Was haltet ihr von Übernachtung im Bodenzelt

41 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 06. Dez. 2011 von dreizehnender
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142 Beiträge · seit 201106. Dez. 2011 ·
hallo streifenhörnchen, wenn du sagst "zu" (worauf wir auch beim dachzelt immer achten), meinst du das netz oder auch die plane? habt ihr ein "folienzelt", so wie sie bei uns üblich sind, oder ein canvas zelt? wie haltet ihr es mit trinkwasser = wasserflasche im zelt? geht ihr auch soweit, dass ihr darauf achtet, keine kosmetika, duschgels o.ä. mit citrusduft zu verwenden? habe den eindruck ihr beide seid erfahrene afrikafüchse und nehme euren rat gerne an. lb. gruß ulli.
265 Beiträge · seit 201006. Dez. 2011 ·
JABULANI schrieb:
Dachzelte haben den gravierenden Nachteil, dass sie den Schwerpunkt des Autos erhöhen. Bei zwei Zelten auf dem Dach wird es dann auf Gravel Road sehr schnell lebensgefährlich ...
Gruss Tom
Mensch, Tom, du sollst das Dachzelt vor dem Weiterfahren ja auch wieder einklappen! 😄 🤪 🤩

Aber Scherz beiseite:

Ich schlafe immer im Bodenzelt und dabei habe noch niemals Probleme mit Tieren gehabt. Leider vergisst der eine oder andere, Lebensmittel aus dem Rucksack zu nehmen, und das kann wirklich gefährlich werden. Dachzelt ist auch nicht die wirkliche Lösung, wie meine Vorschreiber richtig feststellten...
Streifenhörnchen schrieb:
der Vorteil: man kann das Zelt einfach stehenlassen und in der Morgendämmerung ohne zu packen los auf Pirsch. Und man kann das Zelt stehenlassen wenn man mehere Nächte an einem Platz bleibt.
Heike
Genau, Heike, auch aus diesem Grund ist ein Bodenzelt viel praktischer.
Aber wie bei allem ist es Geschmacks- und Gefühlssache. Wer ängstlich ist, sollte vielleicht doch lieber ein bisschen erhöht schlafen, und sei es nur, um der Angst Flügel zu verleihen. 🤪

Sonnige Grüße
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2011
297 Beiträge · seit 200706. Dez. 2011 ·
Hallo Ulli,

mit ZU meine ich den Zipper / Reißverschluß vom Innenzelt. Wir haben ganz normale Zelte aus Deutschland, können das Innenzelt bei Hitze solo aufbauen. Lassen also bei gutem Wetter auch mal das Außenzelt weg. Dann kann der Wind so schön durchziehen. Ich weiß jetzt nicht ob es mit geschlossenem Außenzelt besser (sicherer) wäre... ist das Außenzelt aufgebaut schließen wir es zumindest wenn wir nicht im Camp sind.

Hatten letztes Mal in Uganda ein Hippo 2m von unserem Moskitonetz-InnenZelt entfernt grasen. Das war.... spannend! Wir haben uns an den Händen gahalten und aufgehört zu atmen... bis es ganz friedlich weitergezogen ist... Dem Hippo ist es vermutlich egal ob da noch ne Schicht Außenzelt drüber ist.

Bei geschlossenem Außenzelt kann man leider nicht so gut rausgucken... aber es vermittelt vom Gefühl her mehr Sicherheit.

Das Innenzelt muss immer zu sein, sonst findest Du auch so nette Tierchen wie Schlangen, Skorpione, Moskitos drinnen. Skorpione hatten wir schon öfter unter der Bodenplane.

Im Zelt haben wir nie Essen, auch ins Dachzelt gehört niemals Essen. Bei meiner allerersten Afrikareise haben mir Mangusten einen Eingang und einen Ausgang ins Zelt gefressen, da hatte ich was zu essen drin.

Naja, duschen tun wir in der Wildnis eher selten. 🙂 Kommt drauf an wo wir sind und wieviel Wasser wir haben. (Wenn da Duschen sind benutzen wir die schon...;) ) Aber wir verzichten jetzt nicht extra auf 'duftende' Zusätze, sondern verwenden einfach das normale Duschgel aus dem afrikanischen Supermarkt.

