunden sicherlich Exklusivität garantieren und den Anblick von ärmlichen Campern, Klopapierresten und mehr ersparen. Ich frage mich aber, ob da Regelungen sehr großzügig ausgelegt werden. Das das Mudorib Wasserloch zum Gebiet der Palmwag Concession gehört und die Camper in den oben verlinkten Fotos da illegal stehen, ist klar. Das war da schon lange illegal. Auf den Schildern scheint aber "Guidelines for the Palmwag Conservancy" zu stehen. Der Hoanib gehört definitiv nur bis zur Flussmitte zur Palmwag-Concession. Camping am Nordufer wäre dann weiter möglich.

Hat irgendwer einen kompetenten Kontakt beim MET? Ich hatte mal einen guten Kontakt beim MET, aber der ist verstorben. Schreibt man denen als normaler Bürger bekommt man leider nie eine Auskunft. Bei den Conservancies ist es ähnlich.

Gruß Martin
4’132 Beiträge · seit 200817. Feb. 2015 ·
Meist ist es ja ein seehr langer Weg, bis solche Vorhaben auch tatsächlich Durchgeführt werden, ob das mit den Gates was wird? - ...hab ebenfalls keine Info
Letztlich würden dann auch entsprechende Informations-Schilder an Ganamub, Obias und Sawurogab nötig, die auf die zu entrichtende Gebühr hinweisen...
Ich weiß aktuell nichts genaues, aber aus allen Infos, die man so aufschnappt, kann man sich schon einiges zusammenreimen. Das was man dann tatsächlich vorfindet...
Es gibt da so einiges an „Infos“:
- Palmwag Concession ist schon lange verärgert darüber, dass Grenzen ihrer Concession übertreten sowie die Campsites C9 und C10 häufig „gebührenfrei“ genutzt werden – oder einfach wild in ihrer Concession genächtigt wird. Seit ihr Kassierer vor ca. 6 Jahren? am alten „Gate“ Elephant Song (ich weiß nicht, wie es dort tatsächlich vonstatten ging!) überfallen/getötet wurde, gibt es dort keine Kontrolle mehr.
- westl. von Amspoort hat Wilderness Safaris angeblich schon Mitte letzten Jahres alle Tracks mit „No Entry“-Schildchen bestückt, um ihre Exklusivität vor den nackten Ärschen der Wildcamper zu bewahren und vor den Staubfahnen der Off-Roader...
- Campen durfte man m.E. sowieso immer nur in den nördlichen „Zuflüssen“ zum Hoanib, dort finden sich jeweils passable Plätzchen... – sogar ausgewiesenen Campsites. Dort soll der Aufenthalt aber nun auch durch die jeweiligen Conservancies mit Gebühren belegt sein.
- Dass das Nordufer des Hoanib zum Campen frei zu nutzen sei, darüber wurde immer wieder diskutiert. Wir kennen die Version, dass das ganze Flusstal nicht zum Campen freigegeben ist und zu Palmwag Concession gehört. Wir wissen auch, dass das von vielen Selbstfahrern anders gesehen wird, allerdings scheint es uns nicht plausibel, denn es ist eine Concession-Grenze (und keine Landesgrenze! – die üblicherweise in der Flussmitte verläuft) und eine Concessionsgrenze in einer Talmitte zu ziehen ist wirtschaftlich kein guter Vertrag, denn er setzt die Exclusivität des Concession-Inhabers herab. Sowas unerschreibt kein Concessionär gerne... – halt ich also für unwahrscheinlich.

So nun bin ich alle Vermutungen los.

