Schwarzhäutige namibische Waisen in der fr. DDR

27 Antworten · 3’400 Aufrufe · gestartet 11. Nov. 2014 von freshy
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Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201111. Nov. 2014 ·
Eine Bitte an alle, die sich mit der namibischen Geschichte auskennen:
wo finde ich Infos zu diesem Thema? Unter welchen Schlagwörtern müsste ich suchen?

Im Voraus bedanke ich mich bei euch für alle Informationen.

Liebe Grüße aus dem neblig kalten Schönbuch
tippt mit eiskalten Händchen 🤪
freshy
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2’060 Beiträge · seit 201311. Nov. 2014 ·
Hallo freshy, gib in Google "DDR Kinder Namibia" ein, du wirst viele Antworten bekommen.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
6 Beiträge · seit 201411. Nov. 2014 ·
Hallo freshy, hat Deine Frage was mit Namibianischen Kindern von der SWAPO in der ehem. DDR zu tun, die so ab 1978/79 in Bellin bei Guestrow und in Stassfurt ein zu Hause gefunden haben, zur Schule gingen, eine Ausbildung erhielten und dann 1989/90 wieder nach Namibia ausgeflogen wurden?
Gruss
17,0k Beiträge · seit 201211. Nov. 2014 ·
.
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2026
1’739 Beiträge · seit 201011. Nov. 2014 ·
Hallo Freshy

Hier gibt es noch ein Buch zum Thema. Sehr lesenswert.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2014
2’664 Beiträge · seit 201211. Nov. 2014 ·
Von diesen angeblichen Waisen, von denen viele durch die Swapo-Terroristen entführte Schulkinder waren, arbeitet sogar eine in der Redaktion der AZ.
2’060 Beiträge · seit 201311. Nov. 2014 ·
Logi schrieb:Hier gibt es den Film zum Thema "Wenn uns zwei Berge trennen":

Bei YouTube ansehen ↗



Vielen Dank für diesen Link! Ich habe schon viel über die DDR-Kinder gelesen, auch schon mit einigen selbst sprechen können. Dieser Film beleuchtet alles sehr gut!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201111. Nov. 2014 ·
Herzlichen Dank an euch alle! Das reicht wohl erst einmal, um sich kundig zu machen.

Ja, es geht um die SWAPO-Kinder. Wir haben auf unserer Reise jemanden getroffen, der von sich sagte, er würde dazu gehören. Die Sichtweise von Swakop1952 ist mir bekannt, ich möchte mich jedoch auch über die Sichtweise der anderen Seite informieren.

Lieben Gruß
freshy
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2’664 Beiträge · seit 201211. Nov. 2014 ·
Danke lieber freshy, wenn ich zu den Leuten gehören würde auf die nicht geschossen worden ist, und ich mit Puderzucker aufgezogen wäre im Paradies Germanien, selbst dann würde ich keine Denke haben wie so mancher. Selbst die Mausgrauen aus Ostgermanien standen uns mit ihren kubanischen Genossen in Ruacana gegenüber. Wenn man das alles ein kleines bischen differenziert betrachtet, da bitte ich niemanden um Erlaubnis drum. Denn schon Fragestellung und Kommentar demonstrieren eine realitätsferne Verklärung der usprünglichen Tatsachen. Brauchst nicht zu antworten.
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201112. Nov. 2014 ·
Swakop1952 schrieb:Danke lieber freshy, wenn ich zu den Leuten gehören würde auf die nicht geschossen worden ist, und ich mit Puderzucker aufgezogen wäre im Paradies Germanien, selbst dann würde ich keine Denke haben wie so mancher. Selbst die Mausgrauen aus Ostgermanien standen uns mit ihren kubanischen Genossen in Ruacana gegenüber. Wenn man das alles ein kleines bischen differenziert betrachtet, da bitte ich niemanden um Erlaubnis drum. Denn schon Fragestellung und Kommentar demonstrieren eine realitätsferne Verklärung der usprünglichen Tatsachen. Brauchst nicht zu antworten.
Hallo Swakop,
jetzt komm aber wieder runter! Mannomann!
Deine persönlichen Angriffe lasse ich mal so stehen. Nur so viel: Kann es sein, dass du Probleme mit deiner Impulskontrolle hast?
Bitte lies doch noch einmal genau, was ich geschrieben habe. Nirgendwo habe ich meine Meinung mitgeteilt, die will ich mir erst dadurch bilden, dass ich mich über beide Seiten informiere. Was ist daran falsch? Vor allem geht es mir um die Kinder, denn egal wie du und viele andere die damaligen Geschehnisse sehen oder erlebt haben, sie tragen mit Sicherheit keine Schuld an ihrem Schicksal.