Und ja, wir nehmen Wasser ins Zelt - warum auch nicht?
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2011
365 Beiträge · seit 200606. Dez. 2011 ·
Hallo Ulli

Wenn es sehr warm ist und nicht nach Regen ausschaut, dann schlafen wir oft nur im "Innenzelt". Das Aussenzelt haben wir dann aber stets in Griffweite falls es doch einmal Regen oder Winde geben sollte.

zelt_2011-12-06-2.jpg



Hier unser komplettes Zelt:

aussenzelt_2011-12-06.jpg



"Zu" heißt zu-Reisverschlüsse und Netz! Wasser haben wir eigentlich immer im Zelt. Meist 1 oder 2 Plastikflaschen: Kosmetik und dergleichen haben wir nicht im Zelt. Dafür aber meist 1 Kamera und Taschenlampen.

-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2011
11 Beiträge · seit 201106. Dez. 2011 ·
Hallo dreizehnender!

Ich hatte in Namibia ein Dachzelt und hatte schon nach der ersten Nacht Rückenschmerzen. Ich habe dann ein Luftmatratze gekauft (22€), die ich mit dem Kompressor aufgepumpt habe. Ich habe morgens dann nicht die ganze Luft rausgedrückt, sondern nur so viel, daß man sie einfach in der Mitte zusammenklappen konnte. So habe ich sie dann im Auto transportiert. Abends war sie dann in kürzester Zeit wieder aufgeblasen. Nätürlich hat man im Zelt dann 15 cm weniger Höhe, aber es reicht immer noch locker! Habe mit "Pop Up Roof" schon schlechter geschlafen.

Zum Thema Sicherheit: Paviane und Elefanten kommen auch aufs Dachzelt. Aber Schlangen, Spinnen und Skorpione eben nicht! Und genau hier sehe ich den großen Vorteil eines Dachzelts!

Gruß Muelli

PS: Jetzt kommt dann sicher ein Beitrag von jemandem, der mal ne Spinne im Dachzelt hatte! 🤩
Aber das ist dann doch die Ausnahme!:)
211 Beiträge · seit 201107. Dez. 2011 ·
PS: Jetzt kommt dann sicher ein Beitrag von jemandem, der mal ne Spinne im Dachzelt hatte!
Na aber ne Schlange ...

Ohne Witze im KNP ich glaub es war Tsenze, unsere Nachbarn Deutsche mit Hilux und Dachzelt haben das Dachzelt aufgenaut, dann Abendessen gemacht, als sie ins Bett wollten, war eine grüne Mamba drauf. Zum Glück ist nichts passiert.

Mit Schlangen, Spinnen, Skorpionen muss man in Afrika immer rechnen.

Ich gehör auch zur Bodenzeltfraktion... Wir hatten auch schon Skorpione drunter, aber noch keine Schlnagen in der Nähe. Gottseidank!
5’486 Beiträge · seit 200907. Dez. 2011 ·
Wir haben in Afrika bislang fast ausschließlich in Bodenzelten geschlafen. Bei unserer letzten Tour durch Kenia und Uganda haben wir erstmals im Dachzelt geschlafen.

Im Bodenzelt hatten wir schon reichlich Tiere in der Nähe. Highlight war, als in Savuti ein Elefant unser Zelt mit dem Rüssel abtastete, während wir drinnen lagen. Aus Sicherheitsgründen sehe ich keine Unterschiede zwischen Boden- und Dachzelt. Die großen Tiere kommen an beides ran und Spinnen, Schlangen und Skorpione sind auch kein Problem, da man sein Zelt ja stets verschlossen hält. Ich gebe in diesem Zusammenhang auch zu bedenken, dass sämtliche geführten Campingsafaris mit Bodenzelten durchgeführt werden.

