Hallo Thomas,
wir sind Anfang Oktober 2009 von Shakawe aus die gleiche Strecke gefahren. Bei den Tsodilo Hills waren wir auf der Makoba Woods Campsite. Sehr angenehm, da wir die einzigen Camper waren. (Ohne Sanitäreinrichtung, aber mit Abfalltonne und Wasserleitung). Am Abend sehr stimmungsvoll mit vielen Wildbienen, die aber total harmlos waren. Wir fühlten uns in Laurens van der Post’s Roman: „Die verlorene Welt der Kalahari“ versetzt.
Unseren letzten größeren Einkauf haben wir in Shakawe gemacht. Hatten allerdings auf Fleisch verzichtet, da es auf dieser Strecke mehrere Veterinärkontrollpunkte gibt. Für solche Fälle haben wir dann immer ein umfangreiches Sortiment an Konserven dabei. In Tsumkwe gibt’s an der Tankstelle einen kleinen Shop, dieser war aber nur sehr sporadisch ausgestattet.
Nach dem Grenzübertritt in Dobe sind wir zum Dörfchen bei der "Makuri"-Campsite gefahren und haben uns angemeldet. Später kamen dann zwei San zur Campsite und haben uns abkassiert. Am nächsten Tag haben wir eine ergiebige Erkundungsfahrt durch das Nyae Nyae –Gebiet gemacht. Manche Pisten waren ziemlich wild und eine echte Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug. Total zugewuchert sah man mitunter gar nicht, wo es weiterging. Das einzige Manko waren die fehlenden Tiere. Aber dass es dort zu bestimmten Zeiten sehr viel Wild gibt konnten wir anhand der vielen Spuren und den massenweise herumliegenden Elefantenködel mehr als deutlich sehen. Die Wasserstellen und Salzpfannen waren ausgetrocknet und die Tiere waren hoch in den Kaudom gezogen. Außer ein paar Erdhörnchen und einem verwesten Kudugerippe gab’s für uns nichts zu sehen. Aber wegen der Einsamkeit und den vielen großen Baobabs fanden wir es dort trotzdem wunderschön.
Die zweite Nacht haben wir auf der Djxokhoe Campsite verbracht. Auch da kam ein San zum Abkassieren vorbei. Dort gibt’s einen Hochsitz von dem man zu einem Wasserloch schauen kann. Und ein für Buschmänner angepasstes kleines Plumpsklo. War aber sauber und angenehmer, als sich in den Busch zu hocken. Gab sogar ein kleines Waschbecken mit Wasserhahn, aber ohne Wasser.
Beide Campsites sind fast „Naturbelassen“, aber gerade deshalb fanden wir es dort wunderschön. Ist aber halt wirklich nur was für „Wildcamper“, die auf Komfort verzichten können und die Einsamkeit lieben. Für nächstes Jahr im April haben wir Nyae Nyae mit den beiden Campsites wieder mit in unsere Planung aufgenommen und hoffen, dort dann auch viel Wild zu sehen.
Mit dem Tanken in Tsumkwe ist es Glückssache. Am ersten Tag als wir zu unserem Rundkurs starteten gab es welches, am nächsten Tag, als wir weiter nach Grootfontein wollten gab es einen Stromausfall und da hat die Benzinpumpe nicht funktioniert. Da wir aber noch genügend Sprit hatten, hat es uns nicht weiter gestört.
Gruß
Uschi