Leben in Saus und Braus ... Zuma in der Kritik

43 Antworten · 9’615 Aufrufe · gestartet 04. Dez. 2013 von Rajang
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2’664 Beiträge · seit 201204. Dez. 2013 ·
Daß Zuma und besonders die ganze ANC-Spitze aus Kleptokraten besteht, ist ja wohl inzwischen allgemein bekannt. Die Black Empowerment Gesetze sind ja auch Bestandteil dessen, den Staat und die Wirtschaft im Rahmen und im Stil organisierter Kriminalität von allen Seiten zu bestehlen.
Wer nach 20 Jahren noch immer unfähig ist nach oben gekommen zu sein, der bleibt es auch für den Rest seines Lebens, zumal auch vorher die Schul- und Bildungsschancen gegeben waren. Selbst Mandela hatte bereits vor mehr als 50 Jahren vor seiner Knastzeit ein vollwertiges Jurastudium. Dazu möge man sich nur mal die Ruine der Innenstadt Johannesburg ansehen, was mal eine Perle Südafrikas war, und was Kleptokraten und Gosse daraus fabriziert haben. Dann erübrigt sich das Thema. Und wenn die Gosse nichts mehr zu beißen oder zu klauen hat, dann werden nicht die Kleptokraten angebettelt, nein, dafür gibt es dann die blöden Europäer und Amis, um diese durch zu füttern.
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2013
2’530 Beiträge · seit 201104. Dez. 2013 ·
Das zeigt auch der Rand, welcher momentan wiedermal auf einem Abwärtstrend ist, jetzt Mittelwert R14.14 zum Euro. 😣

Und die e-tolls tragen dazu auch bei! Korruption pur!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
3’883 Beiträge · seit 201104. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:Dazu möge man sich nur mal die Ruine der Innenstadt Johannesburg ansehen, was mal eine Perle Südafrikas war, und was Kleptokraten und Gosse daraus fabriziert haben.
Ein bisschen OT:
Ich kenne das alte Johannesburg nicht, war erstmals vor 2 Jahren und in diesem November wieder dort. Ja, es gibt grauenvolle Straßenzüge, Viertel, in die sich niemand hineintraut. Meine Freunde behaupten, das sei vor 20 Jahren noch anders gewesen. Insofern stimme ich dir zu.

Das Video von dem Überfall, das Guido hier einstellte, hat mich schockiert, und ich war froh, nicht betroffen zu sein.