Einen großen Unterschied sehe ich im Komfort. Ein Dachzelt ist natürlich deutlich schneller aufgebaut und nimmt keinen Platz im Fahrzeuginneren weg. Man hat aus dem Dachzelt auch einen besseren (schöneren) Überblick auf die Umgebung. Dafür finde ich Ein- und Ausstieg im Bodenzelt angenehmer. Nachteil am Dachzelt ist, dass man es immer abbauen muss, wenn man mit dem Fahrzeug unterwegs ist, was nervt, wenn man mehrere Tage an einem Ort zeltet oder sehr früh auf Pirschfahrt gehen will. Da ist ein Bodenzelt, das man einfach stehen lassen kann schon besser. Bei unserem Fahrzeug in Kenia/Uganda ließ sich aufgrund des Dachzeltes auch die Dachluke nicht öffnen.

Als Fazit daraus werden wir auf unserer nächsten Tour (Tansania) auf jeden Fall versuchen, vom Verleiher ein zusätzliches Bodenzelt zu bekommen. Sollte sich das Dachzelt nur so montieren lassen, dass die Dachluke blockiert wird, werden wir auf das Dachzelt verzichten. Ansonsten werden wir beides mitnehmen, und je nach Situation nutzen. Bei mehreren Tagen an einem Ort oder früh morgentlicher Pirschfahrt kommt das Bodenzelt zum Einsatz. Beim Transit das Dachzelt.

@ Muzungu und Streifenhörnchen:
Das man im Bodenzelt vor Raubkatzen sicher ist, liegt daran, dass es sich bei ihnen um rein visuelle Jäger handelt. Aus diesem Grund würde ich mich auch als überzeugter Bodenzelter nicht trauen, lediglich im Innenzelt zu schlafen, da die meisten Innenzelte aufgrund des Gazestoffes semitransparent sind. Ich weiß nicht, wie ein Löwe oder Leopard reagiert, wenn er Bewegungen im Innenzelt sehen kann. Es gab auch schon tödliche Zwischenfälle, bei denen Löwen Menschen durch den nicht geschlossenen Eingang des Zeltes gesehen und herausgezogen haben. Da unterscheidet sich der Mensch dann nicht vom Warzenschwein das der Löwe aus einem Erdloch zieht.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2’346 Beiträge · seit 200607. Dez. 2011 ·
Hallo Zelter,

muss vorausschicken, dass ich weder Dach- noch Bodenzelter bin, wohl aber Aufenthalte in fest aufgebauten, voll eingerichteten Zelten liebe.

Bei der Frage nach der Sicherheit von Dach- oder Bodenzelten bei "großen" Tieren wird immer behauptet, dass die Tiere geschlossene Zelte respektieren, egal ob auf dem Boden oder auf dem Autodach. Das kann ich im Prinzip ja auch noch nachvollziehen, aber wie sieht es denn mit "Fahrlässigkeit", also einfacher Unachtsamkeit, der Tiere aus? Ich denke da an raufende Löwen, Hyänen oder ungeschickte Elefanten. Davor hätte ich zumindest in einem Bodenzelt mehr Angst, als vor einem mutwilligen Angriff.

Vor zwei Jahren hatten wir in einem der großen Zelte der Mogotlho-Lodge am Khwai nachts drei Stunden lang Besuch von einem Elefantenbullen, der es auf die Früchte des Kameldornbaumes abgesehen hatte, unter dem unser Zelt stand. Meine Frau und ich standen im Schlafanzug im Zelt und der Elefant (im Vollmondlicht gut zu sehen) war meist auf Stoßzahnentfernung von uns entfernt, nur getrennt duch eine Canvan-Plane und die offenen Gaze-Fenster. Das war zwar Adrenalin pur, aber Angst vor einer Attacke hatten wir zu keiner Zeit. Allerdings wackelte das Zelt mehrmals heftig und auch ein paar Holzpalisaden, die die Technik hinter dem Zelt verbargen, mussten im Laufe der Anwesenheit des Tieres dran glauben. Der Elefant brauchte sich nur einmal rumzudrehen und schon krachte es. Gerade bei Elefanten gibt es jede Menge Individuen und da sind durchaus auch eine ganze Reihe von Tolpatschen drunter. Habe mehrere Videoaufnahmen, auf denen man so richtig ungeschickte Elefanten sehen kann.

