GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200931. Jan. 2014 ·
Ich spiele derzeit ein wenig mit T4A in Basecamp herum und versuche eine Route zu erstellen von Bambatsi zum Dolomite Camp. Hier zeigt er aber keine normale Route an, sondern nur Luftlinie 😵 Woran kann das liegen? Von Hohenstein nach Bambatsi z.B. wird normal geroutet. Siehe Screenshot im Anhang
T4A routet da nicht durch, weil da Kartenfehler drin sind. Diese Kartenfehler wurden absichtlich eingebaut, damit "unbedarfte" Touris nicht von ihrem Navi durch den eigentlich gesperrten Westteil (außer für Dolomite-Kunden) des Etoshas NP geführt werden. Die Zufahrtstraße zum Galton Gate ist mit Ansicht nicht korrekt an die C35 angebunden. Wenn Du die Karte maximal vergrößerst, sieht Du da eine Lücke.
Du musst manuell einen Routenpunkt auf der C35 am Abzweig zum Galton Gate setzen und einen weiteren hinter der Lücke. Danach routet Dich T4A problemlos zum Dolomite Camp oder auch zu jedem Wasserloch im Westteil des Parks.
An der östliches Grenze des gesperrten Westteils gibt es auch so einen absichtlichen Kartenfehler.
Beste Grüße
Guido
GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 ·
Da muss man auch erstmal drauf kommen 😵
Vielen Dank Guido, hat geklappt 🤩
In meiner Basecamp-Version ist die Lücke übrigens direkt am Galton Gate, nicht am Abzweig von der C35......aber egal, hat geklappt 🙂
meine Kartenversion ist von Mai 2012. Kann sein, dass das zwischenzeitlich geändert wurde. Ob das mit dem Kartenfehler eine gute Lösung ist, kann man sicher diskutieren. Es steckt aber eine gute Absicht dahinter. 😎
Wenn es um nicht allzu offroadige Strecken geht, solltest Du Dir eventuell zusätzlich das kostenfreie Kartenmaterial von Openstreetmap installieren. Das ist in vielen Bereich viel detaillierter als T4A - gerade auch im Etosha - und das routet Dich ohne Verrenkungen und Tricks durch den Westteil des Parks. Zum Vergleich mal das Dolomite Camp in T4A und OSM. T4A kennt nicht mal die Zufahrtsstraße. OSM kennt jeden Fußweg und jedes Chalet. Auch auf dem Navi kann man mehere Karten vom gleichen Zielgebiet installieren. http://garmin.openstreetmap.nl/
Beste Grüße
Guido
GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 ·
Die Idee mit den Kartenfehlern ist ja gar nicht so schlecht - eigentlich 😎
Ok, OSM schaue ich mir an und werde sicher auch die Karte installieren. Zu viel Offroad haben wir ganz sicher nicht dabei 🙂
Lieben Gruß Ilka
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GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 ·
So, die OSM-Karte ist installiert, sieht wirklich gut aus 🤩
Die "absichtlichen" Kartenfehler empfinde ich als Zumutung und somit sehr wohl als schlecht. Ich hatte mal in in Ostafrika das Problem, dass eine ganze Region routingmäßig nicht funktionierte. Der Hintergrund war, das irgendein T4A Mitglied auf einer Strecke in dem Gebiet mal einen Erdrutsch gemeldet hatte. Tracks4Africa hat das dann zum Anlass genommen gleich das ganze Gebiet zu sperren.
Leider gibt es dazu aber keinerlei Meldung, weder im Mapsource, Basecamp noch im GPS. Das eigentliche Problem selber herauszufinden kann unter Umständen ziemlich aufwendig sein, weil man dazu in den Bereich herein zoomen und die ganze mögliche Strecke abfahren muss. Selbst wenn man den 'Fehler' gefunden hat, hilft einem das noch nicht viel weiter. Denn es gibt wiederum keinerlei Hinweis, wie alt das der jeweiligen Strecke zugrunde liegende Datenmaterial eigentlich ist.
