Hallo,
durch Alinas Zimbabwe Thread wurde ich gerade daran erinnert, nochmal auf unser kleines Erlebnis auf der Strecke zwischen Nata und Maun hinzuweisen.
Wir fuhren auf der A3 als vor Maun ein Checkpoint erschien.
Ein Checkpoint wie er häufiger anzutreffen ist. Doch dieser Checkpoint sollte für uns anders werden…
Weil ich gelernt habe, dass Polizisten es gar nicht mögen, wenn man zu schnell auf Kontrollen zufährt, fuhr ich im Schneckentempo auf den guten Herren in Uniform zu.
Aus ca. 30-40m signalisierte er uns per Handzeichen, dass wir zurückfahren sollten. Meine Freundin u ich wunderten uns, doch dachten wir uns vielleicht etwas verpasst zu haben. Also Rückwärtsgang rein und zurück.
Plötzlich forderte er uns auf zu stoppen, dann winkte er uns wieder zu sich.
Leicht angenervt von diesem sichtbaren Autoritätsgehabe fuhr ich neben ihn, öffnete das Seitenfenster und fragte direkt ohne das übliche ,,how are you?”-Begrüßung ,,what are you doing man?” (Ich weiß, das war nicht sehr nett... 😊 )
Ohne mir meine Frage zu beantworten, bat er mich auszusteigen und ihm den internationalen Führerschein zu zeigen. Ich hätte ihm genauso gut meinen Studentenausweis zeigen können, aber das konnte ich mir gerade noch verkneifen. Nachdem ich ihm den Führerschein gegeben habe, folgte die obligatorische Frage ,,is this your international driving license?” Solche Fragen liebe ich…. 😄
Der Polizist war von meiner Eingangsfrage scheinbar nicht so angetan und meinte, ich hätte ein Stoppschild direkt vor dem Checkpoint überfahren. Dieses Stoppschild dient jedoch keiner Kreuzung o.ä., sondern nur dem Checkpoint und dort haben wir schließlich ordnungsgemäß bei dem Polizisten angehalten. So wie wir es bei unzähligen anderen Kontrollen auch taten. Seiner Meinung nach hätten wir jedoch direkt bei dem Stoppschild halten und darauf warten müssen, dass er uns herwinkt.
Mit so einem Bullshit haben wir uns natürlich nicht zufrieden gegeben und er führte mich zum Stoppschild.
Dort folgte wiederholt die Frage, was auf diesem Schild denn stehe. Von dieser Dauerschleife in seinem Hirn genervt, ging ich zum Auto zurück, worüber er natürlich erwartungsgemäß nicht glücklich war, denn er betonte, dass ich unter seiner Autorität stehe und nun für das Überfahren des Stoppschildes 1000 Pula zu zahlen habe.
Meine Freundin und ich begannen eine ewige Diskussion mit ihm, die vor allem zeigte wie wie anders die Menschen denken.
Er brachte uns zu der Chef-Polizistin, wo wir den ganzen Papierkram zu erledigen hätten.
Natürlich diskutierten wir kontinuierlich weiter.
Ein Botswaner vor uns empfahl uns nicht zu diskutieren, da es dies nur noch schlimmer mache und die Strafe nur noch ansteige. Ebenfalls sei es sehr wichtig, Autoritäten und Hierarchien in Botswana zu respektieren.
Doch das war mir nun relativ egal und bei der Chefin angekommen, kotzten wir uns so richtig aus.
Als ich irgendwann einfach nur noch zu ihr sagte, dass ich jetzt hier keine Zeit mehr verschwenden möchte uns sie uns einfach die Strafe geben solle, wendete sich das Blatt. Sie meinte, sie habe keine Lust uns die Strafe zu geben, da wir zu viel diskutieren würden. …
Mit einem breiten Grinsen sind wir dann aus dem Büro raus, natürlich nicht ohne dem Polizisten nochmal zuzulächeln. 😉
Ich glaube wenn die Polizisten Deutsch verstehen könnten, wäre ich jetzt lebenslänglich in Botswana im Gefängnis – mit Sicherheitsverwahrung!
Fakt ist jedoch auch, dass die Einheimischen wirklich vor dem Stoppschild halten und warten, bis sie herangewunken werden. Wie gesagt, uns war das nicht bekannt, wir haben es nie so praktiziert und hatten auch nie Probleme damit.
Aber in jedem Fall gilt an diesem Checkpoint enorme Vorsicht!