Und wenn sich Löwen schon aus Versehen auf einen Schakal setzen können, 😉 dann können sie sich sicher auch mal durch Zufall auf ein kleines Bodenzelt fallen lassen. Zum Thema Unachtsamkeit hat sich meines Wissens in den bisherigen Diskussionen um Dach oder Boden noch niemand geäußert. Liege ich da falsch mit meinen Befürchtungen? Wie gesagt, außer den Aufenthalten in großen, feststehenden Zelten betrifft mich die Frage eigentlich nicht.

Viele Grüße
Armin
250 Beiträge · seit 201007. Dez. 2011 ·
Hallo Armin ... stimmt, wenn sich ein Löwe auf einen Schakal setzten kann, kann er sich auch auf ein Zelt fallen lassen.

Im Damaraland irgendwo in der Pampa bin ich einmal nachts aufgewacht. Es war eng geworden im Zelt. Dachte zuerst meine Frau ist auf mich gerollt und wollte sie wegschieben. Ging aber nicht, viel zu schwer! Habe dann gemerkt, dass wir von einem Rudel Löwen belagert wurden. Die haben sich an der Glut des Feuers breit gemacht und gewärmt. Ich wollte kein schlechter Gastgeber sein und bin dann einfach etwas mit der Matratze zur Seite gerutscht... einer Löwenlady sollte man nicht wiedersprechen.. 😎

Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
238 Beiträge · seit 201107. Dez. 2011 ·
Hallo,

wir sind zwar nicht die "Cracks", waren aber im total 5 Wochen (zu viert) NUR mit Bodenzelt unterwegs. Nächstes Jahr haben wir Dachzelte (ein "Neuling" ist das erste mal dabei und will unbedingt auf's Dach.)

Erfahrung:

Das Bodenzelt MUSS (gelernt) Minimum 2x2x2 Meter groß sein.

Man darf nicht vergessen, daß man NICHT nach Gnu, Kudu oder... riecht. Man steht nicht auf der Speisekarte der Raubtiere.

Die Tiere haushalten mit ihren Kräften und greifen nichts unbekanntes -also das Zelt- an.

Zelt IMMER sofort nach verlassen/einsteigen schließen...auch schon der Mücken wegen.

Skorpione unter'm Zelt: ja, möglich, hatten wir auch. Beim Einrollen muß man vorsichtig sein. Zusätzlcih hatten wir innen schmale Luftmatratzen, um ggf. nicht durch den Boden in "Stachelkontakt" zu kommen.

Im CKGR hatten wir nachts ein Löwenrudel unmittelbar neben dem Zelt (!) Bin fast gestorben! In der zweiten Nacht -da kamen sie wieder- haben wir atemberaubend dem Treiben zugehört.
Übrigens: Unsere Mitfahrer haben die Löwen nicht gehört und sehr! laut geschnarcht. Das hat die Löwen nicht interessiert. Ein Indiz für mich, daß Bodenzelt nebst Raubtieren i.O. geht.

"Luxus": Selbstaufblasbare schmale, leichte Matratze mitnehmen. Das macht Dach- und Bodencamping gemütlich.

NACHTEIL Dachzelt: Wenn man mehr als einen Tag am Ort bleibt, muß man die Zelte zusammenpacken. Bei Bodenzelten erspart man sich gerade morgens die Zeit. Allerdings dürfen auch keine Baboons -Paviane- in der Nähe sein, die gerne mit Zelten "spielen".

=> Schaut mal bei www.africa-wildtours.com vorbei. Diese beiden privaten! Anbieter haben tolle Reisen im Angebot und reisen mit Bodenzelten. Mit ihnen waren wir auch unterwegs und haben tolles erlebt.