Doch ich habe auch Hoffnungsvolles entdeckt, z. B. das Künstlerviertel Maboneng mit seinen Fresken, Skulpturen, Galerien und Museen. Viele marode Gebäude werden ausgebeint und in Wohnungen, Geschäfte oder z. B, Galerien verwandelt. Immerhin ist das so vorbildlich, dass einer der dort wohnenden Künstler unlängst in New York einen Vortrag über die Entwicklung des Stadtteils hielt. Ich bin mit Bussen kreuz und quer durch die Innenstadt gefahren und habe mich nicht unsicherer gefühlt als in Berlin oder Hamburg. Vancouver war unheimlicher.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2’664 Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 ·
Freshy,
Du solltest Dir mal vorstellen, daß in Hillbrow mal 20.000 Deutsche gelebt haben. Das war allerbeste Wohnlage mit allerbesten Geschäften, ebenso die angrenzenden Bereiche Berea und City. Noch in den 70iger Jahren konnte ich nachts um 24.00 Uhr einen Schaufensterbummel allein unternehmen, was ich tat als ich mich zu Studienaufenthalten dort aufhielt, und nur abends etwas unternehmen konnte. Zwei meiner Geschwister lebten dort in feinen teuren Wohnungen in Gebäuden wie "The Sentinel" etc. Heute sieht es dort aus als sei ein Tsunami da durch gelaufen.
Hoffnung auf die "große Ernte der Verbesserung" bestehend aus ein paar Krümeln in einer Ecke, die sich Künstlerviertel nennt, ist wohl ein bischen Wunschtraum und Illusion fern jeglicher Tatsachen und Realitäten. Das wird Dir Cruiser bestätigen können, der ja vor Ort wohnt. Ich bin immer wieder frappiert, wie blind europäische Besucher durch die Welt laufen und nichts zu erkennen vermögen.
Das ist genauso in Zimbabwe, das sich im Zustand eines verwesenden Kadavers befindet. Besonders die Städte. Und die Europäer sind unfähig, dieses zu erkennen. Oder selbst die Bronx in New York.
Was verursacht das? Die Glückshormone der Urlauber ?
H.
zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2013
3’173 Beiträge · seit 200605. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:Freshy,
Du solltest Dir mal vorstellen, daß in Hillbrow mal 20.000 Deutsche gelebt haben. Das war allerbeste Wohnlage mit allerbesten Geschäften, ebenso die angrenzenden Bereiche Berea und City. Noch in den 70iger Jahren konnte ich nachts um 24.00 Uhr einen Schaufensterbummel allein unternehmen, was ich tat als ich mich zu Studienaufenthalten dort aufhielt, und nur abends etwas unternehmen konnte. Zwei meiner Geschwister lebten dort in feinen teuren Wohnungen in Gebäuden wie "The Sentinel" etc. Heute sieht es dort aus als sei ein Tsunami da durch gelaufen.
Hoffnung auf die "große Ernte der Verbesserung" bestehend aus ein paar Krümeln in einer Ecke, die sich Künstlerviertel nennt, ist wohl ein bischen Wunschtraum und Illusion fern jeglicher Tatsachen und Realitäten. Das wird Dir Cruiser bestätigen können, der ja vor Ort wohnt. Ich bin immer wieder frappiert, wie blind europäische Besucher durch die Welt laufen und nichts zu erkennen vermögen.
Das ist genauso in Zimbabwe, das sich im Zustand eines verwesenden Kadavers befindet. Besonders die Städte. Und die Europäer sind unfähig, dieses zu erkennen. Oder selbst die Bronx in New York.
Was verursacht das? Die Glückshormone der Urlauber ?
H.
Tja das stimmt leider alles. Aber ich finde, dass das in Europa noch schlimmer ist, weil man es da hinter schoenen FAssaden versteckt, wie die Politik das Land kaputt macht. Da finde ich das afrikanische System "ehrlicher"!!!

Und jetzt duerft Ihr Alle auf mich schimpfen ...
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
785 Beiträge · seit 200805. Dez. 2013 ·
Hallo Joerg,

keine Angst, ich schimpfe nicht, nur bin ich halt nicht deiner Meinung, wir hier in Europa, speziell in Deutschland haben eigentlich keinen großen Grund zum jammern.

Auch wenn wir sehr zum jammern neigen, wir leben hier auf der "Sahneseite" alles ist gut und sicher, stabile Verhältnisse, starkes Sozialnetz,..., klar kommt immer mal wieder eine "Krise" aber über unsere "Wohlstandssorgen" beneidet uns doch eigentlich der Rest der Welt.

Afrika: Ich habe mich auch oft gefragt, warum es dort in vielen Fällen einfach nicht läuft, eine "Allumfassende Antwort" scheint es wohl auch hier nicht zu geben und oftmals habe ich mir auch vorgestellt, was wohl aus Afrika geworden währe, wenn wir Europäer da nie hin gekommen wären.


Viele Grüße


Markus
2’664 Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 ·
maggus schrieb:
Afrika: Ich habe mich auch oft gefragt, warum es dort in vielen Fällen einfach nicht läuft, eine "Allumfassende Antwort" scheint es wohl auch hier nicht zu geben und oftmals habe ich mir auch vorgestellt, was wohl aus Afrika geworden währe, wenn wir Europäer da nie hin gekommen wären.
Viele Grüße
Markus
Gute Frage!
Ich würde mal sagen, dann wäre Afrika heute noch im Original, und zwar nur mit Lendenschurz bekleidet, in Lehm- oder Grashütten lebend, und nicht so überbevölkert! Afrika südlich der Sahara hat nichts entwickelt und nichts erfunden was es nicht schon vor 3000 Jahren gab.
2’664 Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 ·
Zuma, ein vielfach potenzierter Berlusconi Afrikas ?

Ein interessanter Artikel von Justice Malala, einem südafrikanischen Journalisten:


President Jacob Zuma is not a fool. He makes gaffes every week and has no idea what constitutionality means. But he is not a fool.