Gruß
freshy
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1’005 Beiträge · seit 200812. Nov. 2014 ·
I love it -
zu den Thema gibt es Diverses - zB Bellin
oder das Werk von Frau Brase - Schloe,Onesmus. Weisse Kinder mit schwarzer Haut in Namibia (das ist defacto nicht mehr zu bekommen)
aber es wird dazu viel unter Verschluß gehalten und die Beteiligten reden nicht viel darüber.

Es scheint an der HU in Berlin da sowas wie einen Forschungsschwerpunkt zu geben, aber wie immer mit ostdeutschen Themen, wird auch viel auf Hörensagen, politischem Sendunsbewußtsein und anderen Hinterherrichtigstellungstheorien aufgebaut. Belastbare Zeugenaussagen gibt es da nicht.



Die Rolle der NVA in Angola ist ein anderes interessantes Thema, das aber wohl aufgrund der verschiedenen Interessen der beteiligten Stakeholder nie gänzlich aufgeklärt werden wird.

Hier ging/ geht 's halt ums Geld, Diamanten, Macht, kalter Krieg, Stasi, etc. ... .

Gruss
Christian

PS: hier auch noch ein Beitrag dazu - Thema Rassismus, DDR und NAM Kinder
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2014
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201113. Nov. 2014 ·
@fordfahrer: Interessant, wie vielschichtig das Thema ist. Ich hatte bisher keine Ahnung davon. Im Moment lese ich Lucia Engombe: Kind Nr. 95, die aus einem Flüchtlingslager in Angola in die fr. DDR geholt wurde. Wahrlich nicht aus Nächstenliebe, wie ich lese.

Danke für die Links, die ich mir sogleich heruntergeladen habe.

LG freshy
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1’005 Beiträge · seit 200813. Nov. 2014 ·
@freshy
na ja, da musst Du vorsichtig sein, das ist auch wieder nur eine Sicht, wie eben Hajo's auch nur eine ist. Das Warum und Wiso können die betroffenen Kinder gar nicht gewusst haben und wissen die auch heute nicht, da das selbst heute noch im Dunkeln ist, auch Frau Engombe nicht.

Und die Betroffenen schweigen. Ich hab auch irgendwo noch ein anderes "geheimes" Werk in dem Studenten versucht haben, mit Augenzeugen zu sprechen, das war nur teilweise von Erfolg gekrönt.

Zu der Frage ostdeutscher Militärhilfe für Angola gibt's diverse Theorien, die aber nur schwer, bis gar nicht belegbar sind. Da gibts so viele Andeutungen, die aber keiner wirklich belegen kann, von Diamantenraubzügen bis Militärberatung und er Installation von Infrastruktur ist alles dabei. Einge NVA Soldaten sollen auch in RSA weiter gearbeitet haben, einige in MOZ oder im Kongo. Sicher ist wohl das Einheiten des Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ in Angola unterwegs waren. Warum, wieso, was die RSA Armee und DeBeers und Kuba bzw. die DDR damit zu tun hatten, da musst Du Dich richtig einlesen, das ist ein komplexes Thema und beginnt schon mit dem Uno Mandat Südafrikas für SWA.

Gruss
Christian

PS: noch was : Susanne Timm, Parteiliche Bildungszusammenarbeit: Das Kinderheim Bellin für namibische Flüchtlingskinder in der DDR ....
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2014
5’538 Beiträge · seit 200813. Nov. 2014 ·
Hallo Freshy,

Kalungas Kind ist ein Buch, das aus meiner Sicht die Situation dieser Kinder sehr gut beschreibt, obwohl es ein Ausnahmekind war - denn sie durfte nach 1989 in Deutschland bleiben, weil sie inzwischen deutsche Pflegeeltern hatte.

Mir hat es besser gefallen als Kind Nr. 95, weil es viel besser den Konflikt beschreibt, in dem diese Kinder leben.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201113. Nov. 2014 ·
fordfahrer schrieb:@freshy
na ja, da musst Du vorsichtig sein, das ist auch wieder nur eine Sicht, wie eben Hajo's auch nur eine ist. Das Warum und Wiso können die betroffenen Kinder gar nicht gewusst haben und wissen die auch heute nicht, da das selbst heute noch im Dunkeln ist, auch Frau Engombe nicht.

Gruss
Christian

PS: noch was : Susanne Timm, Parteiliche Bildungszusammenarbeit: Das Kinderheim Bellin für namibische Flüchtlingskinder in der DDR ....
Das ist mir klar, denn die Autorin war ja damals ein noch sehr kleines Kind. Aber wie gesagt, versuche ich, mir ein Bild zu machen, und dazu gehören auch subjektive Erinnerungen Betroffener.
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Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201113. Nov. 2014 ·
Gerd1942 schrieb:
Kalungas Kind ist ein Buch, das aus meiner Sicht die Situation dieser Kinder sehr gut beschreibt, obwohl es ein Ausnahmekind war - denn sie durfte nach 1989 in Deutschland bleiben, weil sie inzwischen deutsche Pflegeeltern hatte.

