Wie verscheucht man Tüpfelhyäne aus dem Lager?

28 Antworten · 8’264 Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2012 von Anita40
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2’664 Beiträge · seit 201201. Jan. 2013 ·
Hallo Tom,
es steht jedem frei so zu schlafen wie er möchte. Man ist in einem freien Land wo jeder für sich selbst entscheiden kann. Meine Wahl ist ein Bodenzelt oder unter freiem Himmel, meine Frau haßt das Kratzen der Käfer nachts von unten an der Bodenplane. Also habe ich mich auf den Kompromiß des Dachzeltes eingelassen, obwohl ich das garnicht wollte.
Unsere Kinder haben wir trotzdem immer im Auto schlafen lassen wo wir wußten daß Raubtiere unterwegs sind.

Sondersituationen wie bei Euch sind die Ausnahme und nicht die Regel. Aber:
Dazu gehört auch, daß man nicht auf Durchgangspfaden / Durchzugswegen der Tiere, wie in einer Schlucht, übernachtet. Tierspuren und Trampelpfade erkennt selbst ein Halbblinder. Und das sind die Fehler, die Touries immer wieder begehen und was in Extremfällen zu Todesfällen führen kann und auch mit Elefanten geführt hat. Zumindest auch das hätte man Dir beim Rangertraining beibringen müssen.

Ich kann mich nur wiederholen:
Es ist kein Streichelzoo, und Du als Mensch mußt Dich den Gegebenheiten anpassen, die Natur paßt sich Dir nicht an. Und wenn Du Dich auf Durchzugspfade der Löwen und Elefanten stellst, dann ist das Dein Fehler, und da ist es unerheblich ob Du im Freien, im Boden- oder Dachzelt übernachtest.
Du störst einfach.
Und das ist dann eher die Verantwortungslosigkeit, von der Du schreibst. Dir selbst und Anderen gegenüber, die Dich begleiten. Wohl aus Unwissenheit.

Die Regel ist: halte Dir Fluchtwege in alle Richtungen auf, aber auch den Tieren. Und wenn man weiß, daß Elefanten und Löwen durch eine Schlucht ziehen, dann übernachtet man dort nicht. Ganz einfach.

H.
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2013
1’155 Beiträge · seit 200601. Jan. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:Hallo Tom,

Sondersituationen wie bei Euch sind die Ausnahme und nicht die Regel. Aber:
Dazu gehört auch, daß man nicht auf Durchgangspfaden / Durchzugswegen der Tiere, wie in einer Schlucht, übernachtet. Tierspuren und Trampelpfade erkennt selbst ein Halbblinder.

H.
Danke für den Hinweis. Das war mir absolut unbekannt mit den Durchgangspfaden 😉

Der ganze Khowarib scheint ein Durchgangpfad zu sein. Wir haben ganz am Anfang der Schlucht hinten an den Felsen und nicht im Flussbett übernachtet, wie auch im Honaib weit draussen in der Ebene und die Katzen haben uns trotzdem gefunden...


hh001_2013-01-01.jpg
7’358 Beiträge · seit 200601. Jan. 2013 ·
Gerd1942 schrieb:Aber hier wird mal wieder an den Haaren herbeigezogen, was herbeigezogen werden kann.
... tut mir leid.
Nach nur 15.000 km mit dem Fahrrad in zwölf Ländern Afrikas bin ich noch ziemlich unerfahren. Ich hatte auch nur selten Tiere am Zelt, die ich ohne Zelt noch weniger hätte dort haben wollen. Da neige ich halt wohl zu Übertreibungen. Ich schlafe weiterhin im Zelt. Schlaft ihr ruhig ohne. Ich sehe im Schlaf die Sterne eh nicht ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
6’429 Beiträge · seit 201101. Jan. 2013 ·
Hoi zämä
Gerd1942 schrieb:...denn so blöd kannst Du nicht sein, dass Du in Gegenden wie in der Etoscha oder im Ngororongo, wo Hunderttausende von Wildtieren sind, im Freien schläfst. Aber hier wird mal wieder an den Haaren herbeigezogen, was herbeigezogen werden kann.
Na ja...ich kenn das südliche Afrika nicht, ich kann nur von Kenya, Tansania und Uganda sprechen.
Da braucht man nicht in einen Nationalpark zu gehen um wilden Tieren zu begegnen, die hats an vielen Orten auch aussserhalb.
Ich finde es einfach gefährlich hier in einem Forum wo viele unerfahrene Leute sich informieren solche Dinge wie in Afrikas Wildniss ohne Zelt draussen schlafen als etwas ungefährliches hinzustellen!
Meines Erachtens ist eher dieses 'das ist doch nicht gefährlich' an den Haaren herbeigezogen, denn erst im Nachhinein sind die Einschränkungen gekommen...(Nicht dort, nicht hier, nicht wo's Tiere hat usw)
Wenn Ihr 'Draussenschläfer' des südlichen Afrika gute Erfahrungen damit gemacht habt ist das doch OK, aber bitte definiert es doch von Anfang an genauer!
Ich hab schon mehr als genug schlecht informierte Leute gesehen die sich auf Grund halbwahrer Informationen in Gefahr begaben (Streicheln von wilden Büffeln u. Ä.!!!)
Ich denke als Forumsmitglied, der/die Tipps gibt sollte man sich dieser Verantwortung bewusst sein, nicht jeder der das liest erkennt die Gefahren so gut wie die Erfahrenen Leute hier!
Um zum anfänglichen Zitat zurück zu kommen: Die Unfälle die's schon gab beweisen dass es Leute gibt die so 'blöd' oder wohl eher fehlinformiert sind...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
98 Beiträge · seit 201201. Jan. 2013 ·
Anita40 schrieb:Sorry Leute
Seit mehr als 40 Jahren schläft meine angeheiratete Familie im Veld auf padmatratzen. ca 20 mal war ich dabei. Bisher hatten wir mal eine speicobra und 1 Schakal im Camp. Und eben dieses mal die Tüpfelhyäne
Ganz sicher werden wir weiter ohne Zelt Campieren.
In etosha und Botswana und an der Küste schlafen wir natürlich im Bodenzelt.
Danke für alle gutgemeinten Ratschläge
Das mit der Trillerpfeife und dem kettie nehmen wir uns zu Herzen
Seid versichert, wir passen auf die Natur die Tiere und uns gut auf.
Viel Freude im Veld und allzeit gute Pad wünscht euch
Anita
Also bei 20 Malen eine Kobra, ein Schakal und eine Hyäne finde ich ehrlich gesagt ziemlich viel! Da könntest du schon zweimal tot sein. Soviel zum Thema, es ist sehr unwahrscheinlich, dass Tiere vorbeikommen.
Also ich kann da nur den Kopf schütteln. Spätestens nach dem Vorfall mit der Hyäne müsstest du doch einsehen, dass es zu gefährlich ist. Was wäre denn gewesen, wenn der Hund nicht angeschlagen hätte? Hast dir das schon mal überlegt?