He might not read - as has been alleged - but that does not mean he does not know what levers have to be cranked to ensure that he never gets inside a court.

Since he became the president of the ANC in 2007, he has overseen the most concerted and successful assault on the country's independent institutions.

The judiciary is today facing a major crisis of confidence because of cases involving him at the Constitutional Court.

The minute he won the ANC presidency in Polokwane, the Scorpions - which had been investigating him- were disbanded. It was quick, cruel and ruthless.

Over the past few months it has been the public protector's turn. In that time, we have witnessed concerted and coordinated attacks from parliament, the executive and various wings of the ANC on the office led by possibly the most admired "public servant" in the nation today - Thuli Madonsela.

This past week we had the extraordinary sight of our security cluster - which has over the past few weeks made fools of themselves saying all kinds of nonsense about Madonsela - turning on the populace and declaring that publication of pictures of the taxpayer-funded Nkandla monstrosity were illegal and that the full might of the law would come down on those who dared to do so. All this for one man: Jacob Gedleyihlekisa Zuma.

The man is not a fool. He has managed to get Africa's oldest liberation movement to become a tool for his protection.

Whatever he does - whether it is his friends the Guptas landing their planes at military key points with impunity or a hideous compound being built for him for R208-million, the man has got the party rushing to do his bidding.

And so one has to ask: Which ANC is this?

How can an organisation that refused to have a personality cult built around Nelson Mandela allow itself to become a mere tool in the hands of Zuma? How can its leaders cast aside the party's historical mission - to transform the lives of millions of poor black people and build a united, non-racial, prosperous and democratic country - to simply become gophers for Zuma?

Yet that is what the party's 86-member national executive committee has become.

ANC MPs are now introducing legislation that is aimed solely at protecting this one man.

Across the land, provincial party leaders hobble state machinery merely to protect and keep this one compromised leader out of jail and in power.

It is an incredible sight.

Once proud leaders who served our nation in exile, in the United Democratic Front and in trade unions now scrape and bow before one man.

The ANC no longer has leaders. It has zombies who mindlessly follow this one leader and do his bidding.

It is quite extraordinary.

What has happened to the culture of debate and contestation that once permeated this movement?

What happened to the pride that made this once great organisation stand up and expel people who muddied its name?

How can this lot walk in the shoes of Albert Luthuli, AP Mda, Anton Lembede, Pixley kaIsaka Seme?

So, as we look at the extraordinary lengths that the current ANC "leadership" has gone to defend an embarrassment of a leader whose entire family seems to be infused by a shocking culture of entitlement - Zuma's brother, Michael, last week admitted using his name to swing tenders to his benefactors - we have to ask: Where is the ANC?

The answer is heartbreaking: The ANC is compromised; it is lost.

It has lost its moral compass and its leadership of society.

The man at its head is a reflection of what the party is: ill-disciplined, compromised and unprincipled.

The desperation one sees among the ANC's leaders is a reflection of this. When a man as widely admired as Cyril Ramaphosa has no other argument to convince a voter to still support the ANC than "the Boers will return", then you know that this is a movement that is both intellectually and morally bankrupt. The emperor and his lieutenants have no clothes.

And so we will remember the reign of Zuma. We will remember it not for its achievements but for the cowardice, callowness and bankruptcy of the leadership that he brought with him. We will remember his lackeys for their bowing and scraping and their destruction of the continent's greatest liberation movement. What an ignominious end for the party of Mandela.

http://www.fpi.co.za/NewsArticles/tabid/3717/ArticleID/88/language/en-ZA/Default.aspx
zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2013
Gast05. Dez. 2013 ·
Hallo,

meines Erachtens ein treffender Artikel. Und da Malala selbst schwarz ist, greifen die Standard-Abwehrmechanismen des ANC schon mal nicht.