Beste Grüße

Sven
521 Beiträge · seit 201107. Dez. 2011 ·
@Jörg, das ist ja witzig, wir haben das gleiche Zelt wie Ihr und sind vom Bodenzelten in Afrika begeistert! Liegt wohl an dem guten Zelt...
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
409 Beiträge · seit 200908. Dez. 2011 ·
Die eigentliche Frage lautete doch: "Was haltet ihr von (einer) Uebernachtung im Bodenzelt?" Ich denke, man kann hier keine qualifizierte Antwort geben solange nicht geklaert ist mit wem?


😘 😘 😘 Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
61 Beiträge · seit 200609. Dez. 2011 ·
Hallo
wir haben 18 mal Namibia bereist. Ohne Dachzelt, aber mit eigenem
Bodenzelt. Wir haben unsere gesamte Campingausrüstung bei Cymot gekauft.
Das Zelt ist 2.5 x 2.5 m groß. Geschlafen wird auf klappbaren Campingbetten. Das hat Vorteile. Einmal den Stauraum darunter und zweitens erleichtert
es uns Alten (76) das Aufstehen. Die Zelte kann man auch leihen.
Dass uns im Damaraland und im Kaokoveld auch mal Elefanten haut- bzw. zeltnah
kamen, hat uns zwar Herzklopfen beschert, aber nicht die Freude am Bodenzelt genommen.

Viele Grüße
Norbert
6’408 Beiträge · seit 201110. Dez. 2011 ·
Hoi zämä

Wir waren im Februar in den nördlichen Parks in Tansania mit Iglu-Boden-Zelten unterwegs...für mich die perfekte Art, Afrika zu erleben!
Aber wenn man Angst hat sicher nicht zu empfehlen!
Wir hatten am Ngorongoro auch Besuch einer Büffelherde im Camp, auf der Wanderung hat sich irgend ein Vieh sogar auf meine Schulter gelegt und einen Kick mit dem Ellenbogen in die Rippen kassiert und wir hatten in der Serengeti Hyänen bei den Autos wenige Meter neben dem Zelt, ohne Zaun oder so was...und...wir haben lediglich wenig Schlaf gehabt desswegen, niemand wurde gefressen! 😉
Siehe auch meine Reiseberichte (link in der Signatur)
Ich machs wieder im Bodenzelt!!!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Gast12. Dez. 2011 ·
Hallo, Boden- oder Dachzelt ist einfach Geschmackssache. Wenn das Kampieren „ohne Zaun“ und im Bodenzelt echt gefährlich wäre, hätte man in Zeiten des Internets sicher schon davon gehört. Ich will hier aber noch einen bisher nicht genannten Aspekt einbringen, warum so ein Stück Leinwand (Zelt) einen effektiven Schutz gegen „wilde Tiere“ abgibt:
Ich glaube es war schon Grzimek, der erkannte, dass man Tiere mit Plastikplanen einfangen kann. Vor der Zeit des Narkosegewehrs wurden die Tiere zum Einfangen für den Tierpark oder zur Umsiedlung in Netze getrieben. In starken Netzen verletzten sich viele Tiere und durch schwache Netze brachen sie durch und verletzten sich dabei erst recht. Dagegen bleiben sie vor einer Barriere aus undurchsichtigem Plastik stehen und versuchen nicht durchzubrechen, es sei denn, dass der Druck nachdrückender Tiere zu groß wird. Netze (und leider auch Zäune) werden nicht als Hindernis wahrgenommen (weil durchsichtig), undurchsichtige Hindernisse dagegen wie eine Mauer oder ein Fels.