Mir hat es besser gefallen als Kind Nr. 95, weil es viel besser den Konflikt beschreibt, in dem diese Kinder leben.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Danke, Gerd. Nun habe ich viel Lesestoff. 🙂
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2’664 Beiträge · seit 201213. Nov. 2014 ·
fordfahrer schrieb:@freshy
na ja, da musst Du vorsichtig sein, das ist auch wieder nur eine Sicht, wie eben Hajo's auch nur eine ist. Das Warum und Wiso können die betroffenen Kinder gar nicht gewusst haben und wissen die auch heute nicht, da das selbst heute noch im Dunkeln ist, auch Frau Engombe nicht.
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Lieber Christian,
das ist nicht meine Sicht, das waren Geheimdiensterkenntnisse, daß die DDR den Aufklärungspart im Auftrage der Sowjetunion für die Kubaner durchgeführt hat. Diese Leute sind uns in Waffenstillstandszeiten auch an der Grenze zu Angola begegnet. Die Kubaner waren da lockerer, die "Korrektheit" der NVA´ler ging so weit, daß mit denen nur einzelne Zigaretten getauscht werden konnten, niemals eine Packung, die Auskunft über die Herkunft hätte geben können.

Ebenso waren die Erkenntnisse, daß die Herkunft der meisten sogenannten "Flüchtlingskinder" entweder entführte Schulkinder aus dem Ovamboland Umgebung Ongwediva waren, und viele das Ergebnis von Vergewaltigungen und Zwangsschwängerungen in den Swapocamps in Angola waren. Diese Kinder wurden ausschließlich zum Heranziehen von neuen Kadern ins sozialistische Paradies DDR entsandt.

Genauso wie über die massenhaften Morde in den Erdlöchern von Lubango, liegt über diesem Thema ein dichter Nebelschirm der Swapo, die dieses alles zu verantworten hatte und weiterhin vertuscht. Alle Aufklärungs-Versuche von Phil Ya Nangoloh und Betroffenen, von denen einige in Namibia leben, wurden soweit erfolgreich im Keim erstickt. Die meisten der Betroffenen schweigen natürlich aufgrund ihrer "zweifelhaften" Herkunft. Würde ich auch!

Die Verklärung, die manche ideologische Historienverfälscher dem Thema anzuhängen versuchen, liegt in etwa auf der Ebene, als wenn man die Halsabschneider und Menschenschlächter der IS in zwanzig Jahren als Freiheitskämpfer für den Islam hochstilisieren würde.

Wie einst mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges wartet man so lange bis alle Zeitzeugen tot sind, dann werden die Sieger die Befreier, egal wie viel Leid auf der eigenen Seite in den eigenen Reihen in den eigenen Familien passiert ist. Wie mit der Geschichte der Kolonialzeit, werden Dokumente so interpretiert wie es dem Zeitgeist und der vorherrschenden Ideologie am besten paßt. Und da ist der heutige Bundesdeutsche absoluter Weltmeister weltweit.

Man sollte diese ehemaligen DDR-Kinder ganz einfach in Ruhe lassen, sie als ungewollt Betroffene befinden sich in der mißlichen Lage von allen Seiten beäugt zu werden, und viele sind aufgrund ihrer Herkunft und den ethischen Regeln ihrer ethnischen Abstammung eigentlich unglückliche Menschen. Und Sam Nujoma wird es zu verhindern wissen, daß dieses Kapitel zu Zeiten einer Swapo-Herrschaft jemals aufgeklärt wird, denn er selbst scheint zuviel Blut an seinen Händen kleben zu haben, der liebe Freund des Hans-Dietrich Genscher.

Es tut mehr sehr leid, wenn diese Tatsachen nicht in das ideologische Weltbild des Einen oder Anderen passen, man kann es halt nicht allen "richtig" machen.
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2014
1’739 Beiträge · seit 201013. Nov. 2014 ·
Hallo Swakop

Darf ich dir drei Fragen stellen.

1. Wenn Du einen Wunsch frei hättest, sollte dann Namibia noch immer Deutsche Kolonie sein?
2. Das Apartheidsystem in Südafrika und etwas abgeschwächt in Namibia, war es das beste was diesem Staat passieren konnte, um die Entwicklung voran zu bringen?
3. Welchen Weg hättest Du bestritten, damit Namibia ein unabhängiger Staat wird oder hätte es den nie gebraucht?

Bitte lass dabei den Kalten Krieg oder besser gesagt den Stellvertreter-Krieg auf afrikanischem Boden weg.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
2’664 Beiträge · seit 201213. Nov. 2014 ·
Botswanadreams schrieb:Hallo Swakop

Darf ich dir drei Fragen stellen.