Beste Grüße

Guido

BTW: hast Du geprüft, ob es rechtlich zulässig ist, den Artikel hier im Volltext reinzustellen? In aller Regel ist das ein Rechtssverstoß und man darf nur auszugsweise zitieren.
2’664 Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 ·
@ Guido:
Das ist inzwischen so im gesamten südlichen Afrika und Zimbabwe publiziert, in Zeitungen, auf Webseiten, bis in zimbabwische Foren.
Hat den Vorteil: Die Message kommt bei Zuma an!
Fällt Zuma, dann gibt es einen riesigen Machtkampf zwischen Xhosa und Zulus.
Zuma wird die Macht niemals wieder freiwillig an einen Xhosa (Mandela) abgeben. Das sagen heute bereits die Zulu.
zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2013
1’309 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:
Wer nach 20 Jahren noch immer unfähig ist nach oben gekommen zu sein, der bleibt es auch für den Rest seines Lebens, zumal auch vorher die Schul- und Bildungsschancen gegeben waren. Selbst Mandela hatte bereits vor mehr als 50 Jahren vor seiner Knastzeit ein vollwertiges Jurastudium.
Hallo Hajo,
schon vergessen? Das nannte sich Bantu Education Act und wurde 1953 eingeführt. Fast 40 Jahre lang wurden ganze südafrikanische Bevölkerungsgruppen von höherer Bildung ausgeschlossen. Welche das waren, kann man ja schon aus dem Namen sehen.
Nachzulesen unter anderem in "The long way to freedom" von Nelson Mandela, der das Glück hatte, bereits Anwalt zu sein, als das Gesetz verabschiedet wurde.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
2’664 Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 ·
Liebe Nenette,
es wäre schön wenn die Menschen sich nicht nur an ideologischer Propaganda, sondern an Tatsachen orientieren würden. In meiner kleinen Welt bereitete ich mich im Jahre 1970 mit einem farbigen Freund auf die Matrikprüfungen vor. Wir tauschen alte Fragebögen der jeweiligen Erziehungsbehörde aus, er von Bantu Education, ich von der White Education, und wir arbeiteten diese gemeinsam vorbereitend auf die Prüfungen auf. Und siehe da: Es war gar kein Unterschied im Niveau noch im Unterrichtsplan (Syllabus) feststellbar. Weder in Sprachen, noch bei Mathe, noch bei wissenschaftlichen Fächern. Es macht mich einfach wütend, wie viele Propagandalügen über die böse südafrikanische Regierung, bei allen Fehlern die diese machte, verbreitet werden durch Leute, die zum Einen keine Ahnung haben, und sich durch dämliche Propagandaschriften mitschleifen lassen ohne nach zu denken. Genauso war ein Mandela nicht der große Friedensapostel und Demokrat, sondern er wurde berechtigterweise wegen Bombenlegerei bzw. Beteiligung daran in den Knast geschickt, dasselbe das mit Bombenlegern, neuerdings wieder Terroristen genannt, in diesem Deinem Lande genauso passiert. Glaubst Du in Deiner Heimat läuft das anders, wenn man den großen Schauprozeß in München anschaut, oder die Beeinflussungsversuche des Verfassungsgerichtes durch Politiker und BKA just zum Zeitpunkt, wo der Verbotsantrag gegen die Rechten eingereicht wurde. Auch ein Mandela wird sich als das große Unschuldslamm, natürlich unschuldig verfolgt, darstellen wollen. Täte ich in seinem Falle auch. Politische Literatur ist normalerweise mit mindestens 50% Lügeninhalt gefüllt. Glaube nicht jeden Mist, auch wenn der von Mandela kommt, einem Mann, dessen Weisheit sich erst im Knast entwickelte. Und wenn er im Knast so schlimm mißhandelt wurde und so schwer arbeiten mußte, da bin ich doch einigermaßen verwundert, daß er trotzdem so alt geworden ist. Weil, oder trotzdem? Ich verehre die Weisheit dieses Mannes heute, obwohl er ein schlechter Präsident seines Landes war.
Liebe Grüße
H.
zuletzt bearbeitet 05. Dez. 2013
2’612 Beiträge · seit 200705. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:Liebe Nenette,
es wäre schön wenn die Menschen sich nicht nur an ideologischer Propaganda, sondern an Tatsachen orientieren würden.
Recht so, gab es den Act oder etwa nicht?
Es macht mich einfach wütend, wie viele Propagandalügen über die böse südafrikanische Regierung, bei allen Fehlern die diese machte, verbreitet werden durch Leute, die zum Einen keine Ahnung haben, und sich durch dämliche Propagandaschriften mitschleifen lassen ohne nach zu denken.


Das merkt man.