Meiner Meinung nach ist man vor Raubtieren im geschlossenen (!!) Bodenzelt sicher, weil wir 1. nicht am Speiseplan stehen und daher kein großes Interesse erhalten und 2. siehe oben: Aus den Augen, aus dem Sinn. Anders wird das, wenn Neugierde und Interesse durch Bewegung geweckt werden, aber in diese Situation kommt man als Normaltourist und bei Einhaltung der Spielregeln kaum. Hier im Forum gibt es sicherlich Einige die Löwen zu Fuß begegnet sind, sie könnten mehr dazu sagen.
Vor ca. 40 Jahren habe ich Schmalfilme eines Amateurs gesehen, der nach diesem Prinzip für diese Zeit sensationelle Nahaufnahmen von den Großtieren machte, indem er sich in einem mit Leinwand bespannten Sperrholzrahmen annäherte, ohne Angriff oder Flucht auszulösen. Die Tiere reagierten zwar sobald sie die Bewegung bzw. Distanzveränderung wahrnahmen und/oder die Witterung hatten, aber eher verunsichert, weil sie diesen „wandernden Termitenhügel“ nicht einordnen konnten. Ein anderer demonstrierte den Bewegungseffekt, indem er sich Löwen, Hyänen und wilden Hunden langsam am Bauch kriechend bis auf wenige Meter näherte. Solange seine Silhouette flach und kompakt blieb, gab es kaum Reaktionen, das änderte sich aber sofort, sobald er sich zum Filmen aufrichten und bewegen musste. Diese Filme wären heute Renner in Universum und Internet, damals hat sich kaum jemand für so etwas interessiert.
Die mittlerweile mit Menschen erfahrenen „Platztiere“ auf den Campingplätzen sind aber m. E. eine andere und eigene Kategorie. Der Elefant, der über dem Zelt vom Baum frisst, weiß genau, dass wir hinter der Plane liegen, lässt sich aber dadurch nicht stören, weil er weiß, dass von uns keine Gefahr ausgeht. Durch die Gewöhnung durch den Massentourismus ist der „Respektabstand“ verloren gegangen, es entstand eine völlig unnatürliche Nähe, die bei einer Panikreaktion (beiderseits) aber potenziell gefährlich ist. Ist schon paradox, dass gerade die sehr entspannt agierenden Tiere, die so nahe herankommen, auch am gefährlichsten werden können.
Grüße Werner
PS 1: Habe schon gehört (aber nicht selbst gesehen), dass Dachzelter für völlige Sicherheit gegen „Kletterlöwen“ nachts die Motorhaube aufstellen. Ist eine gute Idee, wenn man dann besser schlafen kann. Ist ja schließlich Urlaub.
PS2: Skorpione sind auch in den Mittelmeerländern sehr häufig. Über die Jahre habe ich dort mehr Skorpione gesehen als in Afrika und (weil man nicht damit rechnet) auch im Zelt und Bett gehabt.
297 Beiträge · seit 200712. Dez. 2011 ·
wernerbauer schrieb:... Hier im Forum gibt es sicherlich Einige die Löwen zu Fuß begegnet sind, sie könnten mehr dazu sagen.
Tagsüber verhalten sich Löwen sicher anders als nachts. Die Nacht ist ihre Stärke.