Ich bin daher der Meinung, dass T4A da eindeutig über das Ziel hinaus schießt. Leider sind die T4A Verantwortlichen diesbezüglich sehr selbst-verliebt und recht uneinsichtig.
OSM Karten sind in vielen Bereichen aus meiner Sicht eine gute Alternative.
Ulli schrieb:Die "absichtlichen" Kartenfehler empfinde ich als Zumutung und somit sehr wohl als schlecht.
T4A fühlt sich dem Naturschutz verpflichtet, was ja gut ist, und will verhindern, das Leute ggf. unabsichtlich in geschützte Gebiete geroutet werden. Die T4A-Karten kommen auf unterschiedlichsten Geräten zum Einsatz, die teilweise nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten bieten, im digitalen Kartenmaterial Warnhinweise, Routing-Einschränkungen etc. zu definieren. 5 Meter Lücke in der Straße zu lassen, ist da die sicherste Option. Ob es die Beste ist, kann man freilich diskutieren.
Ulli schrieb:Ich bin daher der Meinung, dass T4A da eindeutig über das Ziel hinaus schießt. Leider sind die T4A Verantwortlichen diesbezüglich sehr selbst-verliebt und recht uneinsichtig.
Ich weiß nicht, was Du da für Erfahrungen gemacht hast, aber auch aus meiner Sicht ist es so, dass T4A bald tot ist, wenn sie nicht schnell etwas an ihren Strukturen ändern. OSM wie T4A basieren darauf, dass Leute freiwillig und kostenlos Content bei denen abliefern. Bei OSM kann man wie bei Wikipedia die Daten direkt einspeisen, sieht sofort das Ergebnis und auch alle anderen weltweit profitieren sehr zeitnah und kostenfrei von den neuen Daten.
Bei T4A liefert man Daten ab. Mal bekommt man Feedback, mal nicht. Mal werden die Daten nach 3 Wochen integriert, mal nach 5 Monaten, mal gar nicht. Kartenupdates gibt es dann alle halbe Jahr gegen Geld.
Da ist es attraktiver, seine Daten bei OSM abzuliefern, statt kostenlos T4A für deren kostenpflichtiges Produkt zuzuarbeiten. Deswegen holt OSM so schnell auf und hat T4A in vielen Regionen Afrikas qualitativ schon überholt. Wenn es so weiter geht, dürfte bald kaum noch jemand T4A-Karten kaufen, wenn er detailliertere und aktuellere Karten von OSM kostenfrei bekommt, für die er dann noch nicht mal ein spezielles Navi braucht, sondern die im Gegensatz zu T4A hervorragend und kostenfrei auch auf jedem Smartphone funktionieren.
Was die Printprodukte anbetrifft, ist die Geschäftspolitik von T4A teilweise noch fragwürdiger. Auch deutsche Verlage für Reiseführer setzen zunehmend auf kostenfreies Bildmaterial und kostenfreie Updates durch Leser, geben aber z.B. dem Fotografen wenigstens noch den "Credit" und in der Regel ein Belegexemplar. T4A zahlt für benutzte Fotos grundsätzlich nicht, gibt kein Belegexemplar und keinen Credit. Für gemeinnützige Projekte ist das OK, für Print-Produkte, die zum Selbstkostenpreis abgeben werden, auch. Aber T4A verkauft seine Guides zu ganz normalen Marktpreisen und will damit Profit machen. Da ist das Geben und Nehmen dann vielleicht etwas aus der Balance und die Vorteile sind etwas einseitig verteilt.
deine grundsätzliche Einschätzung zu T4A teile ich vollkommen.
Bezüglich der Routingprobleme habe ich aber eine etwas andere Meinung. Ich glaube nämlich, dass ein Kartenhersteller in erster Linie möglichst objektive Informationen bieten sollte (und nicht unter der Haube eher subjektive Elemente wie Naturschutz etc. mit einbauen darf).