Genau das wirfst Du also Nenette vor?
Glaubst Du in Deiner Heimat läuft das anders, wenn man den großen Schauprozeß in München anschaut, oder die Beeinflussungsversuche des Verfassungsgerichtes durch Politiker und BKA just zum Zeitpunkt, wo der Verbotsantrag gegen die Rechten eingereicht wurde.


Den Gedankengang verstehe ich nicht. Wem wirfst Du was vor?
Auch ein Mandela wird sich als das große Unschuldslamm, natürlich unschuldig verfolgt, darstellen wollen. Täte ich in seinem Falle auch. Politische Literatur ist normalerweise mit mindestens 50% Lügeninhalt gefüllt. Glaube nicht jeden Mist, auch wenn der von Mandela kommt, einem Mann, dessen Weisheit sich erst im Knast entwickelte. Und wenn er im Knast so schlimm mißhandelt wurde und so schwer arbeiten mußte, da bin ich doch einigermaßen verwundert, daß er trotzdem so alt geworden ist. Weil, oder trotzdem? Ich verehre die Weisheit dieses Mannes heute, obwohl er ein schlechter Präsident seines Landes war.
Du verehrst einen Mann, dem Du nicht glaubst? Wer´s glaubt???

Um mit Gernot Hassknecht zu sprechen: hältst Du uns für bescheuert?

Auch auf die Gefahr hin, dass Du den Vergleich nicht hören willst: im Dritten Reich wurden Juden zunächst nur ausgegrenzt und dann systematisch vernichtet. War es deswegen weniger schlimm, weil Gott sei Dank noch Etliche überlebt haben? Und klar: die Nazis haben etwas gegen die Arbeitslosigkeit und für den Autobahnbau getan. Aber was für eine krude Ideologie steckte dahinter?

Südafrika war mit den Rassegesetzen nicht allein, denken wir nur an die USA und Martin Luther King.

Wer hat Scheuklappen?

Viele Grüße,

Volker

PS: Zum eigentlichen Thema: Südafrika hat wahrlich einen besseren Präsidenten als Jacob Zuma verdient.
Bye bye Forum
392 Beiträge · seit 200806. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:[...]Auch ein Mandela wird sich als das große Unschuldslamm, natürlich unschuldig verfolgt, darstellen wollen. Täte ich in seinem Falle auch. Politische Literatur ist normalerweise mit mindestens 50% Lügeninhalt gefüllt. Glaube nicht jeden Mist, auch wenn der von Mandela kommt, einem Mann, dessen Weisheit sich erst im Knast entwickelte. Und wenn er im Knast so schlimm mißhandelt wurde und so schwer arbeiten mußte, da bin ich doch einigermaßen verwundert, daß er trotzdem so alt geworden ist. Weil, oder trotzdem? Ich verehre die Weisheit dieses Mannes heute, obwohl er ein schlechter Präsident seines Landes war.
Liebe Grüße
H.
Hallo Swakop,

wie meinst Du denn, hätte Mandela damals kämpfen sollen? Mit Plüschtieren werfen?

Ganz ehrlich, so sehr ich selbst Gewalt verabscheue, muss man anerkennen dass es in gewissen Feldern nicht ohne (Waffen)Gewalt geht. Außerdem war von Nelson und Winnie Mandela wohl eher die Winnie die, die durch kriminelle Aktivitäten auffiel, wenn man älteren Menschen Glauben schenken darf.

Woran machst Du fest, dass er ein schlechter Präsident des Landes war?

Zuma ist doch ein viel größeres Übel, und der lebt noch, genauso wie der Despot in Zimbabwe.

Viele Grüße,

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
1’457 Beiträge · seit 200606. Dez. 2013 ·
Swakop1952 schrieb: Selbst Mandela hatte bereits vor mehr als 50 Jahren vor seiner Knastzeit ein vollwertiges Jurastudium.
Ich glaube nicht, dass Fort Hare alle potentiellen Schwarzen als Studenten hätte aufnehmen können ....
392 Beiträge · seit 200806. Dez. 2013 ·
Eins noch:

Das "vollwertige Jurastudium" täuscht trotzdem nicht darüber hinweg, dass Schwarze zu der Zeit der schlimmsten Unterdrückung unterworfen waren und kaum Rechte besaßen. Da kommt mir dieser Satz vor, als wolle Swakop suggerieren, dass es die Schwarzen doch damals gar nicht so schlecht gehabt hätten. 🙄

Falls ich Dich missverstanden habe, so berichtige mich bitte.