Wir haben mal Löwen auf einer Fußsafari überrascht als sie schön schliefen. Die sind dann aufgeschreckt und soooo schnell vor uns geflohen, so schnell konnte man gar nicht gucken! Das waren aber keine Mütter mit Jungen.

... und ohne guten guide würde ich das auch nicht empfehlen!🤔
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2011
2’346 Beiträge · seit 200612. Dez. 2011 ·
Armin schrieb:Hallo Zelter,

muss vorausschicken, dass ich weder Dach- noch Bodenzelter bin, wohl aber Aufenthalte in fest aufgebauten, voll eingerichteten Zelten liebe.

Bei der Frage nach der Sicherheit von Dach- oder Bodenzelten bei "großen" Tieren wird immer behauptet, dass die Tiere geschlossene Zelte respektieren, egal ob auf dem Boden oder auf dem Autodach. Das kann ich im Prinzip ja auch noch nachvollziehen, aber wie sieht es denn mit "Fahrlässigkeit", also einfacher Unachtsamkeit, der Tiere aus? Ich denke da an raufende Löwen, Hyänen oder ungeschickte Elefanten. Davor hätte ich zumindest in einem Bodenzelt mehr Angst, als vor einem mutwilligen Angriff.

Vor zwei Jahren hatten wir in einem der großen Zelte der Mogotlho-Lodge am Khwai nachts drei Stunden lang Besuch von einem Elefantenbullen, der es auf die Früchte des Kameldornbaumes abgesehen hatte, unter dem unser Zelt stand. Meine Frau und ich standen im Schlafanzug im Zelt und der Elefant (im Vollmondlicht gut zu sehen) war meist auf Stoßzahnentfernung von uns entfernt, nur getrennt duch eine Canvan-Plane und die offenen Gaze-Fenster. Das war zwar Adrenalin pur, aber Angst vor einer Attacke hatten wir zu keiner Zeit. Allerdings wackelte das Zelt mehrmals heftig und auch ein paar Holzpalisaden, die die Technik hinter dem Zelt verbargen, mussten im Laufe der Anwesenheit des Tieres dran glauben. Der Elefant brauchte sich nur einmal rumzudrehen und schon krachte es. Gerade bei Elefanten gibt es jede Menge Individuen und da sind durchaus auch eine ganze Reihe von Tolpatschen drunter. Habe mehrere Videoaufnahmen, auf denen man so richtig ungeschickte Elefanten sehen kann.

Und wenn sich Löwen schon aus Versehen auf einen Schakal setzen können, 😉 dann können sie sich sicher auch mal durch Zufall auf ein kleines Bodenzelt fallen lassen. Zum Thema Unachtsamkeit hat sich meines Wissens in den bisherigen Diskussionen um Dach oder Boden noch niemand geäußert. Liege ich da falsch mit meinen Befürchtungen? Wie gesagt, außer den Aufenthalten in großen, feststehenden Zelten betrifft mich die Frage eigentlich nicht.

Viele Grüße
Armin
Hallo Camper,

als Nicht-Camper hatte ich den o. a. Beitrag gepostet und nach eventuellen Befürchtungen bzgl. Unachtsamkeiten von Tieren gefragt, da immer wieder nur sachliche Argumente bzgl. Schutz vor Tieren im Bodenzelt ins Feld geführt werden, wie auch wieder in den letzten Beiträgen. Zu meiner Frage nach der Angst vor einfachen Missgeschicken oder Unachtsamkeiten von größeren Tieren hat sich aber niemand so recht geäußert. Hätte mich mal interessiert.

Immerhin scheint das Zufallsprinzip bei hautnahen Begegnungen mit Tieren im Bodenzelt ja zu existieren, wenn ich hier von "Rücken an Rücken mit einer Löwin" oder von "einem Büffel auf meiner Schulter" lese - Erlebnisse, die entweder recht dick aufgetragen sind oder geeignet wären, Heerscharen von Möchtegern-Bodenzeltern ihr Vorhaben endgültig zu vermiesen. Wie groß ist das Risiko denn, dass sich ein Löwe nicht nur an einem, sondern auf einem legt? Oder dass ein Elefant mal einen Schritt zu weit rückwärts geht? Oder dass zwanzig Büffel aus einer großen Herde - vielleicht sogar auf der Flucht - das kleine Bodenzelt einfach zu spät bemerken und drüber laufen? Das würde ja alles nicht dem Grundprinzip widersprechen, dass Tiere Zelte im Grunde genommen respektieren. Vielleicht äußert sich mal jemand dazu.

Viele Grüße
Armin
4’450 Beiträge · seit 200812. Dez. 2011 ·
Zu meiner Frage nach der Angst vor einfachen Missgeschicken oder Unachtsamkeiten von größeren Tieren hat sich aber niemand so recht geäußert. Hätte mich mal interessiert.

Wir haben in Ihaha um unserem Bodenzelt, dicke Steine gelegt, fanden wir in Ihaha bei ein wenig Suchen und an den Streben am Zelt , Plastiktüten gehangen. 😄