Konkret meine ich, dass (wie bei OSM) auch, erst einmal jede grundsätzlich befahrbare Straße geroutet werden sollte - es sei denn sie ist wirklich dauerhaft für den Verkehr gesperrt. Weitere Hinweise kann man über POIs abbilden, damit wird man bei T4 ja ohnehin zugeschüttet. So zumindest werden Karten eigentlich weltweit gebaut, nur T4A leistet sich eine südafrikanische Sonderlocke.
Herzliche Grüße
Ulli
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GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 ·
Guido. schrieb: für die er dann noch nicht mal ein spezielles Navi braucht, sondern die im Gegensatz zu T4A hervorragend und kostenfrei auch auf jedem Smartphone funktionieren.
Beste Grüße
Guido
Hier möchte ich gerne nochmal nachhaken. Wie und womit funktioniert das auf dem iPhone? Brauche ich da eine App dafür und wie bekomme ich die Karte aufs Handy? Kann mir dazu jemand was sagen?
ich habe eine leichte Apple-Allergie und bin da wenig kompetent. Hier findest Du aber eine Übersicht an potentiellen Apps die mit den OSM-Kartendaten arbeiten (nicht immer ganz aktuell gepflegt). Vielleicht schaust Du Dir für den Anfang mal Navit oder Motion-X an. http://wiki.openstreetmap.org/wiki/IOS
Die Apps laden die gewünschten OSM-Daten herunter und installieren sie auf dem iPhone, so dass Du vor Ort keine Internetverbindung brauchst.
Beste Grüße
Guido
GrilleThemenstarter152 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 ·
Guido. schrieb:Hallo,
ich habe eine leichte Apple-Allergie und bin da wenig kompetent. Hier findest Du aber eine Übersicht an potentiellen Apps die mit den OSM-Kartendaten arbeiten (nicht immer ganz aktuell gepflegt). Vielleicht schaust Du Dir für den Anfang mal Navit oder Motion-X an. http://wiki.openstreetmap.org/wiki/IOS
Die Apps laden die gewünschten OSM-Daten herunter und installieren sie auf dem iPhone, so dass Du vor Ort keine Internetverbindung brauchst.
Mein Kartenvergleich ergab: Bei der 4WD-Planung Johannesburg-BOT stellte ich fest: OSM stellt die Stadt Johannesburg viel genauer dar, jedoch nicht das Land Botswana.
Bei grenzüberschreitenden Planungen hat T4A den Nachteil, dass man die Karten beim Routen mit Mapsource/Basecamp wechseln muss (es sei denn man kauft das ganze Paket Afrika) . Im Navi können (jedenfalls bei meinem Nüvi 550) mehrere Karten zugleich geladen werden. Andernfalls muss man die Speicherchips vorher laden und an der Grenze wechseln.
Zur Sicherheit hatten wir neben dem Garmin noch auf dem Galaxy S3 den Map Factor Navigator für Android geladen. http://www.mapfactor.com/de/news/navigator-free-fur-android/ Neben kostenlosen Karten konnten wir auch stets unsere Position sehr genau bestimmen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass z.B. in der gesichtslosen Weite der Salzpfannen aber auch im Moremi die pro Tag geladenen Routen eine große Hilfe waren. Eine Überraschung gab es jedoch zu Beginn, dass unser Nüvi nur 200 Wegpunkte pro Route speichern und verarbeiten kann. Wir haben noch in Gabarone sämtliche Tagesetappen über das Web mit großem Erfolg bei http://www.gpsies.com/convert.do;jsessionid=73BBF035FBF4068C21F5E2364555E5FD reduziert und begradigt und konnten 5000km problemlos navigieren.
Die weitaus besseren Infos bietet die Shell Map "Moremi", die ich aus urheberrechtsgründen leider nicht zeigen kann.
Reihenfolge der Fotos: Moremi - T4A, Moremi - OSM,