Schaut euch den Sternenhimmel abends vor dem Zelt an. Beim Schlafen hat man doch eh die Augen zu!?!? Also ich bin absolut kein ängstlicher Mensch und manchmal schon eher leichtsinnig. Aber in der namibischen Wildnis draußen auf dem Boden schlafen? Never ever!
7’358 Beiträge · seit 200601. Jan. 2013 ·
bounce1983 schrieb:
Also bei 20 Malen eine Kobra, ein Schakal und eine Hyäne finde ich ehrlich gesagt ziemlich viel!
... ich nicht. Ich finde es eher ungewöhnlich, nicht mehr Tiere wahrgenommen zu haben. Vielleicht habe ich aber auch immer nur auf "Wildwechseln" übernachtet. Gerade Schakale gibts ja überall. Sind zwar keine Tiere, vor denen man Angst haben müsste, aber die sieht man eigentlich täglich und die sind auch nachts sehr aktiv.

Es gibt ein Sprichwort: "Nature respects sleeping creatures". Leider kennen nicht alle Tiere dieses Sprichwort.

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2013
831 Beiträge · seit 200901. Jan. 2013 ·
Hallo Swakop 152,
lass Dir sagen, dass wir in Bape (CKGR) im Oktober abends um acht Uhr, mit ca. 10 Petroleumlampen und einem guten Feuer um uns einen Leoparden zu Besuch hatten, er kam bis auf ca. vier Meter zu uns und legte sich sehr entspannt nieder. Zum Glück ging er auch wieder. Feuer hält wilde Tiere nicht ab, man sieht sie nur besser!
Liebe Grüße zum Neuen Jahr sendet
Marga
7’358 Beiträge · seit 200601. Jan. 2013 ·
KarinaW schrieb:Mit einer hellen Leuchte verscheucht man in der Regel keine Tiere. Ist in D nicht anders wenn man mit dem Auto fährt und plötzlich steht am Straßenrand ein Reh und überlegt sich ob es noch rüber geht oder nicht. Ich blende auf -keine Reaktion - ich hupe und es zischt ab wie ein Rakete. Anyway! Pfefferspray ist auch gut, aber ich empfehle eine laute Tröte mit Druckluft eine laute Pfeife und einen 100+ db Handalarm das ist in JEDEM Land legal!
... je nachdem, wo man übernachtet, möchte man aber evtl. auch unbemerkt bleiben. Das hat sich dann mit dem Lärm gleich wieder erledigt. Auf der anderen Seite ist der Lärm natürlich auch eine prima Sache, um notfalls andere Leute auf eine Notsituation aufmerksam zu machen.

Pfefferspray ist nur dann gut, wenn man die Windrichtung sehr gut im Blick hat. Ich habe das mal bei nicht wahrnehmbaren Wind mit einem richtigen Pfefferspray (gegen Bären in Alaska, nicht diese Dinger im Deoroller-Format) getestet. Da schießt man sich schnell selbst ko. damit. Auf jeden Fall hat das 'ne tolle Wirkung, aber wenn man selbst in den Wirkungsbereich gerät, hat man nicht so viele Vorteile gegenüber dem Angreifer. Und bei Gegenwind ist es völlig sinnlos.

Was die Lampe angeht, meinte ich nicht einfach konstantes helles Licht, sondern eben diesen besagten Strobe-Modus. Da schaut man nicht freiwillig länger rein. Da gibts Tests, wie Menschen und Tiere darauf reagieren.
Aber selbst bei konstantem Licht verschafft es einem ein paar Sekunden, um sich ins Auto zu retten.

Gruß
Wolfgang
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7’358 Beiträge · seit 200601. Jan. 2013 ·
buma schrieb:Feuer hält wilde Tiere nicht ab, man sieht sie nur besser!
... wenn sie zwischen dem Standpunkt und dem Feuer sind. Ist Das Feuer zwischen dem Standpunkt und dem Tier, sieht man sie schlechter, es sei denn, sie sind sehr nahe.

Gruß
Wolfgang
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