vcm_s_kf_repr_800x600.jpg


Die Elephanten würden zuerst auf diese Steine treten und das Rascheln von den Plastiktüten , hat sicherlich auch größere Tiere abgehalten, das Zelt zu nähern.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
297 Beiträge · seit 200712. Dez. 2011 ·
Armin schrieb:
Armin schrieb: Wie groß ist das Risiko denn, dass sich ein Löwe nicht nur an einem, sondern auf einem legt? Oder dass ein Elefant mal einen Schritt zu weit rückwärts geht? Oder dass zwanzig Büffel aus einer großen Herde - vielleicht sogar auf der Flucht - das kleine Bodenzelt einfach zu spät bemerken und drüber laufen?
Armin
Hallo Armin,
vermutlich weiß das niemand so genau. Deshalb ist das schwierig zu beantworten. Ich hatte Deine Befürchtungen am Anfang auch und hab das Zelt 'verschanzt', mit Auto, Baum, Tisch, Stuhl etc umgeben (da gab's Hippos) und Wurfgeschosse (Leberwurst vom Leberwurstbaum) bereitgehalten.

Ich stelle das Zelt nicht auf einen Pfad/Tierwechsel. Wenn große Tiere in der Nähe sind, dann stell ich es eher in eine 'Ecke' als in die Mitte.

Es gibt keine Berichte über solche Unfälle. Mir fällt jetzt nur der Elefant ein, der ein Zelt im Senyati Camp angegriffen hat - aber das ist ja etwas anderes, also kein Unfall/Unachtsamkeit.

Viele Grüsse
Heike
238 Beiträge · seit 201112. Dez. 2011 ·
Hallo,

wir haben im Ganzen 4 Wochen im Bodenzelt geschlafen.

* Um sicher zu gehen, könnt Ihr das Bodenzelt direkt vor dem Auto aufbauen. Dann ergibt das
eine große Einheit. (im Moremi lief ein Hippo 20 Mtr. am Zelt vorbei)
* Elefanten sind sehr feinfühlig und gehen sogar über Zeltschnüre hinweg (so erlebt im
Linyanti). Bei "Tollpatsch-Elefanten"...tja, Restrisiko...
* Um ein "Restpekt-Zelt" zu haben, sollte es 2x2x1,5 bis 2Mtr.(Höhe) groß sein.
* NIE!!! den Reißverschluß offen lassen, egal wie warm es ist. Löwen haben dann keinen Respekt
mehr und können Dich rausziehen, was auch schon passiert ist!. Außerdem gibt es noch die
lästigen Freunde von Schlange, Skorpion, Mücke & Co.
* Das Zelt nie auf einem offensichtlichen Trampelpfad aufbauen oder mitten auf offenem
Gelände, sondern am Auto oder an einem Baum (wenn keine Paviane dort hausen)
* Den Reißverschluß IMMER sofort schließen beim raus- und reinkriechen.
* Beim Einrollen des Zelts auf Skorpione achten (so erlebt im CKNP). Bei uns hatten sich des
nachts zwei unterm Zelt verkrochen.
* Morgens als erster zunächst vor dem Verlassen sicher gehen, daß nichts án Wildtieren in der
Nähe ist.
* Natürlich KEINE Nahrungsmittel im Zelt halten und alle Reste von Eßbarem verbrennen!
* Ich bin LEICHTSINNIG NACHTS aus dem Zelt um die Blase zu entleeren. (Ich hatte keine Lust,
die Plastikbeutel im Zelt zu nutzen). 20 Minuten später war ein Rudel Löwen da; neben dem
Zelt meine Markierung! Die Tiere: 3 Meter entfernt. Sie haben sich nicht daran "gestört".
Auch nicht am sehr lauten schnarchen unserer 2 Mitreisenden!
* Beim Einpacken des Überzeltes hatten wir eine Wolfsspinne auf dem Zelt. Ein unlustiger
Geselle...bei einem Biss wird das Gewebe angegriffen/abgetötet.

Natürlich gibt es ein Restrisiko (spielende Junglöwen oder...); aber ich persönlich konnte gut schlafen (bis auf den Löwenbesuch). Und mit meinem und obigen Beitrag/Beiträgen dürftest Du auf der sicheren Seite sein. Wenn auch sicherlich selten.... grds. würde ich das Auto in der Nähe halten (so passiert bei Bekannten: Da hat sich ein Rudel Löwen wenige Meter neben dem Zelt in der CK niedergelassen. Da wurde es eng, das Auto zu erreichen.

Beste Grüße

Sven
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2011