Vielleicht nützt dir das was für deine Einschätzungen der Situation.
Vielleicht auch einfach mal bei der Palmwag Lodge anfragen, die wissen hundertprozentig genau Bescheid!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1’162 Beiträge · seit 201218. Feb. 2015 ·
Hallo Martin,

Namibia ist eine Region mit noch einigen (fast) unbeleckten Landstrichen. Deswegen fahren auch einige Leute hin, um dort als erste ihre "Kotmarken" zu hinterlassen. Das bleibt natürlich nicht lange unbemerkt, und irgendwann gibt es eine Gegensteuerung. Nun weinen alle die, die noch keine "Kotmarken" gesetzt haben oder die, die die ihrigen erneuern wollen.
Jeder Reisende schwärmt von der namibischen Natur; aber wie lange noch, ist doch bereits alles markiert! Und da wundere ich mich, ob es für einen Naturfreund, der Namibia mit allen seinen Reizen liebt, wichtig ist, ob eine "Nicht-Camping-Area" in der Flußmitte endet. Also: als Naturfreund reizt Du Deine Grenzen schonungslos aus? Tut mir leid. Kann ich nicht nachvollziehen.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
1’155 Beiträge · seit 200618. Feb. 2015 ·
Biologe schrieb:

Das bleibt natürlich nicht lange unbemerkt, und irgendwann gibt es eine Gegensteuerung. Nun weinen alle die, die noch keine "Kotmarken" gesetzt haben oder die, die die ihrigen erneuern wollen.
Also: als Naturfreund reizt Du Deine Grenzen schonungslos aus? Tut mir leid. Kann ich nicht nachvollziehen.

Beste Grüße
Michael
Mit Verlaub….

..ich war schon in diesen Gegenden unterwegs lange bevor es Internet und geschweige denn dieses Forum gab. Es gibt durchaus Leute die wissen wie man sich in der Wildnis bewegt ohne „Spuren“ zu hinterlassen… sei dies in Afrika, in den Schweizer Bergen, oder weiss ich wo..

In einem Punkt muss ich Dir aber recht geben. Heute greifen sich viele einfach ein paar Infos im Internet ab und steuern volle Kraft drauf los. Dies ohne viel Ahnung wie man sich richtig zu verhalten hat. Ein gutes Beispiel sind diese „Deppen“ (Sorry..) die am Wasserloch kampieren.

Als Konsequenz werden dann halt immer wieder Gegenden für Turis dicht gemacht.

Gruss, Tom
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2015
1’739 Beiträge · seit 201018. Feb. 2015 ·
Nun weinen alle die, die noch keine "Kotmarken" gesetzt haben oder die, die die ihrigen erneuern wollen.
Michael, wie kommst Du denn auf so eie absurde Behauptung. Wir Camper haben immer einen Spaten griffbereit und die meisten nutzen diesen auch. Wie das bei den Lodgehoppern auf einem Ausflug aussieht, weiss ich allerdings nicht. Da gehört der Spaten wohl eher nicht zur Standardausrüstung.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
33,4k Beiträge · seit 200618. Feb. 2015 ·
Hallo Martin,

um auf das Ausgangs"problem" zurück zu kommen. Das grüne Schild bedeutet genau das, was darauf steht. KEIN Camping im Hoanib-Flussbett. Das gelbe Schild hingegen sind Informationen und Richtlinien.

Ursache dafür ist ganz klar, und das wurde auch so vom MET und Palmwag Concession kommuniziert, das "ungeordnete durchfahren und nächtigen" in einem hochsensiblen Gebiet. Leider muss in Zukunft noch mehr mit Einschränkungen überall gerechnet werden. Wie an der Küste um Swakopmund, wo Dank "südafrikanischer Rowdys", fast nichts mehr erlaubt ist. Es ist ja ohnehin geplant das Kaokoveld als Nationalpark zu proklamieren. Vielleicht ist diese jetzige Regulierung ein erster Schritt dorthin...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
54 Beiträge · seit 201518. Feb. 2015 ·
Guten Tag lilytrotter,

jetzt habe ich noch mal in alten Unterlagen geguckt. Vor ca. 7 Jahren gab es ein Projekt von MET, Universität von Namibia und anderen Beteiligten, bei denen man die Grenzen von Concervancies und Concessions als GIS-Daten aufbereitet hat. Die Daten habe ich vor Jahren mal bekommen. Kann man auf beliebige Karten legen auch auf die Satellitenfotos von Google und anderen Quellen. Da verläuft die Grenze in der Mitte des Flussbettes. Das hielt ich immer für offiziell, weil das MET beteiligt war.