Ich habe das Thema Mandela auch in einem anderen Forum angesprochen. Dort wird Mandela als gewissenloser Massenmörder dargestellt, "argumentiert", man hätte lieber stillen Protest statt Waffengewalt anwenden sollen, und es werden rechte Parolen geschwungen. Da komm ich echt nicht mit.

Wer Leute unterdrückt, muss immer damit rechnen dass sie sich gegen ihn auflehnen.

Mensch ist Mensch, das schein(t)en viele zu vergessen.
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2013
Gast06. Dez. 2013 ·
Hallo Swakop, ich tippe etwas langsamer als Otji und schließe mich gleich an:

Du bist Namibier/Südafrikaner und hast exzellente Kenntnisse der Geschichte, früheren und aktuellen Verhältnisse in diesen Ländern. Wenn du immer wieder behauptest oder suggerierst, dass Nichtweiße während der Apartheidzeit volle Entwicklungs- und Entfaltungsfreiheit und -möglichkeiten hatten, gehe ich also davon aus, dass du bewusst die Unwahrheit sagst. Aber cui bono? Z. B. zuletzt: „Wer nach 20 Jahren noch immer unfähig ist nach oben gekommen zu sein, der bleibt es auch für den Rest seines Lebens, zumal auch vorher die Schul- und Bildungsschancen gegeben waren. Selbst Mandela hatte bereits vor mehr als 50 Jahren vor seiner Knastzeit ein vollwertiges Jurastudium“.
Für die, die sich nicht so gut auskennen wie du: Mandela hat am University College von Fort Hare für BA studiert, wurde dort wegen politischer Betätigung ausgeschlossen, hat bei UNISA (einer Fernstudiumsuniversität) weiterstudiert und 1943 abgeschlossen und wurde dann in Fort Hare graduiert. Das UC von Fort Hare entstand aus einer kirchlichen Bildungseinrichtung für Schwarze und wurde später in der Apartheidzeit von den Afrikaanern schikaniert, behindert und Schritt für Schritt unter Kuratel gebracht. Tatsächlich haben viele Afrikaner dort (sowie später auch am UC of the North und Zululand) höhere Ausbildungen erhalten, auch viele später Prominente in der Politik. Insofern gab es also schon Bildungschancen, aber eben nicht annähernd genug für eine ganze Nation und dafür haben sich Leute wie Mandela eingesetzt. Darauf hat Konno ja schon hingewiesen.

Es macht dich also wütend,“…. wie viele Propagandalügen über die böse südafrikanische Regierung, bei allen Fehlern die diese machte, verbreitet werden durch Leute, die zum Einen keine Ahnung haben, und sich durch dämliche Propagandaschriften mitschleifen lassen ohne nach zu denken“. Also erkläre bitte wie es wirklich war und schildere doch bitte deinen Jüngern und Lesern einmal welche Gestaltungsmöglichkeiten für sein Leben ein Nichtweißer damals hatte, sogar wenn er Bildung und Ausbildung hatte. Ob freier Zugang zum Arbeitsmarkt bestand, oder Niederlassungs- und Bewegungsfreiheit. Oder wie man z. B. ein Geschäft gründen kann, wenn man keinen Grund erwerben kann, den man als Sicherheit für einen Kredit anbieten kann. Oder was es bedeutete, wenn eine Stadt „white by night“ war.
Fragen über Fragen und ich kann noch mehr nachliefern, die aber bitte nicht immer damit beantwortet werden sollten, dass der/die Fragesteller linkslinke Gehirngewaschene sind.
Ich teile Vieles an deiner Kritik über die heutige Verfassung der neuen Elite und des Landes, bei deiner Verklärung der Apartheidzeit und ihrer Verbrechen stellen sich mir aber die Haare auf.
Werner
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2013
2’664 Beiträge · seit 201206. Dez. 2013 ·
Mal vorne weg:
Ich habe selbst die Politik der getrennten Entwicklung abgelehnt, zumal meine Eltern im Jahre 1958 ihre Existenz verloren haben und ein "farbiges Gebiet" verlassen mußten. Nicht nur Schwarze wurden den Weißen zugeordnete Gebiete verwiesen, auch Weiße, die in sog. Stammesgebieten ansässig waren. Und zwar zu einem Zeitpunkt, als es noch KEINE Entschädigung gab, das war vor der Zeit des Odendaal-Planes.
Äähhh, jetzt weiß keiner mehr was! Noch nie gehört!