1. Wenn Du einen Wunsch frei hättest, sollte dann Namibia noch immer Deutsche Kolonie sein?
2. Das Apartheidsystem in Südafrika und etwas abgeschwächt in Namibia, war es das beste was diesem Staat passieren konnte, um die Entwicklung voran zu bringen?
3. Welchen Weg hättest Du bestritten, damit Namibia ein unabhängiger Staat wird oder hätte es den nie gebraucht?

Bitte lass dabei den Kalten Krieg oder besser gesagt den Stellvertreter-Krieg auf afrikanischem Boden weg.

LG
Christa
Hallo Christa,

1. Nein, ich mag keine Deutschtümelei, aber man sollte zu dem stehen was man ist. Und zu den Tatsachen. Kolonialismus ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Tatsache ist jedoch, daß ein Großteil der heutigen Infrastruktur bereits durch die Deutsche Kolonialregierung geplant und in Angriff genommen wurde, und auch von Südafrika in dem Sinne fortgeführt wurde. Staudämme wie von Bach, Hardap, Naute usw. waren bereits zu deutscher Zeit geplant, dann ausgeführt und finanziert durch die Südafrikaner.

2. Realistisch gesehen hat die späte Unabhängigkeit von Südafrika Namibia auf eine Entwicklungsstufe gebracht, um die es von den gesamten afrikanischen Ländern beneidet wird. Als es im gesamten Rest von Afrika durch die Kwame Nkrumah´s, Idi Amins, Mobutos, Kaunda´s etc. nur abwärts ging, da ging es noch immer in Namibia aufwärts mit einer geordneten Entwicklung mit kaum Korruption. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre waren nur möglich mit hunderten Millionen Euros von Spendern, Leihern und Korrumpierern. Vorher wurde alles ALLEINE durch europäischstämmige Weiße und später unter Beteiligung von farbigen und schwarzen Steuerzahlern finanziert. Es kamen keine hunderte Millionen jedes Jahr wie ein Geldregen.

3. Ich habe absolut nichts gegen eine schwarze Herrschaft mit schwarzer Regierung, was ich verlange ist eine geordnete transparente Rechtsstaatlichkeit und nicht die vorherrschende Inkompetenz, Kleptokratie und verdeckter Rassismus, den es so übel unter der Apartheid auch nicht schlimmer gab. Dazu gehört aber auch, daß die heutigen Regierenden auch Ihren Dreck der Vergangenheit auf den Tisch legen müssen, bevor sie die Gegenseite nur diffamieren. Und das ohne Rücksicht auf die Verursacher und Täter.

Ich fange hier keine Apartheids-Diskussion an, denn ich kann nicht mit Menschen diskutieren die ideologisch durch den Mainstream vorprogrammiert sind und in ihrer Oberflächlichkeit die Tiefe und Tragweite in Europa im Zuschauersessel sitzend nicht verstehen. Ich war nie ein Anhänger der noch in den 70iger Jahren in Südafrika praktizierten Apartheid. Die wenigsten wissen das die Apartheit in Namibia bereits Mitte der 70iger Jahre abgeschafft wurde. Die allerwenigsten wissen auch, daß es in der südafrikanischen Armee keine Apartheid gab. Tatsache ist daß in der sog. Apartheidszeit von 1960 bis 1975 ein vielfaches an Häusern für die schwarzen Bewohner Namibias gebaut wurden als was die heutige Regierung in 20 Jahren trotz riesigem Geldregen getan hat. Die kleinen Häuser in den Townships sind 1000x besser als jede Blechhütte, geschweige denn Grashütte. Eine kleptokratische Elite der Regierenden sorgt dafür daß die Bevölkerung immer Ärmer wird. Es gab ein besonders gutes Gesundheitssystem. Was ist übrig von den einst perfekt geführten staatlichen Krankenhäusern?

Tatsache ist auch daß Ihr alle in einem intakten Land Urlaub machen könnt ohne das Gefühl zu haben, nur über Ruinen waten zu müssen wie in den Ländern weiter nördlich und zum Teil östlich. Dieses haben Menschen aus Namibia und vor allem Südafrika mit einem hohen Blutzoll bezahlt, wobei der Fall des Ostblocks erst den Übergang auf die Mehrheit begünstigt hat. Auch da sollte man bei den unideologischen Realitäten bleiben.

Wer hat sich für mich von einer lästigen Laus zu einem Giganten des Anstandes herauskristallisiert?
Bischof Desmond Tutu ! Leider ist der Mann heute 50 Jahre zu alt, denn er wäre das Gewissen im südlichen Afrika, der ohne Ansehen der Person auch die Seite anprangert, der er mit zur Macht verholfen hat.
Selbst in Europa fehlen solche Leute.

H.