Nun habe ich aber noch mal die damalige Verkündung der Sesfontein Conservancy und deren Grenzen in der Regierungszeitung angeschaut: " ... the boundary follows the northern bank of Hoanib River ...". Das Flussbett gehört also nicht zur Sesfontein Conservany. Erst ab Nordufer.

Guten Tag Biologe,

Hast Du einen Fetish für Kotmarken oder was willst Du von mir? Ich habe das nicht so ganz verstanden. Klopapier oder Müll habe ich da niemals hinterlassen. Es wäre nicht der erste Fall in Namibia gewesen, wo Lodges zu ihrem eigenen Vorteil Pisten und anderes sperren wollen, obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gibt. Ich will einfach wissen, was da offiziell noch erlaubt ist und was nicht.

Gruß Martin
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2015
33,4k Beiträge · seit 200618. Feb. 2015 ·
Hi Martin,

etwas Haarspalterei wegen der Conservancy-Grenzen, oder? 😉 Das MET hat überall seinen Einflussbereich und diese haben die Schilder aufgestellt und "unterschrieben". Dies ist unabhängig davon wo die eine Conservancy an die andere grenzt...

Viele Grüß aus Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4’132 Beiträge · seit 200818. Feb. 2015 ·
Hallo, martin61,

hmm, ja, – so und ähnlich sind die Aussagen immer (auch wenn man über die Arbeit des MET nicht so gut informiert ist, wie du).
Aber egal, was diese Infos aussagen, frag doch einfach Palmwag und die Leute von TOSCO http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/283613-hoanib-hoarusib-gebuehren-fuer-befahren-camping.html?start=18
- du musst dich doch sowieso danach richten, was da jetzt Usus ist.
Wir sind mit so was immer sehr pragmatisch und, ehrlich gesagt, hätten wir überhaupt keine Lust, uns vor Ort mit irgendjemand auf eine rechthaberische Diskussion einzulassen, über das was man dort darf und was nicht... - will sagen, es ist ja nicht grundlos unerwünscht, dass man nicht im Hoanibtal campen soll,
dafür als einzige Ursache, die Exklusivitätsbedürfnisse/wirtschaftliche Gründe anzunehmen, ist etwas unvollständig - und auch wenn ich es persönlich schade finde, dadurch eingeschränkt zu sein, kann ich's verstehen, dass die Konzessionäre nicht für etwas viel Geld zahlen wollen, das sie dann mit uns kleinen Nichtzahlern teilen sollen!

Abgesehen davon, haben wir auch noch nie verstanden, warum man überhaupt IM Hoanib campen will, wenn es als unerwünscht gilt und leider haben wir schon Ahnungslose unter einem Baum mit Elefantenfutter oder an irgendeinem Salvadorabusch stehen sehen...

Wir selbst sind sowieso immer lieber zum Sonnenauf- und –untergang dort, wo man Weitblick hat und das führt dann automatisch in die nördlichen Zuflüsse, die sind im Gelände wunderbar ansteigend und haben oft freie Sicht auf das zauberhafte Hoanib-Tal – und sie bieten nebenbei z.T. auch ausgewiesene Plätze zum Übernachten.

Gruß lilytrotter


Übrigens gab es dort bei Elephant Song ja „schon immer“ ein Schild mit den Hoanib-Rules, - ein altes, handgemaltes Schild, das schon seit längerem umgekippt war. Das neue Schild ist jetzt wohl nur der Ersatz - und bestimmt auf den neuesten Stand gebracht... 😁
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2015