Campsites im Naye-Naye? Buschmanndörfer um Tsumkwe

7 Antworten · 5’988 Aufrufe · gestartet 03. Aug. 2010 von ThomasN
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Themenstarter359 Beiträge · seit 200603. Aug. 2010 ·
Hallo zusammen, kann mir jemand Auskunft über die Camping-Möglichkeiten im Naye-Naye geben. Laut Karte sind dort zwei Campsites, aber wenig bis keine Informationen zu finden. Wir wollen die Pfanne in Verbindung mit dem Khaudum N.P. besuchen. Wir werden wahrscheinlich von Botswana (Grenzübergang Dobe) kommen und als zentraler Anlaufpunkt wird wohl Tsumkwe dienen. Wir sieht es dort mit Bezin/Lebensmittelversorgung aus? Wir wollen auch die Möglichkeit nutzen mehr über die San zu erfahren. Wie sieht es dort mit Angeboten/Touren denn aus und hat schon jemand Erfahrung damit bzw. kann uns Kontaktadressen nennen? Bis jetzt gehe ich davon aus das es in Tsumkwe direkt eine Möglichkeit gibt oder organisiert über die Tsumkwe Country Lodge.
Gruss Thomas
33,5k Beiträge · seit 200603. Aug. 2010 ·
Hi Thomas,

schau mal auf der offiziellen Website der Nyae Nyae Conservancy, da steht vieles was Deine Fragen beantwortet, u.a. zu Touren: http://www.tsumkwel.iway.na/NNConservancy.htm

Bzgl. San dürften diese für Dich interessant sein:
- http://www.lcfn.info/ju-hoansi/ju-hoansi-home
- http://www.lcfn.info/ju-hoansi-hunters/hunters-home

Im Khaudum ist bis auf Weiteres keine Übernachtung möglich, da die beiden Rastlager gänzlich neu aufgebaut werden (siehe hierzu auch diesen Thread: http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/146927-camp-grounds-in-khaudom.html#146962)

Sonnige Grüße
Christian
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1’667 Beiträge · seit 200903. Aug. 2010 ·
Hallo, Thomas
wenn du von Maun kommst, würde ich dort schon das nötigste einkaufen.
Tsumkwe ist eine Streusiedlung mit nicht sehr vielen Möglichkeiten.
Als wir dort im Nov. 2009 waren, versicherte man uns, dass es ab sofort wieder Sprit in Tsumkwe gibt, und das auch so bleiben soll. Die Tankanlage sah auch recht neu aus.
In Tsumkwe gibt es eine Informationsstelle der Nyae Nyae Conservancy, wo du dich direkt vor Ort über San Besuche informieren kannst, sonst halt die Tsumkwe Lodge.
Die Camping Plätze sind in der Gegend alle sehr einfach,ohne Infrastruktur.
Du könntest dir auch ausserhalb von Tsumkwe einfach einen schönen Platz zum schlafen suchen.Es wird dich dort keiner stören. Als wir dort waren, haben wir 4 Tage lang keinen Menschen getroffen. ( s. Reisebericht )
Lieben Gruß
Birgitt
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6’158 Beiträge · seit 200603. Aug. 2010 ·
Hallo Thomas,

wir warem mitte Mai in der Tsumkwe Country Lodge - die haben
auch eine Campseite - in der Lodge kannst Du Holz u. Getränke
kaufen. Wir haben in der Lodge gewohnt - sind sehr saubere
kleine Häuschen. Die Manager der Lodge organisieren nichts - wir waren in der Info-Stelle - aber da hatte man zu dieser Zeit keine Lust San Besuche anzubieten.
An der Tankstelle -betreibt der eine Manager der Lodge- gabs kein Normal Benzin - die können Dir
auch nicht sagen wann welches kommt - müssen auf den LKW
warten-- Diesel gabs genug - unser Glück , hatten ein Diesel-
fahrzeug. Lebensmittel gibts kaum an der Tankstelle.
Wir sind den Grenzübergang Dobe gefahren- von welcher Seite
kommst Du - Grootfontein oder Maun.
Die Strecke Tsumkwe bis Maun ca. 415 km -- bis Dobe 59 km
gute Pad, dann 170 km Gravel-Sandpiste ca. 3,5-4 Stunden
ab Nokaneng bis Maun 160 km Teerpad - am Anfang schmal ab
Sehitwa besser. Man sollte für die diese Strecke sehr früh
losfahren.
Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter359 Beiträge · seit 200604. Aug. 2010 ·
Vielen Dank für die Info's. Wir kommen Richtung Botswana, aber nicht von Maun, sondern vom Panhandle (Tsodilo Hills).Ich frage deshalb nach Versorgung, weil ab Shakawe bis Tsumkwe nicht mehr viel kommmt, wo wir Lebensmittel und Benzin bekommen können.
Hat jemand von Euch schon Erfahrungmit den Campsites "Makuri" und "Djokhoe" im Naye-Naye? Diese sollen ja laut Reiseführer landschaftlich sehr schön liegen, mit Blick auf gigantische Baobabs.
Gruss Thomas
181 Beiträge · seit 200604. Aug. 2010 ·
Hallo Thomas

wir haben 2005 (also schon etwas her 🙁 ) am Hohlen Baobab gezeltet (Djokhoe). Anreise war ebenfalls von Shakawe. Wir haben uns erst im Infocenter in Tsumkwe angemeldet. Von dort mussten wir zum Sandorf , welches neben der Makuri Campsite liegt, fahren und uns dort anmelden und bezahlen. Du konntest bei den Dorfbewohnern verschiedene Aktivitäten buchen. Wir hatten einen "Hunting and gathering walk", sehr interessant. Die Djokhoe campsite liegt wunderschön, allerdings keinerlei Versorgungsmöglichkeiten, auch kein Wasser! Damals rieten uns die San ab, direkt am Hohlen Baobab zu zelten, da dort viele Schlangen waren. Die campsite liegt ungefähr 100m vom Hohlen Baobab entfernt.