Um die Schulpolitik verstehen zu können, muß man erst einmal die Politik und Ideologie der getrennten Entwicklung verstehen.
Äääähhh, Stern- und Spiegel-Leser verstehen jetzt erst recht nichts.

Die Schulpolitik war die Grundlage für die Revolten von ca. 1975 - 1985. Es war ein Ost-West-Konflikt. Hat sich mal jemand bemüht, zu ermitteln, wieviele Schulen aufgewiegelte Jugendliche angezündet haben, und dann hinterher keine Schule mehr hatten, die sie besuchen konnten? Äähh, weiß nichts!
Wieviele neue Schulen sind in der Zeit gebaut worden um die Abgebrannten zu ersetzen? Äähhh, weiß nichts.
Ääääh, das hat aber in Stern und Spiegel und Mainstream-Hetzpropaganda anders gestanden...!
Klar, war die Afrikaanse Sprache der Vorwand für die Aufwiegelung. Aber mit welchem Hintergrund?

Hat sich mal irgendjemand von Euch hingesetzt und mal die Schul- und Studienpläne verglichen? Garantiert nicht, es ist ja leichter die Hetzkampagnen deutscher Linksmagazine zu lesen, und dann ist man so schlau, mit diskutieren zu können!

Sorry Leute, auf dieser Ebene diskutiere ich nicht weiter. Ich kann keinem mit vorgefaßter Meinung erläutern, wie Dinge tatsächlich waren. Deshalb beende ich das Thema hiermit, zumindest für mich. Ich brauche kein Schönreden, aber auch keine Propagandalügen fernab jeglicher Tatsachen. Seid mir bitte nicht böse.

Ein kleiner Nachsatz:
Der Odendaal-Plan mit Zuordnung der Stammesgebiete in Namibia war wohl auch nicht so ganz doof, zumal die heute Regierenden sich noch heute mit diesen Stammesgebieten identifizieren und diese nach wie vor als kommunale Gebiete behandeln?

Im Übrigen ist der wahre Held Südafrikas in meinen Augen der BISCHOF DESMOND TUTU. Es ist ein Mensch der gegen die Apartheid stand, der aber auch heute nicht davor zurückscheut, den ganzen Machtmißbrauch in Südafrika an den Pranger zu stellen. Er steht mit Rückgrat zu seinen Ansichten, auch wenn er mir damals so manches Mal als Pest erschien. Er konnte mich von seiner Aufrichtigkeit überzeugen. Leider ist dieser Mann heute 30 Jahre zu alt, und kein Nachfolger mit dieser lauten Stimme ist in Sicht!

H.
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2013
Gast06. Dez. 2013 ·
Hallo Swakop, das folgt immer dem gleichen Strickmuster. Jede dieser Debatten wird von dir selbst initiiert, weil du jedes Thema, das nur irgendwo am Rande damit zu tun hat, wie z. B. berechtigte Kritik an bestehenden Missständen, dazu missbrauchst deine Geringschätzung für Afrikaner zum Ausdruck zu bringen und dass (deswegen?) "früher besser war als jetzt“. Obwohl das in konkreten Punkten zutreffen mag, stößt mir persönlich diese verallgemeinernde und undifferenzierte Darstellungsweise sauer auf, deswegen melde ich mich. Ich gebe auch zu, dass das dumm ist, denn mit Argumenten setzt du dich ja nicht auseinander. Wenn man dich fragt, was denn an der „guten alten Zeit“ alles so gut für die Afrikaner war, verweigerst du, denn mit Un-, Halb- und Verbildeten sprichst du ja nicht. Ich persönlich halte diese Gummiwandtaktik für unredlich.
Werner

PS. Der Odendaalplan ist mir bekannt und die sogenannte Politik der getrennten Entwicklung habe ich durchaus verstanden.
zuletzt bearbeitet 07. Dez. 2013