Viele Grüße, Alexander
durch Alinas Zimbabwe Thread wurde ich gerade daran erinnert, nochmal auf unser kleines Erlebnis auf der Strecke zwischen Nata und Maun hinzuweisen.
Wir fuhren auf der A3 als vor Maun ein Checkpoint erschien.
Ein Checkpoint wie er häufiger anzutreffen ist. Doch dieser Checkpoint sollte für uns anders werden…
Weil ich gelernt habe, dass Polizisten es gar nicht mögen, wenn man zu schnell auf Kontrollen zufährt, fuhr ich im Schneckentempo auf den guten Herren in Uniform zu.
Aus ca. 30-40m signalisierte er uns per Handzeichen, dass wir zurückfahren sollten. Meine Freundin u ich wunderten uns, doch dachten wir uns vielleicht etwas verpasst zu haben. Also Rückwärtsgang rein und zurück.
Plötzlich forderte er uns auf zu stoppen, dann winkte er uns wieder zu sich.
Leicht angenervt von diesem sichtbaren Autoritätsgehabe fuhr ich neben ihn, öffnete das Seitenfenster und fragte direkt ohne das übliche ,,how are you?”-Begrüßung ,,what are you doing man?” (Ich weiß, das war nicht sehr nett... 😊 )
Ohne mir meine Frage zu beantworten, bat er mich auszusteigen und ihm den internationalen Führerschein zu zeigen. Ich hätte ihm genauso gut meinen Studentenausweis zeigen können, aber das konnte ich mir gerade noch verkneifen. Nachdem ich ihm den Führerschein gegeben habe, folgte die obligatorische Frage ,,is this your international driving license?” Solche Fragen liebe ich…. 😄
Der Polizist war von meiner Eingangsfrage scheinbar nicht so angetan und meinte, ich hätte ein Stoppschild direkt vor dem Checkpoint überfahren. Dieses Stoppschild dient jedoch keiner Kreuzung o.ä., sondern nur dem Checkpoint und dort haben wir schließlich ordnungsgemäß bei dem Polizisten angehalten. So wie wir es bei unzähligen anderen Kontrollen auch taten. Seiner Meinung nach hätten wir jedoch direkt bei dem Stoppschild halten und darauf warten müssen, dass er uns herwinkt.
Mit so einem Bullshit haben wir uns natürlich nicht zufrieden gegeben und er führte mich zum Stoppschild.
Dort folgte wiederholt die Frage, was auf diesem Schild denn stehe. Von dieser Dauerschleife in seinem Hirn genervt, ging ich zum Auto zurück, worüber er natürlich erwartungsgemäß nicht glücklich war, denn er betonte, dass ich unter seiner Autorität stehe und nun für das Überfahren des Stoppschildes 1000 Pula zu zahlen habe.
Meine Freundin und ich begannen eine ewige Diskussion mit ihm, die vor allem zeigte wie wie anders die Menschen denken.
Er brachte uns zu der Chef-Polizistin, wo wir den ganzen Papierkram zu erledigen hätten.
Natürlich diskutierten wir kontinuierlich weiter.
Ein Botswaner vor uns empfahl uns nicht zu diskutieren, da es dies nur noch schlimmer mache und die Strafe nur noch ansteige. Ebenfalls sei es sehr wichtig, Autoritäten und Hierarchien in Botswana zu respektieren.
Doch das war mir nun relativ egal und bei der Chefin angekommen, kotzten wir uns so richtig aus.
Als ich irgendwann einfach nur noch zu ihr sagte, dass ich jetzt hier keine Zeit mehr verschwenden möchte uns sie uns einfach die Strafe geben solle, wendete sich das Blatt. Sie meinte, sie habe keine Lust uns die Strafe zu geben, da wir zu viel diskutieren würden. …
Mit einem breiten Grinsen sind wir dann aus dem Büro raus, natürlich nicht ohne dem Polizisten nochmal zuzulächeln. 😉
Ich glaube wenn die Polizisten Deutsch verstehen könnten, wäre ich jetzt lebenslänglich in Botswana im Gefängnis – mit Sicherheitsverwahrung!
Fakt ist jedoch auch, dass die Einheimischen wirklich vor dem Stoppschild halten und warten, bis sie herangewunken werden. Wie gesagt, uns war das nicht bekannt, wir haben es nie so praktiziert und hatten auch nie Probleme damit.
Aber in jedem Fall gilt an diesem Checkpoint enorme Vorsicht!
Viele Grüße, Alexander