Wir waren bei Vollmond 2 Nächte dort - traumhaft!!

Liebe Grüße
Birgit
335 Beiträge · seit 200604. Aug. 2010 ·
Hallo Thomas,

wir sind Anfang Oktober 2009 von Shakawe aus die gleiche Strecke gefahren. Bei den Tsodilo Hills waren wir auf der Makoba Woods Campsite. Sehr angenehm, da wir die einzigen Camper waren. (Ohne Sanitäreinrichtung, aber mit Abfalltonne und Wasserleitung). Am Abend sehr stimmungsvoll mit vielen Wildbienen, die aber total harmlos waren. Wir fühlten uns in Laurens van der Post’s Roman: „Die verlorene Welt der Kalahari“ versetzt.

Unseren letzten größeren Einkauf haben wir in Shakawe gemacht. Hatten allerdings auf Fleisch verzichtet, da es auf dieser Strecke mehrere Veterinärkontrollpunkte gibt. Für solche Fälle haben wir dann immer ein umfangreiches Sortiment an Konserven dabei. In Tsumkwe gibt’s an der Tankstelle einen kleinen Shop, dieser war aber nur sehr sporadisch ausgestattet.

Nach dem Grenzübertritt in Dobe sind wir zum Dörfchen bei der "Makuri"-Campsite gefahren und haben uns angemeldet. Später kamen dann zwei San zur Campsite und haben uns abkassiert. Am nächsten Tag haben wir eine ergiebige Erkundungsfahrt durch das Nyae Nyae –Gebiet gemacht. Manche Pisten waren ziemlich wild und eine echte Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug. Total zugewuchert sah man mitunter gar nicht, wo es weiterging. Das einzige Manko waren die fehlenden Tiere. Aber dass es dort zu bestimmten Zeiten sehr viel Wild gibt konnten wir anhand der vielen Spuren und den massenweise herumliegenden Elefantenködel mehr als deutlich sehen. Die Wasserstellen und Salzpfannen waren ausgetrocknet und die Tiere waren hoch in den Kaudom gezogen. Außer ein paar Erdhörnchen und einem verwesten Kudugerippe gab’s für uns nichts zu sehen. Aber wegen der Einsamkeit und den vielen großen Baobabs fanden wir es dort trotzdem wunderschön.

Die zweite Nacht haben wir auf der Djxokhoe Campsite verbracht. Auch da kam ein San zum Abkassieren vorbei. Dort gibt’s einen Hochsitz von dem man zu einem Wasserloch schauen kann. Und ein für Buschmänner angepasstes kleines Plumpsklo. War aber sauber und angenehmer, als sich in den Busch zu hocken. Gab sogar ein kleines Waschbecken mit Wasserhahn, aber ohne Wasser.

Beide Campsites sind fast „Naturbelassen“, aber gerade deshalb fanden wir es dort wunderschön. Ist aber halt wirklich nur was für „Wildcamper“, die auf Komfort verzichten können und die Einsamkeit lieben. Für nächstes Jahr im April haben wir Nyae Nyae mit den beiden Campsites wieder mit in unsere Planung aufgenommen und hoffen, dort dann auch viel Wild zu sehen.

Mit dem Tanken in Tsumkwe ist es Glückssache. Am ersten Tag als wir zu unserem Rundkurs starteten gab es welches, am nächsten Tag, als wir weiter nach Grootfontein wollten gab es einen Stromausfall und da hat die Benzinpumpe nicht funktioniert. Da wir aber noch genügend Sprit hatten, hat es uns nicht weiter gestört.



Gruß
Uschi
http://www.pervan.de/reiseberichte/Autor*Uschi_Pohler*7179http://www.flugstatistik.de
167 Beiträge · seit 200905. Aug. 2010 ·
Hallo Thomas,

wir sind Okt. 2008 dieselbe Strecke gefahren, allerdings in umgekehrter Richtung (NAM->BOT) und haben die Gegend sehr genossen. Wir waren seit drei Tagen das einzige Auto an dem Grenzübertritt. Die Strasse zwischen Dobe und Nokaneng war zum Teil tiefsandig und heftiges Wellblech. Wir haben deutlich mehr Zeit gebraucht als geplant! Aber das scheint sich gebessert zu haben - s.o. In Shakawe angekommen waren unsere Shockabsorbers hinüber und wir mussten in die Werkstatt!
In Shakawe kann man gut einkaufen und es gibt einen Inder der alle Autoersatzteile bietet 😉
Wir haben auf dem Campsite der Ju/hoansi (Grashoek) als einzige Gäste campiert. Keine Einrichtungen - aber traumhaft und die San waren äusserst hilfsbereit und freundlich. Leider haben wir die Zufahrten zu den anderen von Dir genannten Campsites nicht gefunden - also definitiv in Tsumkwe erkundigen.
Den Campsite der Tsumkwe Lodge haben wir nur besichtigt und fanden ihn trostlos. Kein Schatten und keine schöne Lage!

VG
Ruaha